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PC Werkstatt Ausgabe 2000- P12 ppsx

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Um dennoch eine IDE-Festplatte entsprechend konfigurieren zu können, verwen-den die Platten einen so genannten Translation-Mode, der die physikalischen tat-sächlichen Daten in logische

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angegeben werden können, was jedoch im BIOS-Setup nicht möglich ist und auch kaum praktikabel erscheint

Um dennoch eine IDE-Festplatte entsprechend konfigurieren zu können,

verwen-den die Platten einen so genannten Translation-Mode, der die physikalischen

(tat-sächlichen) Daten in logische Daten umsetzt, welche dann im BIOS-Setup angege-ben werden können Diese Angaangege-ben werden vom Hersteller geliefert und ermöglichen die bestmögliche Ausnutzung der Speicherkapazität Als Beispiel sind im Folgen-den die Daten für verschieFolgen-dene IDE-Festplatten angegeben

Parameter Festplattentyp

Speicherkapazität 120 Mbyte 240 Mbyte 327 Mbyte 428 Mbyte 1000 Mbyte

insgesamt

Tabelle 3.1: Das logische Format von IDE-Festplatten anhand einiger Beispiele

Die Angaben im BIOS-Setup für die Zylinder, Köpfe und Sektoren pro Spur entspre-chen dabei nicht der tatsächlientspre-chen (physikalisentspre-chen) Festplattenorganisation, so dass mit den Werten nahezu beliebige Kombinationen eingestellt werden können Wichtig ist dabei nur, dass die maximale Anzahl der »logischen Sektoren insge-samt« nicht überschritten werden darf, denn diese ergibt sich durch die Multipli-kation der einzelnen Angaben

3.3 Festplattengrundlagen

Wie Disketten so werden auch Festplatten formatiert Dabei sind jedoch drei unter-schiedliche Verfahren zu berücksichtigen:

1 Low-Level-Formatierung (BIOS-Programm)

2 Aufteilung der Festplatte, Partitionieren (z.B DOS-Programm FDISK)

3 Formatierung der Festplatte (DOS-Programm FORMAT)

Der erste Schritt ist prinzipiell die Low-Level-Formatierung (physikalische Forma-tierung), welche sich oftmals im BIOS-Setup des PC oder auch im SCSI-BIOS anwäh-len lässt

Doch Vorsicht! Alle neuen Festplatten sind bereits vom Werk her entsprechend vorformatiert Defekte Bereiche der Festplatte, die zwangsläufig bei der Herstel-lung entstehen und natürlich nicht für die Datenspeicherung verwendet werden dürfen, sind durch die Low-Level-Formatierung vom Hersteller gesperrt

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Formatiert man nun diese Festplatte noch einmal physikalisch, werden möglicher-weise die als defekt markierten Bereiche wieder freigegeben, was sich erst viel später, wenn gerade diese defekten Bereiche verwendet werden, durch Datenaus-fälle bemerkbar machen kann

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Alle neuen Festplatten sind im Gegensatz zu den alten Typen wie MFM oder ESDI bereits vom Hersteller Low-Level-formatiert Diese Art der Formatierung sollte nur

im absoluten Notfall (nochmals) angewendet werden, wenn sich die Festplatte nicht

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auf andere Art und Weise zum Funktionieren bewegen lässt.

Eine Low-Level-Formatierung ist nur dann nicht zu vermeiden, wenn die Festplatte mit besonderen Viren verseucht ist und alle anderen Verfahren zur Virenbekämpfung versagen oder die Festplatte aus einem anderen PC stammt, der die Daten in ir-gendeiner nicht konformen Art und Weise geschrieben hat Ein schadhafter Controller oder auch das nicht korrekte Zusammenspiel von Controller und Festplatte können Gründe für eine derart beschädigte Festplatte sein

Ein entsprechendes Formatierungsprogramm findet man gegebenenfalls im BIOS des PC, und es gibt diese Programme auch einzeln, wie beispielsweise den Disk Manager der Firma Ontrack

Das DOS-Kommando FDISK formatiert die Festplatte nicht, sondern teilt sie erst nach erfolgter Low-Level-Formatierung in logische Laufwerke auf, was man auch

als Partitionieren bezeichnet Eine Festplatte kann derart aufgeteilt werden, dass

es für den Anwender so erscheint, als wenn er über mehrere Festplatten verfügt Sie werden daher über einen festgelegten Buchstaben C:, D:, E: usw angesprochen

Im Kapitel 3.6.5 wird hierauf noch genauer eingegangen

Die eigentliche Formatierung der Festplatte erfolgt nach der Partitionierung, bei-spielsweise durch das Kommando FORMAT C: /S, wobei das S ein optionaler Parame-ter ist, der dafür sorgt, dass das System, also die Dateien IO.SYS, MSDOS.SYS und COMMAND.COM, mit auf die Platte übertragen werden, damit sie anschließend boot-fähig ist Durch den Format-Befehl wird die Festplatte für DOS formatiert Neben dem damit zugrunde gelegten DOS-File-System gibt noch einige weitere, die dem-entsprechend mit anderen Programmen angelegt werden, was in Kapitel 3.6.6 noch genau erläutert wird

3.3.1 Interleave-Faktor

Die Sektoren werden durch die Low-Level- oder auch Vorformatierung mit dem ersten Sektor beginnend durchnummeriert, wobei jeder folgende Sektor um 1 er-höht wird Es wäre optimal, wenn innerhalb einer Umdrehung der Platte alle Sek-toren einer Spur gelesen werden könnten Die Elektronik im PC muss dazu die von der Festplatte gelesenen Daten so schnell verarbeiten können, wie sie von der Festplatte geliefert werden

Bei den Festplattencontrollern mit ST506/412-Schnittstelle und mit einem langsa-men PC (8088/8086-Prozessor) gelingt dies jedoch nicht, denn während die gelese-nen Daten gerade im PC verarbeitet werden, ist der nächste zu lesende Sektor bereits am Magnetkopf vorbeigelaufen Der Controller wartet nun, bis der gewünschte Sektor wieder am Magnetkopf vorbeikommt, um dann die Daten lesen und weiter-verarbeiten zu können Währenddessen fliegen dann schon wieder die nächsten benötigten Sektoren am Magnetkopf vorbei Es müssen also ein paar »Ehrenrun-den« eingelegt werden, bis alle Sektoren gelesen worden sind Dieser Sachverhalt hat einen direkten Einfluss auf die Datenübertragungsrate

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Nun liegt es nahe, die Sektoren nicht der Reihe nach (Sektor 1, Sektor 2 ) auf der Festplatte anzuordnen, sondern eine Sektoranordnung zu finden, die die Verarbei-tungsgeschwindigkeit des Controllers und der weiteren PC-Hardware berücksich-tigt Das wäre jedoch zu kompliziert, und daher ändert man lediglich die

Num-merierung der Sektoren Es wird eine logische SektornumNum-merierung eingeführt, die

nicht mit der physikalischen (tatsächlichen) übereinstimmt Die logische Sektor-nummer wird in dem so genannten Header eines Sektors gespeichert

Das Verhältnis zwischen den beiden Nummerierungen wird als Interleave-Faktor

bezeichnet Ein Interleave-Faktor von 1:1 bedeutet, dass die Sektoren fortlaufend nummeriert sind Ein Interleave-Faktor von 1:2 bedeutet, dass erst der übernäch-ste Sektor die folgende Sektornummer erhält Für einen Interleave von 4 (drei Sektoren werden übersprungen) werden die 17 Sektoren auf der Festplatte in der folgenden Art und Weise nummeriert und so gelesen, wie es gekennzeichnet ist

1 Umdrehung:

1-14-10-6-2-15-11-7-3-16-12-8-4-17-13-9-5

2 Umdrehung:

1-14-10-6-2-15-11-7-3-16-12-8-4-17-13-9-5

3 Umdrehung:

1-14-10-6-2-15-11-7-3-16-12-8-4-17-13-9-5

4 Umdrehung:

1-14-10-6-2-15-11-7-3-16-12-8-4-17-13-9-5

Die Einstellung des Interleave-Faktors kann mit einem speziellen Programm zur

Low-Level-Formatierung, wie beispielsweise Speedstor, vorgenommen werden Der

Interleave-Faktor muss genau stimmen, damit der User auch das letzte an Ge-schwindigkeit aus seiner Festplatte herausholen kann Dabei ist zu beachten, dass der Interleave-Faktor nicht zu klein gewählt wird, denn dann erhöht sich wieder die Anzahl der nötigen Umdrehungen

Es sollte schon genau überlegt werden, ob man sich die Mühe machen möchte, den optimalen Interleave-Faktor zu ermitteln, denn bei einigen der speziell hierfür ausgelegten Programme gehen dabei alle auf der Festplatte vorhandenen Daten verloren, und im Endeffekt bringt es bei den Festplatten mit ST506/412-Schnitt-stelle mit lediglich 17 Sektoren pro Spur nicht viel an Geschwindigkeitsgewinn Bei Festplatten mit über 34 Sektoren pro Spur, wie sie bei den ESDI-Festplatten vor-kommen, kann es dagegen schon anders aussehen

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Für die Festplatten mit (E)IDE- und auch mit SCSI-Schnittstelle ist ein Interleave von 1:1 vom Hersteller spezifiziert Man sollte sich davor hüten, bei diesen Festplatten den Interleave-Faktor verändern zu wollen, denn es kann passieren, dass dann die

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Festplatte völlig ihren Dienst verweigert.

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3.3.2 Zone-Bit-Recording

Bei den Festplatten mit ST506/412-Schnittstelle ist auf jeder Spur dieselbe Menge von Daten gespeichert Das bedeutet, dass die Anzahl der Sektoren pro Spur auf den inneren Spuren genauso groß ist wie auf den äußeren Die Länge der innersten Spur gibt also die maximale Anzahl von Sektoren pro Spur für die gesamte Platten-oberfläche vor Dadurch wird auf den mittleren und äußeren Spuren sehr viel Platz verschenkt

Durch das Zone-Bit-Recording wird die Plattenoberfläche in mehrere Zonen unter-teilt Die wenigsten Sektoren pro Spur werden auf dem inneren Bereich (z.B Zone 15) und die meisten auf dem äußeren Bereich (z.B Zone 0) untergebracht Die Datendichte bleibt somit auf der gesamten Oberfläche annähernd gleich Durch dieses Verfahren wird die Speicherkapazität um ca 30% bei gleicher Plattenoberfläche vergrößert Die Datenübertragungsrate nimmt jedoch zum Platteninnern hin ab Die Anforderungen an die Elektronik steigen durch das Zone-Bit-Recording ganz erheblich, denn für jede Zone muss die Lese-Schreib-Elektronik anders eingestellt werden Daher wird dieses Verfahren erst bei den EIDE- und SCSI-Festplatten einge-setzt

3.3.3 Kompensationen

Im BIOS-Setup und auch den Hilfsprogrammen für die Festplatteninstallation wie

DiskManager oder auch Speedstor wird nach den Daten für »Precomp« oder »WPcom«

gefragt

»Precomp« steht für PRECOMPENSATION und »WPcom« für WRITE PRECOMPENSATION

Es handelt sich hierbei um zwei verschiedene Verfahren, mit denen die Datensi-cherheit auf den inneren Spuren erhöht werden kann

Die Datendichte ist auf den inneren Spuren der Platte größer als außen, wenn kein Zone-Bit-Recording Verwendung findet, und daher ist es für einige Festplatten sinnvoll, den Schreibstrom für die inneren Spuren zu reduzieren Dadurch wird sichergestellt, dass die magnetischen Flusswechsel eindeutig voneinander getrennt sind und die Datensicherheit nicht abnimmt

Unter Precomp wird der Zylinder angegeben, ab dem der Schreibstrom verringert

werden soll Bei der ST506/412-Schnittstelle ist für die Steuerung ein Extraanschluss

RWC (Reduced Write Current Cylinder) vorhanden.

Mit dem zweiten Verfahren werden die Daten vorkompensiert (Write Precompen-sation) Die Daten werden dann so umgesetzt, dass möglichst wenige Flusswechsel stattfinden Unter WPcom wird dann der Zylinder angegeben, ab dem das Verfahren wirken soll

In der Praxis wird entweder eine Angabe für Precomp oder WPcom verlangt, wobei

die Werte meist für beide Verfahren identisch und in den seltensten Fällen kritisch sind

Die Daten werden in der Regel nur für ältere Festplatten benötigt und sollten vom Hersteller zur Verfügung gestellt werden, wenn sie nötig sind Ansonsten wird »0« eingegeben oder, falls man nicht sicher ist, die Hälfte der Anzahl der zur Verfü-gung stehenden Zylinder

Bei allen neueren EIDE-Festplatten und einem BIOS, welches die Festplattendaten automatisch detektieren kann, werden die passenden Werte ohne weiteres Zutun des Anwenders im BIOS-Setup aktiviert

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3.3.4 Register der Festplattenschnittstelle

Die grundsätzliche Registerbelegung der PC-Festplattencontroller hat sich über die Jahre nicht verändert, auch wenn die Schnittstellen – ST506/412, ESDI, IDE – völlig anders arbeiten Der BIOS-Interrupt 13h ist für die Unterstützung des Fest-platten- und des Floppy-Controllers zuständig Die Parameter werden von den Re-gistern des Prozessors an die Funktionen dieses Interrupts übergeben und lösen damit die entsprechende Funktion im Controller aus

In welchen Adressbereichen die Register liegen und welche Aufgaben sie in einem

PC haben, zeigen die beiden folgenden Tabellen Mit »Primär« werden die Con-trolleradressen für den ersten Controller des PC bezeichnet und mit »Sekundär« die eines zweiten Controllers

I/O-Adresse

Primär Sekundär Funktion beim Lesen Funktion beim Schreiben

1F0h 170h Datenregister Datenregister

1F1h 171h Fehlerregister Write Precomp

1F2h 172h Sektorzähler Sektorzähler

1F4h 174h Zylinder Low Zylinder Low

1F5h 175h Zylinder High Zylinder High

1F6h 176h Laufwerk/Kopf Laufwerk/Kopf

1F7h 177h Statusregister Kommandoregister

Tabelle 3.1: Die allgemein gültigen Adressen des Festplattencontrollers in einem PC

Für den Festplattencontroller werden üblicherweise der Hardware-Interrupt 14 und der DMA-Kanal 3 verwendet Mit EIDE (Kapitel 3.5.2) wird standardmäßig auch der sekundäre Kanal verwendet, der typischerweise den Interrupt 15 und den DMA-Kanal 5 belegt

3.4 IDE-Festplatten

Die IDE-Schnittstelle – zuweilen auch AT-Bus-Schnittstelle genannt – löst den Stan-dard, der mit der alten ST506/412-Schnittstelle gesetzt wurde, ab IDE steht für

Integrated Device Electronic und ist eine Entwicklung der Firma Conner Fast jeder

Festplattenhersteller hat Festplatten mit dieser Schnittstelle im Programm Häufig wird eine Festplatte eines ansonsten identischen Typs wahlweise mit einem SCSI-oder (E)IDE-Interface angeboten Die Erweiterung von IDE nennt sich Enhanced IDE (EIDE), ist in elektrischer Hinsicht im Prinzip mit IDE identisch und wird in Kapitel 3.5 näher betrachtet

Der Grundgedanke bei der IDE-Schnittstelle ist, die gesamte Elektronik von der Controllerkarte weg auf die Festplatte zu setzen (Integrated Electronic) Damit wird der Bus praktisch vom AT-Slot (ISA) zur Festplatte hin verlängert Daher rührt auch der Name AT-Bus-Schnittstelle

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Eine einfache IDE-Controllerkarte für den ISA-Bus ist für den Anschluss von zwei Festplatten und zwei Diskettenlaufwerken ausgelegt Auf der Karte befinden sich lediglich ein Controllerbaustein für die Diskettenlaufwerke und eine Adressendeko-dierungsschaltung für die Portadressen sowie Daten- und Adressentreiber-Bausteine

Bild 3.4: Eine einfache IDE-Controllerkarte mit ISA-Busanschluss für zwei Festplatten und zwei

Diskettenlaufwerke

Es existieren auch IDE-Controllerkarten, die zusätzlich die serielle und die paral-lele Schnittstelle und möglicherweise auch den Gameport für den Anschluss eines Joysticks aufnehmen

Die direkte Ankopplung an den AT-Bus ist jedoch auch mit Nachteilen verbunden, was in der Vergangenheit – und somit vorwiegend bei älteren PCs – des öfteren zu Problemen geführt hat Das Bus-Timing ist nämlich nicht so einheitlich, wie es eigentlich sein sollte Leichte Abweichungen der Signale /IOW und /IOR äußern sich so, dass die Festplatte zeitweise nicht bootet oder eine bestimmte Datei nicht gelesen werden kann So kann es passieren, dass eine IDE-Festplatte in einem Mainboard einwandfrei funktioniert und in einem anderen wieder nicht IDE-Fest-platten, die über eine ISA-Controllerkarte betrieben werden, verkraften meist nicht mehr als einen ISA-Bustakt von maximal 10 MHz Das Problem liegt dabei jedoch meistens im Controller und nicht in der Festplatte begründet

Auch bei geringerem Bustakt kann es durchaus zu Problemen kommen Aus diesem Grunde sollte im Fehlerfall als erstes im Advanced/Extended-Setup versucht werden, den ISA-Bustakt zu verringern und die Anzahl der I/O-Wartezyklen zu erhöhen Die Konfiguration einer IDE-Festplatte gestaltet sich ansonsten recht einfach Im BIOS-Setup wird der entsprechende Festplattentyp anhand der vorliegenden Fest-plattendaten ausgewählt Ab BIOS-Versionen, die für einen 386-PC vorgesehen sind, ist üblicherweise ein USER-Typ konfigurierbar, der die Angabe der einzelnen Parameter gestattet

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Einige IDE-Festplatten, die über 1.024 Zylinder verfügen, benötigen unter Umstän-den eine intelligente Controllerkarte, die ein eigenes BIOS besitzt und damit die DOS-Grenze von maximal 1.024 Zylindern umgeht Derartige Controllerkarten gibt

es sowohl für ISA als auch den Vesa Local Bus (VLB) und natürlich PCI

Der weiterentwickelte Standard-EIDE (Enhanced IDE) und auch spezielle Programme

wie etwa der DiskManager heben einige der erwähnten Limitierungen und

Kompa-tibilitätsprobleme von IDE auf, wie es in Kapitel 3.5 erläutert wird Im Folgenden soll es zunächst allein um IDE-Festplatten gehen, wie sie ab dem Jahre 1989 standard-mäßig in PCs eingebaut wurden

Speicherkapazität 240 Mbyte (unformatiert)

234 Mbyte (formatiert)

Positionierzeit (durchschnittlich) < 20 ms

Datenübertragungsrate 3,75 Mbyte/s

Umdrehungsgeschwindigkeit 4306 RPM

Tabelle 3.2: Daten einer typischen (älteren) IDE-Bus-Festplatte (Quantum Pro Drive LPS 240AT)

Der Wert für die maximale Datenübertragungsrate der in der oben angeführten

Festplatte ProDrive 240 wird mit 3,75 Mbyte/s angegeben Diese Angabe bezieht

sich auf jene Zeit, welche die Festplatte zum Laden der Daten in den internen Speicher der Festplatte benötigt

In der Festplatte wird das Zone-Bit-Recording (siehe Kapitel 3.3.2) verwendet Die Plattenoberfläche wird in 16 Zonen aufgeteilt Die Zone 0 befindet sich im äußeren Bereich der Plattenoberfläche und nimmt 148 Zylinder auf Die mittleren Zonen (1 bis 14) nehmen jeweils 112 und die innerste Zone 102 Zylinder auf Zusammen ergibt das 1.818 Zylinder für die ganze Platte Die Zylinder (Zylinder = übereinan-der liegende Spuren) werden also nicht gleichmäßig über die Plattenoberfläche verteilt, wie es bei den ST506/412- und den ESDI-Festplatten der Fall ist Die Auf-zeichnungsdichte ist damit auf der gesamten Plattenoberfläche annähernd gleich

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IDE-Festplatten sollten nur dann Low-Level-formatiert werden, wenn sie ständig

Daten-○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○

ausfälle zeigen und man ohnehin nichts mehr an ihnen verderben kann.

In der Zone 0 befinden sich 87 Sektoren pro Spur und in der Zone 15 lediglich 44 Die Datenübertragungsrate ist demnach ebenfalls unterschiedlich und außen (ca

3 Mbyte/s) doppelt so hoch wie innen (ca 1,6 Mbyte/s)

Eine IDE-Festplatte ist vom Hersteller bereits Low-Level-formatiert, und es wird ein Interleave-Faktor von 1:1 erreicht Die defekten Sektoren der Platte werden auto-matisch gesperrt Tritt während des Betriebs der Festplatte ein Defekt in irgendei-nem Sektor auf, versucht die interne Controllerlogik, den Inhalt mit Hilfe eines

Korrekturcodes (ECC, Error Correction Code) zu korrigieren Die Korrekturdaten

sind in den Headern jedes Sektors abgespeichert Gelingt es, den Sektorinhalt da-mit zu erda-mitteln, wird er in den nächsten freien Sektor geschrieben Der defekte Sektor wird gesperrt, und seine und auch die Nummer des Ersatzsektors wird in eine Liste auf der Festplatte eingetragen

Aus diesem Grunde darf eine IDE-Festplatte niemals mit einem für ST506/412-Platten vorgesehenen oder ähnlichen Programm Low-Level-formatiert werden, denn dann werden die Herstellerdaten überschrieben oder defekte Sektoren für den Be-trieb (fälschlicherweise) freigegeben Von diesem Grundsatz sollte nur dann abge-wichen werden, wenn der Hersteller ausdrücklich auf die Low-Level-Formatierung hinweist Tückischerweise kann es nämlich passieren, dass die Festplatte erst Wo-chen oder Monate später Ausfälle zeigt, weil zufällig erst dann ein defekter Sektor beschrieben wird

3.4.1 IDE-Festplattenanschluss

Der Anschluss einer IDE-Festplatte erfolgt über einen 40-poligen Anschluss (Bild 3.5), der mit dem Controlleranschluss auf einer eigenen Einsteckkarte oder direkt mit dem Anschluss, der sich auf dem Mainboard befindet, verbunden wird Wichtig ist es, wieder auf die Markierung des Pin 1 zu achten, denn oftmals lässt sich der Stecker auch falsch herum einsetzen

Eine Beschädigung der Elektronik ist dabei zwar nicht zu befürchten, allerdings erspart man sich möglicherweise eine Menge Arbeit, wenn man grundsätzlich auf die richtige Positionierung der Anschlüsse achtet

Bild 3.5: Die Anschlüsse einer IDE-Festplatte Durch die Einkerbung am Datenanschluss kann der

Stecker hier nicht falsch herum aufgesteckt werden, was auf der anderen Seite – zum Controller hin – aber nicht immer gewährleistet ist

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Durch Jumper wird an den betreffenden Festplatten eine Master-Festplatte und möglicherweise auch eine Slave-Festplatte festgelegt Die Master-Festplatte, auf der sich auch das Betriebssystem befindet, ist die erste und die Slave-Festplatte die zweite im System, oder aber ein CD-ROM-Laufwerk wird als Slave-Device festgelegt Eine IDE-Festplatte nutzt nicht alle Signale des AT-Bus (ISA-Slot) Einige Signale werden durch die hierfür erforderliche Minimalelektronik auf dem Mainboard oder der Adapterkarte erzeugt, /CS0 und /CS1 zum Beispiel durch die Adressendeko-dierungsschaltung

Für 2,5-Zoll-IDE-Festplatten, wie sie in Notebooks verwendet werden, ist ein 50-poliger Steckverbinder im 2-mm-Raster definiert, der teilweise auch nur als 44-polige Verbindung ausgeführt wird Die Belegung der 40 Kontakte des Standard-IDE-Anschlusses bleibt dabei unverändert, es sind jedoch einige herstellerspezifische (meist vier) Signale hinzugekommen

Bild 3.6: Verschiedene IDE-Festplatten wie sie in PCs und auch Notebooks verwendet werden

Im Handel sind entsprechende Adapterkabel verfügbar, um beispielsweise eine (klei-ne) 2,5-Zoll-Festplatte mit 50- oder 44-poligem Anschluss an einem 40-poligen IDE-Controlleranschluss betreiben zu können Die möglicherweise vorhandenen herstel-lerspezifischen Signale, wie etwa für die Umschaltung in einen Stromsparmode, werden von den üblichen Adapterkabeln nicht unterstützt, da dies meist sowieso »Notebook-Spezialitäten« sind, die (fast) jeder Hersteller unterschiedlich handhabt

Festplattenanschluss J1 AT-Bus (ISA)

Pin Nr Signal-Name Pin Nr Signal-Name Eingang/Ausgang

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Fortsetzung der Tabelle

Festplattenanschluss J1 AT-Bus (ISA)

Pin Nr Signal-Name Pin Nr Signal-Name Eingang/Ausgang

-SPINDLE SYNC

-Tabelle 3.3: Der signaltechnische Zusammenhang zwischen dem AT-Bus-(ISA) und dem

IDE-Fest-plattenanschluss (*: je nach Konfiguration)

Ngày đăng: 03/07/2014, 14:20