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Tài liệu Adobe Photoshop CS4- Das Praxisbuch zum Lernen und Nachschlagen- P25 pptx

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THÔNG TIN TÀI LIỆU

Thông tin cơ bản

Tiêu đề Tài Liệu Adobe Photoshop Cs4- Das Praxisbuch Zum Lernen Und Nachschlagen
Thể loại Tài liệu
Định dạng
Số trang 40
Dung lượng 11,54 MB

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Nội dung

> Die Option TABELLEN OPTIMIEREN ist ein Hinweis auf das Funktionsprinzip von Zoomify: Grobe Bilder werden in kleine »Kacheln« zerlegt und im Browser wieder zusammengefigt — offenbar in

Trang 1

GIF-Editoren weiterverarbeitet werden sollen Die Anzeige im

Browser wird jedoch nicht beeintrachtigt

ENTFERNEN REDUNDANTER PIXEL verleiht allen Pixeln in einem

Frame, die sich im Vergleich zum vorherigen Frame nicht ver-

andert haben, Transparenz Achtung: Beim Speichern unter FUR

WEB UND GERATE SPEICHERN mủssen Sie später TRANSPARENZ akti-

vieren, wenn Sie diese Option nutzen

37.6.5 Animation speichern

Um Animationen zu speichern, gehen Sie so vor wie beim Spei-

chern gewohnlicher GIF-Dateien auch Als Farbpaletten sollten

Sie PERZEPTIV, SELEKTIV oder ADAPTIV verwenden, denn nur diese

gewährleisten gleiche Farben von Frame zu Frame Das Verfah-

ren zur Berechnung etwaigen Dithers ist bei Animationen etwas

komplizierter als bei normalen GIFs, um Konsistenz zwischen den

verschiedenen Frames zu erreichen Daher kann der Speichervor-

gang etwas langer dauern

Banner sind sicherlich einer der wichtigsten Anwendungsbe-

reiche fir Animationen Es miissen ja nicht immer schrillbunte

Nervtéter sein — animierte Banner konnen auch einfach eine gute

4 Abbildung 37.51 Animationen speichern: Die But- tons @ ermöglichen einen letzten Testlauf mit verschiedenen Optimierungseinstellungen

Abspielen unter »Fũr Web und

werden (OpTIONEN FUR SCHLEI-

FENWIEDERGABE)

37.6 Animierte Bilder | 983

Trang 2

Banner-Standards

Standards haben es schwer, sich

im Internet durchzusetzen Da

Banner jedoch eine wichtige

Werbeform im Netz sind, gibt es

immerhin eine Reihe von Emp-

fehlungen und Quasi-Konventio-

nen fiir BannergréBen Deutsche

Bannergröễen werden vom VDZ,

dem Verband Deutscher Zeit-

schriftenverleger, empfohlen In-

ternationale Empfehlungen fiir

die verschiedenen Bannergroben

gibt das Interactive Advertising

Bureau (IAB) heraus

Möglichkeit sein, um mehr Informationen unterzubringen, als

der begrenzte Platz eigentlich zulasst

An der folgenden Ubersicht kénnen Sie sich beim Anlegen von Bannern orientieren - der Austausch von Werbebannern kann dadurch erleichtert werden Allerdings haben diese Quasi- Standardgrdfen auch einen Nachteil: Programme, die die Anzeige von Werbung in Browsern unterdriicken sollen, blockieren unter Umstanden alle Grafiken in diesen Formaten — auch wenn es sich nicht um Werbung handelt

IAB- Bezeichnung Gröfe (Breite x Höhe VDZ-Bezeichnung

in Pixeln)

- Full Banner with verti- 392 x 72

cal Navigation Bar

Hier steckt offensichtlich ein gro&formatiges Bild dahinter, das so aufbereitet ist, dass die Ladezeiten nicht unzumutbar

984 | 37 Bildoptimierung fir Internet und mobile Gerate

Trang 3

lang werden Dazu kommt eine kleine Bedienungskonsole mit

den Buttons zum Herein- und Herauszoomen und Verschieben

So etwas ganz ohne technische Unterstiitzung »von Hand« zu

erzeugen, ist ein mUhsames Unterfangen In Photoshop lassen

sich solche zoombaren Bilder ganz einfach mit wenigen Hand-

griffen herstellen

Um das Zoomify-Werkzeug aufzurufen, wahlen Sie DATEI «

EXPORTIEREN * ZOOMIFY Das Bild, das Sie bearbeiten wollen,

muss ebenfalls gedffnet sein

2oom@fy Viewer (qrauer Hntergund)

Zoomify Viewer [weiber Hintergrund)

Zoomify Viewer mit Navigator (schavarzer Hntergrund)

Zoomify Viewer mit Navigator (grauer Hintergruncl)

Zoomrfy Viewer mit Navigator (weBer Hnterqund)

Vorlage:; Zoorrify Viewer (schwarzer Hintergrund)

Brelte, 400 | Pixel Hohe: 400 Aixal

Toangy Weltere Purktionen und anpessbere Viewer stehen unter

> Unter VORLAGE stellen Sie ein, in welcher Umgebung das

»zoomifizierte« Bild prasentiert werden soll Sie haben die

Wahl zwischen verschiedenen Hintergriinden und kénnen

entscheiden, ob Sie zusatzlich einen Navigator einblenden

médchten Der Zoomify-Navigator funktioniert ahnlich wie

die Palette NAVIGATOR in Photoshop und erleichtert spateren

Betrachtern die Orientierung

> Als AUSGABEORT miissen Sie einen Ordner festlegen, der

HAUPTNAME wird dann der Name des Unterordners, in dem

die unterschiedlichen Zoomify-Dateien landen Die Funktion

akzeptiert keine Umlaute und Sonderzeichen als Ordnerna-

men!

> Unter BILDANORDNUNGSOPTIONEN legen Sie die eigentlichen

Arbeitsparameter von Zoomify fest Ihre Einstellungen wir-

ken sich auf Dateigré&e und Bildqualitat aus - ahnlich wie

beim Speichern von JPEGs im Dialog FUR WEB UND GERATE

SPEICHERN, aber natiirlich nicht so drastisch Zoomify-Bilder

4 Abbildung 37.52 Wenig Optionen, erstaunliche Wirkung: Zoomify

377 Zoomify: Fotos detailreich undganzgroš | 985

Trang 4

Der »Laden«-Button halt nicht,

was er verspricht

Mit der Schaltflache LapeN sollen

weitere Viewer-Vorgaben geladen

werden kénnen Es gibt auch ei-

nen Photoshop-Preset-Ordner na-

mens Zoomiry Der enthalt je-

doch nur die schon bekannten

Vorlagen Auf der Website, deren

Link Sie unten im Dialog finden,

habe ich keine Vorlagen zum

Download entdecken können Al-

lerdings kann sich der Besuch

trotzdem lohnen: Es gibt dort Up-

grades und fiir Zoomify-Power-

user erganzende (kostenpflichtige)

Software zum Modifizieren der

Designs

Abbildung 37.53 >

Die Vorlage, ein Bild mit stattli-

chen 1125x1125 Pixeln, wird

flott »zoomifiziert« und anschlie-

Bend direkt im Browser angezeigt

Hier die Variante mit Navigator

erscheinen im Vergleich zu normal weboptimierten JPEGs wegen ihrer hOheren Aufldsung immer als sehr hochwertig

> Die Option TABELLEN OPTIMIEREN ist ein Hinweis auf das Funktionsprinzip von Zoomify: Grobe Bilder werden in kleine

»Kacheln« zerlegt und im Browser wieder zusammengefigt — offenbar in einer Tabelle, die hier fiir noch kủrzere Ladezeiten eben auch optimiert werden kann

> Mit den BROWSEROPTIONEN bestimmen Sie, wie grof das Bild- fenster im Browser werden soll Die Make sollten natiirlich

die GröBe ihres Ausgangsbildes nicht ủberschreiten Da das

Bild spater frei verschiebbar ist, mlissen die Proportionen des Bildfensters allerdings nicht zwingend mit den Bildproportio- nen Ubereinstimmen

Sobald Sie Ihre Einstellungen getätigt haben, klicken Sie auf

Ok, und der Export beginnt Haben Sie zuvor IN WEBBROWSER

OFFNEN aktiviert, wird die Datei auch sofort nach dem Export

in Ihrem lokalen Browser angezeigt Der Zoomify-Export geht so schnell, dass Sie verschiedene Vorlagen ausprobieren konnen

Trang 5

eine SWF-Datei (Zoomify funktioniert auf Basis von Flash) und

einen Unterordner Wenn Sie den offnen, konnen Sie die einzel-

nen Bildkacheln sehen

ie von Zoomify erzeugten Ein- hochladen, wenn Sie das Foto online zeigen méchten zeldateien aus dem Schuhbild

(Ansicht in Bridge)

377 Zoomify: Fotos detailreich und ganz grok | 987

Trang 6

38 Farbmanagement - Mehr

Farbtreue auf allen Geräten

Farbkonsistenz ist ein Thema, seit mit dem Computer Druck-

vorlagen hergestellt und Bilder bearbeitet und in Form digitaler

Daten an Ausgabegerdte Ubergeben werden Farbmanagement

kann es wesentlich erleichtern, dass Farbe vom Foto bis zum

Ausdruck, vom Entwurf bis zum fertigen Druck identisch bleibt -

wenigstens annahernd

Dieses Kapitel erklart, wie Farbmanagement funktioniert Sie

erfahren, was auf Sie zukommt, wenn Sie Farbmanagement in

lhren Arbeitsprozess integrieren wollen, und Sie erhalten natiir-

lich Hinweise zu den Farbmanagement-Einstellungen in Photo-

shop

381 Funktionsweise und Einsatzgebiete

Wohl jeder, der auch nur Fotos aus der Digitalkamera mit dem

heimischen Tintenstrahldrucker ausgedruckt hat, kennt diese

ernuchternde Erfahrung: Die Farben auf dem gedruckten Bild

sehen ganz anders aus als auf dem Bildschirm und weichen még-

licherweise auch von dem ab, was Sie selbst in der aufgenomme-

nen Situation gesehen haben

Licht oder Tinte? | Dieser unerwiinschte Effekt hangt damit

zusammen, dass alle beteiligten Gerdte wie Kameras, Monitore,

Scanner, Drucker oder Druckmaschinen nur einen Teil der Farben

aufnehmen oder darstellen k6nnen, die das menschliche Auge

sieht Au&erdem haben die verschiedenen an der Bildreproduk-

tion beteiligten Gerdte technisch bedingt ein unterschiedliches

Farbverhalten Auf dem Bildschirm oder im Display einer Digi-

cam werden Farben auf ganz andere Art erzeugt als auf Papier,

namlich mit Licht Beim gedruckten Bild entsteht der Farbein-

381 Funktionsweise und Einsatzgebiete | 989

Trang 7

Zum Nachlesen

Grundlegende Informationen ũber

Farben und Farbsysteme finden

Sie in Kapitel 6, »Bildbearbeitung:

Farbe ist gerateabhangig | Problematisch hinsichtlich Farbkon-

sistenz ist auch, dass jedes Gerat die RGB- oder CMYK-Farbda-

ten, die es erhalt, ein wenig anders interpretiert Woran liegt das?

Genau genommen bezeichnen Farbwerte wie RGB 160/140/12 oder CMYK 40/44/60/30 nicht eine bestimmte Farbe Diese Werte sind vielmehr Reproduktionsanweisungen fiir das Gerdt,

das die Farbe darstellen soll Und diese Reproduktionsanweisun-

gen werden von Gerat zu Gerat unterschiedlich umgesetzt (selbst zwei typgleiche Monitore oder Drucker werden selten dasselbe

Bild genau gleich wiedergeben!)

Farbräume und Farbmodelle | Der Schliisselbegriff, um Farb- darstellung und Farbmanagement zu verstehen, ist »Farbraum« Ein Farbraum ist ganz allgemein eine Menge von Farben: die Menge aller Farben, die wir sehen kénnen; alle Farben, die eine bestimmte Kamera aufnimmt, die ein Monitor anzeigt oder die ein Drucker auf Papier bringen kann Gleichzeitig ist ein Farbraum (oder Farbraumsystem) aber auch ein mathematisches Konstrukt, mit dem die raumliche Anordnung von Farben beschrieben wird Die verschiedenen Farbmodelle, mit denen Farbe erfasst oder reproduziert wird (RGB, CMYK und andere) haben unterschied-

lich groBe, nicht Ubereinstimmende Farbraume

990 | 38 Farbmanagement - Mehr Farbtreue auf allen Geraten

Trang 8

Säulen von Farbmanagement-Systemen | Um diese Unter-

schiede aufzufangen und Uber den gesamten Arbeitsablauf hin-

weg fiir vorhersagbare, mdglichst konstante Farbeigenschaften zu

sorgen, wurde das Farbmanagement entwickelt Einige wenige

Annahmen bilden die wichtigsten Säulen von Farbmanagement-

Systemen:

> Hinsichtlich ihrer Farbwiedergabe sind alle am Herstellungs-

prozess beteiligten Gerdte (Kameras, Scanner, Monitore, Dru-

cker und Druckmaschinen) mehr oder weniger unzuverlassig

> Das spezielle Farbverhalten der einzelnen Gerate ist messbar

> Die gemessene Farbcharakteristik von Geraten kann in

Dateien festgehalten werden (sogenannten Profildateien,

Profilen oder |CC-Profilen —- mehr dazu unten) Profile stellen

Korrekturanweisungen fiir gerdtespezifische »Falschfarben«

dar

> Profile werden als zusätzliche Information an Bilddateien

angefligt, sodass deren eigene Farbeigenschaften bei der

Reproduktion idealerweise unverandert bleiben

> Mit Photoshop verwalten Sie die Profile

Durch konsequent umgesetztes Farbmanagement wird die Dar-

stellung von Farben innerhalb des Publishing-Arbeitsablaufs von

den Gerdten und deren speziellen Farbeigenschaften unabhan-

giger und liefert zuverlassigere Ergebnisse Vor allem fur die

Uberfiihrung von Farben aus dem relativ groken RGB-Farbraum

(bei Monitoren, Kameras, Scannern) in den kleineren Druck-

Farbraum CMYK - die unweigerlich mit Verlusten einhergeht —

bietet Farbmanagement gute Steuerungsméglichkeiten Auch bei

der Arbeit mit Farbmanagement geht nicht alles »von allein«: Es

ist immer noch der menschliche Bildbearbeiter, der wichtige Ent-

scheidungen treffen muss, und auch mit Farbmanagement bleibt

Farbkonsistenz im DTP eine Herausforderung

[ICC]

Das ICC (International Color Con- sortium) ist ein Zusammenschluss von urspriinglich acht Industrie- unternehmen aus dem Bereich Druckvorstufe, Soft- und Hard- ware Es wurde 1993 gegriindet,

um herstellerunabhangige, be- triebssystem- und softwaretiber- greifende Standards fiir das Farb- management zu entwickeln Inzwischen gelten die Farbma- nagement-Spezifikationen des ICC als Standard (»ICC-Profile«)

4 Abbildung 38.3 Ein Vergleich der Farbraume RGB und CMYK macht deutlich, wieso gedruckte Farben anders aussehen miissen als Farben am Bildschirm Die schuhsohlenférmige Norm- farbtafel stellt den Farbraum des normalsichtigen menschlichen Auges dar Die rote Linie zeigt den Umfang eines RGB-Far- braums, die blaue Linie zeigt den Farbraum, der sich beim Vierfarb- Druck auf hochwertigem Papier ergeben wide

38.1 Funktionsweise und Einsatzgebiete | 991

Trang 9

Ein komplexes System

Ein umfangreiches, aber aufge-

raumtes Dialogfeld, hinter dem

(inzwischen) auch recht schliissige

Konzepte stehen

Vom Farbmanagement kénnen nicht nur Druckvorstufenprofis profitieren — auch in eine »halb professionelle« Arbeitsumgebung kann Farbmanagement integriert werden, wenn man mdchte Fur viele Anwender — auch gestandene Grafiker und andere im Prepress-Bereich Arbeitende — ist Farbmanagement ein Thema,

um das sie einen weiten Bogen machen Farbmanagement gilt als sehr trocken und theoretisch, ủberdies als in der Praxis schwer umsetzbar In den Anfangstagen des Farbmanagements erschien

dessen Integration in den Arbeitsablauf tatsächlich undurch-

schaubar, selbst fiir erfahrene Anwender: Anstelle des Workflows ohne Farbmanagement, der aber mit etwas Erfahrung einigerma- Ren vorhersehbare Ergebnisse produziert, hatte man mit Farbma- nagement pldétzlich eine Reihe neuer, unbekannter Probleme

Synchronisierti Tore Creative Suile"Anwendurgsn verwenden die gleichen Farbeinatelungen Sornit wird ein gkichmébiges Fartranagement! gawshrieistel,

— Enstelungn: (Eiiapal Giickerstufe 2 | -

— Arbeitsferbedume ——

Cotsen g heDi ch bri 1

RGB: | Eingebeltate ProAle baibchaltom CHAYES | Eingebettete Profle bebehaltern

brierungstools Und nicht zuletzt: Die Entscheidung flr die Arbeit

mit Farbmanagement sollte von allen am Workflow Beteiligten

— Lieferanten wie Empfangern von Daten — mitgetragen werden Zwar bringt Farbmanagement wohl jedem Photoshop-Anwender

Vorteile Wegen der Anfangsinvestitionen (Zeit, Lernaufwand,

Geld) scheint es jedoch nicht immer angemessen, Farbmanage- ment einzurichten

992 | 38 Farbmanagement - Mehr Farbtreue auf allen Geraten

Trang 10

Wer Farbmanagement nicht unbedingt braucht | Wer viel Erfah-

rung hat und in einer gut kontrollierten Produktionsumgebung

ftir nur ein Medium arbeitet, kommt auch ohne Farbmanage-

ment aus Wenn Sie zum Beispiel immer mit demselben Druck-

haus zusammenarbeiten und wenn entweder Sie selbst oder der

Dienstleister die gelieferten CMYK-Daten so bearbeiten kann,

dass sie flir die festgelegten Druckbedingungen passen, können

Sie auf Farbmanagement verzichten

Auch fiir Anwender, die nur gelegentlich auf dem Desktop-

Drucker Fotos zu Papier bringen wollen, ist es wohl meist zu auf-

wendig, ein vollstandiges Farbmanagement-System einzurichten

Dasselbe gilt wohl auch flir Grafik-Freiberufler, die als typische

Einzelkampfer auftreten: Bei nur einem Arbeitsplatz dauert es

lange, bis sich die notwendigen Anschaffungen amortisieren

Fir wen Farbmanagement sinnvoll ist | Professionelle Anwen-

der sollten Uber die Integration von Farbmanagement in ihren

Arbeitsablauf nachdenken Vor allem dann, wenn Sie Farben auf

einem Gerat mit einem relativ kleinen Farbraum — z B Vierfarb-

druck — ausgeben wollen, ist Farbmanagement von Nutzen Denn

dabei ergeben sich unweigerlich Farbverschiebungen Wenn Sie

nicht gerade, wie oben beschrieben, in einem eingespielten und

sehr begrenzten Produktionsrahmen arbeiten, hilft Ihnen Farb-

management, etwaige Farbverdnderungen zu begrenzen und

besser zu kontrollieren

Farbmanagement ist auch dann sinnvoll, wenn Sie haufig

verschiedene Ausgabegeräte bedienen oder verschiedene Set-

tings flir die Ausgabe wahlen (verschiedene Druckumgebungen,

Papierarten usw.) oder wenn Sie Bildmaterial aus zahlreichen

unterschiedlichen Quellen beziehen — insbesondere dann, wenn

die Bilder, die Sie bekommen, ihrerseits Farbprofile haben, also

mit Farbmanagement-Einstellungen gespeichert wurden Auch,

wenn Sie gar nicht wissen, auf welchem Ausgabegerat Ihre Daten

spater landen, ist Farbmanagement sinnvoll - zum Beispiel, wenn

Sie Bilder fur Bilddatenbanken produzieren

Um hier eine halbwegs aussagekraftige Ansicht zu erhalten, sind Farbmanagement-Maknahmen unver- zichtbar Hier sehen Sie links die RGB-Bilder, rechts die Simulation des (ungefahren) Druckergebnisses

Farbmanagement im Web?

Auch beim Publizieren fiir das

Web brauchen Sie Farbmanage- ment in der Regel nicht Da sich nie voraussagen lasst, auf wel- chem Monitor Ihre Farbdaten

landen, bleiben farbechte Web-

bilder und Internetseiten weiter- hin nur ein unerfiillter Designer- wunsch Grundkenntnisse im Farbmanagement sind aber auch

Trang 11

38.2 Farbmanagement einrichten

Farbmanagement ist - wie bereits erwahnt - nicht nur eine Frage bestimmter Photoshop-Einstellungen, sondern umfasst

Wer arbeitet mit Ihnen? Spre-

chen Sie mit Bildlieferanten,

Teamkollegen und lhrer alle Arbeitsstationen des Desktop-Publishings, von Digicam und Drucke reil Scanner Uber Ihren eigenen Bildschirm-Arbeitsplatz bis hin zur Die schönste kalibrierte Arbeits- Druckerei oder dem Desktop-Drucker Bevor ich Ihnen im nachs- umgebung mit Farbmanagement ten Abschnitt erklare, wie Farbmanagement in Photoshop funk-

Lieferanten und Abnehmer lhrer

Dateien mit in die Planung ein-

tere MaBnahmen treffen, klaren 38.21 Ihre Arbeitsumgebung

eines farbsicheren Publishing-Workflows

Sie ab, ob die Lieferanten und Der Monitor | Der Monitor, an dem Sie arbeiten, ist kein beson-

Dateien Ihren Farbmanagement- = altern und verandern ihre Farbeigenschaften, und selten liefern

BOT GY Nae en One zwei gleiche Monitore exakt dieselben Farben ab Auberdem eventuell sogar schon Farbma- H8ố[n fiu<EEd b licht di B3H HS l

die Sie Ihre Strategie anpassen tor erheblich Dennoch ist der Monitor Ihr wichtigstes Arbeits- miissen Dies betrifft vor allem und Kontrollinstrument Umso wichtiger ist, dass Sie daftir sor- die zu verwendenden Profle gen, dass seine Leistung so gut wie mdglich ist Dazu gehört

das Kalibrieren des Monitors (siehe den nachsten Abschnitt), aber auch, dass Sie |hre Arbeitsumgebung mit etwas Sorgfalt einrichten Davon profitieren Sie nicht nur, wenn Sie Bilder flr die Druckausgabe vorbereiten Auch Korrekturen von Farbe und Kontrast, bei denen der Bildschirm ein wichtiges Kontrollinstru- ment ist, geraten besser

Dreimal dasselbe rote Quadrat - Das lasst sich an dem kleinen trifft aber auch fiir die Farben auf dreimal eine andere Wirkung: Die Quadrat zeigen, Ihrem Bildschirm zu!

Umgebung beeinflusst die

Farbwahrnehmung

Der optimale Arbeitsplatz | Der perfekte Bildbearbeiter- und Druckvorstufen-Arbeitsplatz ware eine triste Angelegenheit: farb- neutrales Grau rundum (auch thre Kleidung, die auf den Moni- tor reflektieren koénnte!), kein Tageslicht, stattdessen gleich blei- bende kUinstliche Beleuchtung, keine Blendungen durch Fenster

994 | 38 Farbmanagement- Mehr Farbtreue auf allen Geraten

Trang 12

oder Lampen Damit waren die wichtigsten Fehlerquellen fiir

menschliches Farbsehen ausgeschaltet:

> bunte Farben in der Umgebung des Bildschirms (sie reflektie-

ren in den Monitor und beeintrachtigen |hr Farbempfinden),

> die Farbe (»Lichttemperatur«) des Umgebungslichts,

etwaige Blendreflexe und

> allgemein zu groke Helligkeit am Arbeitsplatz

Die Gegebenheiten des Arbeitsplatzes verbessern | Sie milssen

sich nicht in einen mittelgrau gewandeten Höhlenbewohner ver-

wandeln, aber bereits mit wenigen Anderungen kénnen Sie die

Qualitat Ihres Arbeitsplatzes entscheidend verandern

> Wechselnde Lichtverhaltnisse - mal Tageslicht, mal Kunst-

licht - fũhren zu unterschiedlicher Farbwahrnehmung Fủr

die Beleuchtung professioneller Grafik-Arbeitsplatze gibt es

Leuchtmittel, die genormtes Kunstlicht ausstrahlen Farb-

kritische Arbeiten sollten Sie lieber im Schein einer solchen

Lampe erledigen als bei Tageslicht, das im Tagesverlauf wech-

selt Fur die gebrauchlichen Normlichtarten gibt es Lichtquel-

len im Handel

> Bunte Farben im direkten Arbeitsumfeld können Ihre Farb-

wahrnehmung beeinflussen Dazu gehdren farbige Tisch-

platten, Plakate, aber auch die Desktop-Oberflache Ihres

Rechners und Ihre Kleidung Die meisten solcher Störquellen

lassen sich einfach ausschalten

> Vermeiden Sie Blendungen durch Fenster oder Lampen und

allgemein eine zu helle Beleuchtung (dadurch wirken Bild-

schirmfarben zu hell und zu »schlapp«) Das kommt nicht nur

der Farbwahrnehmung zugute: Auch Ihre Augen werden es

Ihnen danken

38.2.2 Den Monitor kalibrieren und profilieren

Monitore sind — neben Desktop-Druckern, deren Farbwieder-

gabe vom verwendeten Papier, aber auch von Parametern wie

der Luftfeuchtigkeit oder der Patronencharge abhangen kann -

die unzuverlassigsten Gerate im gesamten Publishing-Prozess:

lhre Farbdarstellung kann sich mit den geleisteten Betriebsstun-

den andern und wird (siehe oben) vom Umgebungslicht stark

beeinflusst Dabei ist der Monitor Ihr wichtigstes Anzeigeinstru-

ment Deswegen sollte er kalibriert werden Durch die Kalibrie-

rung wird sichergestellt, dass die Farben einer Datei korrekt am

Bildschirm angezeigt werden Gleichzeitig wird dabei ein aktuel-

les Monitorprofil gewonnen

4 Abbildung 38.9 Gegen Streulicht hilft ein Blend- schutz am Bildschirm High-End- Monitore werden gleich mit die- ser sogenannten »Hutze«

geliefert, mit etwas Geschick lasst sich so ein Blendschutz aber auch

schnell selbst bauen

[Normlicht]

Wie eine Farbe erscheint, ist ent- scheidend vom Umgebungslicht abhangig Das gilt besonders fiir Gedrucktes: SchlieBlich entsteht Farbe hier ja durch Reflexion bzw Absorption von Teilen des Lichtes, mit dem die bedruckte Flache be- leuchtet wird Um gleichblei- bende und vergleichbare Bedin- gungen ftir die grafische Industrie

zu schaffen, wurden verschiedene Normen fiir Lichtquellen geschaf- fen Heute sind die Normlichtfar-

ben D50 (5000° K) und D65

(6500° K) am gebräuchlichsten D50 soll dem Mittagslicht ent- sprechen, es wirkt zunachst etwas ungewohnt gelblich D65 ist kủh- ler In Druckereien ist D50 als Proof-Beleuchtung vorgeschrie- ben 5ie können jedoch auch D65 benutzen und Ihren Arbeitsablauf darauf einstellen

38.2 Farbmanagement einrichten | 995

Trang 13

Weiterfiihrendes

Wollen Sie mehr zum Thema Kali-

brierung wissen, so lesen Sie im

Buch »Adobe Photoshop CS4 -

fortgeschrittene Techniken« von

Thomas Bredenfeld nach (ISBN

97 8-3-8362-1237-3, Galileo

Press)

Monitorprofile | Das Erzeugen individueller Profile — gleichgủltig,

ob beim Monitor oder anderen Geraten — lauft immer nach dem gleichen Schema ab: Sie ist der Abgleich von Soll (»Welche Farbe sollte eigentlich vom Gerat dargestellt werden?«) und Ist (»Wel- che Farbe wurde tatsachlich angezeigt?«)

Konkret geschieht das, indem Testfarben von einer genorm- ten Vorlage ausgegeben oder eingelesen werden Dann wird mit Hardwareunterstủtzung ermittelt, wo und wie stark das Ergeb- nis von der Vorlage abweicht Diese Abweichung flie&t dann in das individuelle Profil des Gerdtes ein So beschreibt das Profil die speziellen Ein- oder Ausgabeeigenschaften des Gerdates Im Fall der Drucker- oder Kameraprofile spielen auch noch weitere Parameter wie verwendete Papiere oder Belichtung eine Rolle Konkret heift das, dass Sie beispielsweise ein fir Papiersorte X erzeugtes Druckerprofil beim Drucken auf Papier Y nicht benut- zen kénnen und dass ein Kameraprofl fiir Fotos unter Studiobe- dingungen beim Waldspaziergang nichts taugt

Kolorimeter | Um einen Bildschirm sachgerecht zu kalibrieren, brauchen Sie ein Kolorimeter Das Kolorimeter kann Farben objektiver und genauer messen, als es »nach Augenmaf« mög- lich wäre Dazu gehört auBerdem immer passende Software, die genormte Referenzfarben auf den Bildschirm bringt, die dann vom Kolorimeter gemessen werden Die Software verarbeitet die gemessenen Werte und speichert sie in einem Profil ab Fir Kali- brierungshard- und -software gibt es verschiedene Hersteller, das Funktionsprinzip ist jedoch immer ahnlich

4 Abbildung 38.10 4 Abbildung 38.11 Monitor mit Kolorimeter Das Kolorimeter misst die darge-

stellten Farben (hier ein Gerat vom Hersteller Eye-One)

Kalibrierung | Danach beginnt die eigentliche Kalibrierung Dazu wird das Kolorimeter direkt vor die Bildschirmoberflache gehangt Uber USB ist es auch mit dem Rechner verbunden, auf dem die passende Software installiert ist Die Kalibriersoftware stellt auf dem Bildschirm verschiedene Farben und Grauwerte dar Das

996 | 38 Farbmanagement- Mehr Farbtreue auf allen Geraten

Trang 14

Kolorimeter misst die Werte, die auf dem Bildschirm »ankom-

meng, und liefert die Daten an den Rechner zurtick Die Software

vergleicht dann die am Monitor dargestellten und gemessenen

Werte mit den Referenzfarben, die eigentlich dargestellt werden

sollten Aus der Differenz kann die Software dann die Korrek-

turen errechnen, die kiinftig notwendig sind, damit Farben auf

diesem Bildschirm korrekt dargestellt werden Die Ergebnisse der

Messung werden dann in einem ICC-Profil abgespeichert Meist

wird dieses Profil dann automatisch im richtigen Ordner abgelegt

Nachbereitung | Nach der Kalibrierung diirfen die Monitor-Reg-

ler zur Einstellung von Farbwiedergabe, Helligkeit und Kontrast

nicht mehr verandert werden Doch auch dann, wenn Sie nicht

an den Monitoreinstellungen herumspielen, sollten Sie den Kali-

brierungsvorgang von Zeit zu Zeit wiederholen Denn ob Rdhre

oder Flachbildschirm — Monitore altern und verandern ihre Farb-

wiedergabe unmerklich oder werden zunehmend dunkler Etwa

einmal im Monat sollten Sie Ihren Bildschirm neu kalibrieren und

das Monitorprofll aktualisieren Das ist nicht so viel Aufwand: Mit

etwas Routine ist die Bildschirmkalibrierung in 10 bis 30 Minuten

erledigt

Fertige Bildschirmprofile | Wer das Verfahren zu aufwendig

findet, muss nicht ganz auf das Geraderichten der Bildschirm-

Farbausgabe verzichten Manche Monitorhersteller bieten Profile

zu ihren Geraten an Wenn Sie flr Ihren Monitor einen Treiber

installiert haben, stehen die Chancen gut, dass sich auch das Pro-

fil schon im richtigen Systemordner befindet Falls Sie einen Plug-

and-Play-Monitor benutzen, miissen Sie die mitgelieferte Trei-

ber-CD oder das Internet nach einem aktuellen Profil fiir Ihren

Bildschirmtyp durchforsten

Einstellung nach Augenmaf | Auch fiir die Pi-mal-Daumen-

Einstellung per Sichtkontrolle gibt es Hilfen Bis zur Version CS2

lieferte Adobe als Photoshop-Zubehér noch das Tool Adobe

Gamma aus, mit dem man die Monitoreinstellungen schrittweise

justieren konnte Seit der Version CS3 wird Adobe Gamma nicht

mehr mitgeliefert Wer eine friihere Creative-Suite-Version ins-

talliert hatte, kann das Tool weiterhin benutzen Es gibt jedoch

auch noch weitere Quellen fủr solche Einstellungsassistenten —

im Internet

Bei Apple leistet auŠerdem das systemeigene ColorSync

hilfreiche Dienste Die Justierung nach Augenmab ist allerdings

deutlich ungenauer als die Vermessung mit dem unbestechlichen

Kolorimeter

Vorbereitung

Jiele /M\onitore — vor al en Ni 'enmonifore —- Drauchen eine /WVelle, bIs sie die volle Leistung 2rbringen Lasser

schirm alsc Tiind

1, sollte r

seins tellungen inres Bil

schirms wieder herstellen be

einigen <alib 1erung sp aKketen

Teen »ie Zunä

Kameraprofile Auch Kameras kann man profilie- ren, allerdings braucht man ver- schiedene Profile fiir unterschied- liche Lichtverhältnisse

Kamera-Farbeigenschaften mit

wenig Aufwand verbessern

Auch wenn [nnen individuelles Profiiieren zu autwendig ist, kon

PB ot el i ws ee mo ng

16h 5I€ đI6 FarDWIeqderøaDe€

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38.2 Farbmanagementeinrichten | 997

Trang 15

Dieser Assjstent hilft lhnen, Ihren oniter 2u kalibrierer (Inđ einl

© Gamma-Korrektur cigenes ColorSync Profil zu erstellen Mit einem korrekt kalibrierten

Monitor kann das System und andere Software, die ColorSync

© Farbtemperatur verwenden, Farben optimal an das Originalbild anpassen

® Administrator Diese Schritte gehdren zur Kalibrierung des Monitors:

® Name (Auf bestimmten Monitoren konnen manche Schritte

ri Ubersprungen werden.)

© Zusammenfassung

+ Anpassen von Helligkeit und Kontrast des Monitors

* Bestimmen der Luminanz-Wiedergabekurven

des Monitors

+ Auswahlen der gewUnschten Gamma-Wiedergabekurve + Auswahlen der gewiinschten Farbtemperatur (Warmes oder kaltes Weill)

ivi Experten-Modus ~ Dies schaltet weitere Optionen ein

Wenn Sie wirklich fir die Druckvorstufe produzieren, ist die- ses Verfahren dann auch keine wirkliche Alternative zum hard- waregestlitzten Kalibrieren Wenn Ihnen allerdings beispielsweise schon immer die Fotos von Ihrem Belichtungsdienst zu dunkel vorkamen oder Sie versuchen wollen, Ihre Druckausgabe am hei- mischen Tintenstrahler zu verbessern, kann Ihnen die »visuelle Kalibrierung« schon ein Stick weiterhelfen

38.2.3 Weitere Profile - individuell erzeugt oder

fix und fertig Wie bereits erwahnt, bendtigen Sie flr alle beteiligten Gerdte -

nicht nur fiir den Monitor - Profil-Dateien (auch Profile, Farb- profile oder ICC-Profile genannt), die die besonderen Farbeigen- schaften der jeweiligen Geräte beschreiben

Wahrend es noch nicht allzu kostspielig ist, ein individuel-

les Scannerprofil zu erstellen, rei®t die Profilierung von Druckern schon eher Locher in Ihr Budget Ebenso wie bei Monitoren sollte man Druckerprofile haufig erneuern, da Drucker sehr insta- bile Farbeigenschaften haben kénnen Die Papiersorte, die Luft-

feuchtigkeit und der Fiillstand von Kartusche oder Patrone sind Griinde fiir Schwankungen

Sie miissen die Profile jedoch nicht zwangslaufig alle selbst erzeugen, wenn Sie mit Farbmanagement arbeiten wollen

Es gibt mehrere Mdglichkeiten, die sich hinsichtlich des Auf-

wandes, aber auch in Hinblick auf die Genauigkeit unterscheiden:

998 | 38 Farbmanagement - Mehr Farbtreue auf allen Geräten

Trang 16

Individuelle Profile - alles selbst erstellt | Das funktioniert fủr eee

Monitors: Das Farbverhalten wird bestimmt, indem man ein

genormtes Farbmuster anzeigen oder ausgeben lasst, das Ergeb-

nis mit speziellen Geraten misst und mit einer Kalibrierungssoft-

ware auswerten lasst Dieses Verfahren ist aufwendig und recht

kostspielig, aber wenn Sie richtig arbeiten, ist es exakt

> Um ein Druckerprofil zu generieren, brauchen Sie ein weite-

res Messgerat — ein Spektrofotometer — samt Software oder

eine teure Kombildsung, die Monitor und Drucker kalibrieren

und profilieren kann

> Um exakte Scannerprofile zu gewinnen, ist immerhin auch

spezielle Software ndtig Au®erdem brauchen Sie eine

genormte Scanvorlage, ein sogenanntes Target

> Auch manche Digitalkameras lassen sich profilieren Dazu

bendtigen Sie ebenfalls ein Testchart und eine Software, die

das Ergebnis auswertet Es wird unter den Bedingungen foto-

grafert, flr die das Kameraprofl spater gelten soll Vor allem

in der Produktfotografle und fiir wissenschaftliche Aufgaben

werden profiierte Kameras eingesetzt

Individuelle Profile - Auswertung machen lassen | Als preis-

giinstigere Alternative zum selbst gemachten Druckerprofil kön-

nen Sie eine bereits gedruckte Normvorlage zu einem Dienstleis-

ter schicken, um das Ergebnis dort professionell ausmessen zu

lassen Sie bekommen dann ein fertiges Profil zurtick Sie sparen

sich die Kosten flr eigene Soft- und Hardware Diese Variante

ist allerdings nur dann zu empfehlen, wenn Sie nur gelegentlich

farbkritische Jobs erledigen und Ihre Profile nicht standig aktuell

halten mủssen

Profile im Hardware-Lieferumfang | Vorgefertigte Profile gibt es

nicht nur flr Monitore Oft lasst sich mit den Profilen, die im

ten sind, brauchbare Qualitat erreichen Wenn Sie kein Profil auf fic alien

dem mitgelieferten Installationsmedium finden, lohnt sich auch

ein Blick auf die Hersteller-Webseite

Profile von Dritten | Profile sollten mdglichst exakt auf das Gerat

angepasst sein, mit dem sie verwendet werden Insofern hért es

sich zunachst widersinnig an, Profile aus »fremden Quellen« zu

benutzen Doch gerade fủr Vierfarbdruck-Profile und Arbeits-

farbraum-Profile gibt es geeignete Bezugsquellen Stellen wie

das ICC oder das europdische Pendant, die European Color Ini-

tiative, und andere in Druck und Farbmanagement involvierte

38.2 Farbmanagement einrichten | 999

Trang 17

Zum Weiterlesen:

Arbeitsfarbraum

Mehr iiber Arbeitsfarbraume fin-

den Sie Abschnitt 38.3.2

Firmen und Institutionen sind eine gute Anlaufstelle Aber auch Ihr Drucker vor Ort hat unter Umstanden genau das Profil, das Sie brauchen, wenn Sie auf seinen Maschinen drucken lassen wollen Fragen Sie nach!

Linktipps: Quellen fiir |CC-Profile | Unter diesen Webadressen finden Sie nicht nur Farbprofile, sondern auch weiterfiihrende, zum Teil sehr detaillierte Informationen zum Thema Farbmanage- ment

> Die European Color Initiative stellt |CC-Profile flir den Off- setdruck und den Arbeitsfarbraum ECI-RGB 1.0 zur Verfiigung (www eci org)

> Das International Color Consortium (iCC) bietet zahlreiche sehr fachspezifische Informationen und unter dem Meni- punkt ICC RESOURCE CENTER auch Profile zum Herunterladen

an (www.color.org)

> Die Seite ICCView ermdglicht es, Farbraum-Modelle in 3D anzusehen und zu vergleichen Die Modelle können gedreht und bewegt werden! Die Abbildungen machen das Grund- problem des Digital Publishing — die Arbeit in verschiedenen Farbraumen — sehr anschaulich Auf der Site gibt es auch Pro- fille zum Herunterladen (www iccview.de/content/view/4/8/ lang,de)

> ZMG und lfra, zwei Organisationen fiir Zeitungs- und Media-Publishing, haben die Qualitatsinitiative Zeitungs- druck (QUIZ) gestartet und bieten auch ein spezielles Pro- fil fr den Farbdruck in Zeitungen an Sie kénnen es unter www ifra com/website/website nsf/html/CONT_CONS_DL? OpenDocument&CTDL&G anfordern

Wohin mit den Profilen? | Profile konnen nur dann richtig funk- tionieren, wenn sie an der richtigen Stelle in Ihrem Computer gespeichert sind Kalibrierungs- und Profilierungssoftware sorgt meist schon von selbst dafiir, dass die Profildateien dort landen,

wo sie hingehdren Auch beim Installieren neuer Gerdte werden

die Profile manchmal automatisch hinzugefiigt

Profile, die Sie herunterladen oder vom Dienstleister bekom- men, missen Sie allerdings selbst in den richtigen Ordner befdr- dern:

> Unter Windows werden Profile standardmakig unter C:\ WINDOWS\SYSTEM32\SPOOL\DRIVERS\COLOR gespeichert Sie erkennen Profildateien an der Endung ».icm«

> Mac OS X sichert Profile unter /LIBRARY/COLORSYNC/PROFILES

1000 | 38 Farbmanagement - Mehr Farbtreue auf allen Geraten

Trang 18

$82u einem Archiv hinzufigen

$B2u "519391065 ror" hinzufigen

WArctivieren und per Email versenden

§BAls "S51931D6S rar" archivieren und par Emal versenden

Es geniigt nicht, ein Monitorprofll

zu haben Wenn Sie Profile aus

Figenschaften von Anzeige

Designs Deskton | Bildschimschares | Dersiehing © Dias Eraalroan on dae Slarrl4dxtergllft# dan Mor‡a! :

Dư ghSpd Ngõ đt trứn ha Bo cac dd 1.1 dem Web oder von einer Installa- kai AlialuMuis Phun PapMotier tions-CD beziehen, miissen Sie

Slandacmontoproit $19085 ihrem System meist mitteilen,

+1, Phag ured Plaptdoriter mt Radeon 1300/81 £50 Sen

Bidschiimafii sung Foibepanki at

Nach dem Installieren von Farbprofilen mủssen Sie Photoshop

und andere Adobe-Anwendungen neu starten

38.3 Farbmanagement-Einstellungen in

Photoshop

Sie haben die wichtigsten Randbedingungen Ihrer Produktion

geklart, Ihnen liegen Profile fiir alle beteiligten Gerdte vor, und

Sie haben sie korrekt installiert bzw gespeichert? Dann kann es

losgehen mit den Farbmanagement-Einstellungen in Photoshop

38.3 Farbmanagement-Einstellungen in Photoshop | 1001

Trang 19

Photoshop ist das Bindeglied zwischen allen Eingabe- und Aus- gabegeraten und gleichzeitig die Steuerzentrale fiir das Farb- management Mit dem Befehl BEARBEITEN s FARBEINSTELLUNGEN

([e ]+[Strg ]+[k] bzw Le ]+[#]+[K]) rufen Sie das kompakte, aber

sehr machtige Dialogfeld auf

iM_ Bgl

Synchronisert; Ihre Creative Suite-Anwendungen verwenden die _——

gkichen Farbenstellungen, Somit wird ein gleichmaBiges

Farbmemagemert gewahrleistet,

6 Farbrnanagersent-Richtirien

RGB: Eingebeltete Profile beibehalten & v

CMYK: Einnsbelde Profibeibehalen “ở v

we “Eingebettete Profile belbehatten

Profilabieichung: [7 \Boim GAnen wihlen [\/]Beim Einhigan wihien

Fehlerde Profile: [7 |Bain Ö#nen wuählsn

9 Komvertierungsoptionen

Modul Adobe (ACE) vị

Pricritats _Ralabw farhrnelrch [Aitefenkompensierung verwenden [7 |Dither vorwenden (Bilder mk ¢ Bit/Kansl)

[7 |Szenerbezogene Profile kompensieren

: : yo Eingebettete Profle bsibehalten: Das cingebettete Farbprofi wird in einem neu

Die Einste | | ụ nge n fù r das Farb ma- ee vias ee auch wenn das lpia richt dem

h ‘ “ aktuellen ArbeitsFarbraum artspricht Baim Import von Farben in ein RGB-

nagem ent in Photosh Op Sie mũs- oder Graustufen-Dokumert ha die Farbdarstellung Vorrang yor den

sen zunachst auf die Schaltflache numerischen Farbwerten, beim Import von Farben in en CMYK-Dokumert

hingegen dis numerischen Farbwerte vor der Farbdarsielung,

Mer OpTIONEN klicken, um diese

ausfủhrliche A nsicht zu öffnen

Der Dialog gliedert sich in vier Blöcke:

` Im ersten Block stellen Sie die ARBEITSFARBRÄUME @ fiir RGB, CMYK, Graustufen und Volltonfarben ein

> Wenn Sie eine Datei in Photoshop Offnen, hat sie bereits ein Profil — oder auch nicht Unter FARBMANAGEMENT-RICHTLINIEN

© legen Sie fest, wie mit der Datei verfahren werden soll

Pm Mit den KONVERTIERUNGSOPTIONEN © steuern Sie, nach wel- chen Regeln die Umrechnung von einem Farbraum in den anderen erfolgt

> Dazu kommen noch einige Funktionen, die zum Bedienungs- komfort beitragen: Die Liste EINSTELLUNGEN @ dient zur Vor- wahl von Einstellungskonstellationen, und es gibt auch But- tons Zum SPEICHERN und LADEN eigener Einstellungen (rechts

1002 | 38 Farbmanagement - Mehr Farbtreue auf allen Geraten

Trang 20

oben) sowie ein Feld BESCHREIBUNG (unten) mit erlauternden

Texten Dessen Inhalt wechselt je nach Mausposition Die

ERWEITERTEN EINSTELLUNGEN werden in der Praxis eher selten

genutzt, sie konnen die Monitordarstellung stark verandern

Was hat es nun mit den einzelnen Optionen und Funktionen auf

sich?

Im Dialog FARBEINSTELLUNGEN gibt es eine Vielzahl möglicher

Konfigurationen Welche Konstellation nun »die beste« ist, kann

nicht pauschal beantwortet werden Die Auswahl richtet sich

danach, flir welches Medium Sie aktuell produzieren Photoshop

bietet fiir die wichtigsten Workflows fertige Voreinstellungen

Dadurch sparen Sie nicht nur viele Klicks, die angebotenen Opti-

onskonstellationen gelten als »narrensicher«: Sie sind von Adobe

getestet worden und werden fur weniger erfahrene Nutzer emp-

fohlen In der Liste unter EINSTELLUNGEN wabhlen Sie sie aus

38.3.2 Arbeitsfarbraume

Was ist ein Arbeitsfarbraum? | Arbeitsfarbraume sind ein

anfangs schwer fassbares, aber dennoch sehr wichtiges Konst-

rukt: Sie ermdglichen die von konkreten Gerdten unabhangige

Beschreibung der Farben einer Datei Sie sollen den Verlust von

Farbinformationen bei der farbmanagement-gestiitzten Arbeit

verhindern — oder zumindest verringern Wie die profilierten

Gerate haben auch Arbeitsfarbraume eigene Profile Welches

das »richtige« Arbeitsfarbraum-Profll ist, entscheidet sich jedoch

nicht (anders als bei den Geraten) durch eine Messung In wel-

chem Arbeitsfarbraum Sie arbeiten, ist eine Festlegung (aller-

dings keine willkiirliche) Photoshop liefert zahlreiche Profile fiir

Arbeitsfarbraume mit

Welche konkreten Vorteile das Konzept der Arbeitsfarbraume

bringt, kann man am besten verstehen, wenn man etwas zurtick-

blickt: Bis vor einigen Jahren war im Farbmanagement namlich

noch der RGB-Farbraum des aktuell verwendeten Monitors

der Ausgangspunkt fiir die Umrechnung von den in RGB vor-

liegenden Bilddaten in den CMYK-Farbraum Das war aus zwei

Griinden problematisch: Der Farbraum eines durchschnittli-

chen Feld-Wald-und-Wiesenmonitors enthalt im Bereich der

Griin- und Cyanténe meist deutlich weniger gesattigte Farben,

als im hochwertigen Vierfarbdruck darstellbar sind (Monitore mit

besonders grokem Farbraum gibt es auch, sie sind aber selten)

Wenn Farbkonvertierungen zu CMYK auf der Grundlage eines

solchen durchschnittlichen Monitorfarbraums erfolgten, kam es

— Ensgtelungen: Europa, Druckverstute 2 IMÍ |

Sài Ki Te Wdton:| Buropa, uriversale An 2 Monttorfarben

r— Farkmanaaemen| Kos, aGe:| Sbye Unwersa_mit_ Wang

^ Abbildung 3848 Vorgefertigte Farbmanagement- Einstellungen liefern in den meis- ten Fallen ausreichend gute Ergebnisse Neben den Photo- shop-Standards sehen Sie hier auch einige individuelle Profile

Farbmanagement-Einstellun

gen in Arbeitsteams

ie Funktionet | Sp E

LADEN kõnnen SIe auch nutze

im sicherzugenen, dass alle /V\it-

raroma

nu zer Jatel erzeuot Endung

Wiese Date onnen Sie naturlich

DEN auf anderen Rechnern ver

Ngày đăng: 24/12/2013, 20:15

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