In einem BIOS-Setup findet man für FPM- und EDO-Typen, und im Grunde genommen für alle Typen aus der Zeit vor den SDRAMs, die dann im Setup üblicherweise unter der Bezeichnung DRAM gefüh
Trang 1auf, wenn die neuen Module schneller sind als die bereits vorhandenen und hängt vom Chipsatz des Mainboards ab
In einem BIOS-Setup findet man für FPM- und EDO-Typen, und im Grunde genommen für alle Typen aus der Zeit vor den SDRAMs, die
dann im Setup üblicherweise unter der Bezeichnung DRAM geführt
wer-den, verschiedene Optionen vor, wobei jedoch nicht alle, die in Tabelle 6.7 angeführt sind, auch im BIOS-Setup vorhanden sein müssen Außer-dem sagen einige unterschiedlich benannte Parameter schlicht das Glei-che aus, was wieder vom BIOS-Hersteller abhängig ist Darüber hinaus schließen sich einige Einstellungen auch gegenseitig aus Tabelle 6.4 zeigt zunächst die Einstellungsmöglichkeiten für klassische DRAM-Module, die vom Typ SIP, SIMM, PS/2 oder auch DIMM sein können
Bild 6.9: Dieses BIOS unterstützt sowohl DRAMs (FPM, EDO) als auch SDRAMs
BIOS-Setup-Eintrag
Bedeutung/Funktion bevorzugte Einstellung
Auto Configuration
Automatik-Modus ein- oder ausschalten
je nach Situation
Decoupled Refresh Abkopplung des Refreshs
von den CPU-Zugriffen
Enabled
DRAM CAS Timing Delay
Wartezyklen für den Zugriff zwischen den Speicher-spalten und -zeilen
möglichst niedrig
Tab 6.4: Die typischen Optionen für DRAMs in den BIOS-Setups
Trang 2DRAM Idle Timer Zusätzliche Wartezyklen möglichst niedrig DRAM Integrity
Mode
Fehlerkorrekturmechanis-mus bestimmen
Enabled ECC
DRAM Page Mode Aktivierung des Page Mode Enabled DRAM Precharge
Wait State
Vorladezeit für den Refresh Disabled oder möglichst
niedrig DRAM R/W
Leadoff Timing
Reduzierung der Taktzyklen beim ersten Zugriff einer Blockübertragung
möglichst niedrig
DRAM RAS to CAS Delay
Verzögerung zwischen Speicherzeilen und Speicherspaltenzugriff
möglichst niedrig
DRAM RAS#
Precharge Time
Vorladezeit für Speicher-zeilenzugriff
möglichst niedrig
DRAM Read Zugriffsweise für
Lesezu-griffe
Fast
DRAM Read Burst Timing
Taktzyklen für zu lesende Blockübertragung
möglichst niedrig
DRAM Read Pipeline
Aktivierung eines Zwi-schenspeichers
Enabled
DRAM Read
WS Options
Wartezyklen für Lese-zugriffe
möglichst niedrig
DRAM Refresh Rate
Häufigkeit der Refresh- Ausführung
Disabled oder möglichst hoch
DRAM Specula-tive Leadoff
Blockübertragung beschleunigen
Disabled
DRAM R/W Leadoff Timing
Blockübertragung beschleunigen
Enabled
DRAM Speed Selection
Auswahl des eingesetzten Speichertyps in ns
»Fast« oder möglichst
niedrig bei ns-Angabe DRAM Timing Auswahl des eingesetzten
Speichertyps in ns
möglichst niedrig
DRAM Wait State allgemeine Wartezyklen
festlegen
möglichst niedrig
BIOS-Setup-Eintrag Bedeutung/Funktion bevorzugte Einstellung
Tab 6.4: Die typischen Optionen für DRAMs in den BIOS-Setups (Forts.)
Trang 3Zum »DRAM-Finetuning« sind meist gleich mehrere Einträge im
Chip-set Features Setup oder Advanced ChipChip-set Features zu finden Je nach
unterstützten und eingebauten Speichermodulen (Fast Page, EDO, SDRAM) sind die hier vorhandenen Optionen unterschiedlich Im
ein-fachsten Fall wird – soweit vorhanden – der Menüpunkt Auto
Configu-ration auf Enabled gesetzt, wobei bei einigen BIOS-Versionen
möglicher-weise noch die Zugriffszeit der eingesetzten DRAMs (50, 60, 70 ns) anzugeben ist Alle weiteren Einstellungen für die Speicher werden dar-aufhin automatisch vom BIOS erledigt
Manuelle Veränderungen an den Timing-Parametern sollten nur dann vorgenommen werden, falls der PC mit den Speichermodulen nicht zurechtkommt (unvermittelte Systemabstürze, Memory Error u Ä.) oder
DRAM Write Zugriffsweise für
Schreib-zugriffe
Fast
DRAM Write Burst Timing
Taktzyklen für zu lesende Blockübertragung
möglichst niedrig
DRAM Write
WS Options
Wartezyklen für Schreib-zugriffe
möglichst niedrig
Fast EDO Leadoff Reduzierung der Taktzyklen
beim ersten Zugriff einer Blockübertragung
Enabled
Hidden Refresh Refresh wird vom Modul
selbst ausgeführt, wenn kein Speicherzugriff erfolgt
Enabled
RAS Active Time Anzahl der Takte für das
automatische Schließen einer Speicherbank
möglichst hoch
Read Around Write
Zugriff auf zwischengespei-cherte Daten ermöglichen
Enabled
Refresh RAS#
Assertion
zusätzliche Taktzyklen für den Refresh
möglichst niedrig
Turbo Read Leadoff
Reduzierung der Taktzyklen beim ersten Zugriff einer Blockübertragung
Enabled
Turn-Around Insertion
zusätzlichen Wartezyklus einschalten
Disabled
BIOS-Setup-Eintrag Bedeutung/Funktion bevorzugte Einstellung
Tab 6.4: Die typischen Optionen für DRAMs in den BIOS-Setups (Forts.)
Trang 4das letzte Stück an Leistung aus dem PC »herausgekitzelt« werden soll Der PC muss dabei jedoch auch noch stabil funktionieren, und falls man hier eine Optimierung vorgenommen hat, sollte die Software über eine längere Zeit hinweg ausprobiert werden, wobei man diese Einstellungen
im Hinterkopf behalten sollte Ein auftretender unvermittelter »System-hänger« ist oftmals ein Hinweis auf eine zu optimistische Speichereinstel-lung
Für das Verständnis der Speicherarbeitsweise und damit der Einstel-lungsmöglichkeiten ist die Kenntnis einiger grundlegender Dinge not-wendig Eine DRAM-Speicherzelle ist relativ einfach aufgebaut, wobei es zunächst keinen Unterschied macht, ob es sich um ein Speichermodul vom Typ Fast Page-, Extended Data Out- oder Synchronous-DRAM handelt Die Zelle besteht im Wesentlichen aus einem Transistor und einem Kondensator, der bei einem High geladen und bei einem Low ent-laden ist Aufgrund der Selbstentladung eines Kondensators muss dieser
in regelmäßigen Zeitabständen mit einem Impuls aufgefrischt (refresh)
werden, was bei SDRAMs ungefähr alle 64 ms stattzufinden hat, andern-falls gehen die Daten verloren Dies ist auch das grundlegende Unter-scheidungsmerkmal zwischen dynamischen RAMs (DRAMs) und stati-schen RAMs (SRAMs), die demgegenüber keinen Refresh benötigen, da sie intern komplizierter aufgebaut (mindestens sechs statt zwei Bauele-mente pro Speicherzelle) und demnach auch teuerer sind Der Cache-Speicher (siehe Kapitel 6.3) entspricht beispielsweise einem statischem Speicher
Für DRAMs ist zum Refresh eine spezielle Schaltung notwendig, die die-sen Impuls entsprechend generiert Der Memory-Controller (North-bridge) auf dem Mainboard steuert diesen Vorgang automatisch, und neuere Module können den Controller derart unterstützen, dass sie den Refresh in bestimmten Situationen – wie z.B im Standby-Modus, wenn kein Datenzugriff erfolgt –, selbst ausführen können Generell benötigen sie jedoch einen Anstoß durch den Memory-Controller Im BIOS-Setup
sind Einstellungsmöglichkeiten für die Refresh-Einstellung wie Hidden
Refresh, Refresh RAS# Assertion, DRAM Refresh Rate oder auch Decoupled Refresh (siehe Tabelle 6.4) zu finden.
Zu den Refresh-Optionen kann man auch Einstellungen für die
Precharge-Time (Vorladezeit) rechnen, die einem unter Begriffen wie DRAM RAS# Precharge Time oder DRAM Precharge Wait State in
einem BIOS-Setup begegnen kann Generell kennzeichnet Precharge, wie
lange das RAS-Signal (Zeilensignal) an der Speicherzelle anliegen muss, damit der Kondensator vollständig aufgeladen ist
Trang 56.2.2 Adressierung und Modi
Ein RAM-Baustein wird durch Adressleitungen adressiert Die Speicher-zellen im Innern sind dabei in Spalten und Zeilen angeordnet Zum Adressieren einer bestimmten Zelle werden zwei Adressen – eine für die Zeile und eine für die Spalte – benötigt Um die Anzahl der Anschlüsse
am RAM-Baustein gering zu halten, werden die Adressen über gemein-same Anschlüsse gesendet Die Unterscheidung in Zeile und Spalte
erfolgt mit Signalen, die die Bezeichnung RAS (Row Address Strobe) und
CAS (Column Address Strobe) führen In internen Zwischenspeichern
(Buffers) werden die beiden Teiladressen gespeichert und adressieren somit das Memory-Array
Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten, wie Speicherzugriffe erfolgen
können: Einmal im Normal-Modus, der sich dadurch auszeichnet, dass
von der CPU eine Adresse angelegt und dann ein Datenbyte (Einzeltrans-fer) geschrieben oder gelesen wird Daneben gibt es den schnelleren
Burst-Modus, bei dem nur eine einzige Adresse von der CPU zu
schrei-ben ist, woraufhin gleich ein kompletter Datenblock folgt Die darauf folgenden Adressen werden vom Speicher selbstständig generiert In wel-cher Form der Speiwel-cherzugriff nun gerade durchgeführt wird, kann weder vom Programm noch vom Anwender in irgendeiner Art und Weise beeinflusst werden, denn es hängt davon ab, welche Daten gerade benö-tigt werden, und die können direkt hintereinander (Burst) oder aber auch verstreut im Speicher liegen, was dann Einzeltransfers erfordert Ein Burst ist so gesehen der Idealfall einer Übertragung, und wenn es um die Kennzeichnung von Datenübertragungsraten geht, wird dabei oftmals vom Burst-Modus ausgegangen, auch wenn dies nicht angegeben wird
Einstellungen im BIOS-Setup wie DRAM Read Burst Timing, DRAM
Write Burst Timing oder DRAM R/W Leadoff Timing betreffen den
erläuterten Burst-Modus, und im Setup findet man dann Angaben wie X-3-3-3 oder X-2-2-2 Je nach BIOS-Typ sind getrennte oder auch gemein-same Einstellungen für den Schreib- und Lesemodus möglich Die Zah-lenfolgen geben die benötigten Taktzyklen für einen Burst Access (Block-zugriff) an, der stets aus vier Zugriffen wie X-3-3-3 besteht
Das X steht dabei für den so genannten Lead Off, der nicht direkt
verän-derbar ist und diejenige Zeit kennzeichnet, die für den ersten Zugriff im
Burst-Modus auf den Speicher notwendig ist Optionen wie Turbo Read
Leadoff, Fast EDO Leadoff, DRAM R/W Leadoff Timing oder auch DRAM Speculative Leadoff erlauben bei einigen BIOS-Versionen eine
Einflussnahme auf diesen Leadoff Welche minimalen Taktzyklen mit den verschiedenen Speichermodulen prinzipiell möglich sind zeigt Tabelle 6.5, wobei dies jedoch Idealwerte sind, die sich in der Praxis auf-grund von Bauteil- und Timing-Toleranzen nicht (immer) einstellen las-sen werden
Trang 6Einstellungen wie Turbo, Fast oder auch die Festlegung des im Setup
vor-gesehenen kleinstmöglichen Zahlenwertes sorgen einerseits für den schnellstmöglichen Modus, andererseits kann aber auch der Fall eintre-ten, dass diese Werte zu optimistisch sind, d.h der Speicher nicht mehr dem Timing folgen kann und Datenverluste oder auch ein völliges Versa-gen auftreten Diese »Zweischneidigkeit« begleitet im Grunde Versa-
genom-men die gesamte Speicherkonfigurierung, und eine Option wie DRAM
Speculative Leadoff kann eine Verbesserung oder auch eine
Verschlech-terung der Speicherleistung zur Folge haben Die dabei auf Verdacht (spekulativ) ausgeführte Adressierung – in der Hoffnung, dass die folgen-den Daten unter der angenommenen Adresse zu finfolgen-den sind – kann zutreffen oder auch nicht, was dann wieder einen zusätzlichen Zyklus erfordern würde
In einem BIOS-Setup findet sich oftmals die Möglichkeit, Wartezyklen (Wait States) und Verzögerungen (Delays) einstellen zu können, wofür
verschieden lautende Bezeichnungen verwendet werden Das Prinzip ist jedoch stets das gleiche, denn die Speicherleistung ist dann am höchsten, wenn überhaupt keine derartigen zusätzlichen Wartemechanismen für
den Speicher notwendig wären Die Wait States stellen gewissermaßen
eine zusätzliche Option dar, denn falls alle anderen BIOS-Einstellungen
für den Speicher optimal getroffen worden sind, sind auch keine
zusätzli-chen Verzögerungen notwendig, wie beispielsweise bei einer Option wie SDRAM MA Wait State Wohlgemerkt keine zusätzlichen, denn bei
eini-gen Einstellungsmöglichkeiten wie z.B DRAM RAS to CAS Delay ist das
»Delay« ein fester Bestandteil der Option und kann daher auch nur mini-mal und nicht auf null gesetzt werden
Neben der Zugriffszeit ist das zweite wichtige Kriterium für den Einsatz von Speichermodulen, ob das Mainboard Speichermodule mit oder ohne Parity-Funktion verlangt Diese Funktion ist zur Detektierung von Spei-cherfehlern vorgesehen, wird jedoch im Allgemeinen nicht mehr unter-stützt, sodass man, wenn im Handbuch zum Mainboard nicht etwas anderes angemerkt ist, meist zu den (preiswerteren) Modulen ohne diese
Modul-Typ Taktzyklen
Tab 6.5: Die verschiedenen Speichertypen benötigen unterschiedlich lange
Taktzyklen
Trang 7In den Manuals zum Mainboard findet man zur Kennzeichnung, dass das Modul als Parity-fähig ausgelegt sein muss, beispielsweise eine Angabe wie 8 x 36 (8 MByte x 36 Bit) Ein vergleichbares Modul ohne Parity-Funktion wird demgegenüber mit 8 x 32 (8 MByte x 32 Bit) ange-geben Die vier zusätzlichen Bits des ersten Moduls sind die Parity-Sig-nale, wobei immer für 8 Bit (1 Byte) ein Parity-Bit vorgesehen ist
Wenn es sich nicht um ein geschlossenes Speichermodul handelt, kann man meist selbst feststellen, ob das betreffende Modul die Parity-Funk-tion unterstützt oder nicht Man zählt dabei einfach die vorhandenen Bausteine Vereinfacht kann man daher feststellen, dass ein Modul mit Parity-Funktion über 9 (8 Chips = 32 Byte + 1 Parity), 12 (8 Chips = 32 Byte + 4 Parity) oder 36 (32 Chips = 32 Byte + 4 Parity) Bausteine, eines ohne Parity hingegen über 8, 16 oder 32 Bausteine verfügt
Eine effektivere Speicherfehlererkennung und auch -korrektur bieten
Module mit der ECC-Funktion (Error Correction Code), die ab Pentium
Pro-Mainboards unterstützt wird, und auch hierfür sollte sich im Manual zum Mainboard eine entsprechende Angabe über die Anforde-rungen an die Module finden lassen In der Regel können die Main-boards mit beiden Typen umgehen, und diese Option lässt sich im BIOS-Setup mitunter auch ein- und ausschalten (siehe Bild 6.14) Mit ECC können 1-Bit-Fehler erkannt und auch automatisch korrigiert werden, während 2-Bit-Fehler nur detektiert werden können Zur Auswahl ste-hen in einigen Setups die Einstellungen EC und ECC, wobei in der ersten Position keinerlei Korrekturen erfolgen, sondern lediglich Speicherfehler
an das Betriebssystem gesendet werden
Ab Pentium II-Mainboards finden sich neben den Einstellungen für EDO-RAM auch welche für SDRAM Letztere sind bei Mainboards als Standardmodule anzusehen, sodass man dort auf keine EDO-RAM-Optionen mehr stoßen wird
Zunächst ist die grundsätzliche Arbeitsweise von SDRAMs nicht anders als die von den zuvor erläuterten DRAMs Allerdings erfordern SDRAMs bei der Konfigurierung mehr Aufmerksamkeit, da hier nicht allein das Mainboard für die Parametereinstellung zuständig ist SDRAMs werden vom BIOS während des Boot-Vorgangs mit verschie-denen Betriebswerten programmiert, die es dem SPD-EEPROM (siehe Kapitel 6.1.7) entnehmen soll Die hier vom Hersteller abzulegenden Daten sind in den entsprechenden Standards zwar genau definiert,
aller-Speicherfehlererkennung und -korrekturverfahren wie Parity und ECC werden in der Regel von einem Betriebssystem unzureichend oder auch überhaupt nicht unterstützt Bei einem auftretenden Fehler, der anhand dieser beiden Mechanismen detektiert wurde, stürzt der PC – eventuell mit einer BIOS-Meldung – komplett ab, sodass diese Verfahren in der Praxis eher nur einen theoretischen Nutzen haben
Trang 8vor, sodass die richtige Konfigurierung von SDRAMs mitunter sogar noch komplizierter ausfällt als dies bei den älteren Typen (FPM, EDO) der Fall ist
Ein Menüpunkt wie SDRAM Configuration: By SPD (siehe Bild 6.8) ist
meist vorhanden und entsprechend einzuschalten, womit die Speicher-einstellung auch schon erledigt wäre Vielfach funktioniert dies leider überhaupt nicht oder auch nicht zufrieden stellend, wobei das Problem auf Modul- oder BIOS-Seite und auch im Zusammenspiel liegen kann Hier ist nach wie vor manuelle Einstellungsarbeit notwendig Was bei
SDRAMs meist einwandfrei funktioniert, ist ein Punkt wie Auto Detect
DIMM/ PCI Clk, der bei Aktivierung den optimalen Takt für die
SDRAMs einstellt, welcher üblicherweise dem Systemtakt (66, 100, 133 MHz) entspricht
Bei einigen Mainboards wird man keine Möglichkeit finden, im BIOS-Setup irgendwelche Speichereinstellungen manipulieren zu können Diese treten erst dann – beispielsweise im Maintenance-Menü beim Award-Medallion-BIOS des BIOS-Setups – in Erscheinung, wenn zuvor auf dem Mainboard ein Jumper umgesetzt worden ist Das Gleiche gilt
im Übrigen für die CPU-Einstellungen, wie es in Kapitel 5.4 erläutert ist
Bild 6.10: Bei einigen Mainboards muss der BIOS-Config-Jumper umgesetzt werden,
bevor man an die Speicher- und CPU-Einstellungen gelangen kann
Bild 6.11: Unter »Extended Configuration« im Maintenance-Menü, welches erst
nach dem Umstecken eines Jumpers auf dem Mainboard erscheint, lassen
Trang 9Wie bei den DRAMs werden zwei Adressen (RAS:Zeile, CAS:Spalte) zum Speicher gesendet, und zwischen den beiden Zugriffen muss eine bestimmte Zeit verstreichen, bis die gewünschte Zeile im Speicherchip
komplett eingelesen worden ist Diese Zeit wird als RAS to CAS Delay
(trcd) bezeichnet und als Anzahl der Taktzyklen (2 oder 3 Takte)
angege-ben Danach muss noch die so genannte CAS-Latenzzeit (CAS Latency,
CL) abgewartet werden, die ebenfalls als Anzahl der Taktzyklen
angege-ben wird, bis die Daten am Ausgang des SDRAMs zur Verfügung stehen
Der dritte wichtige SDRAM-Parameter ist die RAS Precharge Time (trp), die dafür benötigt wird, um auf eine neue Zeile umzuschalten Diese Zeit entfällt, wenn keine neue Zeile angesteuert werden muss, weil sich die Daten innerhalb einer Seite (Page) befinden Diese drei Parameter (CL,
trcd, trp) sollen sich laut Standard auf einem SDRAM-Speichermodul
befinden, also beispielsweise als PC100 333, was bedeutet, dass dieser
Typ jeweils drei Taktzyklen für die erläuterten Zugriffe benötigt Ein
Modul laut PC100 222 ist demnach der schnellere Typ
Bild 6.12: Bei diesem Modul laut PC133-Standard ist lediglich die CAS Latency
(CL = 3) angegeben, während die beiden anderen wichtigen Parameter fehlen
Bild 6.13: Bei diesem AMI-BIOS lassen sich die Parameter für die DIMMs einzeln
bestimmen, und »Normal« sollte eine stabile funktionierende Speicherein-stellung zur Folge haben
Trang 10Je nach Plattform und BIOS gibt es noch weitere Parameter, die sich in den BIOS-Setups zur Konfigurierung anbieten, wobei sich insbesondere bei Athlon-Mainboards teilweise recht verwirrende Optionen finden las-sen Man sollte sich dabei auch nicht durch die Bezeichnung DRAM statt SDRAM oder erwarteter DDR-SDRAM-Bezeichnung in den Setups irri-tieren lassen, weil DRAM von den BIOS-Herstellern oftmals nur als Sy-nonym für den Speicher genommen wird
BIOS-Setup-Eintrag Bedeutung/Funktion bevorzugte
Einstellung
1T Command Rate Modul-Option für
opti-mierten SDRAM-Kom-mandozugriff
Disabled, ohnehin nur wirksam bei einem einzi-gen eingesetzten Modul Bank Interleaving versetzter, zeitlich
über-lappender und damit schnellerer Zugriff auf Speicherbänke
Enabled
Bank x/y DRAM Timing unterschiedliches Timing
für die verschiedenen Speicherbänke bei VIA-Chipsets konfigurieren
Auto
DRAM Burst Refresh Zwischenspeichern von
bis zu vier Refresh-Zyklen
Enabled
Page Idle Timer Angabe, nach wie vielen
Takten eine angewählte Page geschlossen werden soll
8–32, je nach Speicher-größe, je kleiner desto besser
Precharge Time RAS Precharge Time für
das Umschalten auf eine neue Zeile
möglichst niedrig
RAS Active Time Anzahl der Takte für das
automatische Schließen einer Speicherbank
7 (schnell), 2 (langsam)
RAS-to-CAS Delay Zeit, bis die Zeile im
Speicherchip komplett eingelesen worden ist
möglichst niedrig
SDRAM CAS Latency CAS-Latenzzeit bis die
Daten am Speicheraus-gang zur Verfügung ste-hen
möglichst niedrig
SDRAM Configuration
by SPD
Automatik-Modus ein- oder ausschalten
je nach Situation