Koordinationszahl kk = Anzahl der Atome, die zu einem zentralen Atom den kürzesten Abstand haben Koordinationszahl, nimmt mit zunehmender Dichte der Packung der Atome bis auf 12 zu für
Trang 1Kovalente Bindung
Kovalente Bindung
– Aufenthaltswahrscheinlichkeit der Elektronen zwischen den Atomen ist erhöht
– Atome „teilen“ sich die Elektronen („Elektronenpaarbindung“) und erreichen
dadurch Edelgaskonfiguration
– Beispiel: Silizium
Kovalente Bindung
Kovalente Bindung
Eigenschaften der kovalenten Bindung:
– ausgeprägte Bindungsrichtungen
– große Bindungsenergie: Feste Bindung, geringe Duktilität
– geringe elektrische und thermische Leitfähigkeit
– Beispiele: Viele keramische Stoffe, Halbleiter, Polymere
Trang 2– Ionenkristalle sind dicht gepackt.
– Ionenkristalle haben eine geringe elektrische Leitfähigkeit
Metallbindung
Metallbindung
– Elektronengasmodell: Die Metallatome geben ihre Valenzelektronen an ein
„Elektronengas“ ab, das die Atome gleichmäßig umgibt
– keine Vorzugsrichtung in der Bindung
– Metallkristalle sind dicht gepackt
– Metallkristalle haben eine gute elektrische Leitfähigkeit
delokalisierte Elektronen
Positiv geladene Metallionen
Trang 3Van der Waals-Bindung
Van der Waals-Bindung (Wasserstoffbrücken-Bindung)
– Bindungen beruhen auf schwachen Wechselwirkungen zwischen elektrischen
Dipolen (räumliche Trennung von positiven und negativen Ladungen im Atom)
– Beispiel: Wasser
– relativ kleine Bindungsenergien (niedriger Schmelzpunkt)
– schlechte elektrische Leiter
Van der Waals-Bindung
Beispiel: Van der Waals-Bindung in PVC
– Zwischen den Ketten bestehen Dipol-Dipol-Wechselwirkungen Bei äußeren Kräften brechen die Bindungen relativ leicht und die Ketten können gleiten.
– Kunststoffe sind weich und leicht verformbar
Kraft Kraft
Trang 4Wasserstoff (H2 )Chlor (Cl2)Kohlendioxid (CO2)
sehr niedriger Schmelzpunktweich
sehr schlechter elektr Leiter
PolarisierteMoleküle
van der
Waals
Gold (Au)Kupfer (Cu)Eisen (Fe)Magnesium (Mg)
hoher Schmelzpunkthart oder weichduktil, verformbarsehr guter elektr Leiter
PositiveIonen,beweglicheElektronenmetallisch
Kochsalz (NaCl)Bariumoxid (BaO)Calciumfluorid (CaF2)
hoher Schmelzpunkthart, spröde
schlechter elektrischer Leiter
IonenIonisch
Diamant (C)Sand (SiO2)Bornitrid (BN)
sehr hoher Schmelzpunktsehr hart
elektrischer Nichtleiter
Atomekovalent
BeispieleEigenschaften
TeilchenBindung
Literatur
1 Askeland, D R.: Materialwissenschaften: Grundlagen, Übungen, Lösungen Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin, Oxford, 1996
2 Schatt, W., Worsch, H.: Werkstoffwissenschaft Deutscher Verlag für
Grundstoffindustrie, Stuttgart, 1996, 8 überarbeitete Auflage
Trang 5Elementarzelle im Kristallgitter x
y
z
Metalle bilden im festen Zustand Kristalle,
d h die Atome befinden sich in einer
regelmäßigen räumlichen Anordnung
metallische Werkstoffe werden durch
Elementarzellen beschrieben
Elementarzelle: kleinste Einheit, aus der
ein Kristall periodisch aufgebaut werden
kann
ein Kristallgitter kann durch
dreidimensionale Aneinanderreihung von
Elementarzellen in den Raumrichtungen x,
y und z aufgebaut werden
in Idealkristallen völlig regelmäßige
Anordnung der Gitterbausteine
Metallische Werkstoffe, Elementarzellen (EZ)
Elementarzelle
Bemaßung der Elementarzelle (EZ)
Elementarzelle (EZ), Bemaßung
J
yb
z
c
bc
a
Trang 6Darstellung von Elementarzellen
Punktgitter mit Atommittelpunkten
(kubisch primitive EZ)
Kugelmodell mit Atomen (kubisch primitive EZ) R
Punktgitter: Verbindungslinien zwischen Atommittelpunkten bilden Gitter
Kugelmodell: Atome im Gitter als einander berührende Kugeln gepackt
Atomradius liegt zwischen 0,1 - 0,2 nm (alt: 1 Angström = 0,1 nm = 10-10m)
für kubisch primitive (kp) Kristalle gilt:
Atomradius R = 0,5 a
a
Packungsdichte der kubisch primitiven (kp) EZ
Vk = Volumen der Kugeln in der Elementarzelle
R = Atomradius (im kp-Gitter: R = 0,5 a)
P = Packungsdichte
V = Volumen der Elementarzelle (im kp-Gitter: a3)
DZ = Gitterpunktdichte = Anzahl der Kugeln, die insgesamt in eine Elementarzelle
gepackt sind (im kp-Gitter: 8 · 1/8 = 1)
k = Koordinationszahl = Anzahl der Atome, die zu einem zentralen Atom den
kürzesten Abstand haben (im kp-Gitter: 6)
%52524,06
V
63
R D
V k z S S kubisch primitive Elementarzelle
Trang 7Koordinationszahl k
k = Anzahl der Atome, die zu einem zentralen Atom den kürzesten
Abstand haben (Koordinationszahl), nimmt mit zunehmender
Dichte der Packung der Atome bis auf 12 zu (für gleichgroße Atome)
k = 6 (P = 0,524; z B kp)
Packungsdichte der kubisch raumzentrierten (krz) EZ
Punktgitter (krz) Kugelmodell (krz) Elementarzelle als Ausschnitt
aus dem Kugelmodell
%68680,038
113
4
13
42
13
4
3
3 3
R D
V
V
a a
R 3 |0,433
4
81
Trang 8Koordinationszahl k
k = Anzahl der Atome, die zu einem zentralen Atom den kürzesten
Abstand haben (Koordinationszahl), nimmt mit zunehmender
Dichte der Packung der Atome bis auf 12 zu (für gleichgroße Atome)
k = 6 (P = 0,524; z B kp)
k = 8 (P = 0,680;
z B krz)
Packungsdichte des kubisch flächenzentrierten (kfz) Gitters
Kugelmodell (kfz) Punktgitter (kfz)
max 3
3 3
6
112
4
13
44
13
4
P a
a a
R D
R 2 |0,354
4
21681
Trang 9Koordinationszahl k
k = Anzahl der Atome, die zu einem zentralen Atom den kürzesten
Abstand haben (Koordinationszahl), nimmt mit zunehmender
Dichte der Packung der Atome bis auf 12 zu (für gleichgroße Atome)
k = 6 (P = 0,524; z B kp)
k = 8 (P = 0,680; z B krz) k = 12 (P = 0,740;z B kfz, hdp)
Wichtige Metalle mit krz- und kfz-Gitter
krz-Gitter: Cr (Chrom)
Mo (Molybdän)
V (Vanadium)
W (Wolfram) D-Fe (D-Eisen)
Trang 10Exkurs: Zugversuch Kraft-Verlängerungskurve von krz- und kfz-Stahl
austenitischer Stahl (kfz-Gitter)
ferritischer Stahl (krz-Gitter)
LÜDERS-Dehnung
linearer Bereich, Hook‘sche Gerade (elastische Verformung)
Bruch
plastische Verformung
linearer Bereich, Hook‘sche Gerade (elastische Verformung)
Exkurs: Kerbschlagbiegeversuch: Einfluss des Kristallgitters
Kerbschlagarbeit: Energie, die beim Durchschlagen einer Probe des zu
charakterisierenden Materials in einem Pendelschlagwerk verbraucht wird
Tieflage
Übergangstemperatur TÜ
Trang 11Prisma mit 3 EZ, 1 EZ grau
sicht:
38
3
423
,1632
max 2
3
%74740,026
1636
3
22
13
a a
a V
Trang 12Stapelfolge bei dichtester Packung
dichteste Kugelpackung: dichteste
Schichtung von ihrerseits dichtest mit
Kugeln belegten Ebenen
6 Mulden um Atom in dichtest belegter
Ebene, aus Platzgründen können von
der zweiten Atomschicht nur 3 besetzt
werden
hexagonal dichteste Packung: Dritte
Schicht kommt über der ersten zu
liegen (Stapelfolge ABAB)
kubisch dichteste Packung: Dritte
Schicht ist sowohl gegen die erste wie
die zweite versetzt (Stapelfolge
ABCABC)
kubisch dichteste Kugelpackung
entspricht dem kfz-Gitter
A B
C B
C B C
dichtest-gepackte Atomebene mit bezeichnungen (A, B, C) der Folgeebenen
Lage-A A
kubisch dichteste Packung:
Dritte Schicht ist sowohl gegen die erste wie die zweite versetzt (Stapelfolge ABCABC)
hexagonal dichteste Packung:
Dritte Schicht kommt über der
ersten zu liegen (Stapelfolge ABAB)
A B
C A
B
Trang 13A B
Stapelfolge der kubisch dichtesten Packung (kdp = kfz)
Punktgitter Draufsicht Schichtfolge Kugelmodell Seitenansicht
Stapelfolge der kubisch dichtesten Packung: ABCABC
C
Punktgitter Draufsicht
Kugelmodell Seitenansicht Schichtfolge
Stapelfolge der hexagonal dichtesten Packung (hdp)
Stapelfolge der hexagonal dichtesten Packung: ABAB
A B A
Trang 14hexagonal a = b z c D = E = 90°, J = 120° monoklin a z b z c D = J = 90°, E z 90° triklin a z b z c D z E z J (z 90°) Definitionsgrößen der 7 Kristallsysteme Bemaßung der Elementarzelle (EZ)
x
a
DE
J
yb
rhombo-Die 14 Elementarzellen-Typen nach A Bravais
Trang 15 Kristallstrukturanalyse mittels
Röntgen- oder Elektronenstrahlen
Kristall ist von einer großen Anzahl
von Gitterebenen durchzogen, auf
denen die einzelnen Atome
Strahlen dringen in das Innere des
Kristalls ein, Beugung an den
verschiedenen Gitterebenen
Kristallstrukturanalyse – Gitterebenen eines Kristalls
Ausschnitt aus einem Kristallgitter mit Gitterebenen des Kristalls
d Gitterebenenschar
Beugungsreflex ensteht bei Erfüllung der BRAGGschen Gleichung:
Gangunterschied benachbarter reflektierter Strahlen beträgt ein
ganzzahliges Vielfaches ihrer Wellenlänge (konstruktive Interferenz)
jedem Gitter ist ein bestimmtes Beugungsbild zugeordnet
Identifikation von Kristallgittern möglich!
Basis der Kristallstrukturanalyse: BRAGGsche Gleichung
Gangunterschied:
2 · d · sin (4) (Glanzwinkel 4)
BRAGGsche Gleichung:
2 · d · sin (4) = n · O (mit n = 0, 1, 2, )Reflexion an einer Gitterebenenschar
Trang 16Kristallstrukturanalyse: Das DEBYE-SCHERRER-Verfahren
Beschuss von gepulvertem, kristallinem Material mit parallelen Röntgenstrahlen
Erfüllung des BRAGGschen Gesetzes: Entstehung eines Beugungsreflexes, der auf dem fotographischen Film abgebildet wird
Rotation der Probe: Reflexe gleicher Gitterebenen unterschiedlich räumlich
gelagerter Kristalle liegen auf einem Radius und bilden DEBYE-SCHERRER-Ringe
Identifikation des Kristallgitters durch Berechung der Abstände d der einzelnen
Gitterebenen aus den Abständen der Kreise mit Hilfe der BRAGGschen Gleichung
DEBYE-SCHERRER-Ringe DEBYE-SCHERRER-Verfahrensprinzip
Materie wird mit Elektronen durchstrahlt,
Anfertigung von Durchstrahlungs- und
Beugungsaufnahmen
aufwendige Probenpräparation: Endpräparation
auf durchstrahlbare Dicken erfolgt durch
elektrolytisches Polieren oder Ionenstrahlätzen
Proben: Herstellung von Folien einer Dicke von
| 80 nm (Au, W) bis 300 nm (Al, Si) je nach
Ordnungszahl und Beschleunigungsspannung
kanone
Elektronen- halter
Proben- schirm Kamera
Betrachtungs-TEM 2010 der Firma Jeol am IW
Trang 17Kristallstrukturanalyse: Transmissionselektronenmikroskop (TEM)
Durchstrahlungsbild: Charakterisierung
von Gefügestrukturen im nm-Bereich
Beugungsbild: Entstehung durch die
Beugung der Elektronen an dem
Atomgitter des durchstrahlten Materials
Kristallstrukturanalyse: Charakteristische
Beugungsmuster für jeden Gittertyp
abhängig von der beugenden Gitterebene
vielkristalline Proben: Überlagerung der
Beugungsmuster, dadurch Abbildung von
sogenannten Beugungsringen
amorphes Material: Keine Gitterstruktur,
keine Beugungsreflexe, Beugungsbilder
zeigen nur diffuses Rauschen
Anisotropie - amorphe Stoffe
Isotropie: Richtungsunabhängigkeit von Werkstoffeigenschaften
Anisotropie: Richtungsabhängigkeit von Werkstoffeigenschaften
Ursachen für Anisotropie: Kristallstruktur eines Stoffes, einseitig wirkende Verstärkungsmaßnahmen
Quasiisotropie: Kristallite eines Gefüges sind anisotrop, statistische
Verteilung der räumlichen Anordnung der Kristallite führt zum
makroskopischen Ausgleich der richtungsabhängigen Eigenschaften
Gefüge ist makroskopisch isotrop
Textur: Ausrichtung der Kristallite z B durch Walzvorgänge
Anisotropie des polykristallinen Werkstoffes
amorphe Stoffe: Atome und Ihre Bindungen sind völlig regellos verteilt
keine Richtungsabhängigkeiten der Eigenschaften amorphe Stoffe
sind isotrop
Trang 18Anisotropie durch die Kristallstruktur
Stahl (krz)
Aluminium Stahl (kfz)
Beispiel: Hook‘sche Gerade von Magnesium
Elastizitäts-Modul (E-Modul): Verhältnis von Spannung V zu Dehnung H bei
elastischer Verformung (V proportional zu H) Steigung der Hook‘schen
Gerade, Materialkonstante, Maß für die Steifigkeit eines Werkstoffes
Trang 19Quasiisotropie und Textur
regellose Anordnung der Kristallite gerichtete Anordnung der Kristallite (Textur)
Werkstoff-a a
Allotropie am Beispiel des Gitters von D- und J-Eisen
D - Eisen (krz)
a (20 °C) = 0,286 nm J - Eisen (kfz)a (911°C) = 0,364 nm
Allotropie (Polymorphie): Auftreten verschiedener Kristallgitterformen
bei einem Metall abhängig von der Temperatur
Änderung der Kristallgitterform bei bestimmten Temperaturen hat eine
Volumenveränderung des Werkstoffs zur Folge (Beispiel D- und J-Eisen):
Trang 20 Dilatometer: Gerät zur Messung der Dehnung von Festkörpern in
Abhängigkeit von der Temperatur (Ermittlung von Ausdehnungskoeffizienten)
Exkurs: Dilatometer
Prinzipskizze Dilatometer Galvanometer
Thermoelement
Ofen
drehbarer Spiegel mit Feder
stab
Quarz-Evakuierstutzen
rohr
Quarz- lampe
Punkt-Skala Probe-
stab
festes Widerlager
Linseis-Absolut-Dilatometer L75 am IW
Dilatometerkurve von reinem Eisen
Auftreten verschiedener Kristallgitterformen bei Eisen abhängig von der
Temperatur
Änderung der Kristallgitterform bei bestimmten Temperaturen hat eine
Volumen- bzw Längenveränderung des Eisens zur Folge
JD
Trang 21– starke kovalente Bindungen
– hohe Härte, Verwendung als
Druck: 40 GPa Temperatur: 1700°C
Millersche Indizes: "Werkzeug" zur Beschreibung von kristallographischen
Gitterebenen und Gitterrichtungen und für die Kristallstrukturanalyse
Millersche Indizes – Beschreibung von Richtungen und Ebenen im Gitter
Elementarzelle im dreidimensionalen Kristallgitter
x
y
z Elementarzelle
Zweidimensionaler Ausschnitt aus einem Kristallgitter mit Gitterebenen des Kristalls
d Gitterebenenschar
Trang 22Millersche Indizes von Richtungen im kubischen Kristallgitter
– bestimmte Richtung: Indizes in eckigen Klammern, z B [110]
– kristallographisch äquivalente Richtungen zusammengefasst:
Eine dieser Richtungen in spitzen Klammern, z B <110>
– negative Achsabschnitte: Kennzeichnung durch Querstrich über dem Index
Beispiel: <111> entspricht allen [111]
Raum-diagonalen im kubischen System
Millersche Indizes - Allgemeine Beschreibung von Richtungen im Gitter
Millersche Indizierung einer beliebigen Richtung (Vektor ) im Kristallgitter
– Bezug auf Koordinatensystem mit Achsen parallel zu den Kanten der EZ des Gitters– a, b, c: Gitterkonstanten des Kristalls
– u, v, w: Achsabschnitte der Projektion des Vektors als Vielfache der Gitterkonstanten– eventuelle Brüche bei u, v, w mit Hauptnenner aus u, v, w multiplizieren, um ganze teilerfremde Zahlen zu erhalten
– Millersche Indizes [uvw] (immer ganzzahlig) der Beispiel-Richtung: [342]
Trang 23Elementar-Millersche Indizes von Ebenen im kubischen Kristallgitter
– bestimmte Ebene: Indizes in runden Klammern, z B (110)
– kristallographisch äquivalente Ebenen zusammengefasst:
Eine dieser Ebenen in geschweifte Klammern, z B {110}
– negative Achsenabstände: Kennzeichnung durch Querstrich über dem Index
– Kehrwertbildung von m, n, p, da Achsenschnittpunkte im f liegen können
– eventuelle Brüche bei 1/m, 1/n, 1/p mit Hauptnenner aus 1/m, 1/n, 1/p multiplizieren,
um für die Indizierung ganze teilerfremde Zahlen zu erhalten
– Millersche Indizes (hkl) (immer ganzzahlig) der Beispiel-Ebene: (410)
Achse schnittpunkte Achsen- Beispiel Millersche Indizes
x a1 = m · a m = ½ h = 4
y b1 = n · b n = 2 k = 1
z c1 = p · c p = f l = 0
Millersche Indizes - Allgemeine Beschreibung von Ebenen im Kristallgitter
Millersche Indizierung einer beliebigen Ebene im Kristallgitter
b1= 2·b x
y z
a1= ½·a a
c1= f c
b
zelle
Elementar-(410)
Trang 24– Beispiel für kristallographisch äquivalent Richtungen: Im kubischen Kristallsystem
entsteht [010] aus [100] durch Drehung des Koordinatensystems
– kristallographisch äquivalente Richtungen: Richtungen einer Form, <uvw>,
gleiche Eigenschaften, gleicher Abstand der auf ihnen gelegenen Atome
– kristallographisch äquivalente Ebenen: Ebenen einer Form, {hkl}, gleiche
Eigenschaften, gleiche Belegung mit Atomen, ihre unterschiedlichen Indizes ergeben sich aus der unterschiedlichen Orientierung der Koordinaten
Millersche Indizes – Definition: Kristallographisch äquivalent
Äquivalenz von kristallographischen Richtungen
einer Form im kubischen System
Richtungen der Form <110>:
[110], [101], [011], [110], [101], [011],[110], [101], [011], [110], [101], [011]
Ebenen der Form {110}:
(110) (101) (011) (110) (101) (011)Drehung
Wichtige Regeln der Millerschen Indizierung
Richtungen und Ebenen mit gleichen Indizes
u, v, w = h, k, l senkrecht zueinander!
(110) z
x
y [110]
– positive / negative Richtungen nicht identisch: [100], [100] entgegengesetzt gerichtet– positive / negative Ebenen sind identisch: Es gilt (020) = (020)
– Richtung ist mit ihrem Vielfachen identisch: [100] dieselbe Richtung wie [200]
– keine Äquivalenz von Ebenen und ihrem Vielfachen: Parallele Ebenen schneiden
Atome ihrer EZ an unterschiedlichen Stellen unterschiedliche Eigenschaften
– kubische Kristalle: Richtungen und Ebenen mit u, v, w = h, k, l senkrecht zueinander
(020)
(010) z
x
y