Fortsetzung der Tabelle:15h Base Memory Size Low Byte in Kbyte 16h Base Memory Size High Byte in Kbyte 17h Extended Memory Size Low Byte in Kbyte 18h Extended Memory Size High Byte in Kb
Trang 1Byte Bedeutung
00h Sekunden der Uhr, Bit 7 nur lesbar 01h Sekunden der Alarmzeit
03h Minuten der Alarmzeit
04h Stunden der Uhr:
00–23: 24 Stunden-Anzeige 01–12: AM-Anzeige 81–92: PM-Anzeige 05h Stunden der Alarmzeit
06h Wochentag (01=Sonntag)
07h Tag des Monats (01–31)
0Ah Statusregister A:
Bit 7: Time Update (nur lesbar) Bit 6-4: Time Base (010b = 32,755 kHz) Bit 3-0: Interrupt Rate Selection 0000b: keine
0011b: 122 µs 0110b: 976,56 µs 1111b: 500 µs 0Bh Statusregister B:
Bit 7: Cycle Update Enable (1) Bit 6: Periodic Interrupt Enable (1) Bit 5: Alarm Interrupt Enable (1) Bit 4: Update Ended Interrupt Enable (1) Bit 3: Square Wave Output Enable (1) Bit 2: Data Mode, 0: BCD, 1: binär (1) Bit 1: 24/12 Hour Selection, 1: 24h (1) Bit 0: Daylight Saving Enable (1) 0Ch Statusregister C (nur lesbar):
Bit 7: Interrupt Request Flag (IRQ8) Bit 6: Periodic Interrupt Flag Bit 5: Alarm Interrupt Flag Bit 4: Update Ended Flag 0Dh Statusregister D (nur lesbar):
Bit 7: Battery Good Status (1)
Trang 2Fortsetzung der Tabelle:
10h Diskettenlaufwerke:
Bit 7-4: erstes Laufwerk
Bit 3-0: zweites Laufwerk
0h: kein LW
1h: 360 kB, 5.25"
2h: 1.2 MB, 5.25"
3h: 720 kB, 3.5"
4h: 1.44 MB, 3.5"
5h: 2.88 MB, 3.5"
11h Reserviert (PS/2) oder
AMI-BIOS: Keyboard Typematic Data
Bit 7: 1-Enable Typematic
Bit 6-5: Typematic Delay
00b: 250ms
01b: 500 ms
10b: 750 ms
11b: 100 ms
Bit 4-0: Typematic Rate
00000b: 300 char/s -11111b: 20 char/s
12h Festplattendaten:
Bit 7-4: Erste Festplatte
Bit 3-0: Zweite Festplatte
00h: keine
01-0Eh: Type 1-14
0Fh: Type 16-255
13h Reserviert (PS/2) oder
AMI-BIOS: Advanced Setup
Bit 7: Mouse Enabled
Bit 6: Memory Test > 1 MB
Bit 5: Clicks during Memory Test Enable
Bit 4: Enable Memory Parity Check
Bit 3: Display KEY FOR SETUP
Bit 2: User Data (IDE) at Memory Top
Bit 1: F1 Keypressed on Boot Error
Bit 7-6: Anzahl der Diskettenlaufwerke
00b: 1 LW
01b: 2 LW
10b: 3 LW (nicht immer)
11b: 4 LW (nicht immer)
Bit 5-4: Grafikkartentyp
00h: EGA,VGA
01b: 40 x 25 CGA
10b: 80 x 25 CGA
Trang 3Fortsetzung der Tabelle:
15h Base Memory Size Low Byte in Kbyte
16h Base Memory Size High Byte in Kbyte
17h Extended Memory Size Low Byte in Kbyte
18h Extended Memory Size High Byte in Kbyte
19h Erster Festplattentyp (Extended)
0-Fh: Nicht verwendet 10-FFh: Type 16-255 oder MCA-Slot 1 ID (PS/2) 1Ah Zweiter Festplattentyp (Extended)
0-Fh: Nicht verwendet 10-FFh: Type 16-255 oder MCA-Slot 0 Adapter ID (PS/2) 1Bh Erste Festplatte Type 47 (LSB), Zylinder
oder MCA-Slot 1 Adapter ID (PS/2) 1Ch Erste Festplatte Type 47 (MSB), Zylinder
oder MCA-Slot 1 Adapter ID (PS/2) 1Dh Erste Festplatte Type, Kopfanzahl
oder MCA-Slot 2 Adapter ID (PS/2) 1Eh Erste Festplatte Type 47, Write Precompensation (LSB)
oder MCA-Slot 2 Adapter ID (PS/2) 1Fh Erste Festplatte Type 47, Write Precompensation (MSB)
oder MCA-Slot 2 Adapter ID (PS/2) 20h Erste Festplatte Typ 47, Control Byte
Bit 7-6: immer 1 Bit 5: Bad Sector Map Bit 4: immer 0 Bit 3: mehr als 8 Köpfe Bit 2-0: immer 0 oder Phoenix-BIOS: erste Festplatte Typ 48, Zylinder (LSB) oder MCA-Slot 3 Adapter ID (PS/2)
21h AMI-BIOS: erste Festplatte Type 47, Landing Zone (LSB)
oder PHOENIX-BIOS: erste Festplatte Typ 48, Zylinder (MSB) oder POS Byte 2 (PS/2)
22h AMI-BIOS: erste Festplatte Type 47, Landing Zone (MSB)
oder PHOENIX-BIOS: erste Festplatte Typ 48, Kopfanzahl oder POS Byte 3 (PS/2)
Trang 4Fortsetzung der Tabelle:
23h AMI-BIOS: erste Festplatte Type 47, Anzahl Sectors per Track
oder PHOENIX-BIOS: erste Festplatte Typ 48, Write
Precompensation (LSB)
oder POS Byte 4 (PS/2)
24h AMI-BIOS: zweite Festplatte Type 47, Zylinderanzahl (LSB)
oder PHOENIX-BIOS: erste Festplatte Typ 48, Write
Precompensation (MSB)
oder POS Byte 5 (PS/2)
25h AMI-BIOS: zweite Festplatte Type 47, Zylinderanzahl (MSB)
oder PHOENIX-BIOS: erste Festplatte Typ 48, Parking Zone (LSB) 26h AMI-BIOS: zweite Festplatte Type 47, Kopfanzahl
oder PHOENIX-BIOS: erste Festplatte Typ 48, Parking Zone (MSB) 27h AMI-BIOS: zweite Festplatte Type 47, Write Precompensation
(LSB)
oder PHOENIX-BIOS: erste Festplatte Typ 48, Sectors per Track 28h AMI-BIOS: zweite Festplatte Type 47, Write Precompensation
(MSB)
29h AMI-BIOS: zweite Festplatte Type 47, Control Byte
2Ah AMI-BIOS: zweite Festplatte Type 47, Landing Zone (LSB) 2Bh AMI-BIOS: zweite Festplatte Type 47, Landing Zone (MSB) 2Ch AMI-BIOS: zweite Festplatte Type 47, Sectors per Track
2Dh AMI-BIOS: Configuration Options
Bit 7: Weitek Coprocessor installed (1)
Bit 6: Floppy Drive Seek
Bit 5: Boot Order, 0: C dann A
1: A dann C
Bit 4: Boot Speed, 0: Low, 1: High
Bit 3: External Cache Enable (1)
Bit 2: Internal Cache Enable (1)
Bit 1 Fast Gate A20 after Boot (1)
Bit 0: Turbo Switch On (1)
2Eh Standard CMOS Checksum (MSB)
2Fh Standard CMOS Checksum (LSB)
30h Extended Memory Size in Kbyte (LSB)
(festgestellt durch POST)
Trang 5Fortsetzung der Tabelle:
31h Extended Memory Size in Kbyte (MSB)
(festgestellt durch POST) 32h Jahrhundert (Uhr) in BCD (19)
oder Configuration CRC (LSB), PS/2 33h Information Flag
oder Configuration CRC (MSB), PS/2 34h AMI-BIOS: Shadow RAM & Passwort
Bit 7-6: Passwort 00b: Disable 01b: Enable 10b: Reserviert 11b: On Boot Bit 5: C8000 Shadow (1) Bit 4: CC000 Shadow (1) Bit 3: D0000 Shadow (1) Bit 2: D4000 Shadow (1) Bit 1: D8000 Shadow (1) Bit 0: DC000 Shadow (1)
Bit 7: E0000 Shadow (1) Bit 6: E4000 Shadow (1) Bit 5: E8000 Shadow (1) Bit 4: EC000 Shadow (1) Bit 3: F0000 Shadow (1) Bit 2: C0000 Shadow (1) Bit 1: C4000 Shadow (1) Bit 0: Reserviert oder Phoenix-BIOS: zweite Festplatte Typ 48, Zylinderanzahl (LSB) 36h Phoenix-BIOS: zweite Festplatte Typ 48, Zylinderanzahl (MSB) 37h Phoenix-BIOS: zweite Festplatte Typ 48, Kopfanzahl
oder Jahrhundert (Uhr), PS/2 38h–3Dh AMI-BIOS: verschlüsseltes Passwort
38h Phoenix-BIOS: zweite Festplatte Typ 48, Write Precompensation
(LSB) 39h Phoenix-BIOS: zweite Festplatte Typ 48, Write Precompensation
(MSB) 3Ah Phoenix-BIOS: zweite Festplatte Typ 48, Parking Zone (LSB)
Trang 6Fortsetzung der Tabelle:
3Bh Phoenix-BIOS: zweite Festplatte Typ 48, Parking Zone (MSB) 3Ch Phoenix-BIOS: zweite Festplatte Typ 48, Sectors per Track 3Eh AMI-BIOS: Extended CMOS Checksum (MSB)
3Fh AMI-BIOS: Extended CMOS Checksum (LSB)
Ende des Standard-64-Byte-Bereiches Die folgenden Adressen gelten für das AMI-Hi-Flex BIOS
41h Bit 7-6: IOR/IOW Wait States
Bit 5-4: 16 Bit DMA Wait States Bit 3-2: 8 Bit DMA Wait States Bit 1: EMR Bit
Bit 0: DMA Clock Source 42h–43h Reserviert
44h Bit 4: NMI Power Fail
Bit 3: NMI Local Timeout 45h Bit 7-6: AT Bus 32 Bit Delay
Bit 5-4: AT Bus 16 Bit Delay Bit 3-2: AT Bus 8 Bit Delay Bit 1-0: AT Bus I/O Delay 46h Bit 7-6: AT Bus 32 Bit Wait States
Bit 5-4: AT Bus 16 Bit Wait States Bit 3-2: AT Bus 8 Bit Wait States Bit 1-0: AT Bus Clock Source 47h–50h Reserviert
51h Bit 7: Bank 0/1 RAS Precharge
Bit 6: Bank 0/1 Access Wait States Bit 7: Bank 0/1 Wait States
53h Bit 7: Bank 2/3 RAS Precharge
Bit 6: Bank 2/3 Access Wait States Bit 7: Bank 2/3 Wait States
Tabelle 6.18: Die Register des CMOS-RAMs und der Echtzeituhr
Trang 76.7.1 CMOS-RAM-Bausteine und Akkus
Wichtig für den Datenerhalt des CMOS-RAM ist seine einwandfreie Pufferung,
wäh-rend der PC ausgeschaltet ist, also die Spannungsversorgung des Chips, für die ein Akku oder auch eine Batterie vorgesehen ist In Bild 6.43 ist der Akku zu erken-nen, der meist sehr einfach auf dem Mainboard zu finden ist, da er oft mit einer hellblauen Ummantelung versehen ist
Die Spannung des Akkus oder der Batterie muss mindestens 3 V (typisch bis 3,6 V) betragen, damit der Inhalt des CMOS-RAM nicht verloren geht, was durchaus vor-kommt, wenn der PC über längere Zeit nicht eingeschaltet wurde und der Akku bereits etwas altersschwach ist In diesem Fall sind die Einstellungen, die im BIOS-Setup vorgenommen wurden, auf die Default-Werte (Voreinstellungen) reduziert worden, und die Uhr funktioniert ebenfalls nicht korrekt
Hat der Computer einmal sein Gedächtnis verloren und es ist ein neuer BIOS-Setup durchzugefühen, deutet dies auf einen mittlerweile gealterten Akku oder auch einen Fehler in der Ladeschaltung hin Vielfach ist ein »müder« Akku unmittelbar
zu erkennen, wenn sich beispielsweise an den Polen Kristalle gebildet haben oder sie auch grün/blau angelaufen sind Ein eindeutiges Indiz für einen defekten Akku ist dies allerdings nicht, gleichwohl sollten die Kontakte von den Verschmutzun-gen befreit werden, wozu man am besten etwas Kontaktspray und einen Wattestab oder etwas Ähnliches verwendet
Die Überprüfung des Akkus kann leicht mit einem Voltmeter vorgenommen wer-den; die beiden Pole sind entsprechend mit »+« und »–« beschriftet Die Spannungs-messung muss aber bei ausgeschaltetem PC durchgeführt werden, denn andernfalls würde der Akku durch das PC-Netzteil (über das Mainboard) gespeist werden und man misst die Ladespannung und nicht die des Akkus selbst
Stellt man fest, dass der Akku tatsächlich eine zu geringe Spannung aufweist, kann man ihn relativ einfach ersetzen Er ist in Elektonikläden wie etwa bei Conrad-Electronic erhältlich Ein geübter »Löter« mag sich nicht scheuen, auf dem Mainboard herumzulöten und den defekten Akku herauszuhebeln, doch davor sei gewarnt, denn das Mainboard ist üblicherweise in Mehrlagentechnik ausgeführt (Multilayer, die Leiterbahnen befinden sich nicht nur auf den beiden Platinenseiten, sondern auch übereinander in mehreren Lagen, typischerweise 4-fach-Multilayer) Sehr leicht könnten bei dieser Prozedur darunter liegende Leiterbahnen beschädigt werden, und das Mainboard wäre damit unwiederbringlich defekt
○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○
Beim Ersatz eines festgelöteten Akkus sollte nicht auf dem Mainboard herumgelötet werden, sondern der Akku wird stattdessen mit einem Seitenschneider »gekappt«
○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○
und an die verbleibenden Kontakte wird der neue angelötet.
Trang 8Besser ist es die Kontakte, die auf dem Mainboard festgelötet sind, nicht anzuge-hen, sondern sie stehen zu lassen und den Akku einfach mit einem Seitenschnei-der abzukneifen Auf diese beiden Kontakte lötet man dann den neuen Akku ein-fach auf, wobei natürlich unbedingt die richtige Polung beachtet werden muss Falls der Ersatz des Akkus (längerfristig gesehen) nicht zum Erfolg geführt hat und der PC immer noch sein »Gedächtnis verliert«, liegt vermutlich ein Fehler in der Ladeschaltung vor Hier sollte sich nur ein geübter Bastler heranwagen, wobei meist eine defekte Diode oder ein Kondensator, die sich in unmittelbarer Nähe des Akkus befinden, die »Übeltäter« sind
Bild 6.44: Bei diesem Mainboard wird kein Akku, sondern eine Batterie zur »Pufferung« des
CMOS-RAM verwendet; im Fehlerfall ist sie problemlos auszutauschen
Nicht immer befindet sich auf dem Mainboard ein Akku für das CMOS-RAM, son-dern es kann durchaus auch eine Batterie (Lithium) zum Einsatz kommen, die oftmals im Gehäuse mit Klettband festgeklebt ist Das Ersetzen der Batterie lässt sich dann sehr einfach ohne Löterei durchführen
Für den Uhr/RAM-Baustein MC146818 werden noch einige externe Bauelemente benötigt: ein Quarz, der den Takt für die Uhr erzeugt, und die Bauelemente für die erwähnte Ladeschaltung sowie der Akku Aus diesem Grund ist dieser Baustein schon seit längerer Zeit nicht mehr auf Mainboards zu finden, sondern der Typ DS1287 der Firma Dallas oder auch ein ähnlicher, wie der DS12886, der DS12887, der Bq328MT der Firma Benchmarq oder auch der ODIN OEC12C887(A), um nur die gebräuchlichsten Typen zu nennen
Diese Chips beinhalten eine Batterie, die für einen Datenerhalt von mindestens zehn Jahren sorgt; sie benötigen keine externen Bauelemente und verfügen prin-zipiell über die gleichen Funktionen wie der MC146818 Wie erwähnt, ist die
Trang 9Funk-Dallas Benchmarq Odin
Tabelle 6.19: Die CMOS-RAM-Bausteine für die Speicherung des Setups mit interner Echtzeituhr und
Batterie
Der Nachteil dieser Bausteine ist, dass man bei einem vermeintlichen Batterie-problem im Prinzip gleich das komplette Mainboard »abschreiben« kann Einige Typen lassen sich allerdings öffnen, so dass die Batterie ausgetauscht werden kann Falls man nicht mit einem Schraubendreher – ohne größere Gewalt – das Gehäuse aufhebeln kann, hat man leider Pech gehabt und man muss sich einen neuen Chip besorgen, was eine beschwerliche Angelegenheit sein kann, denn er ist – wenn überhaupt – nur bei den offiziellen Distributoren der jeweiligen Firmen (Dallas, Benchmarq, ODIN) erhältlich und meist nicht beim Mainboard-Hersteller
Bild 6.45: Dieser Baustein enthält das CMOS-RAM, die Uhr und auch die Batterie, auf dem Mainboard
ist daher keine weitere Peripherie für diesen Chip nötig
Auf einigen Mainboards der neueren Generationen (z.B ASUS TX97 ab Intel 430 TX-Chipset) wird man keinen speziellen Baustein als CMOS/Clock-Chip entdecken können In diesem Fall ist er im Chipsatz selbst integriert, wie beispielsweise im PIIX4 (Chip 82371, PCI-ISA-Bridge)
Im PIIX4 sind neben dem CMOS-RAM (256 Byte, ein erweiterter Typ) und der Real Time Clock zahlreiche weitere Elemente enthalten, wie beispielsweise die beiden DMA- (8237) und Interrupt-Controller (8259) sowie der Timer (8254, siehe
Trang 10folgen-Zum Erhalt der Dateninformation (BIOS-Setup) wird bei diesen neueren Boards kein Akku, sondern eine (etwas größere) Knopfzellenbatterie verwendet, die eine Spannung von typisch 3 V liefert Als Lebensdauer werden hierfür drei Jahre ange-geben (meist findet sich allerdings überhaupt keine Angabe im Manual zum Main-board), und spätestens dann ist auch ein Austausch der Zelle nötig, wenn man BIOS-Setup-Speicherproblemen aus dem Weg gehen will
Bild 6.46: Bei aktuellen Pentium-Mainboards wird für die »Pufferung« des CMOS-RAM, welches
sich im PCI-ISA-Bridge-Baustein (links oben) befindet, eine Knopfzellenbatterie ver-wendet
6.7.2 Löschen des CMOS-RAM
In einigen Fällen ist es nötig, das CMOS-RAM zu löschen, wofür es im Wesentlichen zwei Gründe gibt:
> Der PC ist im BIOS-Setup aus irgendeinem Grund völlig »verkonfiguriert«
wor-den und startet nicht mehr korrekt
> Man hat das Passwort vergessen, kann daher den PC nicht starten und kommt
auch nicht an den BIOS-Setup heran
Der erste Fall tritt in der Praxis seltener auf und ist eher bei nicht ausgereiften BIOS-Versionen möglich Gleichwohl kommt er vor und stellt sich als sehr ärgerlich dar, denn der PC ist nicht mehr einzusetzen, was auch auf den zweiten Fall zutrifft Die Lösung des Problems ist in beiden Fällen gleich: Das CMOS-RAM muss gelöscht werden
Der PC kann vielfach mit einem Passwort geschützt werden, was meist über den
Punkt Passwort Setting im BIOS-Setup erfolgt Des Weiteren kann unter Security
Option oder einem ähnlich lautenden BIOS-Setup-Eintrag festgelegt werden, ob
eine Passwort-Abfrage bei jedem Booten (System) oder nur beim Aufruf des
Trang 11BIOS-Allerdings hat es auch schon liebe Kollegen gegeben, die nur so aus Spaß ein
PC-Passwort festgelegt haben – welches man natürlich nicht kennt –, oder man hat ein gebrauchtes Mainboard mit aktiviertem Passwort erworben oder man hat es auch schlicht einfach vergessen, was schon mal vorkommt, wenn das Passwort nur für den BIOS-Setup aktiviert ist
Das Passwort kann man aber nur dann löschen, wenn man den Inhalt des CMOS-RAM komplett löscht Hierfür ist auf einigen Mainboards ein spezieller Jumper vorgesehen, und wenn dieser für einige Zeit (mehrere Minuten) von der Position
Normal in die Position Discharge gebracht wird, wird der gesamte
CMOS-RAM-In-halt auf die Standardwerte zurückgesetzt Man muss sich dann die Mühe machen, alle vorigen Eintragungen wieder im BIOS-Setup einzugeben
Es kommt allerdings auch vor, dass eben kein entsprechender Jumper auf dem Mainboard vorgesehen ist, was das Löschen des Passworts erschweren kann Wird das CMOS-RAM in diesem Fall von einem externen Akku gespeist, wird dieser ein-fach einmal vom Anschluss des Mainboards abgezogen Entsprechendes gilt für Mainboards, die mit einer Batterie (Knopfzelle) arbeiten
Es ist ebenfalls möglich, dass der Akku (meist blau) auf das Mainboard gelötet ist
In diesen Fall kneift man einen Kontakt ab und lötet ihn nach einiger Zeit wieder
an Falls kein Jumper, jedoch ein Baustein wie der Dallas DS12887 auf dem Mainboard
vorhanden ist, greift keine dieser Methoden, denn die Batterie befindet sich, wie
im vorigen Kapitel erläutert, im Baustein selbst und kann meist eben nicht heraus-genommen werden Die Typen mit einem A in der Bauteilbezeichnung (vergl Tabelle 6.19) besitzen allerdings einen RAM-Clear-Anschluss am Pin 21, der auf Masse gelegt werden kann, wodurch der RAM-Inhalt dann gelöscht ist Diese Pro-zedur führt man am besten mit ausgebautem Baustein aus, wenn er sich in einem Sockel befindet und sich somit vom Mainboard entfernen lässt
Falls es allein darum geht, das Paßword zu verändern, damit man (wieder) an den
PC herankommt, können die vom BIOS-Hersteller vorgesehenen Default-Passworts ausprobiert werden Die bekannten lauten:
AMI-BIOS: AMI
AWARD-BIOS: AWARD_SW (Eingabe AWARD?SW) oder auch AWARD_PW oder auch
589589
Beim Award-BIOS wird nicht direkt das Passwort abgespeichert, sondern lediglich eine 2-Byte-Prüfsumme und aus diesem Grund sind prinzipiell mehrere Möglichkei-ten gegeben, bei denen die Eingabe als gültiges Passwort interpretiert wird Das BIOS ermittelt beim Boot eine Prüfsumme über die Daten im CMOS-RAM und vergleicht diese mit der im CMOS-RAM abgelegten Checksumme (2E, 2F, Tabelle 6.18) Falls diese Werte nicht übereinstimmen, werden automatisch die BIOS-Default-Daten geladen (ohne Passwort) Demnach wird einfach ein beliebiges Byte in das CMOS-RAM geschrieben, um diesen Effekt auszulösen, was natürlich nur dann funk-tionieren kann, wenn der PC bootet, das Passwort also nur für den BIOS-Setup festgelegt wurde Eine Veränderung der CMOS-RAM-Checksumme kann mit DEBUG beispielsweise wie folgt ausgeführt werden: