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BIOS und Troubleshooting- P6 pptx

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쮿 WIN.COM lädt grundlegende Windows 9x-Module und startet den Virtual Machine Manager VMM32 쮿 Der Virtual Machine Manager führt daraufhin die folgenden Schritte aus: – Laden der Virtual

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Eine weitere Protokolldatei kann zur Überprüfung der Frage, welche Hardware mit welchen PC-Ressourcen verwendet werden mit einem Edi-tor analysiert werden Dies ist die Datei DETLOG.TXT, die im Grunde genommen ein Abbild der Datei DETCRASH.LOG ist Die LOG-Datei darf aber weder gelöscht noch manuell bearbeitet werden

Nach dem Laden der statischen VxDs wird in den Protected Mode umge-schaltet, woraufhin die dynamischen VxDs hinzugefügt werden Der

VMM (Virtual Machine Manager) initialisiert im nächsten Schritt die

restlichen Windows-9x-Komponenten und virtuellen Maschinen Der gesamte Boot-Vorgang eines PC vom Einschalten bis zum Erscheinen des Windows 9x-Log-Ins stellt sich wie folgt dar

쮿 PC einschalten

쮿 Selbsttest (POST)

쮿 BIOS-Parameter laden

쮿 Bildschirmanzeige des BIOS

쮿 Boot-Sektor wird vom BIOS auf dem Laufwerk selektiert

쮿 Ausführen der IO.SYS und Laden des Kommandoprozessors

쮿 MSDOS.SYS (eventuell mit Boot-Menü) ausführen

쮿 Abarbeitung der CONFIG.SYS und der AUTOEXEC.BAT

쮿 Kommandointerpreter startet WIN.COM

Bild 1.16: Windows 98 bietet mit dem Tool SYSTEMINFO eine genauere Einsicht in

die geladenen Module

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쮿 WIN.COM lädt grundlegende Windows 9x-Module und startet den Virtual Machine Manager (VMM32)

쮿 Der Virtual Machine Manager führt daraufhin die folgenden Schritte aus:

– Laden der Virtual Device Driver (VxDs) – Umschalten in den Protected Mode – Laden des Windows 9x-Kerns KRNL32.DLL – Laden des Graphics Device Interfaces (GDI.EXE,GDI32.DLL)

– Laden der Benutzerinterfaces (USER.EXE, USER32.DLL) – Schriften erstellen

– Untersuchung der Datei WIN.INI auf Abweichungen gegenüber der Registrierdatenbank und darauf folgende Aktualisierung – Laden der Benutzeroberfläche (Shell)

– Windows 9x-Log-In Genauere Informationen über geladene Treiber, Module und Dienste bietet das Programm MSCONFIG, das sich generell als recht hilfreich für das Troubleshooting erweist, denn es erlaubt nicht nur die Anzeige dieser Daten, sondern auch die Festlegung dessen, was im Einzelnen geladen werden soll Praktisch ist dabei, dass einzelne Einträge deaktiviert wer-den können, und falls sich die jeweilige Deaktivierung im Nachhinein als nicht praktikabel erweisen sollte, kann dies nach dem nächsten Boot per Mausklick auch wieder rückgängig gemacht werden Insbesondere die Einträge unter AUTOSTART sind zu beachten, denn hier finden sich Module und Programme, die beim Start automatisch geladen werden und keineswegs im üblichen Windows-Autostart-Ordner auftauchen Wer sich wundert, warum der PC so aktiv ist, obwohl man zurzeit (scheinbar) keine Aktion ausführt, sollte sich hier die einzelnen Einträge näher ansehen

Vielfach werden Programme per AUTOSTART geladen, die man bei Bedarf aber auch manuell starten kann und die dann nicht laufend unnö-tigerweise PC-Performance »abzapfen« Außerdem sind einige Pro-gramme an dieser Stelle vielfach überflüssig, mitunter werden sie auch gleich mehrmals in den Speicher geladen, was vorkommen kann, weil ein Programm des Öfteren installiert werden musste Des Weiteren kommt

es durchaus vor, dass ein per AUTOSTART geladenes Programm mit einem unter Windows manuell gestartetem (das prinzipiell dasselbe sein kann) kollidiert, was zum Nichtfunktionieren oder auch Systemabsturz führen kann Erstaunlich mag sein, dass dieses nützliche Tool, obwohl es

Das nützliche Programm MSCONFIG (Windows 98/ME/XP) sollte jeder PC-Anwender kennen, der seinen PC optimieren oder auch Pro-bleme beheben will Man muss danach allerdings suchen oder es nach-träglich von der Windows-CD installieren

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bereits seit Windows 98 mitgeliefert wird und auch bei Windows Me sowie Windows XP vorhanden ist, bei vielen Anwendern völlig unbe-kannt ist Dies liegt möglicherweise daran, dass man danach suchen muss und es nicht standardmäßig unter PROGRAMME zu finden ist

1.3.9 Ein kurzer Blick in die Registry

Der komplette zuvor beschriebene Boot-Vorgang ist weitaus komplexer als bei DOS/Windows 3.x, und aus Kompatibilitätsgründen werden auch bei Windows 9x die INI-Dateien weiterhin unterstützt Programme und Treiber die explizit für Windows 9x geschrieben worden sind, sollten jedoch keine INI-Dateien manipulieren, sondern die Registry verwenden Diese mit Windows 95 eingeführte Registrierdatenbank enthält im Grunde genommen alle Angaben der kompletten PC-Konfiguration, wie die eingesetzte Hard- und Software, die festgelegten Einstellungen für das Desktop und das Netzwerk sowie Angaben über die einzelnen User Es gab zwar auch schon eine Registry bei Windows 3.1, diese wurde jedoch nur von OLE-Applikationen verwendet Auch Windows NT 4.0 besitzt eine Registry, die allerdings nicht mit der von Windows 9x kompatibel ist

Mithilfe eines speziellen Editors – REGEDIT – können die Daten in der Registry manipuliert werden, was jedoch nur dann durchgeführt werden sollte, wenn man die Bedeutung der jeweiligen Einträge kennt und genau weiß, was man verändert Die Daten der Registrierung befinden sich in zwei Binärdateien – statt ASCII-Dateien wie die INI-Files –, der Datei USER.DAT und SYSTEM.DAT, die demnach nicht mit einem

ASCII-Bild 1.17: Alles, was man nicht unbedingt benötigt, kann man bequem mit

MSCONFIG abschalten, was sich insbesondere für die Fehlersuche und Optimierung als nützlich erweisen kann

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Editor, sondern nur mit Regedit lesbar sind Sie sind mit den Attributen

Schreibgeschützt (+r), Versteckt (+h) und Systemdatei (+s) versehen

Diese beiden Dateien befinden sich unter Umständen nicht im selben Verzeichnis, was davon abhängig ist, ob ein Update oder eine Neuinstal-lation durchgeführt und welches Verzeichnis für Windows 9x vorgese-hen wurde Bei einem Update auf einer Festplatte des Systems, die nicht

C: entspricht, kann sich SYSTEM.DAT in einem als versteckt

gekenn-zeichneten Verzeichnis befinden, das den gleichen Namen hat wie das Windows-9x-Verzeichnis beispielsweise auf dem Laufwerk D Bei einer Neuinstallation befinden sich beide im Windows-Verzeichnis

Es ist aber nicht der Fall, dass sich alle Daten, die mithilfe von Regedit dargestellt werden können, direkt in den DAT-Dateien befinden, denn einige davon existieren ausschließlich im RAM-Speicher und werden von Windows 9x automatisch bei jedem Start neu ermittelt Der Registry-Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE ist in diesem Zusammenhang der aufschlussreichste, denn hier sind die Angaben über die Hardware zu fin-den, die Windows 9x generell zur Verfügung stehen und die nicht vom Benutzer(profil) abhängig sind

Grundlegende Probleme mit der eingesetzten Hardware lassen sich in der Regel jedoch nicht (allein) durch die Veränderung von Registry-Einträ-gen beseitiRegistry-Einträ-gen, auch wenn dieser Eindruck mitunter in bestimmten Publi-kationen erweckt wird Eine typische Prozedur, die man mit Regedit in der Registry ausführt, ist daher das Löschen von unerwünschten Hard-ware-Einträgen, d.h Einträgen von Geräten, die einmal im PC eingebaut waren und die nach der (korrekt absolvierten) Deinstallation dennoch in der Registry gespeichert bleiben Dies kann durchaus für Probleme ver-antwortlich sein, z.B., dass neue Geräte nicht mehr automatisch erkannt

Bild 1.18: Die Registry ist ab Windows 95 das zentrale Element, das sämtliche

Konfi-gurationsdaten des PC enthält Eine typische Anwendung ist das Löschen unerwünschter Treibereinträge von Hardware-Komponenten, wie in diesem Fall die von einer problematischen ISDN-Karte

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werden oder auch schlicht nicht funktionieren wollen Beispielsweise ist eine Sound-Karte ausgebaut und der dazugehörige Treiber auch aus der Systemsteuerung entfernt worden, gleichwohl wird daraufhin eine neu eingebaute Plug&Play-fähige Sound-Karte nicht mehr automatisch erkannt, was ein Indiz für ein derartiges Registry-Problem ist

Im abgesicherten Modus tauchen in der Systemsteuerung ebenfalls nicht mehr eingesetzte Hardware-Einheiten auf, und vielfach reicht es aus, wenn sie hier im Bedarfsfall gelöscht werden Erst dann, wenn dies zu keinem Erfolg führt, sollte man sich an die Registry wagen Ein mehr oder weniger blindes »Herumhacken« in der Registry ist auf jeden Fall

zu unterlassen Daher noch einmal die Warnung, dass man genau wissen sollte, wozu die einzelnen Einträge gehören, wobei es zugegebenermaßen nicht immer einfach ist, die zahlreichen Einträge, die zu einer bestimmten Hardware gehören, auch als solche identifizieren zu können, weil die Namensgebung nicht immer einen Rückschluss auf die jeweilige Einheit zulässt Durch das Löschen oder Modifizieren eines einzigen Bits an der falschen Stelle in der Registry kann man durchaus das System derart

»abschießen«, dass eine komplette Windows-Neuinstallation notwendig wird

Die Registry wird von Windows automatisch aktualisiert, und Einträge, die zunächst in der SYSTEM.INI gelandet sind, werden beim nächsten Boot in die Registry verschoben, sodass die INI-Dateien von Windows 9x generell weitaus aufgeräumter als die von Windows 3.x aussehen Hardware-Festlegungen finden sich nur dann noch in der SYSTEM.INI, wenn für die betreffende Hardware-Komponente kein Windows 9x-Trei-ber installiert wurde, sondern ein alter für Windows 3.x Auch wenn ein Upgrade von Windows 3.x auf Windows 9x stattgefunden hat, kann es passieren, dass hier Hardware-Parameter verbleiben, die nicht automa-tisch in die Registry überführt werden, da Windows keinen passenden 32-Bit-Treiber ermitteln konnte Es kann jedoch durchaus der Fall sein, dass ein 32-Bit-Treiber für die betreffende Hardware-Komponente ver-fügbar ist und demnach auch installiert werden sollte, was aber nicht automatisch korrekt von Windows 9x absolviert wird, sondern nur dann, wenn die entsprechenden Zeilen in der SYSTEM.INI zuvor manu-ell gelöscht oder auskommentiert (»;«-Zeichen vor die Zeilen schreiben) wurden

Leider halten sich auch nicht alle Hardware-Hersteller an die Vorgabe von Microsoft, ausschließlich Eintragungen in der Registry und nicht (mehr) in den INI-Dateien vorzunehmen Daher kann es vorkommen, dass Hardware-Parameter in der SYSTEM.INI eingetragen werden, was

In der Registry bleiben auch nach einer Deinstallation von Hardware möglicherweise die dazugehörigen Einträge gespeichert, was dazu füh-ren kann, dass sich neue Hardware-Komponenten nicht installiefüh-ren oder ansprechen lassen Abhilfe ist dadurch zu schaffen, dass die nicht mehr im PC vorhandenen Geräte-Einträge dann manuell gelöscht wer-den Zum Aufräumen der Registry gibt es von Microsoft ein Tool mit

der Bezeichnung Regclean.

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für noch größere Probleme als bei Windows 3.x verantwortlich sein kann, denn es gibt auch noch die Möglichkeit, dass diese Festlegungen mit denen in der Registry kollidieren

Man kann daher nur empfehlen, möglichst immer Treiber von Hard-ware-Komponenten zu installieren, für die es auch tatsächlich einen Win-dows 9x-Treiber gibt Einen grundsätzlichen Unterschied in der Treiber-architektur gibt es dabei zwischen Windows 95, Windows 98 und Windows Me nicht, abgesehen davon, dass ab Windows 98 (SE) ein ein-heitliches Treibermodell (WDM) für den USB, IEEE1394 (Firewire) und einige andere Hardware-Komponenten verwendet wird, das prinzipiell auch für Windows 2000/XP gültig ist

1.3.10 Besonderheiten von Windows Millennium

Der technologische Nachfolger von Windows 98 ist das Betriebssystem Windows Millennium (Windows Me), das sowohl als Vollversion und auch als Update erhältlich ist, wobei hierfür mindestens Windows 95 notwendig ist Windows Me bringt wiederum neue Treiber, einen aktua-lisierten Internet Explorer (Version 5.5) und als Novum erstmalig Funk-tionen mit, die zusammengefasst unter PC-Health firmieren Windows

Me – und auch Windows 2000/XP – kennen hierfür einen als

System-dateischutz bezeichneten Mechanismus, der darüber wacht, ob eine

Soft-ware versucht, Systemdateien zu überschreiben, was in der Datei

sfplog.txt protokolliert wird Falls dieser Fall auftreten sollte, ersetzt

Windows die entsprechende Datei umgehend wieder durch die

Original-datei Gleichwohl können Dateien, die nicht unter Systemdateien

firmie-ren, aber nach wie vor ersetzt bzw überschrieben werden

Darüber hinaus gibt es nunmehr die Systemwiederherstellung als

PC-Health-Funktion, die standardmäßig nach der Installation aktiviert wird und dann unter PROGRAMME/ZUBEHÖR/SYSTEMPROGRAMME/SYSTEM-WIEDERHERSTELLUNG zu finden ist Hiermit werden quasi »Schnapp-schüsse« des Systems (Registry, INI-Dateien usw.) angefertigt, und im Fehlerfall ist es möglich, zum Zeitpunkt (Systemprüfpunkt, Wiederher-stellungspunkt) eines vorherigen, abgespeicherten Systemzustandes zurückzukehren Für diese Schnappschüsse werden mindestens 200 MByte auf der Festplatte reserviert Spätestens nach 24 Stunden und auch unmittelbar nach der Installation von Software (z.B Office) wird automatisch ein Wiederherstellungspunkt angelegt Falls der PC unver-mittelt eine rege Festplattenaktivität an den Tag legt, kann dies also daran liegen, dass gerade ein Schnappschuss angefertigt wird, was bei der Arbeit am PC durchaus als störend empfunden werden kann, weil er träger als sonst reagiert Es ist aber auch möglich, Schnappschüsse manu-ell auszulösen

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Leider ist aber auch die Systemwiederherstellung nicht der Weisheit letz-ter Schluss, weil zum einen nicht unmittelbar zu erkennen ist, was hier im Einzelnen gesichert und zurückgeschrieben wird, und zum anderen, weil

es nicht möglich ist, auf beliebige Wiederherstellungspunkte zugreifen zu können Immerhin ist die Möglichkeit gegeben, eine (einzige) Wiederher-stellung auch wieder rückgängig machen zu können, und die Datei

filelist.xml enthält prinzipiell (aber schlecht identifizierbar) die

Informa-tionen darüber, welche Dateien Bestandteil eines Schnappschusses sind Die Schnappschüsse werden so lange gesammelt, bis der hierfür vorgese-hene Speicherplatz zur Neige geht Dabei werden anschließend nicht die Daten der ältesten Prüfpunkte gelöscht, sondern diejenigen, die mehr als

90 % des hierfür reservierten Platzes verbrauchen Dies kann sich auch auf den zuletzt angelegten Prüfpunkt beziehen Wie viele Prüfpunkte vom Löschen betroffen sind, ist somit auch nicht unmittelbar ersichtlich, weil das Löschen bis ungefähr zum Erreichen von 50 % freiem Speicher-platz durchgeführt wird Ein Abschalten der Systemwiederherstellung hat außerdem zur Folge, dass alle bisherigen Prüfpunkte verloren gehen Demnach ist die Systemwiederherstellung nicht unproblematisch, zumal man prinzipiell auch (unbeabsichtigt) beschädigte oder mit Viren ver-seuchte Dateien zurückschreiben kann, wodurch das System in einen schlechteren Zustand als zuvor gebracht wird

Darüber hinaus gibt es auch einige »kosmetische« Veränderungen an der Oberfläche und ein verbessertes Power Management Windows Me stellt sich im Grunde genommen aber lediglich als ein aktualisiertes Windows

Bild 1.19: Bei der Anwahl eines Wiederherstellungspunktes ist nicht unmittelbar zu

erkennen, was dabei eigentlich zurückgeschrieben wird

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98 dar Es bringt ein eigenes DOS mit, das jedoch nicht mehr direkt gestartet werden kann, sodass hierfür entweder ein Bootmanager oder ein Boot von einer Diskette notwendig ist, damit ein »reines« DOS zur Verfügung steht

Ein Problem kann in diesem Zusammenhang auch darin bestehen, dass bei Windows Me zwar ebenfalls eine CONFIG.SYS existiert, doch wer hier spezielle Eintragungen vornehmen muss (beispielsweise für das Build-Tool eines DDKs), kann beim nächsten Boot feststellen, dass diese Einträge in die Registry verschoben worden sind und an dieser Stelle (meist) nicht die Funktion erfüllen, wie es von den entsprechenden Ein-trägen in einer CONFIG.SYS zu erwarten wäre, wie es z.B für das Setzen von Umgebungsvariablen gilt

Windows Me ist die letzte Version, die auf Windows 3.x- bzw DOS-Technologie setzt und demnach einen Mix aus 16- und 32-Bit-Code

ver-wendet Windows XP ist hierfür der legitime Nachfolger, der auf New

Technology – also Windows NT – basiert Wenn man die aktueller

wir-kende Erscheinung von Windows Me gegenüber Windows 98 beiseite lässt, gibt es eigentlich keinen Grund dafür, ein Update von Windows 98 auf Windows Me vorzunehmen, zumal Windows 98 SE demgegenüber ressourcensparender ausfällt Aufgrund seiner »offenen« DOS-Funktion kommt Windows 98 auch besser mit älteren PC-Einheiten und denjeni-gen Systemtools (Partition Magic, Drive Image usw.) klar, die den direk-ten DOS-Zugriff benötigen

Prinzipiell sollten Gerätetreiber, die für Windows 95 oder Windows 98 geschrieben worden sind, auch mit Windows Me funktionieren Mit den beiden Windows 9x-Versionen gelingt es auch mühelos, dem System per CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT einen alten 8- oder 16-Bit-Treiber

»unterzuschieben« Wie sinnvoll dies auch sein mag, es ist zumindest ein Ausweg, um spezielle PC-Einheiten (für die es keine passenden Win-dows-Treiber gibt) weiterhin verwenden zu können Wie bereits beschrieben, funktioniert dies mit Windows Me nicht ohne weiteres, zumal laut Microsoft spätestens mit Windows Millennium

entspre-chende Treiber auf dem Windows Driver Models (WDM, siehe Kapitel

1.4.5) zum Einsatz kommen sollten Daran haben sich die Hersteller jedoch nicht konsequent gehalten; sie sind stattdessen weiterhin »zwei-gleisig gefahren«

Dies bedeutet einerseits, dass durchaus modifizierte Windows 3.x-Trei-ber auf den Windows 95-Stand gebracht worden sind und diese dann bis hin zu Windows Me zum Einsatz kommen, während andererseits Win-dows NT-Treiber von den Herstellern entwickelt wurden Wie später noch erläutert wird, ist diese Treiberstruktur aber eine völlig andere, die konsequent in 32-Bit-Technologie zu realisieren ist Da sich diese Paral-lelentwicklung eigentlich nur große Hersteller leisten können, ist dies auch der Grund dafür, warum preisgünstige Hardware – wie beispiels-weise Drucker oder Scanner – oftmals nur mit Windows 9x/Me funktio-niert, weil man sich nicht die Mühe gemacht hat, auch einen Treiber für Windows NT zu schreiben

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1.4 Windows New Technology und die Hardware

Auch bei Windows NT kann es aus den bereits erläuterten Gründen sinnvoll sein, ein DOS zu installieren, was vor der Installation von Win-dows NT 4.0 erfolgen sollte WinWin-dows NT 4.0 verändert nichts an den alten Konfigurationsdateien, wenn es beispielsweise auf einem anderen Laufwerk als DOS installiert wird Nach dem PC-Start stehen dann auto-matisch das »alte« DOS und Windows NT als Boot-Auswahlmöglichkeit zur Verfügung Entsprechendes gilt im Übrigen auch für die Parallel-installation von Windows 9x/Me und Windows 2000/XP, d.h., dass das NT-basierte Betriebssystem nach der Installation eines DOS-basierten erfolgen sollte, weil NT/2000/XP einen Bootmanager für die Auswahl des zu startenden Systems mitbringt und ihn auf Anfrage automatisch mit installiert

Windows NT 4.0 sieht auf den ersten Blick zwar ähnlich aus wie Win-dows 95, doch sein Umgang mit der Hardware unterscheidet sich von dem aller anderen Windows-Versionen grundlegend Windows NT ver-wendet ausschließlich 32-Bit-Treiber für die Hardware, und daher ist es nicht möglich, beispielsweise einen alten 16-Bit-Treiber von Windows 3.x für eine Hardware-Komponente einzusetzen Windows NT setzt außerdem nicht auf DOS auf und kennt somit auch keinerlei DOS-Trei-ber und dazugehörige Einträge in den Konfigurationsdateien Windows

NT kann dennoch alle üblichen DOS- und Windows-Programme ausfüh-ren, solange diese nicht direkt auf die Hardware zugreifen Da Windows

2000 und auch Windows XP ebenfalls auf dieser New Technology (NT)

basieren, gelten die im Folgenden erläuterten grundlegenden Zusammen-hänge auch für diese beiden neueren Systeme

Bild 1.20: Windows NT besitzt standardmäßig ein Boot-Menü, das auch die Auswahl

für DOS bietet, wenn es vor Windows NT installiert wurde

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Auf dem Bootlaufwerk findet sich zunächst die Datei BOOT.INI, die für das Boot-Menü (siehe Bild 1.20) zuständig ist Des Weiteren sind hier bei zusätzlich installiertem DOS eine DOS-übliche CONFIG.SYS und eine AUTOEXEC.BAT lokalisiert, die – wie erwähnt – aber nicht von Win-dows NT verwendet werden

Zur Initialisierung der MS-DOS-Umgebung verwendet Windows NT die beiden Dateien CONFIG.NT und AUTOEXEC.NT, wobei

Anwen-dungen unter Windows NT stets in einer so genannten virtuellen

DOS-Maschine laufen Diese Konfigurationsdateien werden also nicht beim

Windows NT-Start, sondern erst mit MS-DOS-EINGABEAUFFORDERUNG unter PROGRAMME ausgeführt

Auch unter Windows NT existieren wieder eine SYSTEM.INI und eine WIN.INI, die aber ausschließlich für 16-Bit-Applikationen verwendet werden und keinerlei hardwarerelevante Eintragungen führen Die Ver-waltung der Hardware ist bei Windows NT 4.0 im Prinzip einfacher als bei einem anderen Windows (9x/Me), wo an den unterschiedlichsten

Stel-Bild 1.21: In der Datei BOOT.INI finden sich die Angaben für den Start der

Betriebssy-steme (hier MS-DOS oder Windows NT)

Bild 1.22: Die AUTOEXEC.NT wird für DOS-Programme unter Windows NT

verwendet

Ngày đăng: 03/07/2014, 15:21