Allerdings erzielen einige CD-ROM-Laufwerke nicht immer ihre maximale Performance, wenn der AutoMode im BIOS eingeschaltet ist, sodass sich die optimale Betriebsart dann oftmals nur du
Trang 1Sowohl CD- als auch DVD-ROM-Laufwerke und entsprechende »Bren-ner« werden meist mit IDE-Interface angeboten und sind in den PCs als Standard anzusehen Wie bei den IDE-Festplatten erläutert, ist auch bei diesen Laufwerken der Master/Slave-Topologie Rechnung zu tragen Üblicherweise befindet sich die Festplatte als Master am ersten IDE-Port, ein DVD-Laufwerk ist hier als Slave konfiguriert, und ein Brenner wird als Master am zweiten IDE-Port angeschlossen Demnach ist bei dieser heutzutage üblichen IDE-Konfiguration ein weiteres optionales Lauf-werk (LW) als Slave an der sekundären IDE-Schnittstelle möglich
Es macht dabei keinen Unterschied, ob es sich dabei nur um Laufwerke
oder um einen »Writer« für CD und/oder DVD handelt Auch Windows behandelt einen Brenner zunächst wie ein übliches CD-ROM-Laufwerk, und die Schreibfunktionalität wird vom Brennprogramm zur Verfügung gestellt und nicht von Windows selbst
In Kapitel 9.2 wurde bereits darauf hingewiesen, dass aktuelle Laufwerke und Brenner lediglich den Modus 2 und keine höheren UDMA-Betriebsarten unterstützen, sodass für deren Anschluss prinzipiell kein 80-poliges IDE-Kabel notwendig ist, sondern nur für die Festplatte ab Ultra-ATA mit 44 MByte/s Da ein IDE-Kabel von einem Gerät zum anderen verlegt wird, ist auch das Slave-Laufwerk (siehe Bild 10.1) mit dem 80-poligen Kabel verbunden, sodass auch ein geeignetes (zukünftiges) CD/ DVD-Laufwerk die schnelleren UDMA-Modi nutzen könnte Auf jeden Fall sollte für diese Laufwerke UDMA im BIOS und in Windows konfigu-riert werden Spezielle Treiber für dieses oder jenes CD/DVD-Laufwerk gibt es nicht, sondern der jeweilige IDE-Controller und der dazugehörige Treiber sind gewissermaßen für die Erkennung und die korrekte Funktion der angeschlossenen CD/DVD-Laufwerke verantwortlich
Bild 10.1: Die IDE-Laufwerkszuordnung bei einem aktuellen PC
Trang 210.1 Konfigurierung und Anschluss
Bei ATAPI-CD-ROM-Laufwerken ist im Prinzip nichts weiter im BIOS-Setup festzulegen, außer dass der jeweilige IDE-Port natürlich aktiviert
sein muss und nicht auf Disabled geschaltet sein darf Allerdings erzielen
einige CD-ROM-Laufwerke nicht immer ihre maximale Performance,
wenn der AutoMode im BIOS eingeschaltet ist, sodass sich die optimale
Betriebsart dann oftmals nur durch Ausprobieren ermitteln lässt, wenn der Laufwerkshersteller hierfür nicht die entsprechenden Daten (welcher PIO- oder UDMA-Mode?) preisgibt
Unter DOS/Windows 3.x findet man für ein übliches CD-ROM-Lauf-werk einen speziellen Treibereintrag in der CONFIG.SYS und in der AUTOEXEC.BAT den notwendigen Gerätetreiber MSCDEX Diese Ein-tragungen werden üblicherweise automatisch mit dem zum Laufwerk gehörenden Install-Programm in diese beiden Dateien geschrieben Im Folgenden sind hierfür drei unterschiedliche Beispiele angegeben:
1 Mitsumi-CD-ROM-Laufwerk mit spezieller Controller-Karte: Die
Angaben ab P:300 legen die Daten für die Controller-Karte wie
I/O-Adresse, IRQ- und DMA-Kanal fest
2 ATAPI-CD-ROM-Laufwerk am IDE-Controller
3 SCSI-CD-ROM-Laufwerk, wofür generell zunächst der ASPI-Treiber
zu laden ist
CONFIG.SYS:
1 DEVICE=C:\CDROM\MTMCDE.SYS /D:MSCD001 /P:300 /A:0 /M:20 /T:6 /I:10
2 DEVICE=C:\CDROM\ATAPI.SYS /D:MSCD000
3 DEVICE=C:\SCSI\ASPI4DOS.SYS /D DEVICE=C:\SCSI\ASPICD.SYS /D:ASPICD0
AUTOEXEC.BAT:
1 C:\WINDOWS\MSCDEX /D:MSCD001 /M:12 /L:F
2 C:\WINDOWS\MSCDEX /D:MSCD000 /M:12 /L:F
3 C:\WINDOWS\MSCDEX /D:ASPICD0 /M:12 /L:F
Während des Boot-Vorgangs wird einem CD-ROM-Laufwerk automa-tisch immer der letzte Laufwerksbuchstabe des Systems (beispielsweise hinter den Festplattenlaufwerken als G:) zugeordnet
Für SCSI-CD-ROM-Laufwerke ist üblicherweise ein ASPI-Treiber (oder
DOSCAM-Treiber) notwendig Das Advanced SCSI Programming
Inter-face stellt eine Softwareschnittstelle für SCSI-Bus-Geräte dar und wird
immer dann benötigt, wenn andere Geräte und nicht ausschließlich zwei Festplatten am SCSI-Bus verwendet werden sollen, wie beispielsweise auch ein Scanner oder ein Tape Drive Erst nach dem Laden von ASPI (ASPI4DOS) kann bei diesem Beispiel der dazugehörige CD-ROM-Trei-ber (ASPICD.SYS) geladen werden
Derartige Treibereinträge haben ab Windows 95 eigentlich nichts in den beiden Konfigurationsdateien zu suchen, denn Windows sollte – wie
Trang 3ein-gangs erwähnt – die Laufwerke mithilfe des Windows-Treibers für die IDE-Controller ansprechen Lediglich bei älteren Laufwerken, die sich nicht als Windows-ATAPI-kompatibel erweisen, kann man hiermit (im Notfall) auch den DOS-basierten Windows-Versionen die Laufwerke zur Verfügung stellen, die dann aber nicht in der Systemsteuerung auftau-chen
Der Anschluss des Stromversorgungs- und des IDE-Kabels ist genauso durchzuführen wie bei den IDE-Festplatten Besonderheiten sind eigent-lich auch nur wieder bei älteren Modellen und SCSI-Laufwerken zu beachten Einige ältere IDE-CD-ROM-Laufwerke werden zwar an einen IDE-Port angeschlossen, da sie jedoch nicht ATAPI-konform ausgelegt sind, wird hierfür ein herstellerspezifischer Treiber benötigt, was ebenfalls für CD-ROM-Laufwerke gilt, die an einer eigenen speziellen Controller-Karte (wie bereits erwähnt) betrieben werden müssen Insbesondere die Firmen Mitsumi, Sony und Panasonic haben in der Vergangenheit einige derartige Lösungen im Programm gehabt, die nicht zu IDE und auch nicht untereinander kompatibel sind Außerdem fallen auch die ersten ZIP-Laufwerke für IDE ebenfalls in diese Kategorie
Auf einigen älteren Sound-Karten finden sich auch Anschlüsse für diese drei verschiedenen CD-ROM-Laufwerksinterfaces, die im Grunde genommen nur ein leicht abgewandeltes IDE-Interface darstellen Ein
richtiges IDE-Interface für den Anschluss eines CD-ROM-Laufwerkes ist
möglicherweise auch noch auf einigen Sound-Karten zu finden, wobei sich dieses leider nicht immer abschalten lässt und Windows 9x immer wieder veranlasst, einen Treiber hierfür anzufordern Nach Möglichkeit sollte von der Verwendung dieser herstellerspezifischen und der IDE-Laufwerksschnittstellen auf Sound-Karten kein Gebrauch gemacht wer-den, denn sie funktionieren nicht mit jedem als geeignet erscheinenden CD-ROM-Laufwerk und aktuelle Treiber gibt es hierfür meist auch nicht
Wie die Einstellung als Master oder Slave beim jeweiligen IDE-Laufwerk auszusehen hat, kann leider nicht verallgemeinert werden, da die Herstel-ler dies unterschiedlich handhaben Meist ist der entsprechende Jumper jedoch auch direkt an der Laufwerksrückseite beschriftet, oder man muss das Handbuch zum CD-ROM-Laufwerk hierfür zu Rate ziehen Mitun-ter ist neben den Steckbrücken für MasMitun-ter und Slave – es darf immer nur
ein Jumper gesteckt werden – auch einer für Cable Select (CSEL, CS) bei
allen möglichen IDE-Laufwerken finden Dieser sollte keinesfalls ver-wendet werden, denn seine Funktion stammt noch aus der veralteten, ursprünglichen IDE-Standardisierung und kann den gesamten IDE-Port
am Funktionieren hindern
Der Cable-Select-Jumper löst bei IDE-Laufwerken unterschiedliche Funktionen aus, und auch wenn er immer wieder bei CD/DVD-Lauf-werken und auch Festplatten zu finden ist, sollte er keinesfalls gesetzt werden, sondern stattdessen entweder nur der Master- oder der Slave-Jumper
Trang 4Diese manuellen (Jumper-)Einstellungen sollte man vorzugsweise immer vor dem Einbau des Laufwerks vornehmen, da man später unter Umstän-den nur schwer an diese Einstellungselemente wieder herankommt Selbst
im Fehlerverdachtsfall, wenn die Jumper-Stellung kontrolliert werden soll, kommt man oftmals nicht um einen Ausbau des Laufwerks umhin Beim Einbau eines CD-ROM-Laufwerks sollte man auch an den Audio-Anschluss zur Sound-Karte denken, der des Öfteren vergessen wird Ohne diesen Anschluss können zwar Sound-Dateien wie MIDI oder WAVE wie-dergegeben werden, die quasi als Klangdaten im Datenstrom vom CD-ROM-Laufwerk enthalten sind, es wird jedoch beim Abspielen von übli-chen Audio-CDs kein Ton zu hören sein Dieser Audioanschluss ist mit-tlerweile standardisiert (MPC-Standard), und nur bei älteren Modellen sind mitunter noch Adapterkabel für die Audio-Verbindung zwischen Laufwerks- und Sound-Anschluss notwendig
Bei aktuellen Laufwerken und Windows XP lässt sich in der Systemsteue-rung die Option DIGITALE WIEDERGABE FÜR DEN CD-PLAYER AKTIVIEREN
anklicken, was dafür sorgt, dass auch die Musikdaten einer CD digital über das IDE-Kabel transferiert werden können, sodass dieses Audiover-bindungskabel im Prinzip nicht mehr notwendig ist Diese Anschlussmög-lichkeit schadet jedoch auch nicht, zumal diese digitale Option nicht mit allen CD/DVD-Laufwerken funktioniert
Bild 10.2: Das Laufwerk wird hier als Master konfiguriert
Trang 510.2 DVD-Laufwerke und Brenner
Die DVD-ROM-Laufwerke haben vielfach bereits die CD-ROM-Lauf-werke abgelöst, und es gibt hier in der Handhabung und bei der Konfigu-ration keinerlei Unterscheide zwischen beiden Typen Das Gleiche gilt für Brenner, die im Allgemeinen genauso zu konfigurieren (Master oder Slave) und anzuschließen sind wie alle anderen IDE-Laufwerke auch, denn in den meisten Fällen sind die Writer für die IDE-Schnittstelle aus-gelegt
Eine »DVD-Scheibe« hat zwar die gleichen Maße wie eine gewöhnliche CD-ROM (12 cm Durchmesser), kann demgegenüber jedoch mindestens 4,7 GByte (maximal sogar 17 GByte) enthalten und fasst somit die sieben-fache Datenmenge Ein DVD-Laufwerk kann – muss aber nicht zwangs-läufig – mit zwei Lasern unterschiedlicher Wellenlänge ausgestattet sein,
um somit die Rückwärtskompatibilität zur CD-ROM und auch zur
wie-Bild 10.3: Die Belegung des Audio-MPC-Anschlusses ist standardisiert, sodass für die
Verbindung eines CD/DVD-Laufwerks mit einer Sound-Karte keine spezi-ellen Adapterkabel mehr notwendig sind
Trang 6derbeschreibbaren CD-RW (ReWriteable) herstellen zu können Ein DVD-Laufwerk sollte daher auch die üblichen standardisierten CD-For-mate lesen können In der Regel kann man aber nur bei den aktuellen DVD-Laufwerken davon ausgehen Gleichwohl gibt es auch hier die von CD-ROM-Laufwerken her bekannten Unverträglichkeiten – eine CD ist lesbar, eine andere hingegen nicht –, bei DVD-Laufwerken jedoch im ver-stärkten Ausmaß Die gegenüber einer CD-ROM erhöhte Datendichte hat (fast zwangsläufig) zur Folge, dass Verschmutzungen (Fingerabdrücke) oder leichte Beschädigungen (Kratzer) sich hier stärker bemerkbar machen können, was erhöhte Anforderungen an die interne Fehlerkorrek-tur der DVD-Laufwerke stellt
Bei genauerer Betrachtung gibt es für DVDs kaum nennenswerte neue Anwendungen – es ist nur ein speichergewaltiger Datenträger –, wenn
man einmal von den DVD-Spielfilmen absieht Hierfür sind die
Regional-codes eingeführt worden Mithilfe dieser Codes soll verhindert werden,
dass beispielsweise eine Video-DVD der Region 1 (USA) auf einem DVD-Player aus der Region 2 (Europa und Japan) wiedergegeben werden kann Dies erlaubt eine unterschiedliche Preisgestaltung durch die DVD-Video-Hersteller und behindert entsprechende Im- und Exporte, die wohl nied-rigere Preise zur Folge hätten
Die Regionalcode-Prüfung – Regional Playback Control (RPC) – gibt es
in zwei Varianten: DVD-Laufwerke nach RPC-Phase-1 speichern intern keinen Regionalcode, während Geräte nach RPC-Phase-2 intern einen Zähler verwenden, der die Anzahl der Regionalcode-Wechsel registriert, wobei nach maximal fünf Wechseln das Laufwerk fest auf den zuletzt eingestellten Code fixiert ist und nicht mehr geändert werden kann Die ersten DVD-Laufwerke sind entweder fest auf die – ungefährlicher erscheinende – RPC-Phase-1 eingestellt oder lassen sich auch per Jumper hierauf einstellen Meist ist diese Steckbrücke bei den Master/Slave-Jum-pern zu finden, vielfach nicht beschriftet und auch nicht im Handbuch zum Laufwerk erwähnt Im Internet ist die entsprechende Information jedoch leicht zu beschaffen
Bild 10.4: Der linke Jumper legt hier die RPC-Phase fest Wenn er gezogen wird, wird
der interne Zähler für den Regionalcode erst aktiviert
Trang 7Bei RPC-Phase-1 speichert nur die Playersoftware die Anzahl der Wech-sel, was leicht zu manipulieren ist, beispielsweise durch eine Neuinstalla-tion oder auch Veränderungen in der Registry Seit dem Jahr 2000 dür-fen aus lizenzrechtlichen Gründen eigentlich nur noch DVD-Laufwerke verkauft werden, die nach RPC-2 arbeiten, was aber nichts daran ändert, dass immer noch universelle DVD-Laufwerke im Handel zu finden sind, die sich auch entsprechend konfigurieren lassen
Die Einstellung des festzulegenden Regionalcodes erfolgt bei den Pro-grammen etwas unterschiedlich Es ist üblich, dass bereits während der Installation eine entsprechende Frage erscheint, welcher Code festgelegt werden soll, doch das lässt sich auch noch nachträglich verändern Wie bereits erwähnt, wird der Wechsel des Codes jedoch (zumindest) von der Playersoftware protokolliert, sodass typischerweise weitere fünf Verän-derungen möglich sind
Bei einigen DVD-Laufwerken gibt es einen (undokumentierten) Jum-per, der einen Einfluss auf die Regionalcode-Einstellung hat Ob er zu stecken oder zu ziehen ist, damit das Laufwerk danach die Codewech-sel nicht mehr registriert, hängt jedoch vom jeweiligen Typ ab
Bild 10.5: Bei den Eigenschaften der DVD/CD-ROM-Laufwerke lässt sich der
Regio-nalcode (DVD-Region) für diejenigen DVDs einstellen, die auf die Fest-legung eines bestimmten Codes bestehen
Trang 8Die DVD-Materie stellt sich als etwas unübersichtlich dar, insbesondere weil die Hersteller bei den wiederbeschreibbaren DVDs (DVD-RW, DVD+RW, DVD-RAM) unterschiedliche Wege beschreiten und nicht immer zweifelsfrei ersichtlich ist, wie es mit der Kompatibilität unterein-ander und zu den herkömmlichen CD-Medien (ROM, R, R/W) bestellt ist
Die Firma Pioneer hat schon seit einiger Zeit DVD-R(W)-Writer in ihrem Programm, die in Japan den höchsten Marktanteil haben, während insbe-sondere in Europa ein anderes System favorisiert wird, und zwar DVD+R oder auch DVD+RW, wie sich die wiederbeschreibbare Variante nennt Dieses System ist eine Entwicklung von Philips und Sony, gemäß einer eigenen Spezifikation, wobei DVD-R(W) offiziell vom DVD-Forum stan-dardisiert worden ist
Dabei ist das »+« in der Bezeichnung zur Abgrenzung gegenüber dem Konkurrenzprodukt mit »–« wichtig Vom technischen Standpunkt aus betrachtet ist der Unterschied zwischen Minus- und Plus-DVD äußerst gering, denn schließlich sollen beide nach dem Schreibvorgang in übli-chen DVD-Laufwerken lesbar sein Lediglich das verwendete Schichtma-terial ist unterschiedlich sowie das Format für die Schreibsynchronisie-rung von Medium und Laufwerk Im Grunde genommen sprechen rein technische Gründe weder gegen das eine noch gegen das andere
Verfah-ren Das dritte wiederbeschreibbare DVD-System ist DVD-RAM der
Hersteller Hitachi, Panasonic und Toshiba DVD-RAM hat seine Bestim-mung aber in erster Linie als Backup-Lösung gefunden und spielt beim Rennen um die universell zu beschreibende DVD eigentlich keine Rolle mehr
Mittlerweile existieren auch DVD-Writer – beispielsweise von Sony, NEC und Philips –, die sowohl das DVD-Minus- als auch das DVD-Plus-Format schreiben können, und einige wenige Modelle (z.B von LG) beherrschen außerdem das Schreiben von DVD-RAM Gemein ist diesen universellen DVD-Brennern, dass sie preislich über den Modellen liegen, die nur ein einziges DVD-Schreibformat kennen
Bild 10.6: Einer der wenigen DVD-Brenner, der sowohl DVD+RW und DVD–RW sowie
auch DVD-RAM schreiben kann, stammt von der Firma LG
Trang 9Ein Problem haben aber sowohl DVD-Plus als auch DVD-Minus; es hapert immer noch mit der Kompatibilität zu den üblichen DVD-Lauf-werken und auch den -Playern der Stereoanlage Interessanterweise liegt die eigentliche Ursache vielfach aber nicht in den Brennern selbst begrün-det, sondern in der Brennsoftware Daher ist diesem Punkt eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken, denn wie es auch bei den CD-Writern der Fall ist, ist die Brennsoftware und nicht das Betriebssystem für die Schreibfunktionalität verantwortlich Ohne die hierfür passende Software treten DVD-Brenner lediglich als übliche DVD- oder CD-ROM-Lauf-werke unter Windows in Erscheinung
Prinzipiell sind die gleichen Brennprogramme (Nero, WinOnCD usw.) für wiederbeschreibbare DVDs nutzbar, wie sie auch für die beschreibbaren CD-Medien zum Einsatz kommen, denn die DVD-Medien stellen sich gegenüber der Brennsoftware nur als übergroße CD-R(W)s dar Selbstver-ständlich muss die Brennsoftware die jeweiligen DVD-Brenner auch explizit unterstützen Die Vorgehensweise zum Brennen sowie die mögli-chen Formate sind die gleimögli-chen wie bei den CD-R(W)s, die ebenfalls von den aktuellen DVD-Brennern beschrieben werden können In der Regel wird zu einem DVD-Brenner auch entsprechende Brennsoftware mitgelie-fert, und diese sollte auch verwendet werden, denn sie stellt sicher, dass der jeweilige DVD-Brenner damit zurechtkommt Für die Anfertigung einer DVD mit Grafik-, Foto-, Audio- und Videodaten, Extras und ver-schiedenen Sprachspuren, die in verschiedene Kapitel aufgeteilt und mit Navigationselementen und Vorschauoptionen versehen werden kann, werden spezielle Authoring-Programme (z.B MyDVD von Sonic) benö-tigt, wobei diese Funktionalität in letzter Zeit auch verstärkt mit in die üblichen Brennprogramme einfließt
Bild 10.7: Alle üblichen Brennprogramme (hier Nero-Burning-ROM) können auch
DVDs beschreiben
Trang 10Ähnliche Kompatibilitätsprobleme wie bei den selbstbeschreibbaren DVDs waren zwar schon bei den ersten CD-RW-Brennern aufgetreten, was sich erst im Laufe der Zeit gebessert hat, gleichwohl sind die Fälle, in denen sich eine selbst erstellte DVD in einem üblichen DVD-Laufwerk nicht lesen lässt, weitaus häufiger, sodass einige Hersteller von DVD-Brennern – wie beispielsweise Hewlett-Packard – im Internet sogar Listen darüber führen, welche Laufwerke die selbst erstellten DVDs lesen kön-nen (sollen) Firmware-Updates bei den DVD-Laufwerken und -Brennern können möglicherweise auch Leseprobleme beheben, was für den Anwen-der im Grunde genommen aber als Zumutung erscheint
Die ersten erschwinglichen DVD-Plus-Brenner aus dem Jahre 2001, wie z.B der HP DVD100i, haben – zumindest aus meiner Erfahrung – fast nur DVDs produziert, die lediglich sie selber lesen können, aber kaum ein anderes DVD-Laufwerk Die Hoffnung, dass ein DVD-Brenner, den die Firma Medion in einem Aldi-PC verbaut, derartige Probleme nicht hervorruft, war hingegen nicht vergebens, und die mit dem Pioneer DVR-105 (DVD-Minus) erstellten DVDs konnten bisher mit all denjeni-gen DVD-Laufwerken problemlos verarbeitet werden, die sich gedenjeni-gen die mit dem HP-Brenner produzierten DVDs verweigert haben
Auch wenn immer behauptet wird, dass es prinzipiell keinen Unterschied macht, welches der beiden Formate zur Anwendung kommt und über
90 % aller DVD-Laufwerke damit zurechtkommen sollen (aber wohl nicht die gleichen Modelle), kann ich dies aus der Praxis nicht bestätigen Selbst unter dem Gesichtspunkt, dass der Pioneer DVR-105 das neuere Modell ist, kann dies eigentlich keine Entschuldigung für die DVD-Plus-Fraktion bedeuten Neuere DVD-Plus-Modelle sind wahrscheinlich nicht mehr derart unverträglich, aber wer ein funktionierendes Format für sich gefunden hat, sollte auch dabei bleiben, was gleichermaßen für die einzu-setzenden Rohlinge gilt Interessanterweise wird bei einigen DVD-Lauf-werken die Funktionalität, dass das DVD+R(W)-Format ebenfalls gele-sen werden kann, explizit ausgewiegele-sen, was bestimmt nicht grundlos erfolgt
10.3 Fehlerbehebung
Bei einem elektrischen Fehler eines CD- oder DVD-ROM-Laufwerks lässt sich in der Regel – wie bei den Festplatten auch – vom Anwender nichts mehr richten Solche Fehler sind jedoch eher selten Vielmehr sind hier vielfach die Mechanik und die Optik die Übeltäter, und eine zu hohe Temperatur kann insbesondere ältere Brenner aus dem Tritt bringen, sodass auch hierfür eine (zusätzliche) Kühlung angebracht sein kann, wie
es bei den Festplatten erläutert ist
10.3.1 Lesefehler beseitigen
Typisch sind allerdings Lesefehler, wobei zu beachten ist, ob sich bestimmte »Scheiben« von vornherein nicht lesen lassen oder ob sich eine »Leseschwäche« erst im Laufe der Zeit einstellt Das Spektrum von CD- und DVD-Medien ist mittlerweile so groß, dass es im Grunde