16-Bit-Wide-SCSI verwendet einen 68-poligen Anschluss, der alle nötigen Signalleitungen führt, und über entsprechende Adapter P-A lassen sich hiermit auch 8-Bit-Geräte einsetzen.. Viele
Trang 1SCSI-3 – der letzte SCSI-Standard (X3T9.2/xx) – ist teilweise noch im Entstehen und spezifiziert unter anderem weitere Kommandos und Protokolle mit Hilfe einer
Schichtarchitektur (SAM: SCSI Architecture Modell), die eine Fülle verschiedener
Auslegungen erlaubt Realisierungen gibt es bereits für den Fibre Channel und Firewire
(IEEE-1394), wie es in den folgenden Kapiteln noch näher beschrieben wird
Bild 5.4: Das Schichtenmodell der SCSI-3-Spezifikation schreibt die Modularisierung von
Inter-faces, Kommandos und Protokollen für unterschiedliche Geräteklassen vor
5.5 Wide-SCSI
Mit dem 8-Bit-breiten SCSI-Bus lassen sich wie erwähnt maximal acht Geräte (inklu-sive Hostadapter) und mit Wide-SCSI (16 Bit) dementsprechend 16 Geräte – jeweils inklusive Hostadapter – verwenden 16-Bit-Wide-SCSI verwendet einen 68-poligen Anschluss, der alle nötigen Signalleitungen führt, und über entsprechende Adapter (P-A) lassen sich hiermit auch 8-Bit-Geräte einsetzen Das Datenübertragungsprotokoll funktioniert dabei analog zu dem in Kapitel 5.2.2 erläuterten Verfahren, wie es bei
8-Bit-SCSI – auch als narrow SCSI bezeichnet – absolviert wird.
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Mit Hilfe geeigneter Adapter können sowohl Wide-SCSI-Festplatten am 8-Bit-SCSI-Bus (narrow SCSI) als auch 8-Bit-SCSI-Festplatten an einem Wide-SCSI-Adapter betrieben werden.
Trang 2Bezeichnung Pin Pin Bezeichnung
Trang 3Viele Hostadapter, wie etwa der AHA-2940UW der Firma Adaptec oder auch der DC-2976UW von Dawicontrol, bieten sowohl einen 50-poligen-Anschluss (für Stan-dard-SCSI) als auch einen 68-poligen Des Weiteren ist ein externer SCSI-Anschluss üblich, der aber – je nach Hersteller und Hostadapter – als 50- oder 68-poliger Anschluss ausgeführt sein kann
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Bei den gebräuchlichen Wide-SCSI-Adaptern sind nicht alle drei Anschlüsse
gleichzei-○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○
tig einsetzbar.
Bild 5.5: Der Hostadapter DC-2976UW besitzt einen externen und einen internen 68-poligen
so-wie einen internen 50-poligen Anschluss (rechts oben)
In der Regel ist es aber nicht möglich, alle drei Anschlüsse gleichzeitig zu verwen-den, da die 16-Bit- und die 8-Bit-Signale nicht unabhängig voneinander sind
Je-der SCSI-Bus (8 und 16 Bit) muss stets als einzelner Strang verkabelt sein und es
darf keine Y-Verbindung hergestellt werden
Bei Wide-SCSI-Geräten sind das untere (Low-Byte) und das obere Byte (High-Byte) nur gemeinsam zu terminieren, während bei 8-Bit-SCSI nur das Low-Byte zur Ver-fügung steht und demnach bei Bedarf zu terminieren ist Welche Kombinations-möglichkeiten sich damit üblicherweise ergeben, zeigt Bild 5.6
Trang 4Bild 5.6: Die Terminierung ist entsprechend den Gerätekombinationen entweder auf »on« oder
»off« zu schalten, wobei zu beachten ist, dass der 8-Bit-Bus nicht unabhängig vom 16-Bit-Bus ist, was daher nur bestimmte Gerätekombinationen an jeweils maximal zwei Anschlüssen erlaubt
Bei 16-Bit-Wide-SCSI wird für den Anschluss externer Geräte üblicherweise ein 68-poliger High-Density-Stecker verwendet, dessen Kontaktnummerierung in Bild 5.7 angegeben ist
Bild 5.7: Der 68-polige High-Density-Stecker für Wide-SCSI (P-Kabel)
Daneben existiert für 16-Bit-Wide-SCSI außerdem ein 80-poliger SCSI-Anschluss, der als SCA bezeichnet wird Er führt im Grunde genommen die gleichen Signale, nur gibt es hier einige zusätzliche, um das so genannte Hot-Plugging zu ermögli-chen, also das Entfernen bzw das Hinzufügen von SCSI-Geräten während des lau-fenden Betriebs, wie es etwa bei RAID-Systemen in Servern der Fall ist Eine SCA-Festplatte ist mit Hilfe eines entsprechenden Adapters auch an einem üblichen Standard- oder- Wide-SCSI-Hostadapter einsetzbar
Trang 5Bild 5.8: Eine SCA-Festplatte kann per Adapter auch an einem üblichen Wide-SCSI-Adapter
be-trieben werden SCA-Festplatten besitzen keinen eigenen Anschlussstecker für die Versorgungsspannung, da sich diese mit am Signal-Connector befindet, wie es für das Hot-Plugging notwendig ist
32-Bit-Wide-SCSI existiert bisher (fast) nur auf dem Papier Als Anschluss werden zwei Lösungen diskutiert: Entweder kommt ein 68-poliges Kabel in Kombination mit dem 50-poligen (A-Kabel) zum Einsatz, wobei das 68-polige eine abweichende Belegung gegenüber dem für 16-Bit-Wide-SCSI üblichen Kabel aufweist und hier die zusätzlichen Signale führt, oder es wird ein 110-poliges (L-Kabel) verwendet, welches zusammengefasst alle SCSI-Signale führt
5.6 Differential-SCSI
Die bisher erläuterten SCSI-Bussignale beziehen sich immer auf die Masse und führen
einen TTL-Pegel Diese Auslegung wird auch als asymmetrisch oder Single-Ended be-zeichnet Es existiert aber auch eine SCSI-Busvariante, welche als Differential-SCSI oder auch symmetrisch bezeichnet wird Für diese Lösung werden die Signale nach
der RS485-Spezifikation eingesetzt, was damit zu einem störungssichereren System führt Jedes Bussignal verwendet jeweils zwei Leitungen (+ und –), und es sind Leitungslängen von bis zu 25 m zulässig
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Single-Ended- und Differential-SCSI-Einheiten dürfen niemals über ein gemeinsames
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Buskabel miteinander verbunden werden!
Trang 6Die Dateninformation entspricht beim symmetrischen SCSI-Bus der Differenz des Spannungspegels, der auf beiden Leitungen übertragen wird Ein auftretender Stör-impuls beeinflusst somit den Spannungswert beider Signale gleichermaßen, wobei die Differenz und damit der Informationsgehalt unverändert bleiben Das folgende Bild zeigt, wie sich ein Störimpuls bei beiden Realisierungen jeweils auf die Daten-information auswirkt
Bild 5.9: Ein Störimpuls bleibt bei Differential-SCSI im Gegensatz zu Single-Ended ohne negative
Auswirkungen auf die Dateninformation
Aufgrund der unterschiedlichen Treiberelektronik ist es nicht zulässig, wenn diese beiden Ausführungen innerhalb eines SCSI-Bussystems gemeinsam verwendet wer-den, und führt zur Zerstörung der Interface
Trang 7Bezeichnung Pin Nr Pin Nr Bezeichnung
Tabelle 5.10: Die Signalbelegung bei Differntial-SCSI (internes A-Kabel) für den 8-Bit-SCSI-Bus
Trang 8Bezeichnung Pin Nr Pin Nr Bezeichnung
+ Data Bus Parity 2 5 ❚ ❚ 39 - Data Bus Parity 2
+ Data Bus Parity 1 14 ❚ ❚ 48 - Data Bus Parity 1
Trang 95.7 Ultra2-SCSI
Neben den beiden klassischen Differential-Auslegungen (8 und 16 Bit) existiert
seit Ende 1997 der Ultra2-Standard, der auch als Low Voltage Differential SCSI
(LVDS) bezeichnet wird
Die Kontaktbelegung ist zwar mit dem klassischen Differential-SCSI (Kapitel 5.6) identisch, allerdings gibt es hierzu zwei wichtige Unterschiede: Der Signalpegel ist niedriger (typischerweise +/– 350 mV statt +/– 1,5 V), was die Treiberelektronik preiswerter macht, und die Verwendung des DIFF SENS-Signals (Pin 21) ist vorge-schrieben, was erstmalig auch den Betrieb eines Single-Ended-SCSI-Gerätes an ei-nem Differential-Adapter erlaubt
DIFF SENS wird von einem angeschlossenen Single-Ended-SCSI-Gerät auf Low gezo-gen, woraufhin die Treiberbausteine automatisch in den Single-Ended-Mode ge-schaltet werden, ohne dass es dabei zu elektrischen Beschädigungen kommen kann
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Falls nur ein einziges nicht Ultra2-fähiges Gerät an einen Ultra2-Adapter
angeschlos-○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○
sen wird, arbeitet der komplette SCSI-Bus im Standard- (Wide-)Mode.
Demnach ist ein Mischbetrieb von Differential- und Single-Ended-Geräten möglich, was allerdings dazu führt, dass bei Vorhandensein eines einzigen Single-Ended-Gerätes der gesamte SCSI-Bus in dieser Art und Weise arbeiten muss
Ultra2 ist für zwei Ausführungen definiert: 8-Bit- und 16-Bit-SCSI (Wide), wobei letztere die üblichere ist Die Datenübertragungsraten betragen 40 Mbyte/s bzw
80 Mbyte/s in der Wide-Ausführung und es kommt ein 50-poliger bzw ein 68-poliger Anschluss zum Einsatz Als maximale Kabellänge wird 12 m angegeben
Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass Ultra2-SCSI-Geräte keineswegs mit den klassischen Differential-SCSI-Geräten identisch sind Für Ultra2 werden
dem-entsprechend ein Ultra2-Hostadapter und Ultra2-Geräte benötigt Ein Mix mit
Diffe-rential-SCSI kann zur Zerstörung der Elektronik führen, und Single-Ended-Geräte
am Ultra2-Adapter ergeben zumindest performancetechnisch gesehen keinen Sinn Die ersten beiden PCI-Hostadapter für Ultra2 stammen von Adaptec und Symbios Logic (ehemals NCR) Der Symbios-Adapter SYM8951U kann ausschließlich Ultra2-Geräte verwenden und bietet hierfür einen internen und einen externen 68-poligen Anschluss in der 16-Bit-Variante (Wide-SCSI) Entsprechend der Ultra2-Spezifika-tion schaltet der Symbios-Adapter in den Single-Ended-Mode, sobald ein derartiges Gerät angeschlossen wird Für diese Geräte wäre daher aus leistungstechnischen Gründen ein zweiter SCSI-Hostadapter nötig
Der Hostadapter AHA-2940U2W von Adaptec kombiniert auf der Karte praktisch zwei SCSI-Stränge (Single Ended, Ultra2) und bietet insgesamt vier Anschlüsse Zwei 68-polige – einmal intern, einmal extern – für Ultra2-Geräte (Wide-LVD), einen internen 68-poligen für Wide-SCSI (Single-Ended, Ultra) und einen weiteren internen 50-poligen für den Anschluss der üblichen SCSI-Peripherie, wie beispiels-weise eines CD-ROM-Laufwerks
Trang 10Bild 5.10: Der Adaptec-Hostadapter 2940 U2W erlaubt den Parallelbetrieb von Ultra2- (LVD),
Wide-und Standard-SCSI-Geräten
Auf dem 2940 U2W arbeitet der PCI-Ultra2-Chip AIC-7890A, der das LVD-Segment bildet, welches mit Hilfe eines Bridge-Bausteins vom Typ AIC-3860 auf single-ended umgesetzt wird
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http://www.adaptec.com
http://www.advansys.com
http://www.dawicontrol.com
http://www.symbios.com
http://www.seagate.com
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http://www.quantum.com
Die ersten Festplatten mit Ultra2-Interface gab es zunächst von Seagate (Chetah, Baracuda) und Quantum (Atlas III, Viking II), und mittlerweile werden fast alle Wide-SCSI-Festplatten mit diesem Interface hergestellt
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Alle aktuellen Wide-SCSI-Festplatten besitzen ein Ultra2-Interface Derartige Fest-platten lassen sich ohne Probleme auch an einem klassischen Wide-Interface oder –
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per Adapter – an einem 8-Bit-SCS-Interface betreiben.
Im Gegensatz zu den anderen SCSI-Ausführungen haben Ultra2-Festplatten übli-cherweise intern keine Terminierungsmöglichkeit, so dass demnach entsprechende Terminator-Adapter oder -Kabel zur Herstellung der Busabschlüsse verwendet
Trang 11wer-Parameter Daten (Seagate Baracuda 9LP)
Positionierzeit (durchschnittlich) 10 ms
Datenübertragungsrate maximal 100 Mbyte/s (16 Bit, LVDS) Aufzeichnungsverfahren 16/17 EPR4
Umdrehungsgeschwindigkeit 7.200 RPM
Data Buffer (Cache) 1.024 Kbyte
Schnittstellen Ultra, Ultra2, LVD (16 Bit)
Tabelle 5.12: Die Daten einer typischen Ultra2-SCSI-Festplatte
5.8 SCSI-Bus-Hostadapter
SCSI kann durch den PC-Hostadapter viele zusätzliche Einsteckkarten im PC er-setzen Festplatten, Scanner und CD-ROM-, ZIP- und Streamerlaufwerke werden dann alle mit dem SCSI-Bus verbunden Unabdingbar ist ein SCSI-Hostadapter, der meist als Einsteckkarte realisiert wird
Es gibt eine ganze Reihe von Herstellern von SCSI-Hostadaptern wie Symbios Logic, Dawicontrol oder Adaptec, um hier nur einige Markenhersteller zu nennen Dane-ben existieren zahlreiche weitere, wobei auch hier – wie bei den anderen PC-Kom-ponenten – unbedingt darauf zu achten ist, dass die Hersteller einen angemesse-nen Treiber-Support für die unterschiedlichen Betriebssysteme bieten Gerade bei einem SCSI-Hostadapter sollte man aus diesem Grunde den preiswert erscheinen-den No-Name-Modellen mit Skepsis begegnen, erscheinen-denn wenn überhaupt ein Support geboten wird, sind diese Firmen nach einiger Zeit vielfach wieder vom Markt ver-schwunden
Die Versuchung, beim SCSI-Hostadapter Geld zu sparen, ist relativ groß, denn ein erwiesenermaßen gutes Modell hat schon immer um die 300 DM gekostet Um es noch einmal zu verdeutlichen: Hier ist die Rede von einem SCSI-Hostadapter, also einer SCSI-Controllerkarte mit eigenem BIOS
Die einfachen SCSI-Controllerkarten, wie sie mit Scannern oder anderen
Trang 12SCSI-Bus-Bild 5.11: Eine typische SCSI-Controllerkarte, wie sie beispielsweise zu Scannern oder
CD-ROM-Brennern mitgeliefert wird, ist kein SCSI-Hostadapter, was man wie hier am nicht vor-handenen BIOS-Baustein erkennen kann
Es gibt allerdings auch Hostadapter als PCI-Einsteckkarten, die ohne ein eigenes BIOS ausgestattet sind Dazu zählen einige der Symbios- oder NCR-Hostadapter, die
im Gegensatz zu anderen Typen, z.B von der Firma Adaptec, recht preisgünstig und bereits ab ca 100 DM erhältlich sind Im Bild 5.12 ist beispielsweise der SCSI-Controller 53C810 erkennbar, der sich auf einer PCI-Einsteckkarte oder auch auf einigen Mainboards befinden kann
Das Prinzip des SCSI-BIOS ist in beiden Fällen das gleiche, es befindet sich nämlich mit im System-BIOS Zahlreiche Mainboard-Hersteller wie ASUS oder Gigabyte bie-ten in den entsprechenden BIOS-Versionen diese SCSI-Bus-Unterstützung, auch wenn man zuweilen noch nicht einmal dem Heft zum Mainboard einen entspre-chenden Vermerk entnehmen kann
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Zahlreiche BIOS-Versionen beinhalten bereits die Unterstützung für SCSI-Busgeräte,
so dass ein relativ preisgünstiger Symbios-SCSI-Controller (ohne eigenes BIOS)
ein-○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○
gesetzt werden kann.
Falls in den Mainboard-Unterlagen von einem NCR-BIOS oder SDMS-Support (SCSI
Trang 13Allerdings sind diese Optionen meist nicht so vielfältig wie bei den Hostadaptern mit eigenem BIOS, und einige werden nur über eine Diskette, die zum Lieferumfang des Adapters gehört, zur Verfügung gestellt, was ebenso für die notwendigen Trei-ber gilt Es gibt auch Mainboards, beispielsweise der Firma IWILL, die einen Adaptec-Contoller (2940U-kompatibel) besitzen
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bei diesen Mainboards meist als sehr gut zu be-werten, wenn man dabei die Anschaffungskosten für einen separaten Hostadapter berücksichtigt Leider mangelt es ihnen manchmal an der Kompatibilität im Ver-gleich zu den einzeln erhältlichen Hostadaptern und ihren Einstellungsmöglichkeiten
im SCSI-BIOS-Setup
Bild 5.12: Obwohl diese SCSI-Controllerkarte über kein eigenes SCSI-BIOS verfügt, kann sie als
vollwertiger Hostadapter verwendet werden, wenn das System-BIOS auf dem Mainboard hierfür ausgelegt ist
Der bekannteste Hersteller von SCSI-Hostadaptern ist die Firma Adaptec, die auch zahlreiche Tools und zusätzliche Programme zur Unterstützung verschiedener SCSI-Busgeräte für unterschiedliche Betriebssysteme anbietet Im folgenden sind einige verbreitete Modelle der Firma Adaptec angegeben Andere Hersteller wie Dawicontrol oder auch Advance versehen ihre Hostadapter teilweise mit Bezeichnungen, die denen von Adaptec zum Verwechseln ähnlich sind, was sicher kein Zufall ist, son-dern gewissermaßen auch die Akzeptanz der Adaptec-Hostadapter am Markt signa-lisiert
Die Adapter mit einer »42« in der Bezeichnung besitzen zusätzlich einen Controller für die Diskettenlaufwerke, was bei den Modellen mit einer »40« nicht der Fall ist