Über den Address Port wird das jeweilige interne Plug&Play-Register selektiert, damit anschließend Daten zum Write Data Port ge-schrieben oder Daten vom Read Data Port gelesen werden kön
Trang 1In der CONFIG.SYS ist zuvor jedoch ein speicherresidenter Treiber (wcfgmg.sys) zu laden, der dementsprechend Speicherplatz im RAM belegt Nachfolgend wird unter Windows das Programm WINICU gestartet und die einzelnen Parameter der PC-Einheiten können hier angezeigt und gegebenenfalls angepasst werden Einige (Stan-dard-) ISA-Karten unterschiedlicher Kategorien (Netzwerk, Controller usw.) stehen hier auch mit bereits voreingestellten Daten – die natürlich ebenfalls verändert werden können – zum Hinzufügen bereit Die ICU funktioniert ausschließlich bei einem PC ohne Plug&Play-BIOS und ist auch (wenn überhaupt) nur für Windows 3.x, nicht aber für Windows 95 sinnvoll
Viele Hersteller empfehlen zwar (immer noch) den Einsatz der ICU, liefern jedoch auch ein eigenes Setup-Programm für die Karte mit, das im Prinzip wie eines für eine konventionelle ISA-Karte zu handhaben ist Das Ergebnis ist nämlich im Prin-zip dasselbe wie mit einer ICU: Die Parameter für die Karte befinden sich in einer Datei auf der Festplatte, egal ob sie nun mit der ICU oder einem speziellen Setup-Programm festgelegt worden sind Nur ist dadurch weder dem BIOS noch dem Be-triebssystem bekannt, welche Daten für diese Karte reserviert worden sind
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Die ISA Configuration Utility ist nur dann nötig, wenn weder ein Plug&Play-BIOS
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noch Windows 95 verwendet wird.
10.5.2 ISA-Plug&Play-Technik
Für ISA-Plug&Play wurden drei zusätzliche Register von jeweils 8 Bit Breite defi-niert, über welche die gesamte Plug&Play-Konfigurierung absolviert wird, und die
so gewählt worden sind, dass es keine Kollision mit bereits standardmäßig verwen-deten geben kann
Port Name Adresse übliche ISA-Funktion Type
Tabelle 10.22: Die Register für die automatische Konfigurierung von ISA-Plug&Play-Karten
Alle ISA-Plug&Play-Karten verwenden zur Konfigurierung ausschließlich diese drei Register Der Printer-Status-Port, wie er bei ISA benutzt wird, und die um 800h höhere Adresse werden für Plug&Play als Schreibregister verwendet, so dass Kom-patibilitätsprobleme vermieden werden Um die Daten der Plug&Play-Karte lesen
zu können, wird eine als frei erkannte Adresse im Bereich 0203h-03FFh ausge-wählt
Trang 2Bei neueren Mainboards wird diese Adresse quasi vom Hersteller vorgegeben (ty-pisch 273h), während sie bei den älteren Modellen erst durch die Software ermit-telt werden muss, was bei den neueren auch dann erfolgt, wenn sie sich als bereits belegt erweisen sollte Dieser Vorgang wird automatisch durch das Plug&Play-BIOS
und/oder Windows 95 ausgeführt Über den Address Port wird das jeweilige interne Plug&Play-Register selektiert, damit anschließend Daten zum Write Data Port ge-schrieben oder Daten vom Read Data Port gelesen werden können.
Bild 10.17: Der logische Aufbau des ISA-Plug&Play-Interfaces, wie es in den entsprechenden
Inter-face-Bausteinen integriert ist; eine besondere Rolle für die Initialisierung spielt dabei das Linear Feedback Shift Register (LFSR)
Jede Plug&Play-Karte verfügt über drei Registersätze: Card Control, Logical Device
Control und Logical Device Configuration Über die Card-Control-Register werden
globale Funktionen für die Steuerung der Karte festgelegt
Die Logical-Device-Control-Register sind für jedes logische Gerät einmal vorhanden und bestimmen, ob der betreffende Schaltungsteil (z.B bei Multifunktionskarten) für den ISA-Bus aktiv ist, und dienen zudem der Überprüfung eines I/O-Konflikts Die Logical-Device-Configuration-Register sind ebenfalls für jedes logische Gerät einmal vorhanden und bestimmen die Speicher-, I/O-, Interrupt- und DMA-Einstel-lungen Es sind ebenfalls einige herstellerspezifische Register möglich, die es den Herstellern erlauben, eigene Funktionen über den Plug&Play-Mechanismus zu in-tegrieren
Trang 3Adresse/Hex Funktion
0x00-0x07 Card Control
0x08-0x1F Card Level (reserviert)
0x20-0x2F Card Level (herstellerspezifisch)
0x30-0x31 Logical Device Control
0x32-0x37 Logical Device Control (reserviert)
0x38-0x3F Logical Device Control (herstellerspezifisch)
0x40-0x75 Logical Device Configuration
0x76-0xEF Logical Device Configuration (reserviert)
0xF0-0xFE Logical Device Configuration (herstellerspezifisch)
Tabelle 10.23: Die Plug&Play-Register in der Übersicht
Eine ISA-Plug&Play-Karte stellt sich – je nach Typ – als ein oder mehrere Logical
Devices dar Die Logical Devices enthalten wiederum verschiedene physikalische
Devices, für die entsprechende PC-Ressourcen zu konfigurieren sind Im folgenden ist ein Beispiel angegeben, das für Soundkarten gilt, die mit einem CS4232- oder
auch CS4236-Baustein aufgebaut sind, wie beispielsweise die Orchid NuSound oder auch die Philips Soundcard.
>
> Logical Device 0:
Windows-Soundsystem-CODEC, I/O-Adressen, zwei DMA-Kanäle und ein Inter-rupt-Kanal
AdLib/SB-Synthesizer, I/O-Adressen, ein Interrupt-Kanal SB-Pro-Interface, SB-I/O-Adressen, ein DMA- und ein Interrupt-Kanal, die mit denen für die Windows-Sound-System-Kompatibilität geteilt werden
>
> Logical Device 1:
Game-Port, I/O-Basisadresse
>
> Logical Device 2:
Control-Register, I/O-Basisadresse, ein Interrupt-Kanal
>
> Logical Device 3:
MPU-401-Interface, I/O-Basisadresse, ein Interrupt-Kanal
>
> Logical Device 4:
CD-ROM-Interface, I/O-Basisadresse, ein Interrupt- und ein DMA-Kanal
>
> Logical Device 5 (nur CS4236):
Modem, I/O-Basisadresse, ein Interrupt-Kanal
einmal für jede Karte
einmal für jedwes logsiche Gerät
Trang 4Im Prinzip sollte es keine Rolle spielen, wie viele logische Devices implementiert werden In der Praxis stellt sich jedoch heraus, dass einige Plug&Play-BIOS-Versio-nen nicht in der Lage sind, mehr als fünf – zuweilen auch nicht mehr als drei – logische Plug&Play-Einheiten zu verwalten Wenn man bedenkt, dass die PC-Res-sourcen ohnehin stark limitiert sind und dass außer einer Soundkarte weitere Plug&Play-Karten im PC unterzubringen sind, kann dies eine automatische Konfigurierung durch das BIOS bereits unmöglich machen
Karten mit Plug&Play-Funktion und relativ vielen Logical Devices werden aus die-sem Grunde auch eher selten komplett durch das BIOS initialisiert Einige Herstel-ler gehen so weit, dass mit Hilfe einer Batchdatei die Plug&Play-Funktion der Karte zunächst abschaltet wird, wodurch sie beim nächsten Start nicht mehr als Plug&Play-Device vom BIOS erkannt wird Stattdessen wird es dem Betriebssystem (Windows 95) überlassen, die Devices entsprechend zu konfigurieren, da es die Informationen der Karte ebenfalls lesen kann
○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○
Auf der CD befindet sich das Programm ISOLATE, welches das Herauslesen der
Para-○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○
meter aus den einzelnen ISA-Plug&Play-Karten ermöglicht.
10.5.3 Die Betriebszustände
Die Initialisierung einer ISA-Plug&Play-Karte läuft im mehreren Schritten ab, wo-bei sie sich immer in einem von vier Zuständen befindet:
>
> Wait For Key State
Nach einem Reset des PC oder einem Wait-For-Key- oder auch
Reset-Komman-do befindet sich jede Karte zunächst im Wait For Key State Solange nicht der Initiation Key über den ISA-Bus empfangen worden ist, sind die Karten nicht aktiv und können nicht selektiert werden Nach einer erfolgreich verlaufenen Konfigurierung wird von jeder Karte wieder der Wait For Key State eingenom-men und sie ist nunmehr einsatzbereit
>
> Sleep State
In diesem Status warten alle Karten auf das Wake[CSN]-Kommando Mit Hilfe dieses Kommandos kann dann jede Plug&Play-Karte selektiv über die ihr zuge-ordnete Card Select Number (CSN) angesprochen werden, woraufhin sie entwe-der in den Isolation- oentwe-der den Config State schaltet Alle Karten, die noch keine CSN erhalten haben, schalten nach dem Empfang des Wake[CSN]-Kom-mandos, das eine Null überträgt, in den Isolation State Wenn die Schreib-daten des Wake[CSN]-Kommandos ungleich Null sind, also einer gültigen, ver-gebenen Card Select Number entsprechen, wechselt die betreffende Karte in den Config State
>
> Isolation State
Im Isolation State antworten die Karten auf die Lesezugriffe zum Serial Isolation Register (Isolation Protocol) Wenn eine Karte daraufhin isoliert ist, erhält sie eine eigene Card Select Number, mit der sie dann über das Wake[CSN]-Kom-mando selektiert werden kann Nach dem Schreiben der CSN geht die betref-fende Karte in den Config State
Trang 5> Config State
Befindet sich eine Karte im Config State, wobei immer nur eine zur Zeit diesen Zustand einnehmen kann, antwortet sie auf alle Konfigurationskommandos, erlaubt auch das Auslesen ihrer Ressourcen-Daten und kann programmiert werden
Nach dem Einschalten des PC erfolgt ein Reset durch das entsprechende Signal des
ISA-Bus, alle ISA-Plug&Play-Karten setzen ihre CSN auf Null und gehen in den Wait
For Key State Eine Verzögerung von typisch 2 ms ist dabei nach dem Reset zu
berücksichtigen, damit die Karten ihre Daten aus dem EEPROM lesen können Als
Nächstes wird ein so genannter Initiation Key über den Write-Data-Port (0A79h)
gesendet, der aus 32 I/O-Schreibsequenzen besteht und genau die folgenden Daten enthalten muss
Bild 10.18: Eine ISA-Plug&Play-Karte befindet sich immer in einem von vier Zuständen Der
Konfigurationsprozess erfolgt über den Wait-For-Key-, Sleep-, Isolation- und Config-State Ist die Karte daraufhin aktiviert, befindet sie sich wieder im Wait For Key Config-State Der Ablaufplan zeigt alle gültigen Kommandos und Operationen, mit denen eine Karte entsprechend zu programmieren ist
Trang 6Initiation Key:
6A, B5, DA, ED, F6, FB, 7D, BE,
DF, 6F, 37, 1B, 0D, 86, C3, 61,
B0, 58, 2C, 16, 8B, 45, A2, D1,
E8, 74, 3A, 9D, CE, E7, 73, 39
Die Daten des Initiation Key sind nicht etwa zufälliger Natur, sondern es handelt sich dabei um die fortlaufenden Ergebnisse der Berechnung eines binären Poly-noms Aus diesem Grunde ist es äußerst unwahrscheinlich, dass diese Bytefolge einmal unabsichtlich entsteht und zu einem Fehler bei der Kartenkonfiguration führt oder auch andere Systemprobleme hervorrufen kann
10.5.4 Linear Feedback Shift Register
Das Linear Feedback Shift Register (LFSR) ist Bestandteil eines jeden Plug&Play-Chips (siehe Bild 10.17) und für die Initialisierung der Karte zuständig Es gene-riert einerseits Daten für das Initiation-Key-Protokoll und dient andererseits, wäh-rend der Ausführung des Isolation-Protokolls, der Überprüfung auf eine korrekte Checksumme hin
Die empfangenen Daten des Initiation Key werden intern mit denen des vom 8-Bit-LFS-Registers erzeugten Wertes verglichen Um sicherzugehen, dass sich das LFSR
im Grundzustand befindet, sind vor dem Senden des Initiation Key zunächst 2 Schreiboperationen (mit 0x00) auf den Address-Port auszuführen, danach enthält das LFSR den Wert 6Ah (10.19), welcher auch dem ersten gesendeten Wert des Initiation Key entspricht
Bild 10.19: Das Linear Feedback Shift Register während der Ausführung des
Initiation-Key-Proto-kolls
Die beiden letzten Bits des Schieberegisters (1, 0) gelangen auf ein Exklusiv-Oder-Gatter, das daraus nunmehr eine 1 liefert (Das Exklusiv-Oder-Gatter liefert nur dann eine 0 am Ausgang, wenn die Eingangssignale 0, 0 oder 1, 1 lauten) Die 1 wird an die Bitposition 7 gesetzt und einmal nach rechts geschoben Dieser Vor-gang (LFSR[1] XOR LFSR[0]) wird danach noch weitere 31 Mal ausgeführt und das LSFR sollte am Ende dieses Vorganges den Wert 39h enthalten, was dazu führt, dass die Karte in den Sleep-Status wechselt Andernfalls nimmt das LFSR wieder den ursprünglichen Wert (6Ah) ein, was bedeutet, dass die Karte nicht angesprochen werden kann und weiterhin im Wait For Key State verharrt
Trang 7Der Übergang vom Sleep-Status in den nächsten Zustand (Isolation) erfolgt darauf-hin mit der Befehlsfolge Wake=0 AND CSN=0 durch zwei Schreibzugriffe auf die entsprechenden Register (0x03, 0x06 auf den Address-Port, 0279h)
Jede Plug&Play-Einheit besitzt einen 72 Bit langen Serial Identifier, der sich aus
vier Byte Herstellerkennung (Vendor ID), 4 Byte Serial Number und einer acht Bit langen Checksumme zusammensetzt Die Vendor-ID wird üblicherweise zentral ver-geben, so dass es keine zufällige Übereinstimmung bei verschiedenen Firmen ge-ben kann Für die Serial Number ist der Hersteller der Karte verantwortlich, der diese selbst vergeben kann Jede einzelne Karte einer Produktreihe muss dabei eine individuelle Nummer erhalten, damit beispielsweise auch zwei Karten des glei-chen Typs wie etwa zwei Schnittstellenkarten in einem PC verwendet werden kön-nen
Die zweite Aufgabe des LFSRs besteht in der Berechnung der Checksumme für den
Serial Identifier, der sich neben allen anderen für die Karte geltenden
Ressourcen-Daten im EEPROM auf der Karte befindet Nur wenn die durch das LFSR berechnete Checksumme mit der im EEPROM abgelegten übereinstimmt, kann das Isolation-Protokoll korrekt ausgeführt werden und die Karte gelangt daraufhin auch in den gewünschten Configuration State
Bild 10.20: Der Aufbau des Serial Identifiers, der durch das LFSR geschoben wird
Der Serial Identifier wird durch das LFSR verarbeitet Nach dem Empfang der er-wähnten Befehlsfolge Wake=0 AND CSN=0 wird das LFSR auf 6Ah zurückgesetzt Das erste Bit des Serial Identifier (Vendor-ID) wird auf den einen Eingang des ersten XOR-Gatters gelegt (z.B 1)
Die unteren Bits von 6Ah liefern eine 1 am Ausgang des zweiten XOR-Gatters und bilden das zweite Eingangssignal für das erste XOR-Gatter (1) Da beide Eingangs-signale einer 1 entsprechen, erscheint am Ausgang eine 0, die nach einmaligem Rechtsschieben (Lese-Zugriff auf das Serial-Isolation-Register) in das Bit LFSR[7] wandert Nun findet der gleiche Prozess für die weiteren Bits des Serial Identifier statt, und nach insgesamt 64-maliger (Länge des Serial Identifiers = 64 Bit) paar-weiser Lese-Prozedur steht im LFSR die ermittelte Checksumme, die für die Verar-beitung des Isolation-Protokolls benötigt wird
Trang 810.5.5 Das Isolation-Protokoll
Das Isolation-Protokoll sorgt für die Isolierung der einzelnen Plug&Play-Karten und weist ihnen jeweils eine Card Select Number (CSN) zu, über die sie nachfolgend einzeln zu selektieren sind
Gelesen werden die Daten vom Read-Data-Port, dessen Adresse irgendwo im Be-reich von 203-3FFh liegen kann Wichtig ist dabei, dass die beiden letzten Bits dieser Adresse immer 11b lauten müssen, denn andernfalls kann die Dekodierungs-logik der Plug&Play-Karten den gewünschten Port nicht zuweisen Er wird über
den Befehl Set-RD-Data-Port (0x00 auf den Address-Port, 0279h), gefolgt von der
Adresse über den Write-Data-Port (0A79h), im Isolation State festgelegt
Danach wird der Befehl Serial Isolation (Adresse: 0x01) ausgelöst und es findet ein
Lesezugriff auf den festgelegten Read-Data-Port (z B 0203h, 0213h, 0273h) statt
Es hängt nun vom Aufbau des Serial Identifier (ID) der einzelnen Plug&Play-Karten
ab, in welcher Reihenfolge sie erkannt und selektiert werden
> Das nächste Bit der Karten-ID ist 1:
Die Karte(n) liefern bei der folgenden gradzahligen Leseoperation den Wert 55h, bei der nächsten ungradzahligen den Wert AAh
> Das nächste Bit der Karten-ID ist 0:
Die betreffenden Karte(n) antworten nicht und überwachen bei den beiden folgenden Leseoperationen lediglich die unteren zwei Bits des Datenbus Sie detektieren somit, was die anderen Karten im System signalisieren Erschei-nen die Werte 01b und 10b – die unteren Bits von 55h bzw AAh –, schaltet die Karte ab (Sleep Mode) und scheidet aus dem weiteren Wettbewerb aus Generell gilt in einem laufenden Wettbewerb, dass diejenige Plug&Play-Karte ge-winnt, deren ID an der Stelle eine 1 enthält, bei der die anderen eine 0 führen Die noch im Wettbewerb beteiligten Karten setzen im nächsten Schritt ihren internen Zähler auf das zweite Bit der ID und der Vorgang wiederholt sich so lange, bis alle 72 Bit der ID (inklusive der Checksumme, die dabei überprüft wird) abgearbeitet sind Nach jeder Runde bleibt eine einzige Karte übrig, die vom System eine CSN erhält und aus dem weiteren Wettbewerb (erfolgreich) ausscheidet Der Identifizierungs-vorgang findet daraufhin erneut statt, bis letztendlich alle im System vorhande-nen Karten eine CSN erhalten haben Der Identifizierungsprozess wird immer ein-mal mehr durchlaufen, als Karten im PC eingebaut sind Dass keine weitere Karte vorhanden ist, wird ganz einfach daran erkannt, dass keine Antwort mehr auf die paarweisen Lesezugriffe erscheint
In Kurzform stellt sich die gesamte Initialisierung wie folgt dar:
1 Senden des Initiation Key über den Write-Data-Port (0A79h) Alle Karten gehen dadurch vom Wait For Key in den Sleep State
2 Befehlsfolge Wake=0 AND CSN=0 mit Hilfe der entsprechenden Register (0x03, 0x06) senden Die Karten befinden sich daraufhin im Isolation State
3 Befehl Set-RD-Data-Port (0x00) auf den Address-Data-Port (0279h) und die ge-wünschte Read-Data-Address nachfolgend aus dem Bereich 0203-03FFh über den Write-Data-Port (0A79h) senden Der Wert für die Read-Data-Address entspricht dabei den Bits 9-2, während die Bits 1-0 stets auf 11b und die Bits 15-12 auf 0000b festgelegt sind (hardwired) Alle Karten verwenden die angegebene Adresse daraufhin als Read-Data-Port Falls die gewählte Adresse von einer
Trang 9Standard-4 Ausführen des Isolation-Protokolls: Zunächst Befehl Serial Isolation (0x01)
senden und dann 144-Byte-Lesezugriffe auf den Read-Data-Port anwenden Ist eine Karte selektiert, wird die CSN in das Register 0x06 (Card Select Number ) geschrieben Über den Befehl Wake[CSN] (0x03) wird die betreffende Karte dann selektiert und befindet sich nachfolgend im Config State Dieser Vorgang wird für alle im PC integrierten ISA-Plug&Play-Karten wiederholt
5 Im Config State ist der Zugriff auf die Register der Karte möglich und es kön-nen beispielsweise deren Status und Ressourcen ausgelesen werden, während die eventuell vorhandenen weiteren Karten sich im Sleep-Mode befinden
6 Über den Befehl Active (Register 0x30, Logical Device Control) oder auch ei-nen Schreibbefehl auf das Bit 1 (High) des Configuration Control Registers (0x02) wird die Karte aktiviert und geht wieder in den Wait-For-Key-Zustand Sie ist jetzt einsatzbereit
10.5.6 Die Plug&Play-Register im Detail
In den vorherigen Kapiteln wurden Register und Adressen erwähnt, über die jede ISA-Plug&Play-Karte verfügen muss Einige davon wirken bei einem Schreibzugriff
direkt als Kommando wie beispielsweise Serial Isolation (0x00) Eine Übersicht
zeigt das Bild 10.22 Je nach Komplexität der Plug&Play-Karte kann sie ein oder auch mehrere Logical Devices beinhalten und mehr oder weniger PC-Ressourcen (I/
O, IRQ, Memory, DMA) beanspruchen
Trang 10○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○
>Set_RD_Data_Port: 00h
Das Register kann lediglich beschrieben werden, und das auch nur im Isolation State Die Bits 7-0 enthalten die Adressbits 9-2 des Datenlese-Registers
(Read-Data-○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○
Port).
>
> Serial Isolation: 01h
Das Register kann nur gelesen werden und ein Zugriff auf eine Karte, die sich
im Isolation State befindet, bewirkt, dass deren Daten gelesen werden kön-nen Falls das Isolation-Protokoll nicht durchführbar ist, geht die Karte in den Sleep State
>
> Configuration Control: 02h
Ein Schreib/Lese-Register mit drei Kommandos, die jeweils mit einer 1 akti-viert werden Die anderen Bits (3-7) haben keine Bedeutung und müssen je-weils eine 0 enthalten
Bit 0: Reset Bit, Zurücksetzen (Reset) aller Kartenregister, wobei die CSN
erhalten bleibt
Bit 1: die Karte wird in den Wait-For-Key-Zustand versetzt, wobei die CSN und
die Registerwerte nicht verändert werden
Bit 2: Reset CSN, die CSN wird auf 0 gesetzt.
>
> Wake [CSN]: 03h
Hier ist nur ein Schreibzugriff möglich, der die Karte aus dem Sleep State in den Isolation State versetzt, wenn die Daten (0) mit der CSN der Karte über-einstimmen Falls die Daten nicht 0 sind, geht die Karte stattdessen vom
Sleep-in den Configuration State
>
> Resource Data: 04h
Ein Leseregister, welches die Ressourcen-Daten des Device (EEPROM) liefert Zwischen jedem Lesezyklus muss überprüft werden, ob das Status-Register im Bit 0 eine 1 enthält, damit die nachfolgenden Daten verfügbar sind
>
> Status: 05h
Das Register kann nur gelesen werden und liefert im Bit 0 eine 1, wenn das nächste Byte der Ressourcen-Daten verfügbar ist
>
> Card Select Number: 06h
Ein Schreibzugriff setzt die CSN für die Karte, das daraufhin mit dem Wake [CSN]-Kommando zu selektieren ist
>
> Logical Device Number: 07h
Dieser Registerinhalt spezifiziert das betreffende logische Device Eine Plug&-Play-Karte – oder ein entsprechender Plug&Play-Chip – kann mehrere Logical Devices enthalten Die Selektierung erfolgt über dieses Register, und falls nur ein Logical Device vorhanden ist, enthält dieses Register eine 0
>
> Reserved Card Level Register: 08h-1Fh
Die Register sind für zukünftige Plug&Play-Entwicklungen reserviert
>
> Vendor Defined Card Level Register: 20h-2Fh
Diese Register können für herstellereigene Funktionen verwendet werden und