Acht Jahre sind in der PC-Zeitrechnung, die sich durch immer kürzere Innovations-zyklen auszeichnet, gewiss eine lange Zeit, und vom heutigen Standpunkt aus gesehen könnte man sich natür
Trang 114.3.8 Security Option 990
14.3.9 Gate A20 Option, Port 92 Fast A20 G 990
14.3.10 PCI/VGA Palette Snooping 990
14.3.11 Shadow-RAM 991
14.4 Advanced Chipset Features Setup 991
14.4.1 Speichertiming 992
14.4.2 Memory Hole At 15M-16M 995
14.4.3 ISA-Bus-Einstellungen 995
14.4.4 PCI-Einstellungen 996
14.4.5 Peer Concurrency und PCI Streaming 996
14.4.6 Passive Release 997
14.4.7 AGP-Einstellungen 997
14.4.8 CPU-Einstellungen 998
14.5 On Board Devices, Integrated Peripherals 999
14.5.1 IDE-Einstellungen 1000
14.5.2 Controller und Ports 1002
14.5.3 Onboard Parallel Mode 1002
14.6 Power Management Setup 1003
14.7 PCI Configuration und PnP Configuration 1005
14.7.1 PNP/PCI Configuration 1007
Teil 8 Kommunikation 1013 15 Kommunikation – mit dem PC ins Netz 1014
15.1 PC-PC-Kopplung mit RS232-Schnittstelle 1014
15.1.1 Server-Einstellung 1015
15.1.2 Client-Einstellung 1016
15.2 PC-PC-Kopplung mit Parallel-Port 1018
15.3 Windows-Direktverbindung 1019
15.4 Netzwerke 1022
15.4.1 Ethernet mit Koaxialkabel 1023
15.4.2 Ethernet mit Twisted-Pair-Kabel 1027
15.4.3 Netzwerkkarten-Installation 1032
15.5 Modems und ISDN 1037
15.5.1 Modems 1038
15.5.2 Die Inbetriebnahme 1039
15.6 Integrated Services Digital Network 1044
15.6.1 Der Geräteanschluss 1045
15.6.2 Protokolle und Einstellungen 1047
Stichwortverzeichnis 1053 Inhaltsverzeichnis
Trang 2Vorwort
Vorwort und Einführung
Die »PC-Werkstatt« gibt es nun schon seit über acht Jahren, und das Buch wurde
im Laufe der Zeit mehrere Male überarbeitet und ergänzt Ich freue mich natürlich darüber, dass das Buch einen so hohen Leserzuspruch erfahren hat und
mittlerwei-le auch in sechs Sprachen übersetzt worden ist
Acht Jahre sind in der PC-Zeitrechnung, die sich durch immer kürzere Innovations-zyklen auszeichnet, gewiss eine lange Zeit, und vom heutigen Standpunkt aus gesehen könnte man sich natürlich auch allein auf PCs mit den zur Zeit propagier-ten Prozessoren, Grafikkarpropagier-ten, Festplatpropagier-tentypen und den weiteren dazugehörigen Einheiten beschränken
Die »PC-Werkstatt« versteht sich jedoch tatsächlich als eine Werkstatt, was bedeu-tet, dass hier selbstverständlich auch ältere PCs zu pflegen, zu reparieren, zu er-weitern und möglicherweise zu ersetzen sind, denn gerade mit diesen Typen wird
es oftmals schwierig Daher finden sich in diesem Buch auch Erläuterungen zu Hardwareeinheiten, die, vom Standpunkt der PC-Industrie aus gesehen, zum »al-ten Eisen« gehören Wenn es nach den PC-Herstellern ginge, müsste man sich schließ-lich fast jedes halbe Jahr einen komplett neuen PC kaufen, denn die Neuerungen stellen leistungstechnisch gesehen natürlich alles bisher Dagewesene in den Schat-ten, wie es die einschlägige Werbung stets verlautet
Die üblichen Wege zum Wunsch-PC
Beim Erwerb eines PC sind prinzipiell drei unterschiedliche Überlegungen denkbar: Entweder kauft man sich einen Komplett-PC im Sonderangebot mit allem Drum und Dran, der dann genau für die beabsichtigte Anwendung eingesetzt wird und ver-schwendet keinen weiteren Gedanken darauf, ob der PC irgendwie erweitert wer-den kann, ob er auch mit einem anderen Betriebssystem als dem mitgelieferten arbeitet oder ob er vielleicht auch noch in der Zukunft für das eine oder andere neue Programm zu nutzen ist Dabei muss man sich aber bewusst sein, dass man sich damit womöglich in eine Sackgasse begibt, was später dazu führt, dass der PC nur noch (als Sondermüll) zu entsorgen ist
Die zweite Möglichkeit ist, sich den PC vom Händler nach seinen Wünschen zusam-menstellen lassen, oder man besorgt sich – als dritte Alternative – alle Komponen-ten einzeln und baut den PC nach seinen Wünschen selbst zusammen Der PC »von der Stange« ist in der Regel preiswerter als der individuell zusammengestellte, was schon darin begründet liegt, dass hier natürlich nicht die jeweils optimalen Einhei-ten verbaut werden, sondern gerade dass, was der Markt an preisgünstigen Fest-platten, Grafikkarten, Monitoren usw hergibt
Es gibt eine ganze Reihe weiterer Dinge, die bei einem sogenannten Komplett-PC dabei sein sollten, in der Praxis jedoch mitunter fehlen Manchmal passen die Komponenten auch nicht recht zusammen, oder der PC kann auch einfach »schlam-pig« aufgebaut sein Die folgende Liste zeigt hierfür einige Beispiele
Trang 3Typische Ungereimtheiten und Fehlleistungen bei
Komplett-PCs:
> Es befindet sich trotz propagiertem Komplett-PC keine Maus im Lieferumfang.
> Der Monitor passt von seinen Daten her nicht zu den Angaben im Prospekt, die
sich allein auf die demgegenüber leistungsfähigere Grafikkarte beziehen
> Trotz PS/2-Mausanschluss wird eine serielle Maus mitgeliefert, wodurch
unnö-tigerweise bereits ein COM-Port belegt ist
> Für die Tastatur ist ein zusätzlicher Adapter notwendig (der auch schon mal
vergessen wird), weil die mitgelieferte DIN-Tastatur nicht an den PS/2-An-schluss passt, was auch in umgekehrter Konstellation zutreffen kann
> Der versprochene USB-Port besteht lediglich aus einem auf dem Mainboard
befindlichen Pfostenstecker, und es ist zusätzlich ein Kabel mit Hub und den
»richtigen« USB-Anschlüssen zu erwerben
> Die angegebenen (noch freien Slots) können nicht alle verwendet werden, weil
der PC intern »verbaut« ist (Kabel im Weg, Shared ISA/PCI Slot nicht nutzbar usw.)
> Es wird zwar eine Soundkarte, aber es werden keine Lautsprecher mitgeliefert.
> Die Lautsprecher werden mit Batterien betrieben oder besitzen keinen
richti-gen Ausschalter (netztrennenden), was somit zu unnötigem Stromverbrauch führt
> Das Audiokabel vom CD-ROM-Laufwerk zur Soundkarte fehlt.
> Die Manuals zum Mainboard oder zur Grafikkarte oder zum Monitor sind nicht
dabei
> Es werden keine aktuellen Treiber mitgeliefert.
> Bei PCs im Tower-Gehäuse sind die Anschlusskabel (Tastatur, Maus, Monitor)
zu kurz
> Das ATX-Gehäuse/Netzteil besitzt keinen richtigen – netztrennenden –
Aus-schalter, d.h., der PC hängt ständig am Stromnetz und verbraucht somit auch unnötigerweise Strom
> Statt angegebener Wide-SCSI-Festplatte wird nur eine
Standard-SCSI-Festplat-te eingebaut Der Standard-SCSI-Festplat-teurere WIDE-SCSI-Controller ist aber selbstverständlich ein-gebaut worden
> Es sind keine Original-CDs dabei, sondern die Software (Windows, Office) ist
nur auf der Festplatte installiert Installationsdisketten für den Notfall sind selbst anzufertigen, was eine unerträgliche Prozedur ist und mitunter 60-80 Disketten erfordert
> Der PC ist intern schlampig aufgebaut Die Kabel hängen lose herum und sind
nicht sauber verlegt, die Laufwerkskabel sitzen äußerst stramm, und schon beim Transport des PC lösen sich bereits die Verbindungen
> Die Jumper sind nicht richtig gesetzt oder fehlen womöglich, wodurch der 300
MHz-Pentium II stets als 166 MHz-MMX-PC arbeitet
> Die CPU wird vom billigsten Lüfter gekühlt Er ist womöglich mit
Plastik-halterungen befestigt, wird im Betrieb durch die Wärme brüchig und fällt irgendwann einfach ab, was besonders im Tower-Gehäuse schlimme Folgen ha-ben kann, da der Kühler dann am Kabel baumelt und keinerlei CPU-Kontakt mehr hat
Vorwort
Trang 4> Der PC sieht von innen aus, als wenn hier eine Spinne gehaust hätte Mit
Heißkleber werden die Steckverbindungen im PC fixiert, und durch das »Wan-dern« mit der Klebepistole im Gehäuse ist dabei ein »tolles Spinnennetz« ent-standen Der Heißkleber fließt mitunter so in die Anschlüsse hinein, dass dabei ein Wackelkontakt hergestellt wird, und bei einem meiner PCs ist deswe-gen die Festplatte zeitweise ausgestiedeswe-gen Die Jumper auf dem Mainboard wer-den hingegen nicht fixiert, sondern liegen nach einem Transport auf dem Gehäuseboden
> Die PC-Einsteckkarten sind nicht richtig befestigt, die passenden Schrauben
liegen aber im Beutel dabei Durch den nicht festen Sitz im Slot können die Karten und die Mainboardelektronik ernsthaften Schaden nehmen
> Einige Einsteckkarten sind leider mechanisch so ungenau gefertigt, dass sie
sich im Slot hin- und herschieben lassen (!), was zu einem Kurzschluss führen kann
> Die AGP-Grafikkarte oder auch die Slot-CPU ist nicht richtig befestigt und ist
nach dem Transport aus dem Slot gerutscht
> Die einzelnen PC-Komponenten sind nicht alle für das installierte
Betriebssy-stem eingerichtet worden, was insbesondere bei Sound- und Modemkarten vor-kommt und noch häufiger bei Komponenten, die der PC-Hersteller oder -Händ-ler auf Wunsch des Kunden zusätzlich (z.B ZIP-Laufwerk) eingebaut hat
> Es wurden Speichermodule eingebaut, die alle vorhandenen Steckplätze
kom-plett belegen, was eine spätere Erweiterung nur dann erlaubt, wenn die be-reits vorhandenen entfernt werden
> PCs des gleichen Herstellers und mit identischer Bezeichnung müssen intern
nicht zwangsläufig auch aus identischen Komponenten aufgebaut sein Der
PC, der beispielsweise im Test einer Computerzeitschrift mit gutem Ergebnis abgeschnitten hat, kann sich im Laden aus davon abweichenden PC-Kompo-nenten zusammensetzen Die PC-Hersteller präparieren den PC, den sie zum Test einschicken, meist auch für eine optimale Performance, was bei den seri-enmäßigen PCs aber nicht durchgeführt wird PC-Tests in Computerzeitschriften ist schon aus diesem Grunde mit Skepsis zu begegnen, und außerdem werden die PCs in der Redaktion nur getestet, und natürlich wird mit ihnen nicht gearbeitet Was nützt dem Anwender das beste Benchmark-Ergebnis, wenn die Festplatte nach einer Woche defekt ist? Wer sich des öfteren die Tests in den Computerzeitschriften näher anschaut, wird auch feststellen können, dass es offensichtlich einige Hersteller gibt, deren Produkte immer irgendwie ganz gut abschneiden, und andere, die eigentlich nie auf einen »grünen Zweig kom-men«, was zwar tatsächlich der Wahrheit entsprechen kann, jedoch ziemlich unwahrscheinlich ist, denn sonst wären die eher schlecht abschneidenden Hersteller schon gar nicht mehr am Markt Vielmehr mag dies auch eher daran liegen, dass man gute Anzeigenkunden natürlich nicht verlieren möchte
> Der PC ist im BIOS-Setup nicht optimal konfiguriert worden, was leider
han-delsübliche Praxis ist
Der dritte Weg zum (neuen) PC ist also, sich die Komponenten für seinen PC selbst zusammenzustellen und ihn somit auch selbst zusammenzubauen Erst einmal bleibt man dabei vor »Überraschungen«, wie sie oben erwähnt sind, verschont Des wei-teren kann man sich jeweils an den preisgünstigsten Angeboten orientieren und kauft dann auch genau das, was man haben will: eben den Wunsch-PC
Vorwort
Trang 5Bei dieser »Bastelei« lernt man außerdem eine Menge und kennt seinen PC dann ganz genau Diese »PC-Bastelei« kann im übrigen auch eine Menge Spaß machen, und wer damit einmal angefangen hat, hört meist auch nicht mehr auf Im Laufe der Zeit werden sich eine Reihe von PC-Komponenten ansammeln und sich Tausch-geschäfte mit anderen PC-Bastlern ergeben, wovon auch Flohmärkte und Anzei-genblätter einen Eindruck vermitteln Diese PC-Einzelteile, ob nun neu oder auch älter, sind für sich allein allesamt völlig nutzlos und ergeben erst in der richtigen Kombination einen individuellen und funktionierenden PC, was letztendlich auch den Reiz eines PC ausmachen kann Die »PC-Werkstatt« soll dabei eine Hilfe und zuverlässige Informationsquelle sein
Mein Dank gilt an dieser Stelle meinen »PC-Kollegen« an der TU-Hamburg-Harburg – insbesondere Axel Kuwert – und natürlich Ute, Nina und Nicholas für ihre Geduld und die tatkräftige Unterstützung bei der »PC-Werkstatt«
Klaus Dembowski
Symbole helfen bei der Orientierung
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Dieses Symbol kennzeichnet Tricks Dabei handelt es sich um »ungewöhnliche« An-wendungen für eine Funktion, um schnellere Wege zum Ziel oder auch um spezielle
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Arbeitstechniken.
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Wenn Sie dieses Symbol sehen, können Sie weiterführende, das jeweilige Thema
er-○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○
gänzende Hinweise erwarten.
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Wenn Sie dieses Symbol sehen, sollten Sie nicht übereilt handeln: Es weist auf Fallen
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und Stolperstellen hin, die z.B zu Datenverlusten führen können.
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So werden Erläuterungen von Fachbegriffen im Text gekennzeichnet.
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Internetadressen und wichtige Hinweise zu der Arbeit im WWW finden Sie unter
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diesem Zeichen.
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Hinweise zu Dateien die Sie auf der beiligenden Buch-CD-ROM finden erhalten Sie mit
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diesem Symbol.
Vorwort
Trang 6PC-Grundlagen
Die rasante Entwicklung des Personalcomputers –
kurz PC – ist nicht aufzuhalten Wer hätte 1981
schon vermutet, in welchem Maße der PC unser
tägliches Leben verändern würde Damals war er
noch ein Gerät für Spezialisten, heute ist er
dagegen sowohl im Berufsleben als auch zu
Hause als Homecomputer anzutreffen und lässt
sich, je nach internem Aufbau und der
verwende-ten Software, völlig unterschiedlich einsetzen.
Die Spannweite der möglichen Ausstattungen
und der daraus resultierenden Anwendungen ist
immens und kaum noch überschaubar Daher hat
es Sinn, sich mit dem Aufbau eines PC und
seiner einzelnen Komponenten vertraut zu
machen, um deren Zusammenspiel verstehen und
auch selbst Optimierungen und Reparaturen
vornehmen zu können.
Trang 7Teil 1 · PC-Grundlagen
1 Die PC-Komponenten
Im ersten Teil dieses Buches wird es – nach einer kurzen Übersicht der PC-Entwick-lung – zunächst um die grundlegenden Einheiten eines PC wie die Eingabegeräte und das Grafiksystem (Grafikkarte und Monitor) gehen.
1.1 Kurze Zeitreise der Digital- und PC-Technik
Die gesamte Entwicklung der PC-Technik und der dazugehören Software ist geprägt durch einen immer schneller ablaufenden Prozess, in dem Neuheiten präsentiert werden, wodurch beim Anwender vielfach der Eindruck entsteht, dass der vorhan-dene PC bereits zum »alten Eisen« gehört Gleichwohl sind echte PC-Neuerungen, aus denen der Anwender auch tatsächlichen Nutzen ziehen kann, eher selten und vielfach muss man sich aus Kompatibilitätsgründen zum über die Jahre gewachse-nen PC-Standard eher mit Altlasten und generellen Ärgerlichkeiten beschäftigen, wie etwa den knappen PC-Ressourcen (Speicher, I/O-Adressen, Interrupt- und DMA-Kanäle) und nicht zufriedenstellend funktionierenden Programmen
Im Wettlauf mit der PC-Technik sind zahlreiche Firmen auf der Stecke geblieben, die einstmals durch innovative Produkte hervorgetreten waren Die folgende Über-sicht mag einen Eindruck über wichtige Entwicklungen und Gegebenheiten von Anbeginn der PC-Zeitrechnung vermitteln
Bild 1.1: Nicht ein PC, sondern der Commodore 64 war der erste Homecomputer, der weltweit
große Verbreitung fand
> 1981
Der erste PC, mit einem 8088-Mikroprozessor, wird von IBM vorgestellt Von Commodore ist der VC-20-Computer verfügbar und einen ersten Laptop gibt es
auch schon, den Osborne 1, der Firma Osborne.
Trang 8Die PC-Komponenten
> 1982
Microsoft hat das erste Betriebssystem DOS 1.1 für den PC entwickelt INTEL fertigt den 80286-Mikroprozessor und der Commodore 64 kommt in den Han-del, der der meistverkaufte Computer der Welt werden wird Die erste Maus für den PC wird von der Firma Mouse Systems angeboten Firmen wie Compaq, Adobe, Lotus und Sun Microsystems werden gegründet
> 1983
Der erste PC kommt nach Deutschland, und auf der US-Messe Comdex wird die
erste Windows-Version vorgeführt IBM bietet den IBM-XT mit einer Festplatte von 10 Mbyte und Compaq einen portablen PC an Microsoft stellt das
Textver-arbeitungsprogramm Multi Tool Word vor, welches später nur als Word
bezeich-net wird Commodore hat den ersten portablen Computer (SX-64) mit Farbbild-schirm und Sharp einen Laptop (5 kg) mit LC-Display im Programm
> 1984
IBM stellt den Nachfolger des PC, den AT mit einem 16-Bit-Prozessor (80286),
vor und einen neuen Grafikstandard – EGA IBM geht eine Partnerschaft mit INTEL ein und macht diese Firma zum Hauptlieferanten für Prozessoren und Chips für PCs Silicon Graphics bietet die erste 3D-Grafikworkstation an Der Markanteil von Audio-CDs steigt auf über 50% gegenüber den anderen Tonträ-gern
> 1985
Die ersten PC-Nachbauten (Clones) aus Taiwan kommen in Deutschland auf den Markt Ein üblicher PC verfügt über einen RAM-Speicher von 256 Kbyte, ein 5,25-Zoll-Diskettenlaufwerk und einen monochromen Monitor Intel bietet den ersten 32-Bit-Mikroprozessor für PCs, den 80386 Homecomputer wie der Atari 520ST und der Commodore Amiga setzen Zeichen in
Bedienungsfreund-lichkeit, Grafik und Sound Begriffe wie Multimedia und Desktop Publishing tauchen erstmalig auf IBM stellt den Convertible, das erste PC-Notebook, vor,
und Flachbett-Scanner bieten 16 Graustufen mit einer Auflösung von 300 DPI Das Fax-Gerät hält in die Büros Einzug
> 1986
Compaq liefert den ersten PC mit 80386-Prozessor, den Deskpro 386 Das
3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk beginnt das 5,25-Zoll-Laufwerk vom Markt zu verdrän-gen Sharp zeigt den ersten Bildschirm mit TFT-Technologie SCSI wird als offizieller ANSI-Standard verabschiedet
> 1987
IBM verabschiedet sich vom ISA-Bus und stellt die Personal System/2-Compu-ter mit MicroChannel vor, die erstmalig auch über eine VGA-Karte verfügen.
Microsoft veröffentlicht MS-DOS 3.3, welches mehrere Partitionen unterstützt Die erste Soundkarte kommt von der Firma AdLib zu einem Preis von 245 Dollar in den Handel Das Internet hat den 10.000 Anwender vermeldet DAT-Audio-Rekorder werden vorgestellt, und in die Büros halten die Laserdrucker Einzug
> 1988
IBM stellt das Betriebssystem Operating System 2 (OS/2) vor, das erste
objekt-orientierte 32-Bit-Betriebssystem für PCs Microsoft bietet MS-DOS 4.0, welches sich im Nachhinein als äußerst fehlerhaft darstellt, aber immerhin die 32-Mbyte-Beschränkung für Festplattenpartitionen beseitigt CD-ROM-Laufwerke kommen
zu einem Preis von DM 1200 in den Handel Apple verklagt Microsoft, weil sie Windows als unzulässige Kopie ihrer eigenen Benutzeroberfläche ansehen
Trang 9Teil 1 · PC-Grundlagen
> 1989
Intel führt den 80486-Prozessor ein Der VESA-Standard für
Super-VGA-Grafik-karten wird verabschiedet Die Personal Computer Memory Card International
Organisation (PCMCIA) wird gegründet und ebnet den Weg für
scheckkarten-große Speicherkarten und Modems
> 1990
Microsoft überschreitet mit Windows 3.0 den Umsatz von einer Milliarde Dol-lar Der Gameboy kommt nach Deutschland Das DR-DOS 5.0 der Firma Digital Research überrundet technologisch gesehen DOS 5.0 von Microsoft
> 1991
Ehemalige Konkurrenten wie IBM, Apple und Motorola schließen Allianzen
gegen die WINTEL-Übermacht (Windows Intel) zur Entwicklung des Power-PC.
Die digitalen Mobilnetze D1 und D2 nehmen den Betrieb auf Sharp bietet superflache Farb-LCD-Bildschirme an, und Toshiba hat den ersten Farb-Laptop
in seinem Lieferprogramm Die OS/2-Version 1.3 wird als letzte gemeinsame Version von IBM und Microsoft veröffentlicht
> 1992
Nach einem Gerichtsurteil wird der Firma AMD verboten, den 386-Prozessor von Intel nachzubauen Das Internet überschreitet die Schwelle des million-sten Nutzers IBM veröffentlicht erstmalig ein negatives Geschäftsergebnis, während Microsoft in den ersten 50 Tagen nach der Veröffentlichung von Win-dows 3.1 über 1 Million Exemplare davon verkaufen kann
> 1993
Intel präsentiert den Pentium-Prozessor Dies ist die erste CPU mit Namen, um sich von Nachbauten abzusetzen (AMD, Cyrix) Die 25millionste Windows-Ver-sion wird verkauft, und Windows NT kommt in den Handel EIDE wird als Standard für Festplatten vorgestellt
> 1994
Intel startet die größte Rückrufaktion der Computergeschichte, da der Pentium einen Divisionsfehler aufweist 475 Millionen Dollar kostet diese Aktion Micro-soft verliert einen Urheberprozess und muss das Komprimierungsprogramm
Double Space aus MS-DOS 6.0 entfernen.
> 1995
Ende des Jahres kommt das lang angekündigte Windows 95 auf den Markt Es wurden 1 Million Power Macintoshs von Apple und ebenso viele
OS/2-Exempla-re von IBM verkauft
> 1996
Die Digital Versatile Disc (DVD) mit einer avisierten Speicherkapazität von 4,7
bis 17 Gbyte wird vorgestellt CD-Writer, die dazugehörigen Medien und Digital-kameras werden erheblich preiswerter und sind die Verkaufsschlager des Jah-res
> 1997
Intel erfährt Konkurrenz durch Pentium-kompatible Prozessoren von AMD (K6) sowie Cyrix (6x686) und startet daher die bisher größte Werbekampagne für den Pentium II Diese CPU ist nicht für einen üblichen Sockel, sondern erstma-lig für einen Slot vorgesehen Apple verbietet den Nachbau von Macintosh-Computern und verärgert damit den Chiplieferanten Motorola, wodurch die Allianz gegen WINTEL zerbricht
Trang 10Die PC-Komponenten
> 1998
Nach langem Ankündigen sind die ersten Geräte mit Universal Serial Bus (USB)
verfügbar Der Accelerated Graphics Port (AGP) und die dazu passenden
Grafik-karten werden als Standard für 3D-Applikationen – meist Spiele – am Markt etabliert Windows 98, welches sich technisch kaum von seinem Vorgänger (Windows 95) unterschiedet, erscheint und bietet eine serienmäßige Unter-stützung für USB, AGP und Firewire (IEEE-1394)
> 1999
Das Betriebssystem Linux erfährt immer größeres Interesse und macht insbe-sondere Windows NT auf dem Gebiet der Serveranwendungen ernst zu
nehmen-de Konkurrenz Neben einem ständigen Auf und Ab nehmen-der Speicherpreise gibt es auf dem Prozessormarkt einige Bewegungen: National Semiconductor trennt sich von seiner Marke Cyrix und verkauft die Technologie an den taiwanesi-schen Chipset-Hersteller VIA, der ebenfalls die CPU-Technologie (WinChip) der Firma IDT erwirbt AMD gelingt es erstmalig mit seiner Athlon-CPU, den Kon-kurrenten Intel mit dem Pentium III performancetechnisch gesehen zu über-runden
> 2000
Der vielzitierte Jahr-2000-Crash ist ausgeblieben Intel führt eine Reihe sockel-basierter CPUs ein und die Firma AMD schreibt seit langer Zeit wieder einmal schwarze Zahlen, was sie in erster Linie den Athlon-CPUs zu verdanken hat Jeder bekannte Mainboard-Hersteller zeigt auf der CeBit nun auch Athlon-Main-boards und Microsoft präsentiert den Windows NT-Nachfolger Windows 2000
1.2 Ein erster Blick in das PC-Innere
Trotz all der Erweiterungen und Verbesserungen in der PC-Technik ist mit dem Betriebssystem DOS die Kompatibilität zum PC-Urvater – dem IBM-PC – bis heute gewahrt, und durch den modularen inneren Aufbau ist ein Personalcomputer
nahe-zu beliebig um- und aufnahe-zurüsten, was ihn maßgeblich von anderen Computer-architekturen unterscheidet
Ein einfacher PC-Arbeitsplatz besteht üblicherweise mindestens aus den folgenden Komponenten (vergl Bild 1.2):
> der Tastatur (L)
> der Maus (M)
> dem Monitor (A)
> dem Systemgehäuse (I) mit:
> dem Gehäusedeckel (B)
> dem Netzteil (E)
> dem Bedienungsfeld (Anzeigen, Schalter)
> der Hauptplatine, Systemboard, Mainboard (H)
> den Speicherbausteinen (F)
> der Laufwerkscontrollerkarte (C)
> den Schnittstellenkarten
> der Grafikkarte (D)
> dem Diskettenlaufwerk (J)
> dem CD-ROM-Laufwerk (K)
> der Festplatte (G)