Ebook - SolidWorks 2010 Methodik der 3D-Konstruktion
Trang 1Gerhard Engelken
SolidWorks 2010
www.hanser.de ISBN 978-3-446-42367-1
SolidWorks ist ein leistungsstarkes CAD-System, das im Maschinenbau breite Anwendung
findet Auch in der Ausbildung wird es gerne eingesetzt, da es wegen seiner hohen
Benutzerfreundlichkeit leicht erlernbar ist
Dieses Lehr- und Arbeitsbuch führt anhand eines durchgängigen Beispiels in das
methodi-sche Arbeiten mit SolidWorks ein Die Inhalte basieren auf Version 2010, sind aber auch auf
frühere Versionen übertragbar Das Buch empfiehlt sich Einsteigern, Schülern, Studierenden
und Anwendern für das Selbststudium bzw als ausbildungsbegleitende Lektüre
Ausgehend von der Skizzenbearbeitung wird das Modellieren von zunehmend komplexeren
Einzelteilen dargestellt Die modellierten Teile werden nach einer vorgegebenen
Baugruppenstruktur zu einem Pneumatikzylinder zusammengebaut, und es werden
bei-spielhaft Zeichnungen von Einzelteilen und Baugruppen abgeleitet
Von diesem Leitbeispiel ausgehend werden speziellere Themen behandelt: das Modellieren
einer Schweißgruppe oder eines Gussteiles, das Arbeiten mit Konfigurationen, neutrale
Datenformate und der Teiledownload aus dem Internet, verschiedene Möglichkeiten der
Simulation sowie die Anwendungsprogrammierung mit Visual Basic
Unter www.downloads.hanser.definden sich die Dateien zu allen im Buch dargestellten
Beispielen sowie zusätzliche Materialien wie Zeichnungsrahmen und Blöcke
Prof Dr.-Ing Gerhard Engelkenlehrt an der Hochschule RheinMain, FB Ingenieur wissen
schaften, in den Bereichen CAD und CAE Zugleich führt er Industrieprojekte mit den Schwer
-punkten Kon-struktionsmethodik und CAD-Nutzung durch
Gerhard Engelken
SolidWorks 2010 Methodik der 3D-Konstruktion
2., aktualisierte Auflage
WORK BOOK
Mit durchgängigem Projektbeispiel
Trang 4$OOHLQGLHVHP%XFKHQWKDOWHQHQ,QIRUPDWLRQHQZXUGHQQDFKEHVWHP:LVVHQ]XVDPPHQJHVWHOOWXQG PLW 6RUJIDOWJHWHVWHW'HQ QRFKVLQG )HKOHUQLFKWJD Q]DXV]XVFKOLHHQ $XV GLHVHP *UXQGVLQGGLH LP YRUOLHJHQGHQ%XFKHQWKDOWHQHQ,QIRUPDWLRQHQPLWN HLQHU9HUSIOLFKWXQJRGHU*DUDQWLHLUJHQGHLQHU$UW YHUEXQGHQ$XWRUXQG9HUODJEHUQHKPHQLQIROJHGHVVHQNHLQH9HUDQWZRUWXQJXQGZHUGHQNHLQHGDUDXV IROJHQGHRGHUVRQVWLJH+DIWXQJEHUQHKPHQGLH DXILUJHQGHLQH:HLVHDXVGHU%HQXW]XQJGLHVH U ,QIRUPDWLRQHQ±RGHU7HLOHQGD YRQ±HQWVWHKWD XFK QLFKWIUGLH 9HUOHW]XQJYRQ 3DWHQWUHFKWHQGL H GDUDXVUHVXOWLHUHQN|QQHQ
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Trang 5Vorwort 7
1 Einführung 9
1.1 Das Unternehmen und die Software SolidWorks 9
1.2 Installationsvoraussetzungen 10
2 Grundlagen von SolidWorks 11
2.1 Beginnen einer Arbeitssitzung 11
2.2 Öffnen einer neuen Datei 11
2.3 Öffnen einer bereits existierenden Datei 12
2.4 Speichern und Schließen einer Datei 12
2.5 Die Benutzeroberfläche 12
2.6 Die Online-Lehrbücher 16
2.7 Ausgewählte Symbolleisten 18
2.7.1 Symbolleiste Standard 18
2.7.2 Symbolleiste Ansicht 20
2.7.3 Symbolleiste Standardansichten 22
2.8 Anpassen der Symbolleisten 22
2.9 Tastenkombinationen 23
2.10 Belegung der Maustasten 25
2.11 Modellieren mit Features 25
2.12 Skizzenerstellung 28
2.13 SolidWorks-Hilfen 32
3 Konstruktionsbeispiel - Einzelteile 33
3.1 Einführung in das Konstruktions- beispiel 33
3.2 Zuganker 34
3.3 Zylinderrohr 39
3.4 Stangenmutter 41
3.5 Hülse 45
3.6 Zugankermutter 49
3.7 Anschlusskonsole 54
3.8 Kolbenstange 62
3.9 Drossel 66
3.10 Kolben 69
3.11 Boden 73
3.12 Deckel 86
4 Erstellen von Baugruppen 93
4.1 Vorgehensplan 93
4.2 Die Unterbaugruppe Hubelemente 96
4.3 Erstellen einer Explosions- darstellung 101
4.4 Die Baugruppen Zylinder und Zylinder kpl 103
5 Erstellen von Zeichnungen 105
5.1 Das Arbeiten mit Vorlagendateien 105
5.2 Anschlusskonsole 107
5.3 Deckel 116
5.4 Zylinder 121
6 Funktionen zum Evaluieren 129
6.1 Messen 129
6.2 Masseneigenschaften 131
6.3 Querschnittseigenschaften 135
6.4 Element prüfen 136
6.5 Statistik 136
6.6 Interferenzprüfung 137
6.7 Gleichungen in einem Teildokument 138 6.8 Gleichungen in einem Baugruppendokument 144
Trang 67 Konfigurationen 147
7.1 Variantenkonstruktion mit Konfigurationen 147
7.2 Konfigurationen mit Tabellen- steuerung 151
8 Projekt Schweißkonsole 157
8.1 Werkzeuge der Symbolleiste Blech 158
8.2 Modellieren eines Blechbiegeteils 160
8.3 Erstellen der Zeichnung für das Konsolenblech 165
8.4 Modellieren einer Schweißgruppe 165
8.5 Konstruieren im Baugruppenzusammenhang 172
8.6 Arbeiten mit der SolidWorks- Toolbox 175
9 Schweißkonsole als Strukturbauteil 187
9.1 Das Erstellen einer 3D-Skizze 188
9.2 Erstellen eines Strukturbauteils 190
9.3 Komplettieren der Konstruktion 192
10 Projekt Gusskonsole 195
10.1 Modellieren eines Gussrohteils 195
10.2 Modellieren von Aussparungen am Gussrohteil 204
10.3 Mechanische Bearbeitung am Gussrohteil 207
10.4 Assembly Zylinder und Gusskonsole 212
11 Bewegungsstudien 213
11.1 Einführung 213
11.2 Die Werkzeuge des MotionManagers 214 11.3 Erstellen einer Bewegungssimulation218 11.4 Erstellen einer Basisbewegung 222
12 Schnittstellen für den Datenaustausch 225
12.1 Neutrale Datenformate für den Datenaustausch 226
12.2 Direktschnittstellen 228
12.3 Schnittstellen zu 3D-Geometrie- kernen 228
12.4 Sonstige Schnittstellen 229
12.5 Importieren von Datenmodellen für Kaufteile 230
12.6 Download eines Kolbendichtrings von Simrit 231
12.7 Download eines Kolbendichtrings über 3D ContentCentral 236
12.8 Einbau eines Kolbendichtrings in die Baugruppe Hubelemente 240
13 eDrawings 243
13.1 Allgemeines 243
13.2 Aufbereiten von eDrawings-Dateien aus SolidWorks 244
14 FE Analyse mit SolidWorks SimulationXpress 251
14.1 SolidWorks SimulationXpress und SolidWorks Simulation 251
14.2 Durchführen einer FE-Analyse für die Anschlusskonsole 253
15 SolidWorks und Visual Basic 269
15.1 Einleitung 269
15.2 Aufzeichnen eines Makros 270
15.3 Vorarbeiten für das Makro Schriftfeld 274
15.4 Erstellen des Makros Schriftfeld 278
Index 291
Trang 7Vorwort
Das Arbeiten mit dem CAD-System SolidWorks ist wegen seiner hohen
Benutzer-freundlichkeit relativ leicht erlernbar SolidWorks wird daher gerade in der
Ausbil-dung von Schülern und Studierenden gerne eingesetzt Das vorliegende
CAD-Praktikum auf der Basis von SolidWorks 2010 richtet sich daher vorwiegend an
Schüler und Studierende, die ergänzend zu dem hervorragenden Online-Tutorial an
einem durchgängigen Konstruktionsbeispiel den Umgang mit SolidWorks trainieren
möchten, um die Konstruktionsübungen an Berufsschulen oder Hochschulen und
Universitäten erfolgreich zu bewältigen
Ausgehend von einfachen Drehteilen über prismatische Teile zu komplexeren
Ein-zelteilen, werden die unterschiedlichen Modelliermöglichkeiten geübt Die erstellten
Teile werden dann schrittweise zu einem Pneumatikzylinder zusammengebaut
Im folgenden Übungsteil wird die Ableitung einer technischen Zeichnung aus
3D-Modellen mit verschiedenen Ansichten, Schnitten und Teilschnitten erklärt In
die-sem Zusammenhang wird auch das Arbeiten mit Vorlagendateien erläutert
Anschließend werden aufbauend auf dem Leitbeispiel verschiedene Spezialthemen
vorgestellt, wie zum Beispiel das Arbeiten mit Konfigurationen, das Erstellen einer
Schweißgruppe, das Erstellen eines Gussteils mit der Unterscheidung von Rohteil
und bearbeitetem Teil, die physikalische Simulation, Schnittstellen und Teileimport,
eDrawings die Durchführung einer FE-Analyse, und schließlich die Nutzung von
Visual Basic zur Funktionserweiterung
Damit können auch Einsteiger und Anwender aus der Industrie einen Nutzen aus
dem Buch ziehen
Es wird empfohlen, die Übungen direkt am Rechner durchzuführen Bei intensivem
Durcharbeiten der Übungen ist eine Bearbeitungszeit von ca 40 Stunden
einzupla-nen
Folgende ehemalige Studierende des Studienbereichs Maschinenbau der Hochschule
RheinMain am Studienort Rüsselsheim haben durch ihre Arbeiten zu diesem Buch
beigetragen: Adrian Becker, Stefan Berlitz, Georg Gomolka, Wolfgang Schulz, Wolf
Stahr Hierfür an dieser Stelle herzlichen Dank
Ebenso danke ich Sieglinde Schärl und Stefanie König vom Hanser-Verlag, die das
Entstehen dieses Buches gefördert und unterstützt haben
Mit diesem Praktikum sind natürlich noch nicht alle Modelliermöglichkeiten von
SolidWorks angesprochen Jedoch zeigt meine Erfahrung, dass die Benutzer nach
Durcharbeitung dieser Unterlagen die Systemphilosophie dieses modernen
3D-CAD-Systems verstanden haben und fundierte Kenntnisse besitzen, um das System
pro-duktiv einzusetzen
Trang 8Rückmeldungen, Kritik und Anregungen können Sie mir gerne per eMail zusenden (Gerhard.Engelken@hs-rm.de)
Die Dateien zu den im Buch dargestellten Beispielen sowie zusätzliche Materialien (Zeichnungsrahmen, Blöcke) finden Sie auf der Downloadseite des Hanser-Verlags www.downloads.hanser.de
Ich hoffe, dass die vorliegende Praktikumsunterlage vielen Schülern und den, aber auch Fachkräften aus der Praxis den Einstieg in die dreidimensionale CAD-Modellierung erleichtern wird, und wünsche viel Spaß und Erfolg beim Durch-arbeiten der Unterlagen
Studieren-Rüsselsheim, April 2010 Gerhard Engelken
Trang 91 Einführung
1.1 Das Unternehmen und die Software SolidWorks
Die Entwicklung der Software SolidWorks und die Gründung des gleichnamigen
Unternehmens waren ein bedeutsamer Meilenstein in der CAD-Geschichte Sie
wa-ren das Ergebnis der Initiative von Jon Hirschtick, der im Jahre 1993 an seinem
Wohnort Winchester die Software-Firma „Winchester Design Systems“ gründete
und in der Folgezeit eine erste Version seiner 3D-CAD-Vision auf der Basis von
Windows NT entwickelte Mithilfe dieses Prototypen konnte er weitere Unterstützer
gewinnen 1995 wurde das Unternehmen dann in SolidWorks umbenannt
SolidWorks war zur damaligen Zeit in verschiedener Hinsicht revolutionär: Zum
einen wurde konsequent der Einstieg in das Arbeiten mit CAD über das Modellieren
eines 3D-Volumenkörpers umgesetzt Zum anderen war dies mit einer im Vergleich
zu anderen Systemen vorbildlichen Benutzerfreundlichkeit verbunden, die auch
heute noch ein herausragendes Merkmal von SolidWorks ist und die es
entspre-chend einfach erlernbar und nutzbar macht Schließlich war SolidWorks von
An-fang an ausschließlich für PC-Hardware mit Windows-Betriebssystem konzipiert,
was zu entsprechend günstigen Kosten je Arbeitsplatz führte Anders als bei den
etablierten CAD-Anbietern wurde der Vertrieb der Software mithilfe von
Vertriebs-partnern organisiert Auch bei der Software-Entwicklung verfolgte SolidWorks
nicht den Anspruch, alles aus einer Hand anzubieten, sondern konzentrierte sich
auf den CAD-Kernbereich Ergänzende Anwendungen z B für
Finite-Elemente-Be-rechnungen oder NC-Programmierung wurden über Partnerunternehmen für
Solid-Works verfügbar
In der Folgezeit stellte sich ein beachtlicher Markterfolg ein, der dazu führte, dass
das Unternehmen SolidWorks 1997 von Dassault Systèmes, dem Entwickler der
CAD-Software CATIA, mit Sitz in Suresnes, Frankreich, erworben wurde Hauptsitz
von SolidWorks ist jedoch immer noch Concord, Massachusetts (USA),
Entwick-lungsstandorte befinden sich in Los Angeles (USA), Cambridge (England), Hägersten
(Schweden) sowie in Indien Im Zuge des erfolgreichen Unternehmenswachstums
hat SolidWorks auch selbst einstige Partnerunternehmen übernommen wie z B
COSMOS Dies kommt seit SolidWorks 2009 auch darin zum Ausdruck, dass die
entsprechende Simulationssoftware nicht mehr unter dem Namen COSMOSWorks
geführt wird, sondern im Interesse einer stärkeren Corporate Identity als SolidWorks
Simulation bezeichnet wird
Laut Herstellerangaben werden heute (2010) mehr als 500.000 Lizenzen weltweit
genutzt
Trang 101.2 Installationsvoraussetzungen
Als Installationsvoraussetzungen für SolidWorks 2010 werden auf der Website (http://www.solidworks.com/sw/support/SystemRequirements.html) die nachfolgenden Anforderungen genannt:
SolidWorks-Betriebssysteme:
Windows XP Professional (32 Bit) SP2 oder höher
Windows XP Professional (64 Bit)
Windows Vista (32 Bit)
Windows Vista (64 Bit): die 64-Bit-Betriebssysteme werden jedoch mit der cation Edition, Student Edition und dem Student Design Kit erst nach dem aka-demischen Jahr 2008-2009 unterstützt
Edu-Windows 7 Professional, Ultimate oder Enterprise Edition (32 Bit)
Windows 7 Professional, Ultimate oder Enterprise Edition (64 Bit)
Intel®- oder AMD®-Prozessoren, für Windows 7 muss die genutzte CPU jedoch SSE2 unterstützen (Streaming SIMD Extension2)
Mindestens 1 GB RAM, empfohlen werden 2 GB oder mehr
Maus oder andere Zeigegeräte
DVD-Laufwerk
Microsoft Excel 2002, 2003 oder 2007
Internet Explorer 6.x oder höher
Adobe Acrobat Version 7.0.7 oder höher
Microsoft Windows-Netzwerk- und Active Directory-Umgebung Der genutzte PC sollte natürlich über eine leistungsstarke Grafikausgabe und einen entsprechend großen Bildschirm verfügen Informationen zu getesteten und kompa-tiblen Grafikkarten sind ebenfalls auf der SolidWorks-Website (http://www solidworks.de/sw/videocardtesting.html) zu finden
Trang 112 Grundlagen von SolidWorks
2.1 Beginnen einer Arbeitssitzung
Sie beginnen eine Arbeitssitzung durch das Starten der SolidWorks-Sofware über
die Menüfolge START > PROGRAMME > SOLIDWORKS 2010 (INSTALLATIONSVERZEICHNIS) >
SOLIDWORKS 2010 X64 (SOFTWARENAME JE NACH INSTALLIERTER VERSION)
2.2 Öffnen einer neuen Datei
Beim erstmaligen Arbeiten mit SolidWorks müssen Sie dann eine neue Datei öffnen
über die Menüfolge DATEI > NEU
Wenn Sie eine neue Datei öffnen, müssen Sie in dem sich öffnenden Fenster Neues
SolidWorks Dokument entscheiden, ob Sie
das 3D-Modell für ein Teil erstellen,
mehrere Teile zu einer Baugruppe zusammenführen oder
die Zeichnung für ein Teil oder eine Baugruppe erstellen wollen
In diesem Fenster spiegelt sich die grundlegende Philosophie des Arbeitens mit
3D-CAD-Systemen: Es werden zunächst 3D-Modelle für die Einzelteile entwickelt, diese
Einzelteile werden zu Baugruppen zusammengeführt Die Zeichnungen entstehen
Neu
Trang 12In SolidWorks werden die verschiedenen Dokumente auch über unterschiedliche Dateikennungen (Extensions) unterschieden, und zwar:
.sldprt für eine Teiledatei (Part-Datei)
.sldasm für eine Baugruppendatei (Assembly-Datei)
.slddrw für eine Zeichnungsdatei (Drawing-Datei)
Durch Anklicken der Schaltfläche Teil und anschließendes Betätigen von OK öffnen Sie eine neue Teiledatei, die den Defaultnamen Teil1 erhält Diesen Namen können
Sie später mit DATEI > SPEICHERN UNTER nach Ihren Vorstellungen verändern
2.3 Öffnen einer bereits existierenden Datei
Solange Sie direkt mit SolidWorks arbeiten und selbst entscheiden, in welchem Ordner in Ihrem Dateisystem Ihre Dateien abgelegt werden, können Sie die abgeleg-ten Dateien auch wieder über den Dateibrowser (Explorer) anwählen und öffnen Das Browserfenster erscheint auch mit DATEI > ÖFFNEN auf Ihrem Bildschirm
Alternativ können Sie die entsprechende Funktion ÖFFNEN der Menüleiste nutzen
2.4 Speichern und Schließen einer Datei
Das Speichern einer Datei erfolgt über die Funktion DATEI > SPEICHERN bzw über
DATEI > SPEICHERN UNTER oder über die entsprechende Funktion SPEICHERN aus der Menüleiste
Wie bei anderen Windows-Anwendungen werden Dateien auch über die Funktion
DATEI > BEENDEN geschlossen oder dadurch, dass Sie das Anwendungsfenster durch Anwahl des kleinen Kreuzes in der rechten oberen Ecke schließen
2.5 Die Benutzeroberfläche
Die Benutzeroberfläche von SolidWorks ist mit ihren Elementen in der Abbildung auf der nächsten Seite dargestellt:
Über die Menüleiste können wie in Windows üblich Pull-down-Menüs geöffnet und
Befehle durch entsprechende Menüauswahl ausgelöst werden Zum Sichtbarmachen der Menüs und Auslösen einer entsprechenden Menüauswahl muss die Pfeilschalt-fläche neben dem Firmenlogo betätigt werden Sie können die Menüs auch durch Anklicken des Stecknadelsymbols dauerhaft sichtbar machen
Öffnen
Speichern
Schließen
Menüleiste
Trang 13Daneben sind in der Menüleiste häufig verwendete Funktionen der Symbolleiste
Standard über entsprechende Icons oder Fly-out-Menüs direkt ansprechbar In
sol-chen Fly-out-Menüs werden thematisch verwandte Befehle zusammengefasst
Ebenfalls in der Menüleiste angeordnet sind der Suchassistent bzw das
Fragezei-chen-Fly-out-Menü, mit dem auf die umfangreichen Hilfefunktionen zugegriffen
werden kann
Symbolleisten enthalten themenbezogen gruppiert Icons, die das direkte Auslösen
von Befehlen durch Anklicken des entsprechenden Icons ermöglichen
Der BefehlsManager ist ein Instrument, mit dem je nach dem Kontext der aktuellen
Konstruktionsaufgabe unterschiedliche Symbolleisten für den Benutzer vergrößert
leicht erreichbar gemacht werden Beim Modellieren eines Teiles sind per Default
die Symbolleisten Features, Skizzieren, Evaluieren sowie DimXpert über den
Be-fehlsManager ansprechbar Je nachdem, welche der Schaltflächen im Steuerbereich
des BefehlsManagers aktiviert wird, zeigt der BefehlsManager die entsprechende
Symbolleiste
Fly-out-Menü Speichern
Menü
Trang 14Fragezeichen-Fly-out-Die Symbolleiste Office Produkte ermöglicht das Aktivieren von
Zusatzanwendun-gen aus dem SolidWorks Professional- bzw Premium-Paket
Links vom Grafikbereich können durch Betätigen entsprechender Schalter
Feature-Manager, PropertyFeature-Manager, ConfigurationManager oder DimXpertManager zur
An-zeige gebracht werden Am wichtigsten für den Anfang ist der FeatureManager, der
im Ausgangszustand sichtbar ist Er zeigt in strukturierter Form die Elemente, die in
der jeweiligen Datei enthalten sind (Featurebaum) Den Ausgangszustand für den
Featurebaum einer Teiledatei zeigt die nachfolgende Abbildung
Im weiteren Verlauf des Modellierens werden die verwendeten Konstruktionselemente (Features) im Featurebaum ergänzt Durch Anklicken der einzelnen Features im Featurebaum mit der rechten Maustaste und entsprechende Auswahl im Kontextmenü kann man sich im Nachhinein sehr einfach über die Eigen-schaften der verwendeten Features informieren oder diese Eigenschaften verändern
Der PropertyManager aktiviert sich automatisch bei
Auslösen eines Modellierbefehls und führt den zer durch die für den Befehl erforderlichen Aktionen,
Benut-der ConfigurationManager ermöglicht es, Varianten eines Teils, einer Baugruppe der einer Zeichnung zu verwalten Mit dem DimXpertManager können in einer Tei-
o-ledatei Bemaßungen sowie Form- und Lagetoleranzen angebracht und verwaltet
Featurebaum
Trang 15Die Statusleiste am unteren Rand des SolidWorks-Fensters bietet dem Benutzer
In-formationen zu der Aktion, die er gerade ausführt
Im Grafikbereich werden das Teil, die Baugruppe oder die Zeichnung sichtbar, an
denen der Benutzer gerade arbeitet Hier ist der Bereich für grafische Interaktion
zwischen dem Benutzer und der SolidWorks-Software
Am oberen Rand im Grafikbereich ist die Voransichts-Symbolleiste angeordnet, mit
der folgende Möglichkeiten zur Ansichtsbearbeitung verfügbar gemacht werden:
In Fenster zoomen Die gesamte bisher erzeugte Geometrie wird in
den Grafikbereich eingepasst
Ausschnitt vergrößern Vergrößert den Ausschnitt, den Sie durch ein mit
dem Cursor aufgezogenes Rechteck definieren Vorherige Ansicht Die zuletzt gewählte Ansichtsausrichtung wird
wieder angezeigt
Schnittansicht Zeigt einen Ausschnitt eines Teils oder einer
Bau-gruppe im Schnitt Ansichtsausrichtung Ermöglicht die Auswahl einer Standardansicht
oder die Veränderung der Anzahl der gleichzeitig dargestellten Ansichtsfenster (Viewports)
Anzeigeart Ermöglicht die Veränderung der Anzeigeart, z B
schattiert oder nur Kanten dargestellt Elemente einblenden/
Am rechten Rand des Graphikbereichs befinden sich Schaltflächen, mit denen
ver-schiedene Tasks sichtbar gemacht werden können:
SolidWorks-
Ressourcen
Befehlsgruppen für Erste Schritte,
Online-Ressourcen und Tipp des Tages
Konstruktionsbibliothek Zugreifen auf wiederverwendbare Teile,
Baugrup-pen und andere Elemente sowie Features
Trang 16Bibliotheks-Datei-Explorer Kopie des Windows-Explorers Ihres Computers
sowie Zuletzt geöffnete Dokumente und In
Solid-Works geöffnet
Suche Ergebnisse zu Suchvorgängen, die über den
Su-chassistenten angestoßen wurde, werden in dem entsprechenden Taskfenster angezeigt
Ansichtspalette Hier können Ansichten eingefügt werden, die zur
Vereinfachung bei der Zeichnungserstellung nutzt werden können
ge-Erscheinungsbilder/
Bühnen
Hier können Erscheinungsbilder und Bühnen für die fotorealisitische Darstellung organisiert wer-den
Benutzerdefinierte Eigenschaften
Hier können benutzerdefinierte Eigenschaften angezeigt werden
Der Taskfensterbereich wird wieder ausgeblendet, wenn Sie in den Grafikbereich klicken
Wenn der Taskfensterbereich beim weiteren Arbeiten eingeblendet bleiben soll, nen Sie ihn durch Anklicken des Nadelsymbols in der Titelleiste des Taskfensterbe-reichs anheften Wenn Sie dann später den Taskfensterbereich wieder ausblenden möchten, müssen Sie zunächst das entsprechend veränderte Nadelsymbol anklicken,
kön-um den Bereich abzuheften
Nachdem Sie nun einen ersten Überblick zur Benutzeroberfläche erhalten haben, sollten Sie möglichst rasch mit SolidWorks praktisch arbeiten Am einfachsten ist der Einstieg mit Hilfe des ganz hervorragend gestalteten Online-Lehrbuchs von Solid-Works
Trang 18Die Online-Lehrbücher öffnen Sie, indem Sie die SolidWorks-Ressourcen einblenden und in dem Menübereich Erste Schritte die Auswahl Lehrbücher und dann in der Übersicht Lehrbücher nach Kategorien oder Lehrbücher nach Fokus/Branche Ihre
weitere Auswahl treffen Die in der Tabelle dargestellte Auflistung sehen Sie, wenn
Sie unter Lehrbüchern nach Kategorien die Option Alle SolidWorks-Lehrbücher
aus-wählen
Bevor Sie nun die nachfolgenden Abschnitte durchlesen, sollten Sie in jedem Fall die Einführung in SoldiWorks und die Lektionen 1 und 2 des Online-Lehrbuchs durcharbeiten, da Sie dann die nachfolgenden Ausführungen besser einordnen und nutzen können
2.7 Ausgewählte Symbolleisten
2.7.1 Symbolleiste Standard
Die Symbolleiste Standard enthält Werkzeuge zur Dateiverwaltung und zum
Mo-dellneuaufbau Die wichtigsten Möglichkeiten sind:
Neu Erstellt ein neues SolidWorks-Dokument Öffnen Öffnet ein vorhandenes SolidWorks-Dokument Speichern Speichert das aktive Dokument
Alles speichern Speichert alle aktiven Dokumente Schließen Schließt das aktive Dokument Neu laden Neuladen eines Dokuments
Schreibgeschützte teien prüfen
Da-Prüft, ob eine Datei seit dem letzten Laden dert oder für Schreibzugriff geöffnet wurde Zeichnung aus Teil oder
Zugriff auf die Lehrbücher
Trang 19Print 3D Wechsel in das Print3D Internet-Portal, wo Sie zu
Dienstleistern für Rapid Prototyping Kontakt aufnehmen können
Ausschneiden (Schnitt) Schneidet die ausgewählten Elemente aus und
legt sie in die Zwischenablage Kopieren Kopiert die ausgewählten Elemente und legt sie
in die Zwischenablage Einfügen Fügt Elemente aus der Zwischenablage ein
Löschen Löscht die ausgewählten Elemente
Rückgängig
(Undo)
Macht die letzte Aktion rückgängig, wenn Sie den blauen Pfeil anklicken Wenn Sie die Pfeil-schaltfläche rechts anklicken, wird die Liste der Aktionen angezeigt, die rückgängig gemacht werden können Wenn Sie dann eine Aktion der Liste auswählen, werden diese Aktion und alle darüber stehenden rückgängig gemacht
Modellneuaufbau Baut das Teil, die Baugruppe oder die Zeichnung
neu auf Optionen Ermöglicht das Verändern von Voreinstellungen
Eigenschaften Ermöglicht das Verändern von Eigenschaften
ausgewählter Elemente Material bearbeiten Ermöglicht das Zugreifen auf die Materialverwal-
tung In Materialien sind physische Eigenschaften von Teilen definiert
Bildschirm erfassen Übernimmt den Inhalt des Grafikbereichs bzw
des aktiven Viewports in die Zwischenablage
z B zum Einfügen in ein Office-Dokument Auswählen Aktiviert den Auswahlmodus für Skizzenelemen-
te, Kanten, Eckpunkte, Komponenten etc
Trang 20Symbolleiste filter ein- oder aus-schalten
Auswahl-Blendet die Anzeige der leiste ein oder aus
Auswahlfilter-Symbol-Web-Symbolleiste Ein- bzw ausblenden der Web-Symbolleiste, die
Unterstützung bei der Arbeit über das Internet bietet
Ganzer Bildschirm (Vollbild)
Vergrößern des Grafikbereichs auf den ganzen Bildschirm; Menüs, Statusleiste und FeatureMa-nager werden ausgeblendet
Neues Fenster Ermöglicht das Öffnen eines neuen Fensters
(Viewports), in dem eine andere Ansicht des ven Teils oder ein anderes Dokument dargestellt werden kann
akti-Untereinander Ordnet die geöffneten Fenster untereinander an Nebeneinander Ordnet die geöffneten Fenster nebeneinander an Hilfe Öffnet die Online-Hilfe
2.7.2 Symbolleiste Ansicht
Die Symbolleiste Ansicht enthält eine große Menge von Werkzeugen zur Steuerung
von Ansicht und Bildausschnitt sowie zur Steuerung der grafischen Darstellung Die wichtigsten Werkzeuge sind:
Vorherige Ansicht Zeigt die vorherige Ansicht an; kann nach
dyna-mischen Veränderungen der Bilddarstellung voll sein
sinn-In Fenster zoomen Vergrößert oder verkleinert das Modell so, dass es
vollständig und so groß wie möglich im reich dargestellt wird
Grafikbe-Ausschnitt vergrößern Aktiviert den Modus Ausschnittvergrößerung:
Ver-größert das Rechteck als Bildausschnitt, das Sie mit gedrückter linker Maustaste aufziehen Der Modus muss durch erneutes Anklicken des Icons oder durch Drücken der Escape-Taste beendet werden
Trang 21Vergrößern/
Verkleinern
Aktiviert den Modus Vergrößern/Verkleinern: Mit gedrückter linker Maustaste können Sie die Bild-darstellung vergrößern, indem Sie die Maus nach oben schieben, bzw verkleinern, indem Sie die Maus nach unten schieben Der Modus muss durch erneutes Anklicken des Icons oder durch Drücken der Escape-Taste beendet werden
Zoomen auf Auswahl Icon wird erst nach Auswahl eines Objektes im
Grafikbereich aktiv Vergrößert das ausgewählte Objekt, sodass es den Grafikbereich ausfüllt
Ansicht drehen Aktiviert den Modus Ansicht drehen: Dreht die
Ansicht, wenn Sie die Maus mit gedrückter linker Maustaste bewegen Der Modus muss durch er-neutes Anklicken des Icons oder durch Drücken der Escape-Taste beendet werden
Ansicht verschieben Aktiviert den Modus Ansicht verschieben:
Ver-schiebt die Ansicht, wenn Sie die Maus mit drückter linker Maustaste bewegen Der Modus muss durch erneutes Anklicken des Icons oder durch Drücken der Escape-Taste beendet werden
ge-Standardansichten Fly-out-Menü Standardansichten Die Auswahl
einer Standardansicht sollte sinnvoller direkt über die Befehle der Symbolleiste Standardansichten erfolgen
Drahtdarstellung Zeigt das Modell in Kantendarstellung mit allen
Kanten Verdeckte Kanten
sichtbar
Zeigt das Modell in Kantendarstellung; die deckten Kanten werden strichliert dargestellt Verdeckte Kanten
ver-ausgeblendet
Zeigt das Modell in Kantendarstellung; die deckten Kanten werden ausgeblendet
ver-Schattiert mit Kanten Zeigt das Modell schattiert mit seinen Kanten; das
ist die Darstellung, die den besten Eindruck vom Objekt vermittelt
Schattiert Zeigt das Modell schattiert
Schatten im Modus
schattiert
Ein-Aus-Schalter für das Anzeigen eines tens unter dem Modell bei schattierter Darstellung Schnittansicht Ermöglicht das Anzeigen dynamischer Schnitte
Schat-des dargestellten Teils oder der Baugruppe
Trang 222.7.3 Symbolleiste Standardansichten
Die Symbolleiste Standardansichten enthält Werkzeuge zum direkten Abrufen
vor-definierter Standardansichten Folgende Standardansichten können abgerufen den:
wer-Vorderseite Ansicht von vorne Rückseite Ansicht von hinten Links Ansicht von links Rechts Ansicht von rechts Oben Ansicht von oben Unten Ansicht von unten Isometrisch Ansicht in isometrischer Darstellung Trimetrisch Ansicht in trimetrischer Darstellung Dimetrisch Ansicht in dimetrischer Darstellung Normal auf Darstellung einer Ansicht senkrecht zu der aus-
gewählten Ebene oder ebenen Fläche
Insbesondere die Ansichten Isometrisch, Trimetrisch oder Isometrisch können zur Vermittlung eines guten räumlichen Eindrucks des Modells genutzt werden
2.8 Anpassen der Symbolleisten
Es ist nicht davon auszugehen, dass die Darstellung der Symbolleisten im gangszustand nach Installation von SolidWorks Ihren Vorstellungen entspricht Dies können Sie jedoch leicht korrigieren Am einfachsten klicken Sie mit der rech-ten Maustaste auf den grauen Randbereich des SolidWorks-Fensters und wählen im
Aus-Kontextmenü die Option Anpassen
Wenn Sie zusätzliche Symbolleisten verfügbar machen wollen oder dargestellte
Symbolleisten nicht benötigen, aktivieren Sie zunächst im Fenster Anpassen die Registerkarte Symbolleisten Durch Aktivieren bzw Deaktivieren des Kontrollkäst-
chens neben dem Namen der Symbolleiste passen Sie die Darstellung der
Trang 23Symbol-leisten Ihren Vorstellungen an Die Darstellung wird dem Typ des gerade geöffneten
Dokuments zugeordnet
Wenn Sie die Platzierung der Symbolleisten verändern möchten, müssen Sie die
Trennleiste der entsprechenden Symbolleiste anklicken und sie mit gedrückter linker
Maustaste an die gewünschte Stelle verschieben Wenn Sie einzelne Befehle
vermis-sen, aktivieren Sie im Fenster Anpassen die Registerkarte Befehle
Bei Auswahl einer Kategorie (das sind im Wesentlichen wieder die Namen der
Sym-bolleisten) werden Ihnen die zu der Kategorie gehörenden Schaltflächen angezeigt
Klicken Sie dann die gewünschte Schaltfläche an und ziehen Sie sie mit gedrückter
linker Maustaste zur gewünschten Symbolleiste
2.9 Tastenkombinationen
Zur Menüsteuerung können die in Windows üblichen
Tasten-kombinationen verwendet werden Bei Verwendung einer
Maus ist das allerdings eher umständlich
Für einige Befehle gibt es Tastenkombinationen, die im Menü
neben dem Befehl angezeigt werden Mit der Kombination
Strg+O können Sie z B ein vorhandenes Dokument öffnen
Trang 24Darüber hinaus gibt es zahlreiche Tastenkombinationen, die ein effizientes Arbeiten mit SolidWorks für den geübten Anwender erleichtern Einige nützliche Tastenkom-binationen sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt
Aufgabe Tastenkombination Modellansichten
Modell drehen:
horizontal oder vertikal Pfeiltasten
horizontal oder vertikal um 90 Grad Shift + Pfeiltasten
im oder gegen den Uhrzeigersinn Alt + Pfeiltasten nach links bzw rechts Das Modell verschieben Strg + Pfeiltasten
Vergrößern Z Verkleinern z
In Fenster zoomen f Vorherige Ansicht Strg + Shift + Z Ansichtsausrichtung
Menü Ausrichtung Ansicht Leertaste
Vorne Strg + 1 Hinten Strg + 2 Links Strg + 3 Rechts Strg + 4 Oben Strg + 5 Unten Strg + 6 Isometrie Strg + 7 Normal auf Strg + 8 Auswahlfilter
Filter Kanten e Filter Eckpunkte v Filter Flächen x
Symbolleiste Auswahlfilter ein/aus F5 Auswahlfilter ein oder ausschalten F6
Trang 25Weitere Tastenkombinationen finden Sie in der Online-Hilfe Ebenso finden Sie dort
beschrieben, wie Sie bei Bedarf Tastenkombinationen Ihren Vorstellungen
entspre-chend verändern können
2.10 Belegung der Maustasten
Die Möglichkeiten zur dynamischen Ansichtsveränderung sind weder bei Nutzung
der Icons der Symbolleiste Ansicht noch bei Nutzung der Tastenkombinationen
wirklich befriedigend: Bei Nutzung der Icons muss zunächst der Mauszeiger zum
Icon bewegt werden, um den Änderungsmodus zu aktivieren Nach der
gewünsch-ten Änderung muss der Modus wieder deaktiviert werden, bevor weiter gearbeitet
werden kann Kurzum der Arbeitsfluss wird gestört Auch die schrittweise
Verände-rung mithilfe der Tastenkombinationen bringt zum einen nicht immer das optimale
Ergebnis, zum anderen muss man kurz die Maus loslassen, um die Pfeiltasten zu
bedienen Auch hier wird der Arbeitsfluss gestört
Bei Verwendung einer Maus mit drei Tasten können die verschiedenen Funktionen
der dynamischen Ansichtsveränderung mithilfe der mittleren Maustaste ausgeführt
werden und zwar:
Drehen der Darstellung eines Teils oder einer Baugruppe bzw Verschieben der
Darstellung einer Zeichnung: Ziehen Sie die Maus mit gedrückter mittlerer
Mau-staste
Verschieben der Darstellung eines Teils oder einer Baugruppe: Halten Sie die
Strg-Taste gedrückt und ziehen Sie die Maus mit gedrückter mittlerer Maustaste
Zoomen der Darstellung bei allen Dokumenttypen: Halten Sie die Shift-Taste
ge-drückt und ziehen Sie die Maus mit gege-drückter mittlerer Maustaste Das Zoomen
wird auf die Mitte des Grafikbereichs ausgeführt
Bei Verwendung einer Maus mit Rad können Sie auf die Position des Cursors
an-statt auf die Mitte des Grafikbereichs zoomen, indem Sie an der Cursorposition das
Rad drehen
2.11 Modellieren mit Features
In SolidWorks besteht ein Teil aus Features (Konstruktionselementen) Zu Beginn
des Modellierens muss ein sogenanntes Basisfeature erstellt werden, ein erster
Vo-lumenkörper Für dessen Erzeugung stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur
Verfü-gung:
Trang 26Linear ausgetragener Aufsatz
Trägt eine Skizze oder ausgewählte turen in eine oder zwei Richtungen zur Erstellung eines Volumenkörpers linear aus
Skizzenkon-Aufsatz/Basis rotiert Rotiert eine Skizze oder ausgewählte
Skizzenkon-turen zur Erstellung eines Volumenkörpers um eine Achse
Wenn Sie eine dieser lichkeiten auswählen, wech-selt SolidWorks sofort in den
Mög-Modus Skizzen erstellen
Da-mit wird deutlich, dass lidWorks als Vorbedingung für die Erzeugung des Basis-features eine ebene Skizze be-nötigt, die dann entweder li-near oder durch Rotation zu einem Volumenkörper ausge-tragen wird
So-Für das Basisfeature sollten Sie sinnvollerweise eine der vordefinierten Ebenen aus-wählen, die Ihnen im Grafikbereich angeboten werden Dazu klicken Sie mit dem Cursor, der sein Aussehen verändert hat, die entsprechende Ebenenbeschriftung an Alternativ können Sie die gewünschte Ebene auch im geöffneten FeatureManager auswählen Anschließend beginnt die Skizzenerstellung, die im nächsten Abschnitt näher erläutert wird
Wenn Sie die Skizze abschließen, wechselt SolidWorks in den Dialog zur Erzeugung der gewählten Austragung Wenn Sie diesen Dialog abgeschlossen haben und der Volumenkörper entstanden ist, wird die Skizze automatisch unsichtbar gesetzt Da-mit bleibt Ihr Modell übersichtlich Der Organisationsaufwand, der sich in anderen
CAD-Systemen mit Begriffen wie Layer- oder Ebenen-Technik verbindet, entfällt
Auch später können Sie jedoch einfach über den Featurebaum wieder auf die Skizze zugreifen und Veränderungen vornehmen
Veränderter Cursor
Trang 27Weiter werden Sie nach Erstellen des Basisfeatures
feststellen, dass jetzt auch die Icons der anderen
Features in der Symbolleiste aktiviert sind Unter
Bezugnahme auf das vorhandene Volumen kann
jetzt mit der ganzen Palette der
SolidWorks-Features weiter gearbeitet werden
Wenn Sie nun z B erneut das Feature Linear
aus-getragener Aufsatz auswählen, zeigt sich der
Pro-pertyManager entsprechend verändert Sie können
nun für die Definition der Ebene zusätzlich auf
Flä-chen oder Kanten des vorhandenen Körpers Bezug
nehmen oder aber eine bestehende Skizze für das
Austragen nutzen Damit wird deutlich, dass Sie
nicht zwingend erst das Feature auswählen müssen,
das Sie erzeugen wollen, um damit Ihre
Konstrukti-onsabsicht deutlich zu machen Sie können
viel-mehr auch zuerst eine Skizze erzeugen und dann erst das Feature anwählen, für das
Sie die Skizze nutzen können Auch hier greift dann wieder ein sinnvoller
Automa-tismus in SolidWorks: Eine Skizze bleibt sichtbar, auch wenn Sie beendet ist, bis sie
für ein Feature verwendet wurde
Von den vielen Features, die nach Erstellen des Basisfeatures genutzt werden
kön-nen, möchte ich an dieser Stelle nur die nachfolgenden Features anführen:
Linear ausgetragener Schnitt Schneidet ein Volumenmodell durch
linea-res Austragen eines skizzierten Profils in einer oder zwei Richtungen
Rotierter Schnitt Schneidet ein Volumenmodell durch
Rotati-on eines skizzierten Profils um eine Achse Fase Erstellt eine Abschrägung (Fase) entlang
einer Kante oder einer Kette von Kanten Verrundung Erstellt eine Verrundung entlang einer Kan-
te oder einer Kette von Kanten Wandung Entfernt Material aus einem Volumenkörper
zur Erzeugung eines dünnwandigen Körpers Auf weitere Features werde ich im Zusammenhang mit der Bearbeitung konkreter
Modellieraufgaben eingehen
Trang 282.12 Skizzenerstellung
Das Erstellen ebener Skizzen ist in SolidWorks eine zentrale Funktionalität, da
ebe-ne Skizzen für die Erzeugung zahlreicher Features benötigt werden
Wenn Sie die Skizzierebene für das Basisfeature ausgewählt haben, wechselt Works die Ansichtsdarstellung automatisch so, dass Sie senkrecht auf die gewählte Ebene schauen Wenn Sie im späteren Verlauf der Arbeit auf vorhandene Flächen oder Kanten Bezug nehmen, können Sie immer durch die Auswahl von NORMAL AUF
Solid-die Ansichtsdarstellung schnell so einstellen, dass Sie senkrecht auf Solid-die
Skizzierebe-ne schauen
Die Achsausrichtung der Skizzierebene wird von SolidWorks immer automatisch so eingestellt, dass sie sinnvoll zu der Ausrichtung des globalen Koordinatensystems passt
Der Ursprung des globalen Koordinatensystems wird in der Skizze sichtbar
Wenn Sie nun z B das Icon Linie auswählen, um eine einzelne Linie oder einen
Linienzug zu erstellen, verändert sich der Cursor Wenn Sie nun den Cursor über den Ursprung bewegen, wird zusätzlich das Symbol für die Bezugnahme auf den Ursprung eingeblendet, sodass es leicht möglich ist, den Ursprung als Startpunkt für das Linienelement bzw den Linienzug auszuwählen Wenn Sie dann nach Ankli-cken des Ursprungs den Cursor nahezu horizontal oder vertikal vom Ursprung weg-bewegen, wird Ihnen dies ebenfalls durch die entsprechenden Symbole für horizon-tale Linie oder vertikale Linie angezeigt Wenn Sie nach Anklicken des Endpunkts
an der gewünschten Position den Cursor weiterbewegen, können Sie eine nächste Linie erzeugen Dieser Wiederholmodus bleibt aktiv, bis Sie
den Startpunkt wieder erreichen und damit einen geschlossenen Konturzug det haben oder
gebil-den Wiederholmodus durch Drücken der EEscape-Taste beenden oder
durch Betätigen der rechten Maustaste das Kontextmenü aufrufen und eine
ande-re Funktion auswählen
Neben dem Erzeugen einer Linie oder eines Linienzuges sind folgende tionen für den Anfang wichtig:
Skizzierfunk-Kreis Vollkreis durch Anklicken des Mittelpunkts und
anschließendes Aufziehen des Radius zur schten Größe
gewün-Kreisbogen, drei Punkte Kreisbogen durch Anklicken von Anfangspunkt,
Endpunkt und Punkt auf Kreisbogen
Trang 29Mittelpunktbogen Kreisbogen durch Anklicken von Mittelpunkt,
Anfangspunkt und Endpunkt Tangentialer Kreisbogen Kreisbogen durch Anklicken des Anfangspunkts
(Endpunkt eines bereits vorhandenen ments) und des Endpunkts
Skizzenseg-Elemente übernehmen Von ausgewählten Körperkanten werden Kopien
als Skizzenelemente erzeugt Offset-Elemente Zu vorhandenen Skizzenelementen werden Off-
setelemente gebildet Mittellinie Erzeugen einer Mittellinie als Voraussetzung für
das Austragen eines Rotationskörpers oder für das Spiegeln von Skizzenelementen
Spiegeln Spiegeln von Skizzenelementen
Elemente trimmen Löschen ausgewählter Skizzensegmente
Elemente verlängern Verlängern ausgewählter Elemente
Mit den nachfolgenden Funktionen besteht grundsätzlich die Möglichkeit, eine
rasch skizzierte Grobgeometrie durch Anbringen von Rundungen und Fasen zu
de-taillieren:
Skizzenverrundung Fügt eine Verrundung mit tangentialen
Übergän-gen am Schnittpunkt von zwei Skizzenelementen hinzu
Fase skizzieren Fügt eine Fase am Schnittpunkt von zwei
Skiz-zenelementen hinzu
Von diesen Möglichkeiten sollten Sie aber nur in Ausnahmefällen Gebrauch
ma-chen: Es ist sinnvoller, Verrundungen und Fasen mit den entsprechenden Features
am 3D-Körper auszuführen Bei Bedarf können diese Features dann leicht
ausge-blendet werden (das ist häufig im Zusammenhang mit FE-Berechnungen oder für
die Darstellung in großen Baugruppen sinnvoll)
Darüber hinaus ist noch auf folgende Besonderheiten bei der Skizzenerstellung
hin-zuweisen:
Trang 30Beim Erstellen eines Linienzuges kann durch Betätigen der Taste a bewirkt
wer-den, dass als nächstes Element ein Kreisbogen (arc) angeschlossen wird Je nach Bewegungsrichtung des Cursors wird der Kreisbogen tangential oder senkrecht zur Linie angeschlossen
Beim Erstellen einer Skizze kann durch Betätigen der Funktion GITTER oder über
EXTRAS > OPTIONEN > REGISTERKARTE DOKUMENTEIGENSCHAFTEN > GITTER/FANGEN die Anzeige eines Gitters und das Fangen von Gitterpunkten aktiviert werden Dies ist nach meiner Erfahrung bei einer Arbeitsweise, bei der zunächst grob die Konturen skizziert werden und anschließend durch Bemaßen das gewünschte Ergebnis si-chergestellt wird, unnötig
Farbdarstellung der Skizzenelemente, das Hinzufügen und Löschen von gungen sowie das Bemaßen werden in den nachfolgenden Unterabschnitten dar-gestellt
Bedin-Die Skizzenerstellung wird beendet oder abgebrochen, indem die entsprechenden Symbole im Bestätigungseckfeld angeklickt werden
Alternativ können Sie durch Betätigen der rechten Maustaste das Kontextmenü rufen und das entsprechende Icon SKIZZE BEENDEN auswählen (Vorteil: kurze Maus-
senk-Grundsätzlich kann SolidWorks problemlos mit unterdefinierten Skizzen umgehen Sie sollten jedoch im Interesse einer nachvollziehbaren und korrekten Modellierung dafür sorgen, dass die Skizzenelemente vollständig definiert werden, bevor Sie die Skizze schließen Dies geschieht durch Einfügen von Beziehungen und durch Bema-ßen
Im nebenstehenden Bild ist z B ein Teil dargestellt, bei dem alle Skizzenelemente zunächst blau erscheinen Bei der linken und der rechten Linie ist die Beziehung
tangential zu beiden Kreisen automatisch hinzugefügt worden Nun sollen
zusätz-lich die Mittelpunkte der beiden Kreise vertikal übereinander liegen
Gitter
Skizze beenden über
Kontextmenü
Trang 31Um die fehlenden Beziehungen hinzuzufügen wählen Sie zunächst Die Funktion
BEZIEHUNG HINZUFÜGEN oder EXTRAS > BEZIEHUNGEN > HINZUFÜGEN
Wählen Sie dann z B den oberen Kreismittelpunkt und den unteren
Kreismittel-punkt aus, dann wird Ihnen die Eigenschaft vertikal als mögliche Beziehung
zwi-schen diesen beiden Elementen im Property-Manager angezeigt Klicken Sie dort
das entsprechende Symbol an und beenden Sie das Hinzufügen durch Anklicken
des OK-Hakens
Für das Anbringen der Bemaßung wählen Sie am besten die Funktion Intelligente
Bemaßung (am besten auch über Auswahl des entsprechenden Icons im
Kontextme-nü) Diese kann universell für die meisten Bemaßungen genutzt werden, da sie aus
den ausgewählten Elementen die Bemaßungsabsicht ableitet
So können Sie in dem kleinen Beispiel entsprechend einfach die Durchmesser der
beiden Kreise und den Abstand der Kreismittelpunkte bemaßen Im Ergebnis sind
dann alle Skizzenelemente schwarz, die Skizze ist vollständig definiert
Wenn Sie beim Hinzufügen von Beziehungen und Bemaßungen des Guten zu viel
tun, werden Sie feststellen, dass überdefinierte Linien von SolidWorks rot
darge-stellt und Sie aufgefordert werden, Ihre Festlegungen zu korrigieren
Wenn Sie dann beispielsweise überflüssige Beziehungen löschen wollen, wählen Sie
am einfachsten das entsprechende Beziehungssymbol in der Skizze mit der rechten
Maustaste und dann im Kontextmenü die Option Löschen
Nur am Rande soll an dieser Stelle noch dargestellt werden, wie mit der eben
entwi-ckelten Skizze der rechts dargestellte Volumenkörper ausgetragen werden kann:
Zunächst kann die Skizze verwendet werden, um das obere Auge mittig mit einer
Dicke von 10 mm auszutragen Dazu wählen Sie nach dem Schließen der Skizze das
Feature LINEAR AUSGETRAGENER AUFSATZ, selektieren in der Skizze die obere
Kreisflä-che und treffen im PropertyManager die entspreKreisflä-chenden Einstellungen Mit
Been-den des Austragens bleibt die Skizze sichtbar Wenn Sie nun erneut das Feature L
I-NEAR AUSGETRAGENER AUFSATZ anwählen, können Sie die Skizze durch Anklicken mit
der linken Maustaste wieder für die nächste Operation verwendbar machen Sie
wählen dann den Bereich zwischen den beiden Kreisflächen aus, um diesen mittig
mit einer Dicke von 6 mm auszutragen In gleicher Weise tragen Sie dann noch die
untere Kreisfläche mittig mit einer Dicke von 16 mm aus
Nach Abschluss des Austragens können Sie die Skizze im Graphikbereich oder im
Featurebaum selektieren und im Kontextmenü (rechte Maustaste) die Option
aus-blenden wählen, um die Skizze unsichtbar zu setzen
Trang 322.13 SolidWorks-Hilfen
SolidWorks verfügt über eine sehr umfangreiche Online-Hilfe, auf die Sie am fachsten durch Anklicken der Funktion HILFE in der Menüleiste oder in der Symbol-
ein-leiste Standard zugreifen Zum Abrufen kontextbezogener Hilfe klicken Sie in
ei-nem Dialogfeld auf die entsprechende Schaltfläche HILFE im PropertyManager auf
das Fragezeichen-Icon oder drücken Sie die F1-Taste
Im Online-Hilfebereich können Sie auf unterschiedliche Weise Informationen ten:
erhal-Der linke Teil des Hilfefensters ermöglicht den Zugriff über die Kapitelstruktur der Online-Hilfe
Das Eingabefeld im oberen Teil des Fensters ermöglicht Ihnen die Eingabe von Suchbegriffen zum gezielten Suchen
Auch im Internet können Sie bei Fragen rund um SolidWorks Hilfe erhalten Zum einen hat SolidWorks für den Ausbildungsbereich ein Forum eingerichtet, an dem Sie als registrierter Anwender teilhaben können (www.forum.solidworks.de), zum anderen finden Sie unter der Adresse solidworks.cad.de die „inoffizielle SolidWorks- Hilfeseite“
Hilfe
Fragezeichen
Trang 333 Konstruktionsbeispiel - Einzelteile
3.1 Einführung in das Konstruktionsbeispiel
Ziel dieser Schulungsunterlagen ist es, Sie in das Arbeiten mit dem 3D–CAD-System
SolidWorks einzuführen Dazu werden Sie zunächst alle Einzelteile des unten
darge-stellten Zylinders als Volumenkörper generieren, diese dann zu Baugruppen
zu-sammenfassen und einige Einzelteile und die Baugruppe in eine technische
Zeich-nung ableiten
Zu Beginn eines jeden Unterkapitels finden Sie eine technische Zeichnung des zu
erstellenden Teiles bzw der zu erstellenden Baugruppe
Diese Zeichnungen wurden alle auf das Buchformat angepasst und sind folglich
nicht maßstabsgetreu Die ursprüngliche Blattgröße erkennen Sie an der Angabe
rechts oben im Schriftfeld
Trang 343.2 Zuganker
Trang 35Das erste Teil, der Zuganker, ist ein einfacher Stab mit beidseitigem Gewinde
Öff-nen Sie zunächst ein neues Teil Für die Grundform des zylindrischen Körpers
er-zeugen Sie als Basisfeature einen L INEAR AUSGETRAGENEN A UFSATZ (alternativ: E
IN-FÜGEN > AUFSATZ/BASIS > LINEAR AUSTRAGEN…) Als Skizzierebene wählen Sie die
Ebene vorne
In der Ebene skizzieren Sie einen KREIS mit dem Ursprung als Mittelpunkt
Anschließend fügen Sie als INTELLIGENTE B ßUNG die Durchmesserbemaßung hinzu und setzen den Wert des Durchmessers auf 8 mm
EMA-Sie können dabei wie in der Abbildung stellt durch Klicken mit der rechten Maustaste das Kontextmenü öffnen, in dem die je nach Situation sinnvollen Befehle angeboten wer-den So erreichen Sie die Funktion intelligente Bemaßung, ohne dass Sie die Maus bis zum Befehlsmanager bewegen müssen
darge-Im PropertyManager für das Basisfeature Linear austragen1 belassen Sie die
Vorein-stellungen Von Skizzierebene und Richtung 1 Blind unverändert Als Wert für die
Tiefe der Austragung tragen Sie 174.5 mm ein, und schließen Sie das Austragen ab
Sie bekommen nun den erzeugten Volumenkörper in trimetrischer Darstellung
bild-schirmfüllend dargestellt Diese Darstellung können Sie gut für die weitere
Detaillie-rung nutzen
Als weitere Detaillierungselemente benötigen wir nun noch die beidseitigen Fasen
und Gewinde Sinnvoll ist es hier, sich an der gedachten Fertigungsreihenfolge zu
orientieren und zunächst die Fasen, dann die Gewinde anzubringen
Linear ausgetragener Aufsatz
Kreis
Intelligente Bemaßung
Trang 36Für das Erzeugen der Fasen nutzen Sie das ture FASE (alternativ: EINFÜGEN > FEATURES > FA-
Fea-SE…) Im PropertyManager für das Feature Fase belassen Sie die Voreinstellungen Fasenparameter auf Winkel-Abstand und den Winkel mit 45 Grad
unverändert Als Wert für den Abstand tragen Sie
1 mm ein Anschließend selektieren Sie mit dem Cursor die beiden Vollkreise im Grafikbereich Sie werden feststellen, dass der Cursor sich nach Auswahl der ersten Kante verändert Damit ist es Ihnen möglich, das Erzeugen der Fasen nach Aus-wahl der zweiten Kante durch einfachen Klick mit der rechten Maustaste und Auswahl des Haken-symbols im Kontextmenü die Auswahl abzuschlie-ßen
Grundsätzlich sollten Sie also beim Anbringen von Detaillierungsfeatures wie Fasen oder Run-dungen erst im PropertyManager die gewünschten Feature-Parameter eintragen (das führt auch zu einer sinnvollen Vorschau) und dann erst die Kan-ten auswählen, die der Detaillierungsoperation unterzogen werden sollen
Für das Erzeugen der Gewinde nutzen Sie die Funktion GEWINDEDARSTELLUNG (alternativ: EINFÜ- GEN > BESCHRIFTUNGEN > GEWINDEDARSTELLUNG…)
Falls erforderlich, machen Sie sich dazu die
Sym-bolleiste Beschriftung verfügbar
Treffen Sie die Einstellung Blind, um Gewinde mit der angegebenen Tiefe von 16 mm zu erzeugen,
und legen Sie als Norm DIN sowie als Typ schinengewinde fest
Ma-Selektieren Sie anschließend die beiden Kanten, wie nachfolgend dargestellt
Die Größe M8x1.0 wird Ihnen dann aufgrund der ausgewählten Kanten angeboten
Schließen Sie mit OK ab
Fase
Veränderter Cursor
Auswahl abschließen
Gewindedarstellung
Trang 37Die Kantenauswahl könnte Sie vielleicht irritieren, da ja von den selektierten
Kan-ten aus die angegebene Gewindetiefe nicht korrekt wäre In der Tat ordnet
Solid-Works aber die Gewindedarstellung dem übergeordneten Feature Linear austragen1
zu und trägt daher in der abgeleiteten Zeichnung die Gewindetiefe korrekt von der
Stirnfläche aus an Das Ergebnis ändert sich übrigens auch nicht, wenn Sie die
Rei-henfolge umkehren und erst die Gewinde anbringen und danach die Fasen
Sie werden sich weiter wundern, dass Sie von den angebrachten Gewinden wenig
sehen Lediglich ein zusätzlicher Kreis wird im Grafikfenster angezeigt Wenn Sie
den Cursor über diesen Kreis bewegen, verändert sich sein Aussehen und gibt Ihnen
damit den Hinweis auf die Gewindedefinition
Wenn Sie Wert darauf legen, können Sie die Darstellungsart der Gewinde über die
Veränderung der OPTIONEN (alternativ: EXTRAS > OPTIONEN…) anschaulicher gestalten
In der Registerkarte Dokumenteigenschaften wählen Sie zunächst im linken Fenster
Detaillierung und aktivieren dann das Kontrollkästchen bei Schattierte
Gewindedar-stellungen
Wenn Sie die Änderung mit OK abschließen, sehen Sie die entsprechende schattierte
Gewindedarstellung
Nach wie vor ist jedoch in SolidWorks keine wirkliche Gewinderille modelliert,
sondern im Gewindebereich ist lediglich eine entsprechende Textur angebracht, die
den Eindruck einer Gewinderille vermittelt (zoomen Sie sich einfach mal den
ent-sprechenden Bildausschnitt)
Zu guter Letzt verändern Sie noch die Farbe Ihres Zugankers, indem Sie am oberen
Rand des Grafikbereichs die Funktion Erscheinungsbild bearbeiten auswählen und
dem Volumenkörper im PropertyManager z B die Farbe Blau zuordnen
Sie können die Funktion Erscheinungsbild bearbeiten auch im Kontextmenü des
Veränderter Cursor
Optionen
Erscheinungsbild bearbeiten
Trang 38Zum Abschluss speichern Sie das Teil unter dem Namen Zuganker in einem neuen Verzeichnis Zylinder, in dem alle Teile für unser durchgängiges Beispiel abgelegt
werden sollen
Trang 393.3 Zylinderrohr
Trang 40Das zweite Teil, das Zylinderrohr, ist noch einfacher zu modellieren
Öffnen Sie zunächst ein neues Teil
Erzeugen Sie wieder als ture einen LINEAR AUSGETRAGENEN
Basisfea-AUFSATZ (alternativ: EINFÜGEN >
AUFSATZ/BASIS > LINEAR GEN…) Als Skizzierebene wählen
AUSTRA-Sie die Ebene vorne
In der Ebene skizzieren Sie zwei
KREISE mit dem Ursprung als telpunkt Anschließend fügen Sie als INTELLIGENTE BEMAßUNG die Durchmesserbemaßung hinzu und setzen den Wert des Durchmessers auf 63 mm bzw 67 mm
Mit-Im PropertyManager für das Basisfeature Linear austragen belassen Sie die Voreinstellungen Von Skizzierebene und
Richtung 1 Blind unverändert Als Wert für die Tiefe der
Austragung tragen Sie 152.5 mm ein, und schließen Sie das Austragen
Sie bekommen nun wieder den erzeugten Volumenkörper
in trimetrischer Darstellung bildschirmfüllend dargestellt Eine weitere Detaillierung ist bei dem Zylinderrohr nicht erforderlich
Verändern Sie noch die Farbe Ihres Zylinderrohrs, indem Sie im Featurebaum das übergeordnete Teil mit der rech-ten Maustaste auswählen Im Kontextmenü wählen Sie die
Funktion Erscheinungsbild bearbeiten und ordnen dem Volumenkörper z B auch die Farbe Blau zu
Zum Abschluss speichern Sie das Teil unter dem Namen
Zylinderrohr in dem Verzeichnis Zylinder
... data-page="20">Symbolleiste filter ein- oder aus-schalten
Auswahl-Blendet die Anzeige der leiste ein oder aus
Auswahlfilter-Symbol-Web-Symbolleiste Ein- bzw ausblenden der Web-Symbolleiste,...
sol-chen Fly-out-Menüs werden thematisch verwandte Befehle zusammengefasst
Ebenfalls in der Menüleiste angeordnet sind der Suchassistent bzw das
Fragezei-chen-Fly-out-Menü, mit dem... führte Anders als bei den
etablierten CAD-Anbietern wurde der Vertrieb der Software mithilfe von
Vertriebs-partnern organisiert Auch bei der Software-Entwicklung verfolgte SolidWorks