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bauaufnahme und planung im bestand (2008)

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THÔNG TIN TÀI LIỆU

Thông tin cơ bản

Tiêu đề Bauaufnahme und Planung im Bestand
Tác giả Dirk Donath
Trường học Bauhaus-Universität Weimar
Chuyên ngành Architecture
Thể loại Bauaufnahme und Planung im Bestand Grundlagen – Verfahren – Darstellung – Beispiele
Năm xuất bản 2008
Thành phố Weimar
Định dạng
Số trang 188
Dung lượng 12,89 MB

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Nội dung

Bauauf-In den Kapiteln 1-5 sind die Grundlagen für eine digitale Unterstützung der Planung im Bestand beschrieben.. Modelle Eine Aufgaben bezogene Dokumentation und Aufbereitung der Best

Trang 2

Dirk Donath

Bauaufnahme und Planung im Bestand

Trang 3

Aus dem Programm Bauwesen

www.viewegteubner.de

Bausanierung

von Michael Stahr (Hrsg.)

Bausanierung

von Guido F Moschig

Hinzunehmende Unregelmäßigkeiten bei Gebäuden

von Rainer Oswald und Ruth Abel

Bauwerksabdichtung in der Altbausanierung

von Jürgen Weber und Volker Hafkesbrink

Bauaufnahme und Planung im Bestand

von Dirk Donath

Energieausweis – Das große Kompendium

von Andreas Weglage (Hrsg.)

Architektur der Bauschäden

von Joachim Schulz

Trang 5

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der

Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über

<http://dnb.d-nb.de> abrufbar.

1 Auflage 2008

Alle Rechte vorbehalten

© Vieweg +Teubner | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2008

Lektorat: Karina Danulat | Sabine Koch

Vieweg +Teubner ist Teil der Fachverlagsgruppe Springer Science+Business Media.

www.viewegteubner.de

Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürften.

Umschlaggestaltung: KünkelLopka Medienentwicklung, Heidelberg

Umschlagmotiv: Jörg Braunes, Sebastian Neidhart

Abbildungen ohne Quellenangabe: Sebastian Neidhart, Jörg Braunes

Satz und Layout: Michael Kraus, Jörg Braunes

Druck und buchbinderische Verarbeitung: Krips b.v., Meppel

Gedruckt auf säurefreiem und chlorfrei gebleichtem Papier.

Printed in the Netherlands

Trang 6

Architektur misst sich an der Angemessenheit und dem Einklang mit dem Ort.Darin besteht die wesentliche Herausforderung des Planens im Bestand: in demsorgfältigen Abgleich der Entwurfsidee und der daraus resultierenden Bauauf-gabe mit dem vorhandenen Umfeld und der vorhandenen Gebäudesubstanz.Zur Unterstützung dieser Herausforderung stehen sowohl klassische als auchcomputergestützte Systeme und Verfahren zur Verfügung Sie unterstützen glei-chermaßen die Dokumentation einer ersten Begehung eines Gebäudes als auch die umfangreiche, detaillierte Simulation und Bewertung geplanter Veränderun-gen

1XUGLHJHQDXH.HQQWQLVGHU9HUIDKUHQHUP|JOLFKWGHP3ODQHUHLQHTXDOL¿]LHUWHBauaufnahme

Zum Aufbau des Buches:

Das Buch erläutert die Grundlagen, Geräte und Einsatzmöglichkeiten der Bauaufnahme mit dem Augenmerk auf die Arbeitsabläufe und Anforderungenheutigen Planungsaufgaben Es ist als Anleitung für den praktischen Architektengedacht

Zugleich ist das Buch als ein Kompendium zum Stand der Technik in der nahme zu sehen Einige Abschnitte geben einen Ausblick in Systeme und Verfah-ren, die in nächster Zukunft zu erwarten sind Deshalb enthalten die Kapitel auchzahlreiche Querverweise und ergänzende detaillierte technische Beschreibun-gen als vertiefende Erläuterung für den interessierten Fachmann

Bauauf-In den Kapiteln 1-5 sind die Grundlagen für eine digitale Unterstützung der Planung im Bestand beschrieben Die Kapitel 6-13 enthalten eine Beschrei-bung der Verfahren des Bauaufmaßes mit dem Schwerpunkt der geometrischenErfassung In den Kapiteln 14-18 ist abschließend die konkrete Anwendung der Verfahren in Form von Planungsszenarien wie Sanierung, Facility Management,'HQNPDOSÀHJHXQGEDXEHJOHLWHQGH(UIDVVXQJEHVFKULHEHQ

Weimar, im September 2008

Trang 7

1 Planen und Bauen im Bestand 1

2 Bauaufnahme als Modellierungsprozess 72.1 Informationen zum Bauwerk 82.2 Datenverwaltung im Raumbuch 8

4 Geometrisches Modellieren in CAD / CAAD 154.1 2D- und 3D-Linienmodell 15

4.4 Bauwerksinformationsmodell (BIM) 204.5 Datenstrukturierung im CAAD 214.6 CAAD-Funktionalität für Umbauplanung 23

5 Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen 25

6 Grundlagen und Systematik der Geometrieerfassung 316.1 Abbildung und Modellierung 31

Trang 8

6.3 Darstellungstiefe und Generalisierung 35

6.4 Herstellen geometrischer Bezüge 37

6.5 Vorüberlegungen bei der Gebäudeaufnahme 40

7 Verwendung zeichnerischer Bestandsvorlagen 43

7.1 Digitalisierung von Bestandsvorlagen 43

7.2 Vektorisierung von Bestandsvorlagen 44

10.3 Tachymetrie: Technische Beschreibung 71

10.4 Stationierung: Bestimmung des Gerätestandortes 80

Trang 9

12.1 Laserscanning: Grundprinzip 10612.2 Laserscanning: Messwertverarbeitung 10812.3 Registrierung: Verknüpfung mehrerer Punktwolken 11212.4 Laserscanning: Technische Beschreibung 113

13 Global Positioning System (GPS) 11713.1 GPS: Grundprinzip 117

14 Konzept einer interpretierenden,

planungsbegleitenden Erfassung 119

15 Erarbeitung von Raumbüchern und Facility Management 127

16 Umbauplanung (Sanierung / Modernisierung) 133

Trang 10

1 Planen und Bauen im Bestand

Wenn heute von Architektur die Rede ist, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit

davon ausgegangen werden, dass eine bereits vorhandene Bausubstanz

berücksichtigt werden muss Dies betrifft sowohl das bauliche Umfeld der

C) Abriss und Neubau

Die Entscheidung für eines dieser drei Szenarien ist hinsichtlich funktioneller,

gestalterischer und konstruktiver Kriterien sorgfältig abzuwägen Die

beschrei-benden Zustandsgrößen des zu bewertenden Gebäudes bilden die

wesentli-chen Randbedingungen für die Analyse und Konzeption der Planungsaufgabe

Hier liegt ein wesentlicher Unterschied zum Neubau

Die Bedeutung, die die vorhandene bauliche Situation auf die bauliche Lösung

KDWZLUGRIWXQWHUVFKlW]WE]ZYLHO]XVSlWPLWLQGLH(QWVFKHLGXQJV¿QGXQJHLQEH-zogen Wie im architektonischen Entwerfen und Planen generell, sind auch beim

Bauen im Bestand die Auswirkungen auf die Sinnfälligkeit (Nutzung, Aufwand,

Akzeptanz) der Lösung in früheren Arbeitsphasen weitaus größer, als in

späte-ren Prozessen

Abb.: 1.1 Lebenszyklus von Gebäuden, Prozess der Bauplanung und Bestandserfassung

Trang 11

2 1 Planen und Bauen im Bestand

Die Erfassung und inhaltlichen Aufbereitung der beschreibenden Informationen zur bestehenden Bausubstanz wird als Bauaufnahme bezeichnet Die Bauauf-nahme besitzt für das Entwerfen, Planen und Bauen im Bestand eine sehr große Bedeutung Bereits mit Projektbeginn müssen alle planerischen Intentionenunter Berücksichtigung des Gebäudebestandes erfolgen

Im Einzelnen umfaßt die Bauaufnahme u.a.:

Die Klärung des Grundzustandes (globale Werte wie Gesamtfläche, ƒ

Gesamt-zustand, Konstruktionsart, Befunduntersuchungen)Die schrittweise Detaillierung und Fortschreibung der erfassten

Grobkontur der Geschosse, detaillierte Raummaße, detaillierte Konstruktion)Der Abgleich mit den planerischen Maßnahmen (Anzeigen von Veränderun-ƒ

gen im Bestand, Datenformat, Zugriff auf die originär vor Ort aufgenommenen Werte)

Ein einfaches und bauspezifisches Erfassen (einfache Geräte, ƒ

selbsterklä-rende, multiple Nutzung)Ein porträtierendes Arbeiten (das Aufnehmen der Ist-Größen vor Ort und derenƒ

direkte Übertragung in digitale Zeichnungen bzw Modelle) Eine Aufgaben bezogene Dokumentation und Aufbereitung der Bestandsƒ

beschreibenden Werte

Die Forderungen und die Besonderheiten im Planen im Bestand sind dem tekten nicht immer bekannt oder vertraut Die besonderen Anforderungen erge-ben sich aus den fachlichen und organisatorischen Aspekten und dem aktuellenStand der Technik

Archi-In dem hier diskutierten Aufgabenfeld des Architekten sind dies:

Die Architekturplanung erfolgt heute nahezu vollständig auf digitaler

Neue Geräte und Systeme der geometrischen, gebäudetechnisch und ƒ

bauwirt-schaftlichen Datenerfassung sind verfügbar

Der Planungsprozess wird von einer Vielzahl von Fachleuten und ƒ

Trang 12

deausrüstung, Ökonomie und Ökologie sind gestiegen.

Es bestehen strikte zeitliche Vorgaben für Umbau, Planung und Realisierung

ƒ

Gebäudebeschreibende und klassifizierende Informationen und

entspre-ƒ

chende Berechnungen müssen vom realisierten Objekt vorliegen Hier gehen

die Originalsubstanz und die Umbaumaßnahmen gleichermaßen ein

Bauaufnahme als Erkenntnisprozess

Ein digitales, fortschreibbares und parametrisiertes System der

Bauwerkserfas-sung und seine vollständige Integration in den gesamten Planungsablauf kann

dazu beitragen, die zuvor beschriebenen Randbedingungen und

Forderungen-angemessen zu berücksichtigen Die parallele analytische und konzeptionelle

Planungsarbeit und ein schrittweises Begreifen des Bestandsobjektes durch

Anreicherung der Informationen sind damit gewährleistet Neben der Erfassung

der geometrischen Gebäude- und Raumgrößen muß parallel eine

Informations-verdichtung hinsichtlich der konstruktiven und funktionellen

Gebäudebeschrei-bung (energetisches Verhalten, Brandschutz, Nutzungsverwaltung, Bauregeln

und -gesetze) erfolgen

Die Art des Vorgehens hängt von der Aufgabenstellung, der Projektart und -größe

ab Mögliche Aufgaben sind:

jeweils errichteten Konstruktion (Neubau wie Altbau)

Qualitätssicherung, Mengenermittlung, Abrechnung von

Die jeweils eingesetzten Verfahren und Systeme der Bauwerkserfassung sind

entsprechend dieser Aufgaben zu wählen Die Angemessenheit und die

Kompe-tenz des Bearbeiters sind stets zu beachten Die Auswahl ist heute sehr groß

und reicht von kleinen Systemen zum händischen Erfassen bis zu aufwendigen

Gerätschaften des laserbasierten Abtastens von Gebäuden

Wo bei einigen Aufgaben eine augenscheinliche Einschätzung zur Qualität der

Gebäudesubstanz ausreicht, sind an anderer Stelle exakte Geometrie- und

Sachdaten mit genauer Kenntnis der Konstruktion und des Materialgefüges

erforderlich

15 Erarbeitung von Ź

Raumbüchern und Facility Management

16 Umbauplanung Ź

(Sanierung / Modernisierung)

'HQNPDOSÀHJH Ź

18 Baubegleitende Ź

Messungen

Trang 13

4 1 Planen und Bauen im Bestand

Die Bauaufnahme ist ein Erkenntnisprozess, bei dem stufenweise Informationen gesammelt und weiter angereichert werden Durch die Bauaufnahme entsteht ein neues Wissen über die bauliche Situation Fundierte Bewertungen zum weiteren Vorgehen lassen sich ableiten Wichtig ist eine fachlich und planerisch orientierte Sicht auf die zu erfassende Bausubstanz Doch erst ein „Begreifen des Gebäu-GHV³LPZDKUVWHQ6LQQHGHV:RUWHVHUODXEWHLQHTXDOL¿]LHUWH(LQVFKlW]XQJNur ein geometrisches Aufmessen von Gebäuden bildet keine ausreichende Grundlage für planungsbezogene Entscheidungen Die Erfassung weiteren Gebäude beschreibender Daten ist unabdingbar für des Verstehen der innerenund äußeren Zusammenhänge im bestehenden Gebäude

Insbesonders sind dies: Angaben zu Bauformen, Raumgefüge, arten, Material, Schädigungen, geschichtlichen Zusammenhängen, bautechni-schen und bauphysikalischen Kenngrößen

Konstruktions-In diesem Zusammenhang ist sehr deutlich zu unterstreichen, dass nur der entsprechend fachlich ausgebildete Planer, ob Architekt oder Ingenieur, in der Lage ist, ein Gebäude baufachlich relevant aufzunehmen Dazu ist das Begrei-fen der inhaltlichen und verborgenen Zusammenhänge notwendig

Die Nichtfachleute des Bauens, zu denen auch und gerade die vermessendenIngenieure zu zählen sind, können zwar ein Gebäude exakt messen, sind aber nicht in der Lage, wirklich verwertbare Aussagen zu einem Bestandsobjekt zuerbringen Nur der mit der Praxis des Planens und Bauens vertraute Planer ist in der Lage, die richtigen Fragen vor Ort zu stellen und die entsprechenden Daten DXI]XQHKPHQVRZLH(UNHQQWQLVVHGDUDXV]XJHZLQQHQ=XRIW¿QGHWPDQLQGHUPraxis der Bauaufnahme sowohl baufachlich unsinnig oder falsch erfasste Daten.Ein Beispiel sind die Erfassung von Schäden am Gebäude wie Risse, Setzungenoder Schiefstellungen Durch das geometrische Aufmessen der Schadenssitu-ation ist eine realistische Einschätzung nicht zu leisten Es gehören Angaben

zu Materialübergängen, konstruktivem Versagen sowie fehlerhaften historischen Veränderungen dazu Diese zu erkennen setzt immer einen großen Sachver-stand und praktische Erfahrung voraus

'LH 8QDEGLQJEDUNHLW GHU IDFKOLFKHQ 4XDOL¿]LHUXQJ LQ GHU %DXDXIQDKPH IKUW

zu einem Widerspruch in der Praxis: Der planende und bauende Architekt oder ,QJHQLHXULVWKlX¿JQLFKWLQGHU/DJHHLQH%DXDXIQDKPHZLUNOLFKHI¿]LHQWXQGdamit wirtschaftlich durchzuführen, sowie die aktuell zur Verfügung stehenden Verfahren und Systeme zu kennen bzw zu bedienen

Genau an dieser Stelle soll das Buch ansetzen: Dem Architekten und ingenieur kann sich hier mit den Möglichkeiten vertraut machen, welche Systeme nutzbar sind und vor allem welche Ergebnisse zu erwarten sind Die meisten der hier vorgestellten Verfahren und Erfassungssysteme sind Stand der Technik und haben sich in der Praxis bewährt In dem Zusam- menhang sei darauf verwiesen, dass eine Kenntnis der heute vorhan- denen Möglichkeiten auch auf Grund der Rechtssicherheit geboten ist Der Planer muss den Auftraggeber ausdrücklich auf die Verfügbarkeit und das

Bau-Das Bauaufmaß umfasst

lediglich die Vermessung

der Gebäudegeometrie

und deren Darstellung in

Form von

zweidimensiona-len Zeichnungen

(Grund-riss, Schnitte, Ansichten)

umsetzen, der nicht gelernt

hat, diese zu planen"

Michael Korte,

aadiplan 2008

Trang 14

1 Planen und Bauen im Bestand

zu erwartende Ergebnis in Bezug auf die Bauaufnahme hinweisen.

Der Spezialist in der Handhabung anspruchsvoller und moderner Systeme der

Bauaufnahme (Tachymetrie, Photogrammetrie u.a.) ist, wie schon erwähnt,

]XQlFKVW NHLQ )DFKPDQQ GHV %DXHQV 'LHVHQ RQÀLNW DXI]XO|VHQ EHGDUI HV

zweier Strategien: Zum einen müssen praktische Architekten und Bauingenieure

dieses Arbeitsgebiet als Spezialisierung begreifen und besetzen (einige wenige

gibt es bereits) Zum anderen muss die Ausbildung von Studenten der

Baudiszi-plinen dies angemessen berücksichtigen

Die analytische Betrachtung der Bauwerke, Kenntnisse über

statisch-konst-ruktive Zusammenhänge, Handhabung moderner Erfassungs- und

Diagnose-systeme sowie die Informationsverwaltung und -veranschaulichung, sind als

notwendige Schwerpunkte für die Ausbildung zu nennen

An der Bauhaus-Universität Weimar besteht seit vielen Jahren ein

umfassendes Lehrangebot für die diagnostische Bauwerkserfassung als

Bestandteil der Revitalisierung von Bauwerken Die Teilnehmer erfahren

Theorie und Praxis der Verfahren zur Bauaufnahme, der

Geometrieerfas-sung und der planerischen Weiterbearbeitung.

www.uni-weimar.de Ź

Trang 15

Ziel der Kapitel 2 bis 4 ist eine Einführung in die computergestützte nahme und Bauplanung Verschiedene Möglichkeiten der Modellierung von Bestandsdaten, insbesondere der Geometrie bilden den Hauptteil

Bauauf-Das Kapitel 5 gibt einen Einblick in die rechtlichen und wirtschaftlichen bedingungen der Bauaufnahme

Trang 16

Rahmen-2 Bauaufnahme als Modellierungsprozess

Um Sicherheit in der Planung von Bestandsobjekten zu gewährleisten, ist es

notwendig, so viele Informationen wie nötig – und nicht wie möglich – über das

Gebäude zu erfassen, in einen entsprechenden Zusammenhang zu stellen und

fachgerecht zu dokumentieren Dabei ist es nicht möglich, alle relevanten

Infor-mationen zu Beginn einer Planung zu erfassen Vielmehr ist es notwendig stets

auch neue Erkenntnisse durch eine parallel zum Planungs- und Bauprozess

VWDWW¿QGHQGH %DXDXIQDKPH ]X JHZLQQHQ ,P 9HUODXI GHU SODQHULVFKHQ

'XUFK-arbeitung und der Bauausführung werden Fragestellungen auftreten, welche

nur durch eine auf den Planungsprozess abgestimmte und in diesen integrierte

Bestandsaufnahme geklärt werden können Angefangen von einem

skizzen-haften Überblick zur ersten Objektbegehung bis zur Befunduntersuchung eines

Verbindungsdetails während der Entwurfsplanung, werden die Daten strukturiert

abgebildet und fortlaufend ergänzt Ein genaues Ordnungssystem und exakte

Bezeichnungen bzw Beschriftungen sind unabdinglich

Wichtig bei der Bauaufnahme ist der direkte Kontakt zum Objekt Moderne

Erfassungstechniken wie Tachymetrie, Laserscanning oder

Photogrammet-ULH HUODXEHQ HLQH VFKQHOOH XQG HI¿]LHQWH *HRPHWULHHUIDVVXQJ EHGLQJHQ DEHU

einen Abstand zur Bausubstanz Die Messung erfolgt nicht am Objekt, sondern

von einem festgelegten Gerätestandort mehrere Meter entfernt Doch gerade

der Kontakt zur Bausubstanz und dessen Erfahrung mit allen Sinnen (Fühlen,

Sehen, Hören, Schmecken und Riechen) ist es, welcher dem Planer das zu

erfassende Gebäude in all seinen Aspekten begreifen lässt Daraus folgt, dass

stets eine geeignete Kombination der Verfahren und Werkzeuge den

Bauauf-nahmeprozess bestimmen muss

Die Bauaufnahme stellt sich als ein Prozess der Modellbildung dar: Das Original

(das Gebäude) wird in eine modellhafte Abbildung überführt Damit verbunden ist

immer eine Differenzierung auf das Wesentliche Nur diejenigen Eigenschaften

des Originals werden in das Modell übernommen, die für den Zweck der

Modell-bildung wesentlich sind Das heißt jede Bauaufnahme stellt eine Interpretation

des Originals durch den Aufnehmenden dar Die Qualität der Bauaufnahme ist

YRQGHUIDFKOLFKHQ4XDOL¿]LHUXQJGHV$XIQHKPHQGHQDEKlQJLJ

10

Ź Tachymetrie 11

Ź Photogrammetrie 12

Ź Laserscanning

Trang 17

8 2 Bauaufnahme als Modellierungsprozess

2.1 I NFORMATIONEN ZUM B AUWERK

Im Zuge der Bauaufnahme sind unterschiedliche Inhalte zu erfassen und turiert abzulegen:

struk-ƒ Geometrische Informationen:

Die Geometrie des Bestandsobjektes, welche unter Verwendung denster Verfahren erfasst und in Form von (digitalen) 2D- oder 3D-Modellen abgebildet wurde

verschie-ƒ Sachdaten (Alphanumerische Informationen): ((

Alle Merkmale des Objektes, die sich mit Hilfe von Buchstaben oder Zahlenbeschreiben lassen und nicht direkt aus der Geometrie ablesbar sind (z.B.Materialien, Funktion von Bauteilen, die Jahreszahl der Erbauung oder dieBedeutung von Gebäudeteilen bezogen auf deren Substanzwert)

ƒ Beziehungsinformationen (Relationale Informationen):

Die Zusammenhänge zwischen einzelnen Objekten, beispielsweise die hörigkeit eines Raumes zu einem Geschoss

Zuge-Multimediale Informationen (ergänzende Informationen verschiedenartigenƒ

Charakters):

Alle informalen Informationen, wie Bilder, Skizzen oder Videos, die einzelnenObjekten zugeordnet werden können

Baufachliche Einschätzungenƒ

Die Bewertung und Würdigung des Gesamtzustandes unter fachlichenGesichtspunkten, bezogen auf die anstehende Bauaufgabe

Viele dieser Informationen sind während einer Bauaufnahme nicht immer chert festzustellen Oftmals können lediglich Vermutungen und Hypothesengetroffen werden Bei nicht gesicherten Informationen sind Befunde zu nehmen Bei durch Ingenieurverstand begründeten Vermutungen, die nicht gesehen oder gemessen wurden, ist es wichtig, diese als solche zu kennzeichnen und gege-benenfalls gesondert abzulegen

gesi-2.2 D ATENVERWALTUNG IM R AUMBUCH

Ein geeignetes Ordnungssystem unterstützt die strukturierte Ablage der ten Daten Als technisches Hilfsmittel dient hier das Raumbuch, welches alsKombination aus Text, Zeichnung, Skizze und Bild die verschiedenen Informa-tionen dem Raum zuordnet, und diesen hierarchisch in die Struktur Gebäude,Geschoss, Raumgruppe und Raum einordnet

Trang 18

2 Bauaufnahme als Modellierungsprozess

In der klassischen Bauaufnahme entsteht das Raumbuch als schriftliche

Doku-mentation im Anschluß an die Geometrieerfassung Im Zuge der digitalen

Erfas-sung ist anzustreben, dass sämtliche Bestandsinformationen – sowohl

geometri-sche als auch nicht-geometrigeometri-sche – gemeinsam verwaltet werden Verschiedene

Aufmaß-Systeme, insbesondere im computergestützten Handaufmaß,

unterstüt-zen dieses Anliegen in dem Sinne, dass sowohl die aufgenommene

Geomet-ULHDOVDXFK1XW]HUGH¿QLHUWHDOSKDQXPHULVFKHDaten und Multimedia-Daten in

einer Raumbuchstruktur verwaltet werden Bei der Überführung der

aufgenom-menen Daten in den Planungsprozess erfolgt allerdings wieder eine Trennung:

Die Geometrie wird ins CAAD exportiert und die alphanumerischen und

multime-dialen Daten, werden als schriftliche Dokumentation ausgegeben

verbunden die Wahl der Aufmaßtechnik) und dem erforderlichen Format

der abzugebenden bzw weiterzuverwendenden Daten zu vermeiden.

Ziel sollte es immer sein, dass der Auftraggeber mit den aufgenommenen

Daten sofort weiterarbeiten kann Darüber ist der Auftraggeber zu

informie-ren

Abb.: 2.1 Auszug eines Raumbuchs als begleitende schriftliche Dokumentation:

Marienstraße 10 Weimar, Fehlhaber, Braunes, 2004

Trang 19

3 Computergestützte Bauplanung

Der Computer als Arbeitsmittel im Architektur- oder Ingenieurbüro ist cher Standard Nicht nur die Architekturplanung erfolgt heute digital, ebenso diekomplette Büroorganisation, Adress- und Terminverwaltung sowie Rechercheund Kommunikation Für die Planung im Bestand gilt dies ebenso: Die komplette Datenerfassung, angefangen von der Bestandsgeometrie über die Fotodoku-mentation bis zur Zustands- und Mangelerfassung, erfolgt digital Der Planer wird dabei von einer Vielzahl unterschiedlicher Applikationen unterstützt, die hier nur im Überblick genannt werden sollen

alltägli-3.1 O FFICE -A NWENDUNGEN

Wie die Bezeichnung schon verrät, unterstützen 2I¿FH$QZHQGXQJHQ GHQPlaner bei den alltäglichen Organisations- und Verwaltungsaufgaben im Büro.Die verschiedenen Software-Pakete bieten meist auf die unterschiedlichen Aufgaben zugeschnittene Einzelprogramme zur Textverarbeitung, Tabellenkal-kulation, Bildschirmpräsentation, Termin- und Adressverwaltung und einfacher Datenbankbearbeitung

,P=XJHGHU%HVWDQGVHUIDVVXQJ¿QGHQLQVEHVRQGHUHTabellenkalkulationen undDatenbanken zur Aufnahme von Sachdaten – gerade im Facility Management – ihre Anwendung

3.2 AVA-S YSTEME

Ausschreibung von Bauleistungen und Kostenschätzungen, Vergabe vonBauleistungen und Kostenanschlag sowie Abrechnung von Bauleistungen und Kostenfeststellung: Dies sind die Aufgaben, die mit Unterstützung von AVA-Systemen im Planungsbüro bearbeitet werden Programmtechnisch handel essich um ein Textsystem mit Rechenfunktionen und Verknüpfung mit multi-media-len Daten Je nach System werden vielfältige Anwendungen unterstützt, z.B.:Verwaltung von Raumbüchern

ƒ

Wohn- und Nutzflächenberechnung

ƒ

Trang 20

12 3 Computergestützte Bauplanung

Erstellen von Leistungsverzeichnissenƒ

Ausschreibungƒ

Angebotsprüfungƒ

Abrechnungƒ

Kostenschätzung und -kontrolleƒ

Baukoordinationƒ

Mengen- und Massenberechnungƒ

In der Praxis werden AVA-Systeme oftmals losgelöst von der Planung im CAADverwendet, dabei können vielfältige Eingangsdaten, wie Raum- und Flächen-zuordnungen, Mengen, Massen und Materialien, direkt aus dem CAAD über-nommen werden Dies geschieht entweder durch Datenexport in Tabellen oder über Direktschnittstellen Voraussetzung für eine durchgängige und fehlerfreie Nutzung ist ein präzise modelliertes Gebäudemodell

3.3 B ILDVERARBEITUNGS - UND D ESKTOP P UBLISHING S YSTEME

Mit Bildverarbeitungssystemen lassen sich digitale Bilder – beispielsweise gescannte Fotos oder Pläne, digitale Fotos oder Renderings einer Visualisie-rungssoftware – Aufbereiten, Manipulieren und Montieren Die digitalen Bilder liegen dabei als Raster- bzw 3L[HOJUD¿N YRU EHL GHU VLFK GLH %LOGLQIRUPDWLRQaus einzelnen Bildpunkten zusammensetzt Jeder Bildpunkt (Pixel) kann separatabgerufen und entsprechend manipuliert werden

Mit Desktop Publishing Systemen (DTP) lassen sich digitale Vorlagen für Publikationen erstellen Aufgabe dieser Systeme ist weniger die Unterstützung

Print-Abb.: 3.1

Überführung der Daten

vom Modell zur AVA

Trang 21

3 Computergestützte Bauplanung

bei der Erstellung von Inhalten, als vielmehr das Zusammenfügen

verschieden-artiger Daten aus unterschiedlichen Quellen DTP-Software verarbeitet sowohl

7H[WDOVDXFK3L[HOXQG9HNWRUJUD¿NHQ

mathematisch beschreibbaren Kurven und Linien zusammen So werden

GLH*UD¿NGDWHQGXUFKPDWKHPDWLVFKH)XQNWLRQHQYHUZDOWHW±EHLVSLHOVZHL-se wird eine Linie durch zwei Punkte beschrieben und ein Kreis durch die

Koordinaten des Mittelpunktes und dessen Radius

Die Funktionalitäten von Bildverarbeitungs- und DTP-Systemen

ver-schwimmen zunehmend miteinander, so lassen sich beispielsweise in

-pulation in DTP-Systemen vornehmen.

Beide Programmgruppen haben mittlerweile einen nicht unerheblichen

Stellen-wert im Büroalltag erlangt, beispielsweise bei der Gestaltung von Planlayouts

oder Fotodokumentationen

3.4 CAD- UND CAAD-S YSTEME

Im Allgemeinen versteht man unter CAAD-Systemen Werkzeuge, die das

Umsetzen und Durcharbeiten verschiedenster Projekte unterstützten CAD –

computer aided design – bezeichnet dabei Systeme, die in der Regel

komfor-table Zeichen- und Modellierwerkzeuge darstellen, während CAAD – computer

DLGHGDUFKLWHFWXUDOGHVLJQ±]XVlW]OLFKDQZHQGHUVSH]L¿VFKH)XQNWLRQHQIUGLH

architektonische Planung bereitstellen

3.5 M ODELLIER - UND V ISUALISIERUNGSSOFTWARE

Die Präsentation architektonischer Entwürfe in Form von perspektivischen

Darstellungen und zum Teil fotorealistischen „Vorwegnahmen“ des Geplanten,

gehört mittlerweile zum Standardrepertoire eines Architekturbüros Modellier-

und Visualisierungssoftware bieten hierfür weitaus umfangreichere

Möglich-keiten, als dies bei CAAD-Software der Fall ist, wobei auch hier die Grenzen

verschwimmen und aktuelle CAAD-Systeme umfangreiche

Visualisierungswerk-zeuge bereitstellen

4 Geometrisches Ź

Modellieren in CAD / CAAD

Abb.: 3.2 Beispiel für eine Visualisierung:

Rekonstruktion der Schloßkapelle Weimar, Florian Scharfe, 2005

Trang 22

4 Geometrisches Modellieren in CAD / CAAD

CAD- und CAAD-Systeme bieten vielfältige Möglichkeiten, die rie eines Gebäudes abzubilden, angefangen von der einfachen zweidimensiona-len Zeichnung bis zum komplexen 3D-Modell Welche dieser Varianten genutzt werden, hängt letztendlich von verschiedenen Faktoren ab:

Bestandsgeomet-der Komplexität des Gebäudes

Modellierungs-4.1 2D- UND 3D-L INIENMODELL

Die wohl einfachste Art der Modellierung ist die Abbildung der Bestandsgeometrie

in Form zweidimensionaler Schnittdarstellung: Grundrisse, Schnitte, Ansichten.Die Zeichnungen setzen sich dabei aus einzelnen elementaren CAD-Objektenzusammen, die als Vektordaten in nur zwei Dimensionen – der x- und y-Richtung– beschrieben werden Die Sichten auf das Bestandsobjekt sind völlig unab-hängig voneinander Sollen verschiedene Ansichten eines Objektes dargestellt werden, ist eine separate 2D-Zeichnung anzufertigen

Werden die elementaren CAD-Objekte im dreidimensionalen Raum durchBeschreibung ihrer Koordinaten in x, y und z angeordnet, erhält man als einfachste Form der 3D-Modellierung ein 3D-Linienmodell

Trang 23

16 4 Geometrisches Modellieren in CAD / CAAD

4.2 3D-M ODELL

Weitere Formen der 3D-Modellierung sind Flächen- und Volumenmodelle BeiFlächenmodellen werden zur Darstellung eines Objektes ebene oder räumli-FKH)OlFKHQ 5HJHOÀlFKHQRGHU)UHLIRUPÀlFKHQ YHUZHQGHW9ROXPHQPRGHOOHhingegen beschreiben die Geometrie in ihrer Körperlichkeit Gegenüber dem3D-Linienmodell ermöglichen Flächen- und Volumenmodelle die Berechnung von verdeckten Linien und Schattierungen sowie die Schnittbildung BeimFlächenmodell ergeben sich im Schnitt ausschließlich Schnittkanten, während

im9ROXPHQPRGHOODXIJUXQGGHU.|USHUOLFKNHLW6FKQLWWÀlFKHQEHUHFKQHWZHUGHQkönnen

=XU *HQHULHUXQJ YRQ 9ROXPHQPRGHOOHQ ZLUG KlX¿J DXI '*UXQGSULPLWLYHzurückgegriffen oder das Modell entsteht durch so genannte Sweep-Operatio-nen, bei denen der Körper anhand einer geschlossenen Kontur und einer Kurve gebildet wird

Übersicht der

elemen-taren CAD-Objekte, die

auf der Ebene (2D-CAD)

oder im Raum (3D-CAD)

angeordnet sein können

Trang 24

4 Geometrisches Modellieren in CAD / CAAD

Anhand eines 3D-Modells lassen sich zweidimensionale Projektionen – Schnitte

und Ansichten – ableiten Je nach verwendetem System können diese auch

assoziativ sein, d.h Änderungen am Modell werden in der zweidimensionalen

Projektion mitgeführt

Während in der Neubauplanung 3D-Linienmodelle kaum eine Rolle spielen,

¿QGHQ VLH EHL GHU %HVWDQGVHUIDVVXQJ ± LQVEHVRQGHUH LQ GHUTachymetrie, der

Mehrbildphotogrammetrie und im/DVHUVFDQQLQJ ± KlX¿JHU 9HUZHQGXQJ 'DV

3D-Liniengerüst dient dabei meist als Grundlage zur Ableitung von

2D-Zeichnun-gen, oder zur Modellierung eines 3D-Flächen- oder Volumenmodells

6HKU KlX¿J HUIROJW DXFK HLQH ]ZHLGLPHQVLRQDOH Modellierung im

dreidimensi-onalen Raum Dabei werden 2D-Schnittdarstellungen auf einer Bezugsebene

erzeugt, welche im dreidimensionalen Raum angeordnet ist

Abb.: 4.3 Verschiedene Formen der Sweep-Modellierung: Translation, Rotation, Verjüngung und Verbin- dung zweier Konturen (von links nach rechts)

10

Ź Tachymetrie 11.3 Photogrammetrie: Ź

Mehrbildauswertung 12

Ź Laserscanning

Abb.: 4.4 zweidimensionale Schnittdarstellungen, angeordnet im 3D-Raum

Trang 25

18 4 Geometrisches Modellieren in CAD / CAAD

4.3 3D-B AUTEILMODELL

Während die vorangehend beschriebenen 2D- und 3D-Modelle den nen Funktionsumfang von CAD-Systemen darstellen, gehen CAAD-Systeme noch einen Schritt weiter Sie bieten spezielle, für die architektonische Planung konzipierte Objekte zur dreidimensionalen Modellierung von Bauteilen: Wände, Stützen, Decken, Träger, Fenster etc

allgemei-Die Bauteile werden zwar mit Hilfe von Flächen- oder Volumenmodellen stellt, ihre Erzeugung erfolgt allerdings automatisiert durch Eingabe verschiede-ner Parameter Für eine Wand werden beispielsweise Anfangs- und Endpunkt

darge-Abb.: 4.5

Prinzip der

Vorgehens-weise bei

Zeichnungs-orientiertem CAD (oben)

und bauteilorientiertem

CAAD (unten)

Trang 26

4 Geometrisches Modellieren in CAD / CAAD

sowie Höhe und Breite, für ein Fenster Höhe, Breite, Brüstungshöhe sowie

Anzahl und Ausprägung der Flügel angegeben Neben diesen geometrischen

Parametern verfügen die Bauteile auch über nicht-geometrische Eigenschaften,

wie z.B Schichtenaufbau und Materialität sowie die Möglichkeit der Auswertung

von Mengen und Massen

Es gibt auch 2D-CAD-Systeme die spezielle Funktionen zur Darstellung

von Wänden, Türen, Fenster etc bereitstellen und damit als CAAD

bezeichnet werden können Dabei handelt es sich aber um komfortable

architektonische Zeichenbefehle und nicht um modellierte Bauteile.

Anhand eines komplett dreidimensional modellierten Gebäudes lassen sich

assoziativ Schnitte und Ansichten generieren, Raum- und Bauteillisten erzeugen

sowie Mengen- und Massen auswerten Damit verbunden sind jedoch erhöhte

Aufwendungen in der Erstbeschreibung und in der Komplexität der Daten

gegen-über einer reinen 2D-Zeichnungserstellung Die einfache Weitergabe der Daten

und Benutzung der Informationen in anderen Systemen ist derzeit ebenso nicht

garantiert

Auch wenn die Praxis oftmals anders aussieht, in der Neubauplanung sollte

diese Vorgehensweise mittlerweile Standard sein Die gängigen

bauteilorientier-ten CAAD-Systeme biebauteilorientier-ten alle nötigen Funktionen, um ein dreidimensionales

Gebäudemodell mit angemessenem Aufwand zu erstellen

Gerade diese Ausrichtung auf die Planung und Modellierung von Neubauten

steht der direkten Bestandserfassung in einem CAAD-System oftmals im Weg

%HLGHU(UIDVVXQJYRU2UWN|QQHQQXUGLHVLFKWEDUHQ%DXWHLOREHUÀlFKHQ 5DXPUU

EHJUHQ]HQGH2EHUÀlFKHQ DXIJHQRPPHQZHUGHQ

'LHGDKLQWHUOLHJHQGH.RQVW-ruktion, so wie auch deren maßliche Ausprägung (beispielsweise die Dicke einer

Wand) bleiben zunächst verborgen Das exakte Maß ergibt sich durch

Erfas-VXQJGHUJHJHQEHUOLHJHQGHQ%DXWHLOREHUÀlFKHDOVRHUVWLPVSlWHUHQ9HUODXI

der Bauaufnahme Verborgene Bauteilbegrenzungen wie beispielsweise

nicht-sichtbare Materialwechsel in der Konstruktion, können ohne

zerstörungsbehaf-tete Verfahren nicht aufgenommen werden Bei der Konstruktion eines Neubaus

im &$$' ZHUGHQ GDJHJHQ GLH HLQ]HOQHQ %DXWHLOH PLW YRUGH¿QLHUWHQ 0D‰HQ

erzeugt Die Struktur des Bauwerksmodells entspricht in erster Linie einer

Kons-truktionsgliederung in Bauteile und Baugruppen

Diese Vorgehensweise spiegelt sich in der Funktionsweise entsprechender

Bauaufmaß-Software, insbesondere im computergestützten Handaufmaß,

wieder: Die Strukturierung des Gebäudemodells erfolgt nicht

konstrukti-onsbezogen nach Bauteilen und Baugruppen, sondern raumorientiert

Zwar existieren diverse Softwarelösungen mit Direktschnittstellen zu

CAAD-Systemen, allerdings ist in den meisten Fällen ein manuelles oder

zumindest halbautomatisches Nachmodellieren von Wänden anhand der

gemessenen Raumumgrenzung notwendig.

Soll ein 3D-Bauteilmodell des Bestandes erstellt werden, ist in den meisten

Fällen zunächst der Umweg über eine linienhafte Erfassung (2D oder 3D)

Trang 27

20 4 Geometrisches Modellieren in CAD / CAAD

notwendig, um anschließend das Bauteilmodell zu erstellen Für einige Systeme existieren Erweiterungen, welche die halbautomatische Erstellung eines 3D-Bauteilmodells aus einer 2D-CAD-Zeichnung erlauben, zum Teil auchdurch Vektorisierung aus gescannten

CAAD-Plänen Diese Vorgehensweise istaber in den meisten Fällen mit einemnicht unerheblichen Nachbereitungs-aufwand verbunden Problematischist weiterhin die Frage der inhaltlichen Korrektheit derartiger Bestandszeich-nungen in Bezug auf die tatsächlicheSituation

Im Rahmen einer beit an der Bauhaus-Universität Weimar [2] wurde ein Prototyp zur Erweiterung eines bauteilo- rientierten CAAD-Systems ent- wickelt (CiBA - CAAD integrierte BestandsAufnahme), die es erlaubt, mit Verfahren des com- putergestützten Handaufmaßes und der Tachymetrie direkt ein 3D-Bauteilmodell zu erstellen Die Vorge- hensweise stellt dabei eine Kombination aus raumorientierter Erfassung und Bauteilmodellierung wie im Neubau dar.

Forschungsar-'LH$EELOGXQJGHV%HVWDQGHVPLW+LOIHYRQ'%DXWHLOHQZLUGLPPHUKlX¿JHUYRQAuftraggebern gefordert Gerade zur Modellierung technischer Anlagen erscheintdies sinnvoll Entsprechende &$$'(UZHLWHUXQJHQ ELHWHQ KLHUIU VSH]L¿VFKH3D-Bauteile für Gebäudetechnik und Leitungssysteme

4.4 B AUWERKSINFORMATIONSMODELL (BIM)

Building Information Modelling – kurz BIM – ist in den letzten Jahren zu dem Schlagwort der CAAD-Industrie zur Vermarktung ihrer Softwarelösungen gewor-den

BIM steht für das Konzept der ganzheitlichen Gebäudedatenmodellierung, d.h sämtliche relevanten Gebäudedaten werden in einem Modell oder Modellverbund verwaltet, welches allen beteiligten Fachgebieten zur Verfügung steht Anhand dieses Gebäudemodells lassen sich alle notwendigen Sichten – Grundrisse,Schnitte, Ansichten, Details, Raum- und Bauteillisten, statische Systeme etc –ableiten Änderungen im Projekt werden aufgrund der gemeinsamen Datenbasis automatisch in allen Sichten abgeglichen

Um das Gebäudemodell allen am Bau Beteiligten zur Verfügung stellen zu können, ist ein verlustfreier Datenaustausch zwischen den verschiedenenFachapplikationen notwendig Zu diesem Zweck wird von der IAI – der Industrie

Prototyp CiBA:

Bestands-aufnahme als Integration

in ein handelsübliches

CAAD-System

Trang 28

4 Geometrisches Modellieren in CAD / CAAD

Allianz für Interoperabilität, einem Zusammenschluss von mehr als 650

interna-tionalen Firmen aus 22 Länder der Baubranche (www.buildingsmart.de) – das

standardisierte Datenformat IFC (Industry Foundation Classes) entwickelt Die

IFC beschreibt die einzelnen Bauteile in ihrer Geometrie, ihren

nicht-geomet-rischen Eigenschaften und ihren Beziehungen untereinander Des Weiteren

kodiert sie die Projektstruktur gegliedert nach Grundstück, Gebäude,

Gebäude-abschnitt, Geschoss und Raum

Während die IFC für den Neubaubereich bereits umfassend beschrieben sind,

ist dies für die Planung im Bestand nicht so Insbesondere

Zustandsbeschreibun-gen von Bauteilen sowie konkrete Schäden und Mängel, wie sie beispielsweise

die DIN 1356 – 6 vorsieht, können nicht ohne Weiteres abgebildet werden

Die Forschung verfolgt für die Gebäudedatenmodellierung im Bestand

das Konzept des dynamischen Bauwerksmodells Während marktübliche

CAAD-Systeme eine feste Strukturierung in Raum- und Bauteilobjekte

sowie deren geometrische Ausprägung vorsehen, ermöglicht ein

dyna-misches Modell jederzeit die nutzer- und projektorientierte Anpassung an

die Erfordernisse des Bestandsgebäudes Dies ist aufgrund des unikaten

Charakters und der zum Teil sehr komplexen Geometrie sowie

Gebäudeto-pologie unabdingbar

Die aktuelle Entwicklung zielt auf die Integration von IFC-Daten in das

nisse der Bestandsplanung.

Im Rahmen einer Forschungsarbeit an der Bauhaus-Universität Weimar

wurde das Konzept einer Bestands integrierenden Planung auf Basis des

BIM-Systems entwickelt und in Teilen prototypisch umgesetzt Die

Konzep-WLRQVLHKWGLHIQIVWX¿JH*OLHGHUXQJGHU%HVWDQGVHUIDVVXQJXQGSODQXQJ

vor Die Inhalte der Projektstufen sind abhängig von den erforderlichen

planerischen Aussagen in der jeweiligen Bearbeitungsphase:

Gebäude-skizze, Geschossstruktur, Raumgefüge, Bauteilgerüst und Bauteildetails

[1] Hierfür wurde das BIM-System um Raumbuchfunktionen ergänzt, die

speziell für die Bestandsplanung optimiert sind.

4.5 D ATENSTRUKTURIERUNG IM CAAD

Neben der Modellierung von Bestandsdaten kommt der Strukturierung der Daten

in einer Bestandsaufnahme eine wesentliche Bedeutung zu Die zugrunde

liegende Modellierung in CAAD erlaubt zunächst das Strukturieren der Elemente

14 Konzept einer Ź

interpretierenden, planungsbegleitenden Erfassung

Trang 29

22 4 Geometrisches Modellieren in CAD / CAAD

Vordefinition von wiederkehrenden Modellteilen in Blöcken oder Makrosƒ

Identifizierbare Bauteile in

Begründete Vermutungen sollten auf einem separater Layer abgelegt den, um diese als solche kenntlich zu machen Verschiedene CAAD/BIM- Systeme bieten auch Funktionen für Freihandanmerkungen bzw Hinweis- felder Wichtig ist vor allem, dass Vermutungen eindeutig von gesicherten Informationen zu unterscheiden sind.

wer-Zur Verwaltung mehrerer Zeichnungen eines Projektes ist es zweckmäßig diese

in verschiedenen Dateien zu organisieren Viele CAAD-Systeme unterstützten dies durch eine integrierte Projektverwaltung, welche verschiedene Dateien über eine zentrale Projektverwaltungsdatei gemeinsam organisiert

Die Form der Organisation der Bestandsdaten in einzelnen Dateien, sowie die 6WUXNWXULHUXQJLQQHUKDOEGHU'DWHLHQLQ/D\HUQXQGGLHJUD¿VFKH

*UXQGVlW]HIU$XIEDXXQG,QKDOWHLQHVVROFKHQ3ÀLFKWHQKHIWHVELHWHQEHL-In &$'6\VWHPHQ N|QQHQ PLW GHU 'H¿QLWLRQ YRQ %O|FNHQ RGHU 0DNURV DXFKAttribute und Abfragemechanismen vereinbart werden Dies ist der neutralste und einfachste Weg der Verbindung von Geometrie und Sachdaten So lassenVLFK EHLVSLHOVZHLVH %HVFKULIWXQJVEO|FNH IU 5DXPVWHPSHO YRUGH¿QLHUHQZHOFKH1XW]HUGH¿QLHUWH Attribute für Nutzungsart oder Bodenbelag enthalten Zur Weiterverarbeitung dieser Sachdaten können die Attributwerte in Tabellenverschiedener Formate exportiert werden

0LWGHU%DXWHLOGH¿QLWLRQVLQGLQCAAD neben ergänzenden Attributen auch die Relationen zueinander („schließt an Wand an“, „bildet Öffnung in Wand“) unddie Verhaltensweisen („stellt sich im Abbildungsmaßstab von 1:1oo als einfacher 6WULFKGDU³ EHVFKUHLEEDU(LQH$XVZHUWXQJNDQQLQIUHLNRQ¿JXULHUEDUHQ%DXWHLO-tabellen erfolgen

Externe Dateien – beispielsweise Multimedia-Daten – lassen sich bereits bei CAD-Systemen über externe Verknüpfungen (sogenannte Hyperlinks) einemoder mehreren Objekten zuordnen Die Verknüpfung speichert den Pfad zu einer externen Datei welche sich aus dem CAD-System heraus öffnen und bearbeiten lässt

Für eine Datenstrukturierung, deren Anforderungen über die Möglichkeiten

Systeme, die die Strukturierung mit Hilfe relationaler Datenbanken ermög-

)DFLOLW\0DQDJHPHQW±JLEWHVPLWWOHUZHLOH(UZHLWHUXQJHQIUCAAD/BIM-www.bfr-gbestand.de

Ź

Trang 30

4 Geometrisches Modellieren in CAD / CAAD

lichen Beliebig komplexe Datenstrukturen und insbesondere relationale

Beziehungen können abgebildet und mit der Geometrie verknüpft werden.

4.6 CAAD-F UNKTIONALITÄT FÜR U MBAUPLANUNG

Zunehmend bieten CAAD-Systeme spezielle für die Umbauplanung

zuge-schnittene Funktionen – selten als integrierter Bestandteil, meist als

ergänzen-des Modul Diese Umbaufunktion zielt auf die gemeinsame Verwaltung von

Bestandsgeometrie und Neuplanung in einem CAAD-Projekt

Auf Basis eines 3D-Bauteilmodells ist es möglich, einzelne Bauteile

verschiede-nen Phasen (unterschieden nach Bestand, Abbruch oder Neubau) zu zuordverschiede-nen

Anhand dieser Zuordnung können automatisch verschiedene Sichten auf das

Modell generiert werden:

ƒ Bestandsmodell:

Lediglich die Bestandselemente werden dargestellt

ƒ Umbaumodell:

Bestand und Neubauplanung werden in einem Modell dargestellt Zur

Unter-scheidung werden meist die gängigen grafischen Differenzierungen – grau für

Bestand, gelb für Abbruch und rot für Neubau – verwendet Es können aber

auch Nutzer definierte Darstellungen verwendet werden

ƒ Revisionsmodell:

Lediglich das Ergebnis der Umbauplanung wird dargestellt Die

abgebroche-nen Bauteile sind nicht sichtbar

Während der Planung bleibt somit die Bestandsgeometrie unverändert im

Gebäudemodell erhalten, lediglich die Sicht auf das Modell wird in Abhängigkeit

von der betrachteten Phase angepasst

Abb.: 4.8 CAAD-Umbauplanung: Bestandsplan (links) und Umbaumodell (rechts), System PALLADIO X, acadGraph

Trang 31

5 Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen

Die Bauaufnahme als maßliche und inhaltliche Erfassung der Bausubstanz

war schon immer eine Leistung von Baumeistern und Architekten Einen guten

geschichtlichen Überblick gibt dazu Petzold [26] Ein vorhandenes Gebäude in

Rissen zu dokumentieren, spiegelt sich in zahllosen historischen und

neuzeitli-chen Darstellungen wieder

Die Planungsleistung des Architekten ist rechtlich als „eine dem Gesamtergebnis

geschuldete Leistung bzw Tätigkeit“ (siehe Literatur zum Architektenrecht, unter

anderem Neuenfeld [24]) zu sehen

Welche Leistungen dazu im Einzelnen zu erbringen sind, ist in der HOAI [17]

nicht festgelegt Dennoch ist der Architekt verantwortlich „alle notwendigen

Leistungen“ für eine gesicherte Planung zu erbringen Am Ende steht das

zum bestimmungsgemäßen Gebrauch geeignete Bauwerk, bzw im Falle des

Planens im Bestand und in der 'HQNPDOSÀHJHGDVXPJHEDXWHPRGHUQLVLHUWH

oder restaurierte Gebäude Inwiefern die Erfassung des Bestandsgebäudes

dort mit eingeschlossen ist, bleibt offen In Deutschland besteht lediglich die

HOAI als rechtsverbindliche Vorschrift für die Vergütung von (Teil-) Leistungen

des Planens, die zum oben genannten Ergebnis führen Im Grunde genommen

ist sie die einzige Beschreibung, wo ein „Leistungskatalog“ für typische und

QRWZHQGLJH 7HLO /HLVWXQJHQGHV3ODQHUVJHVFKLOGHUWXQGPLWHLQHP¿QDQ]LHO-len Gegenwert versehen ist Die Leistungen, die alle Tätigkeiten zum maßlich

wie inhaltlich-fachlichen Erfassen einschließen, sind dabei aber als so genannte

„Besondere Leistungen“ aufgeführt und nicht weiter aufgeschlüsselt

Abb.: 5.1 Grundriss Johanneskirche Gera (links) und Koopera- tive Gesamtschule Jena (rechts), nitschke-donath architekten weimar

Trang 32

26 5 Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen

u.a.

Erstellen von Bestandsplänen

Im vorangehenden Kapitel zum Planen im Bestand wurde inhaltlich begründet, dass die Bestandsaufnahme (Geometrie + Sachdaten) zu den unabdingbarenund unmittelbar in die Planung zu integrierenden Leistungen gehört

Die Praxis sieht anders aus und ist von Projekt zu Projekt verschieden rien der Bestandsaufnahme Kapitel 15 - 18) Oft existieren zeichnerische Dokumentationen, von denen der Auftraggeber gern voraussetzt, dass dieseals Ausgangslage für die Planung genügen, so dass der Architekt also keine

(Szena-„Besonderen Leistungen“ gelten machen kann

Hier ist Vorsicht geboten: Bei der Übernahme vorhandener Pläne sollte die Gewährleistung für diese vertraglich ausgeschlossen werden Ansonsten haftet der Planer bei fehlenden oder falschen Informationen gegenüber dem Auftraggeber Den Auftraggeber frühzeitig über mögliche Konse- quenzen falscher Ausgangsinformationen zu informieren, obliegt der

%HUDWXQJVSÀLFKWGHV$UFKLWHNWHQ

In anderen Fällen wird ein externes Büro, welches Erfassungsleistungen tet, beauftragt, derartige Pläne zuzuarbeiten Hier besteht die Gefahr, dass dievorhandenen Unterlagen unkritisch übernommen bzw nicht mit baufachlichemSachverstand überprüft werden Des Weiteren besteht das Problem, dassdie komplexen Gebäudeinformationen sich nur ungenügend in der Semantikvon Zeichnungen und textlichen Beschreibungen wiedergeben lassen Hinzukommt, dass unterschiedliche Projekte verschiedene Ausgangsdaten verlangen: Während teilweise einfache Raumübersichten ausreichend sind, bedarf es ananderer Stelle komplexer detaillierter 3D-Bauteilmodelle für eine CAAD-Bear-beitung

anbie-Im Fortgang des Buches wird deshalb eine schrittweise Anreicherung des digitalen Modells mit Gebäudeformationen parallel zur Planung begründet und die Werkzeuge dazu beschrieben.

Tab.: 5.1

Bestandserfassung als

Be-sondere Leistung (HOAI)

4.4

Bauwerksinforma-Ź

tionsmodell

Trang 33

5 Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach Verantwortung und Haftung

8QWHUOlVVW GHU 3ODQHU HLQH GHWDLOOLHUWH PD‰OLFKH ZLH IDFKVSH]L¿VFKH

8QWHUVX-chung, wozu auch Holzschutzgutachten, statische Gutachten, Bodengutachten,

Materialgutachten oder Brandschutzgutachten zählen, so trägt er die

Verant-ZRUWXQJXQGVLHKWVLFK±ZLHGLH3UD[LV]HLJW±RIWUHFKWOLFKHQXQG¿QDQ]LHOOHQ

Klärungen ausgesetzt

Mittlerweile gelebte Praxis bei kleineren und mittleren Projekten ist der Umstand,

dass „sich der Architekt selbst kümmern muss“, womit er auch gut beraten ist Mit

den Experten der einzelnen Ingenieur- und Fachdisziplinen zu einer detaillierten

Einschätzung zu kommen, muss das Ziel einer jeden Planung sein, die sich im

einfachsten Fall in einer Baudokumentation niederschlägt Im

wünschenswer-teren Fall in einer projektbegleitenden, laufend aktualisierten Fortschreibung

der Gesamtsituation, also des Bestandes, sowie der planerisch erarbeiteten

Informationen bzw Änderungen des Objektes Dies schließt keinesfalls aus,

dass der Architekt Experten für die maßlich-geometrische Erfassung sowie die

konstruktions- bzw materialbezogene Zustandsbeschreibung hinzuzieht Dem

Architekten obliegt es, dazu einen integrierenden, realistischen Gesamteindruck

zu erarbeiten

An dieser Stelle schließt sich die Frage nach der Vergütung dieser Leistungen

an Hierfür existieren zahlreiche Empfehlungen und Richtlinien, die alle

unver-bindlich, da als „Besondere Leistungen“ frei auszuhandeln sind

Wie für planerische Leistungen des Architekten, bildet auch für die

Bestandser-fassung der § 15 – Leistungsbild Objektplanung für Gebäude, Freianlagen und

raumbildende Ausbauten – der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure,

die Grundlage für die Leitungsvergütung, in dem die Bestandsaufnahme als

„Besondere Leistung“ zu honorieren ist [17]:

Die Architektenkammer Berlin hat für die Vergütung der Erstellung von

Bestandsplänen und der Bestandserfassung auf Basis der HOAI ein

)DOWEODWW±+LQZHLVH]X+RQRUDUHQIU%HVRQGHUH/HLVWXQJHQEHL8PEDX

0RGHUQLVLHUXQJXQG,QVWDQGVHW]XQJLP:RKQXQJVEDX±KHUDXVJHJHEHQ

welches auch online verfügbar ist (www.ak-berlin.de).

Das Internet-Portal baunetz.de bietet als Service einen

Online-Kosten-rechner für die Bestandsdatenerfassung Dieser ermittelt anhand der

%UXWWRJHVFKRVVÀlFKHGHP*HElXGHW\SXQGGHP6FKZLHULJNHLWVJUDGGHU

*UXQGULVVVWUXNWXUGHP$FKVV\VWHPXQGGHU2EHUÀlFKHQVWUXNWXUHWFGHQ

entsprechenden Honoraransatz

(www.baunetz.de/fachplaner/kostenrech-ner_bestandsdatenerfassung).

Zusätzlich zu diesen in den Leistungsphasen verankerten „Besonderen

Leistun-gen“ können u.a folgende weitere (Bauaufnahme-) Leistungen für Umbauten

und Modernisierungen vereinbart werden:

www.ak-berlin.de Ź

www.baunetz.de Ź

Trang 34

28 5 Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen

maßliches, technisches und verformungsgerechtes Aufma߃

ƒ Schadenskartierung, BefunduntersuchungenErmitteln von Schadensursachen

ƒ

Fachlich sollten sie ohnehin Bestandteil einer planungsbegleitenden nahme sein Die Honorarordnung besagt nur, dass für diese Arbeiten auch eine gesonderte Vergütung erwirkt werden kann

Bauauf-Über den Umfang des Honorars bei Planungen im Bestand gibt der § 24 –Umbauten und Modernisierungen von Gebäuden – insofern Auskunft, als eineErhöhung des Honorars laut Honorartafel je nach Schwierigkeitsgrad zwischen20% und 33 % zu vereinbaren oder die Honorierung für die Grundlagenermitt-lung (LP 1) zu erhöhen ist

Eine normierte Grundlage für den Inhalt der zeichnerischen Dokumentation der Bauaufnahme bietet die DIN 1356 Teil 6 (Technische Produktdokumentation - Bauzeichnungen - Bauaufnahmezeichnungen) Neben den notwendigen zeich-nerischen Inhalten werden auch erforderliche textliche Inhalte, sowie eine Syste-matik zur Dokumentation von Bauschäden aufgeführt Die notwendigen Inhalte der Bestandsdokumentation leiten sich aus dem voraussichtlichen Verwen-dungszweck ab und werden in zwei Informationsdichten unterschieden:

Informationsdichte I Zeichnerische Darstellungen Textliche Inhalte ƒ/DJHSODQ 0 

ƒ]XP9HUVWlQGQLVGHUBauaufnahme dige Grundrisse, $QVLFKWHQ6FKQLWWHQ 0

notwen-1:100) ƒ«

ƒ5DXPEH]HLFKQXQJPLW*UXQGULVVÀlFKH ƒ1XW]HU1XW]XQJVDUW

ƒ%DXZHUNVW\S

ƒ « Informationsdichte II

Zeichnerische Darstellungen Textliche Inhalte ƒ/DJHSODQ PLQGHVWHQV0 

ƒ]XP9HUVWlQGQLVGHUBauaufnahme notwendige Grundrisse, Ansichten, Schnitten PLQGHVWHQV0 

ƒ «

ƒPLQGHVWHQV,QKDOWHGHU6WXIH, ƒ.RQVWUXNWLRQXQG6WUXNWXUGHU:lQGH Böden, Decken

ƒ%H]HLFKQXQJYRQ%DXPDWHULDOXQG)DUEHQ

ƒ «

1HEHQHLQHU$XÀLVWXQJQRWZHQGLJHU]HLFKQHULVFKHUXQGWH[WOLFKHU ,QKDOWHIKUWUdie Norm eine große Anzahl von Zusatzleistungen auf, die in Abhängigkeit vonder Aufgabenstellung beauftragt werden können

Beispiele hierfür sind u.a.:

Graphische Darstellungen vom Bestand wie Computerbilder und ƒ

Trang 35

gen, Aswerten von Archivunterlagen

nachvollziehbare fotografische Dokumentation mit genauen Angaben zum

ƒ

Zeitpunkt und den Umständen der Aufnahme (Nummer, Ort, Kamera)

Baurecht (öffentlich-rechtlichen Belange)

ƒ

Vertragsrecht (privatrechtliche Belange wie Miet- und Wohnrechte)

ƒ

Für die Angabe von Flächen und Rauminhalten bei der Bauaufnahme –

insbe-sondere bei deren Erfassung für das Facility Management – sind folgende

Richt-linien und Normen relevant:

ƒ DIN 277 – Grundflächen und Rauminhalte im Hochbau:

Grundlage für alle Flächenermittlungen im Hochbau, die allerdings einen

gewissen Handlungsspielraum lässt, da nicht alle Situationen vollständig

berücksichtigt werden

Richtlinien zur Berechnung der

ƒ Mietfläche der Gesellschaft für

Immobilienwirt-schaftliche Forschung (GiF):

Festlegung der Zugehörigkeit der Flächen nach DIN 277 zur tatsächlichen

Mietfläche und Regelungen zu deren Berechnung und Darstellung

Verordnung zur Berechnung der

Flächenberechnung von Wohnflächen im öffentlich geförderten Wohnungsbau

(verbindlich seit 2004, löst damit die zweite Berechnungsverordnung (II.BV)

für Wohnfläche ab)

Diese Normen und Richtlinien können allerdings nur eine Handlungshilfe

darstel-len Ihre Anwendung ist von Fall zu Fall mit dem Auftraggeber bzw Bauherrn

abzuwägen

Neben den vereinbarten Zusatzleistungen, sind insbesondere auch die

Leistun-gen in den Vertrag aufzunehmen, die nicht auszuführen sind (beispielsweise die

Durchführung von Befunduntersuchungen), um sich gegenüber dem

Auftragge-EHUUHFKWOLFKDE]XVLFKHUQ'HU%HUDWXQJVSÀLFKWGHV$UFKLWHNWHQ

REOLHJWHVDOOHU-dings, den Auftraggeber zu informieren, welche Informationen tatsächlich

benö-tigt werden Hierzu sind umfangreiche Begehungen zu Beginn geboten Diese

können an sich schon zeit- und arbeitsaufwendig sein und sind zumeist nicht

Bestandteil der vereinbarten Leistung

Ebenso Teil dieser Beratung bzw Vertragsregelung ist es zu klären, wer die

aufgenommenen Daten sowohl während der Planung und Ausführung, als

auch nach Abschluß der Baumaßnahmen zum Zwecke der Dokumentation

Messungen

Trang 36

Die Kapitel 6 bis 13 beschreiben praxisnah die Verfahren der geometrischenBauaufnahme Zu Beginn erfolgt ein Einblick in die Methoden übergreifende Systematik.

Das Kapitel 14 gibt einen Überblick über aktuelle Forschungsentwicklungenbezüglich einer interpretierenden planungsbegleitenden Erfassung

Trang 37

6 Grundlagen und Systematik der Geometrieerfassung

Die Entwicklungen der letzten Jahre im Bereich der Hard- und Software, sowie

im Bereich der geodätischen Vermessungsinstrumente haben die Gewichtung

der Erfassungsverfahren von rein händischen Techniken zum digital gestützten

Aufmaß verschoben – Tendenz steigend Trotz dieser Verschiebung behalten

die Grundprinzipien und Systematiken ihre Relevanz – angepasst an neue

Tech-niken

6.1 A BBILDUNG UND M ODELLIERUNG

Ziel eines jeden Bauaufmaßes ist die modellhafte Abbildung der gebauten

Struk-tur Dies erfolgt „klassisch“ durch Darstellung in verschiedenen

zweidimensiona-len, maßstäblichen Zeichnungen: Immer seltener analog als handgezeichneter

Plan oder zunehmend, und heute als Standard anzusehen, abgeleitet aus einem

digitalen Gebäudemodell (CAD-Zeichnnung oder CAAD-Modell)

4.1

Ź 2D-und Linienmodell

3D-Abb.: 6.1 Prinzip der Abbildung eines dreidimensiona- len Gebäudes in Form von horizontalen und vertikalen Schnittebenen

Trang 38

32 6 Grundlagen und Systematik der Geometrieerfassung

Die Zeichnungen selbst bilden horizontale (Grundrisse) und vertikale Schnitteund Ansichten (Schnitt- bzw Abbildungsebenen) durch das dreidimensionale Gebäude Dabei sind Anzahl und Lage der Schnitte so zu wählen, dass dasGebäude in seiner baulichen Struktur, Konstruktion und Gestalt ausreichend genau verstanden werden kann

Sämtliche relevante Bauteile sind

zu schneiden Dabei ist es durchaus üblich und meist unproblematisch, wenn es Sprünge in der Schnittebene gibt Objektkanten über der Schnitte- bene werden auf diese abgelotet und als Punktlinie dargestellt, verdeckte

Bauzeichnungen: Arten, Inhalte und Grundregeln der Darstellung ).

Bei Gewölben sollte die Schnittebene immer in Kämpferhöhe liegen und nicht durch den Bogen gehen Die Gewölbe- kappen sind im Grundriss umgeklappt als Punkt- oder Strichlinie darzustellen.

'DFKVWKOHVROOWHQDP$XÀDJHUSXQNW

der Sparren geschnitten werden.

Sichtbare Elemente des Dachstuhles werden wiederum auf die Schnittebene DEJHORWHWXQGDOV3XQNWOLQLH±QDFK

',1±RGHU6WULFKOLQLHGDUJHVWHOOW

Die Abbildungsebenen sind vor dem eigentlichen Messvorgang in ihrer Lagefestzulegen (möglichst parallel zu den Gebäudeachsen und orthogonal zueinan-der) und in allen Zeichnungen zu dokumentieren Die gemessenen Objektpunkte werden in ihrer senkrechten Projektion zur Abbildungsebene angetragen

Abhängig von der Gebäudeform ist dies nicht immer möglich bzw sinnvoll Teilweise können auch Schrägansichten angefertigt werden, sofern diese zum besseren Verständnis des Gebäudes beitragen

Neben der zweidimensionalen Abbildung des Bestandes ergeben sich durch Verwendung moderner CAAD-Systeme verschiedene Möglichkeiten der dreidi-mensionalen Modellierung Die Art der Modellierung kann dabei von der einfa-chen Abbildung mit Hilfe von 3D-Konturen (Linienmodell) über die DarstellungLQ)RUPHLQHV2EHUÀlFKHQXQG9ROXPHQPRGHOOVELV]XUNRPSOH[HQModellie-rung von 3D-Bauteilen innerhalb eines BIM-Systems erfolgen Welche Form der Modellierung gewählt wird, ist abhängig von der Aufgabenstellung und dem

Trang 39

6 Grundlagen und Systematik der Geometrieerfassung

Zweck der Bauaufnahme Oftmals dient ein gemessenes, zum Teil rudimentäres

3D-Modell lediglich als Zwischenschritt zur Ableitung von zweidimensionalen

Darstellungen oder eines anschaulichen Visualisierungsmodells

6.2 G ENAUIGKEITEN

Eine Bestandsaufnahme hat immer mit größtmöglicher Sorgfalt und damit auch

immer genau zu erfolgen Dennoch ist das Messen auch eine Näherung der

vorhandenen Situation Entscheidend ist die Interpretation der Situation, die der

Aufnehmende vorzunehemn hat Ist diese Wand gerade? Reichen zwei Punkte

zur Abbildung aus? Dies sind Fragen, die der Aufzunehmende an jeder Stelle zu

beantworten hat Bei der Dokumentation der Bestandsgeometrie ist immer mit

maßlichen Abweichungen zum Original zu rechnen Der Grad der Abweichung –

die Genauigkeit – ist maßgeblich durch folgende Faktoren bestimmt:

verwendete Messgeräte bzw Verfahren

Es ist nahe liegend, dass die unterschiedlichen Messgeräte auch

unterschied-liche Messgenauigkeiten (auch als Gerätegenauigkeit bezeichnet) aufweisen

Heutige elektronisch arbeitende Messgeräte sind sehr genau und haben in der

Gebäudeaufnahme, wo vornehmlich geringe Distanzen zu messen sind, keinen

(LQÀX‰DXIGLH4XDOLWlWGHU(JHEQLVVH:LHVFKRQEHWRQWNRPPWHVYLHOPHKUDXI

die richtige Interpretation an

Laserdistanzmesser Tachymeter Tachymeter Laserscanner Messgenauigkeit ± 0,15 cm ± 0,15 cm < 0,2 cm < 0,2 cm < 0,5 cm

Diese Werte sind ein Maß für die Nachbarschaftsgenauigkeit (relative

Genauig-keit) zwischen zwei benachbarten Punkten Viel entscheidender für die

Gesamt-genauigkeit ist aber die Art und Weise, wie der Bezug der Einzelmessungen

zuei-nander hergestellt wird Dies trifft für die direkt aufeizuei-nander folgende Messungen

zu, wie z.B die Verwendung von additiven Maßen oder Kettenmaßen im

Hand-aufmaß Auch für alle Messungen über Räume und (Geschoß-) Ebenen ist dies

durch die Einrichtung eines örtlichen Bezugssystems zu berücksichtigen Aus

aller Messungen ergibt sich die Gesamtgenauigkeit (absolute Genauigkeit), also

die Maßgenauigkeit beliebiger Punkte im Gebäude zueinander

Tab.: 6.1 Messgenauigkeiten verschiedener Erfassungsgeräte

8

Ź Handaufmaß 6.4

Ź Herstellen geometrischer Bezüge

Trang 40

34 6 Grundlagen und Systematik der Geometrieerfassung

Eine Angabe über Nachbarschaftsgenauigkeit und Gesamtgenauigkeit der Vermessung sollte immer Vertragsbestandteil sein Bei Industriebauten ist durchaus eine Gesamtgenauigkeit (von Werksecke zu Werksecke) von 15

mm und eine Nachbarschaftsgenauigkeit von 5 mm erreichbar.

Erfassungsgenauigkeit

Unabhängig von der Art des verwendeten Messgerätes oder der Messmethodikerfolgt zunächst immer eine Auswahl der einzumessenden Objektpunkte durchden Aufnehmenden Eine Messung stellt dabei immer eine Näherung an dasOriginal dar Der Grad der Näherung wird durch Anzahl und Lage der gemes-senen Punkte bestimmt Wie genau diese Punkte ausgewählt werden könnenZLUG PD‰JHEOLFK GXUFK GLH %HVFKDIIHQKHLW GHU 2EMHNWREHUÀlFKH E]Z NDQWHQbestimmt Ist eine Objektkante präzise geschnitten kann der Messpunkt genauer LGHQWL¿]LHUWZHUGHQDOVZHQQGLHVHYHUZLWWHUWYRU]X¿QGHQLVW %HLGHU(UIDVVXQJwird somit eine erste Generalisierung der Geometrie vorgenommen

Bei präzisen Objektkanten

(links) können Messpunkte

JHQDXHULGHQWL¿]LHUWZHU- UU

den, als bei verwitterter

Objektgeometrie (rechts)

...

nisse der Bestandsplanung.

Im Rahmen einer Forschungsarbeit an der Bauhaus-Universität Weimar

wurde das Konzept einer Bestands integrierenden Planung auf Basis... Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen

Die Bauaufnahme als maßliche und inhaltliche Erfassung der Bausubstanz

war schon immer eine Leistung von Baumeistern und Architekten... data-page="32">

26 Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen

u.a.

Erstellen von Bestandsplänen

Im vorangehenden Kapitel zum Planen im Bestand wurde inhaltlich

Ngày đăng: 05/06/2014, 12:44

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