> Die Option TABELLEN OPTIMIEREN ist ein Hinweis auf das Funktionsprinzip von Zoomify: Grobe Bilder werden in kleine »Kacheln« zerlegt und im Browser wieder zusammengefigt — offenbar in
Trang 1GIF-Editoren weiterverarbeitet werden sollen Die Anzeige im
Browser wird jedoch nicht beeintrachtigt
ENTFERNEN REDUNDANTER PIXEL verleiht allen Pixeln in einem
Frame, die sich im Vergleich zum vorherigen Frame nicht ver-
andert haben, Transparenz Achtung: Beim Speichern unter FUR
WEB UND GERATE SPEICHERN mủssen Sie später TRANSPARENZ akti-
vieren, wenn Sie diese Option nutzen
37.6.5 Animation speichern
Um Animationen zu speichern, gehen Sie so vor wie beim Spei-
chern gewohnlicher GIF-Dateien auch Als Farbpaletten sollten
Sie PERZEPTIV, SELEKTIV oder ADAPTIV verwenden, denn nur diese
gewährleisten gleiche Farben von Frame zu Frame Das Verfah-
ren zur Berechnung etwaigen Dithers ist bei Animationen etwas
komplizierter als bei normalen GIFs, um Konsistenz zwischen den
verschiedenen Frames zu erreichen Daher kann der Speichervor-
gang etwas langer dauern
Banner sind sicherlich einer der wichtigsten Anwendungsbe-
reiche fir Animationen Es miissen ja nicht immer schrillbunte
Nervtéter sein — animierte Banner konnen auch einfach eine gute
4 Abbildung 37.51 Animationen speichern: Die But- tons @ ermöglichen einen letzten Testlauf mit verschiedenen Optimierungseinstellungen
Abspielen unter »Fũr Web und
werden (OpTIONEN FUR SCHLEI-
FENWIEDERGABE)
37.6 Animierte Bilder | 983
Trang 2Banner-Standards
Standards haben es schwer, sich
im Internet durchzusetzen Da
Banner jedoch eine wichtige
Werbeform im Netz sind, gibt es
immerhin eine Reihe von Emp-
fehlungen und Quasi-Konventio-
nen fiir BannergréBen Deutsche
Bannergröễen werden vom VDZ,
dem Verband Deutscher Zeit-
schriftenverleger, empfohlen In-
ternationale Empfehlungen fiir
die verschiedenen Bannergroben
gibt das Interactive Advertising
Bureau (IAB) heraus
Möglichkeit sein, um mehr Informationen unterzubringen, als
der begrenzte Platz eigentlich zulasst
An der folgenden Ubersicht kénnen Sie sich beim Anlegen von Bannern orientieren - der Austausch von Werbebannern kann dadurch erleichtert werden Allerdings haben diese Quasi- Standardgrdfen auch einen Nachteil: Programme, die die Anzeige von Werbung in Browsern unterdriicken sollen, blockieren unter Umstanden alle Grafiken in diesen Formaten — auch wenn es sich nicht um Werbung handelt
IAB- Bezeichnung Gröfe (Breite x Höhe VDZ-Bezeichnung
in Pixeln)
- Full Banner with verti- 392 x 72
cal Navigation Bar
Hier steckt offensichtlich ein gro&formatiges Bild dahinter, das so aufbereitet ist, dass die Ladezeiten nicht unzumutbar
984 | 37 Bildoptimierung fir Internet und mobile Gerate
Trang 3lang werden Dazu kommt eine kleine Bedienungskonsole mit
den Buttons zum Herein- und Herauszoomen und Verschieben
So etwas ganz ohne technische Unterstiitzung »von Hand« zu
erzeugen, ist ein mUhsames Unterfangen In Photoshop lassen
sich solche zoombaren Bilder ganz einfach mit wenigen Hand-
griffen herstellen
Um das Zoomify-Werkzeug aufzurufen, wahlen Sie DATEI «
EXPORTIEREN * ZOOMIFY Das Bild, das Sie bearbeiten wollen,
muss ebenfalls gedffnet sein
2oom@fy Viewer (qrauer Hntergund)
Zoomify Viewer [weiber Hintergrund)
Zoomify Viewer mit Navigator (schavarzer Hntergrund)
Zoomify Viewer mit Navigator (grauer Hintergruncl)
Zoomrfy Viewer mit Navigator (weBer Hnterqund)
Vorlage:; Zoorrify Viewer (schwarzer Hintergrund)
Brelte, 400 | Pixel Hohe: 400 Aixal
Toangy Weltere Purktionen und anpessbere Viewer stehen unter
> Unter VORLAGE stellen Sie ein, in welcher Umgebung das
»zoomifizierte« Bild prasentiert werden soll Sie haben die
Wahl zwischen verschiedenen Hintergriinden und kénnen
entscheiden, ob Sie zusatzlich einen Navigator einblenden
médchten Der Zoomify-Navigator funktioniert ahnlich wie
die Palette NAVIGATOR in Photoshop und erleichtert spateren
Betrachtern die Orientierung
> Als AUSGABEORT miissen Sie einen Ordner festlegen, der
HAUPTNAME wird dann der Name des Unterordners, in dem
die unterschiedlichen Zoomify-Dateien landen Die Funktion
akzeptiert keine Umlaute und Sonderzeichen als Ordnerna-
men!
> Unter BILDANORDNUNGSOPTIONEN legen Sie die eigentlichen
Arbeitsparameter von Zoomify fest Ihre Einstellungen wir-
ken sich auf Dateigré&e und Bildqualitat aus - ahnlich wie
beim Speichern von JPEGs im Dialog FUR WEB UND GERATE
SPEICHERN, aber natiirlich nicht so drastisch Zoomify-Bilder
4 Abbildung 37.52 Wenig Optionen, erstaunliche Wirkung: Zoomify
377 Zoomify: Fotos detailreich undganzgroš | 985
Trang 4Der »Laden«-Button halt nicht,
was er verspricht
Mit der Schaltflache LapeN sollen
weitere Viewer-Vorgaben geladen
werden kénnen Es gibt auch ei-
nen Photoshop-Preset-Ordner na-
mens Zoomiry Der enthalt je-
doch nur die schon bekannten
Vorlagen Auf der Website, deren
Link Sie unten im Dialog finden,
habe ich keine Vorlagen zum
Download entdecken können Al-
lerdings kann sich der Besuch
trotzdem lohnen: Es gibt dort Up-
grades und fiir Zoomify-Power-
user erganzende (kostenpflichtige)
Software zum Modifizieren der
Designs
Abbildung 37.53 >
Die Vorlage, ein Bild mit stattli-
chen 1125x1125 Pixeln, wird
flott »zoomifiziert« und anschlie-
Bend direkt im Browser angezeigt
Hier die Variante mit Navigator
erscheinen im Vergleich zu normal weboptimierten JPEGs wegen ihrer hOheren Aufldsung immer als sehr hochwertig
> Die Option TABELLEN OPTIMIEREN ist ein Hinweis auf das Funktionsprinzip von Zoomify: Grobe Bilder werden in kleine
»Kacheln« zerlegt und im Browser wieder zusammengefigt — offenbar in einer Tabelle, die hier fiir noch kủrzere Ladezeiten eben auch optimiert werden kann
> Mit den BROWSEROPTIONEN bestimmen Sie, wie grof das Bild- fenster im Browser werden soll Die Make sollten natiirlich
die GröBe ihres Ausgangsbildes nicht ủberschreiten Da das
Bild spater frei verschiebbar ist, mlissen die Proportionen des Bildfensters allerdings nicht zwingend mit den Bildproportio- nen Ubereinstimmen
Sobald Sie Ihre Einstellungen getätigt haben, klicken Sie auf
Ok, und der Export beginnt Haben Sie zuvor IN WEBBROWSER
OFFNEN aktiviert, wird die Datei auch sofort nach dem Export
in Ihrem lokalen Browser angezeigt Der Zoomify-Export geht so schnell, dass Sie verschiedene Vorlagen ausprobieren konnen
Trang 5eine SWF-Datei (Zoomify funktioniert auf Basis von Flash) und
einen Unterordner Wenn Sie den offnen, konnen Sie die einzel-
nen Bildkacheln sehen
ie von Zoomify erzeugten Ein- hochladen, wenn Sie das Foto online zeigen méchten zeldateien aus dem Schuhbild
(Ansicht in Bridge)
377 Zoomify: Fotos detailreich und ganz grok | 987
Trang 638 Farbmanagement - Mehr
Farbtreue auf allen Geräten
Farbkonsistenz ist ein Thema, seit mit dem Computer Druck-
vorlagen hergestellt und Bilder bearbeitet und in Form digitaler
Daten an Ausgabegerdte Ubergeben werden Farbmanagement
kann es wesentlich erleichtern, dass Farbe vom Foto bis zum
Ausdruck, vom Entwurf bis zum fertigen Druck identisch bleibt -
wenigstens annahernd
Dieses Kapitel erklart, wie Farbmanagement funktioniert Sie
erfahren, was auf Sie zukommt, wenn Sie Farbmanagement in
lhren Arbeitsprozess integrieren wollen, und Sie erhalten natiir-
lich Hinweise zu den Farbmanagement-Einstellungen in Photo-
shop
381 Funktionsweise und Einsatzgebiete
Wohl jeder, der auch nur Fotos aus der Digitalkamera mit dem
heimischen Tintenstrahldrucker ausgedruckt hat, kennt diese
ernuchternde Erfahrung: Die Farben auf dem gedruckten Bild
sehen ganz anders aus als auf dem Bildschirm und weichen még-
licherweise auch von dem ab, was Sie selbst in der aufgenomme-
nen Situation gesehen haben
Licht oder Tinte? | Dieser unerwiinschte Effekt hangt damit
zusammen, dass alle beteiligten Gerdte wie Kameras, Monitore,
Scanner, Drucker oder Druckmaschinen nur einen Teil der Farben
aufnehmen oder darstellen k6nnen, die das menschliche Auge
sieht Au&erdem haben die verschiedenen an der Bildreproduk-
tion beteiligten Gerdte technisch bedingt ein unterschiedliches
Farbverhalten Auf dem Bildschirm oder im Display einer Digi-
cam werden Farben auf ganz andere Art erzeugt als auf Papier,
namlich mit Licht Beim gedruckten Bild entsteht der Farbein-
381 Funktionsweise und Einsatzgebiete | 989
Trang 7Zum Nachlesen
Grundlegende Informationen ũber
Farben und Farbsysteme finden
Sie in Kapitel 6, »Bildbearbeitung:
Farbe ist gerateabhangig | Problematisch hinsichtlich Farbkon-
sistenz ist auch, dass jedes Gerat die RGB- oder CMYK-Farbda-
ten, die es erhalt, ein wenig anders interpretiert Woran liegt das?
Genau genommen bezeichnen Farbwerte wie RGB 160/140/12 oder CMYK 40/44/60/30 nicht eine bestimmte Farbe Diese Werte sind vielmehr Reproduktionsanweisungen fiir das Gerdt,
das die Farbe darstellen soll Und diese Reproduktionsanweisun-
gen werden von Gerat zu Gerat unterschiedlich umgesetzt (selbst zwei typgleiche Monitore oder Drucker werden selten dasselbe
Bild genau gleich wiedergeben!)
Farbräume und Farbmodelle | Der Schliisselbegriff, um Farb- darstellung und Farbmanagement zu verstehen, ist »Farbraum« Ein Farbraum ist ganz allgemein eine Menge von Farben: die Menge aller Farben, die wir sehen kénnen; alle Farben, die eine bestimmte Kamera aufnimmt, die ein Monitor anzeigt oder die ein Drucker auf Papier bringen kann Gleichzeitig ist ein Farbraum (oder Farbraumsystem) aber auch ein mathematisches Konstrukt, mit dem die raumliche Anordnung von Farben beschrieben wird Die verschiedenen Farbmodelle, mit denen Farbe erfasst oder reproduziert wird (RGB, CMYK und andere) haben unterschied-
lich groBe, nicht Ubereinstimmende Farbraume
990 | 38 Farbmanagement - Mehr Farbtreue auf allen Geraten
Trang 8Säulen von Farbmanagement-Systemen | Um diese Unter-
schiede aufzufangen und Uber den gesamten Arbeitsablauf hin-
weg fiir vorhersagbare, mdglichst konstante Farbeigenschaften zu
sorgen, wurde das Farbmanagement entwickelt Einige wenige
Annahmen bilden die wichtigsten Säulen von Farbmanagement-
Systemen:
> Hinsichtlich ihrer Farbwiedergabe sind alle am Herstellungs-
prozess beteiligten Gerdte (Kameras, Scanner, Monitore, Dru-
cker und Druckmaschinen) mehr oder weniger unzuverlassig
> Das spezielle Farbverhalten der einzelnen Gerate ist messbar
> Die gemessene Farbcharakteristik von Geraten kann in
Dateien festgehalten werden (sogenannten Profildateien,
Profilen oder |CC-Profilen —- mehr dazu unten) Profile stellen
Korrekturanweisungen fiir gerdtespezifische »Falschfarben«
dar
> Profile werden als zusätzliche Information an Bilddateien
angefligt, sodass deren eigene Farbeigenschaften bei der
Reproduktion idealerweise unverandert bleiben
> Mit Photoshop verwalten Sie die Profile
Durch konsequent umgesetztes Farbmanagement wird die Dar-
stellung von Farben innerhalb des Publishing-Arbeitsablaufs von
den Gerdten und deren speziellen Farbeigenschaften unabhan-
giger und liefert zuverlassigere Ergebnisse Vor allem fur die
Uberfiihrung von Farben aus dem relativ groken RGB-Farbraum
(bei Monitoren, Kameras, Scannern) in den kleineren Druck-
Farbraum CMYK - die unweigerlich mit Verlusten einhergeht —
bietet Farbmanagement gute Steuerungsméglichkeiten Auch bei
der Arbeit mit Farbmanagement geht nicht alles »von allein«: Es
ist immer noch der menschliche Bildbearbeiter, der wichtige Ent-
scheidungen treffen muss, und auch mit Farbmanagement bleibt
Farbkonsistenz im DTP eine Herausforderung
[ICC]
Das ICC (International Color Con- sortium) ist ein Zusammenschluss von urspriinglich acht Industrie- unternehmen aus dem Bereich Druckvorstufe, Soft- und Hard- ware Es wurde 1993 gegriindet,
um herstellerunabhangige, be- triebssystem- und softwaretiber- greifende Standards fiir das Farb- management zu entwickeln Inzwischen gelten die Farbma- nagement-Spezifikationen des ICC als Standard (»ICC-Profile«)
4 Abbildung 38.3 Ein Vergleich der Farbraume RGB und CMYK macht deutlich, wieso gedruckte Farben anders aussehen miissen als Farben am Bildschirm Die schuhsohlenférmige Norm- farbtafel stellt den Farbraum des normalsichtigen menschlichen Auges dar Die rote Linie zeigt den Umfang eines RGB-Far- braums, die blaue Linie zeigt den Farbraum, der sich beim Vierfarb- Druck auf hochwertigem Papier ergeben wide
38.1 Funktionsweise und Einsatzgebiete | 991
Trang 9Ein komplexes System
Ein umfangreiches, aber aufge-
raumtes Dialogfeld, hinter dem
(inzwischen) auch recht schliissige
Konzepte stehen
Vom Farbmanagement kénnen nicht nur Druckvorstufenprofis profitieren — auch in eine »halb professionelle« Arbeitsumgebung kann Farbmanagement integriert werden, wenn man mdchte Fur viele Anwender — auch gestandene Grafiker und andere im Prepress-Bereich Arbeitende — ist Farbmanagement ein Thema,
um das sie einen weiten Bogen machen Farbmanagement gilt als sehr trocken und theoretisch, ủberdies als in der Praxis schwer umsetzbar In den Anfangstagen des Farbmanagements erschien
dessen Integration in den Arbeitsablauf tatsächlich undurch-
schaubar, selbst fiir erfahrene Anwender: Anstelle des Workflows ohne Farbmanagement, der aber mit etwas Erfahrung einigerma- Ren vorhersehbare Ergebnisse produziert, hatte man mit Farbma- nagement pldétzlich eine Reihe neuer, unbekannter Probleme
Synchronisierti Tore Creative Suile"Anwendurgsn verwenden die gleichen Farbeinatelungen Sornit wird ein gkichmébiges Fartranagement! gawshrieistel,
— Enstelungn: (Eiiapal Giickerstufe 2 | -
— Arbeitsferbedume ——
Cotsen g heDi ch bri 1
RGB: | Eingebeltate ProAle baibchaltom CHAYES | Eingebettete Profle bebehaltern
brierungstools Und nicht zuletzt: Die Entscheidung flr die Arbeit
mit Farbmanagement sollte von allen am Workflow Beteiligten
— Lieferanten wie Empfangern von Daten — mitgetragen werden Zwar bringt Farbmanagement wohl jedem Photoshop-Anwender
Vorteile Wegen der Anfangsinvestitionen (Zeit, Lernaufwand,
Geld) scheint es jedoch nicht immer angemessen, Farbmanage- ment einzurichten
992 | 38 Farbmanagement - Mehr Farbtreue auf allen Geraten
Trang 10Wer Farbmanagement nicht unbedingt braucht | Wer viel Erfah-
rung hat und in einer gut kontrollierten Produktionsumgebung
ftir nur ein Medium arbeitet, kommt auch ohne Farbmanage-
ment aus Wenn Sie zum Beispiel immer mit demselben Druck-
haus zusammenarbeiten und wenn entweder Sie selbst oder der
Dienstleister die gelieferten CMYK-Daten so bearbeiten kann,
dass sie flir die festgelegten Druckbedingungen passen, können
Sie auf Farbmanagement verzichten
Auch fiir Anwender, die nur gelegentlich auf dem Desktop-
Drucker Fotos zu Papier bringen wollen, ist es wohl meist zu auf-
wendig, ein vollstandiges Farbmanagement-System einzurichten
Dasselbe gilt wohl auch flir Grafik-Freiberufler, die als typische
Einzelkampfer auftreten: Bei nur einem Arbeitsplatz dauert es
lange, bis sich die notwendigen Anschaffungen amortisieren
Fir wen Farbmanagement sinnvoll ist | Professionelle Anwen-
der sollten Uber die Integration von Farbmanagement in ihren
Arbeitsablauf nachdenken Vor allem dann, wenn Sie Farben auf
einem Gerat mit einem relativ kleinen Farbraum — z B Vierfarb-
druck — ausgeben wollen, ist Farbmanagement von Nutzen Denn
dabei ergeben sich unweigerlich Farbverschiebungen Wenn Sie
nicht gerade, wie oben beschrieben, in einem eingespielten und
sehr begrenzten Produktionsrahmen arbeiten, hilft Ihnen Farb-
management, etwaige Farbverdnderungen zu begrenzen und
besser zu kontrollieren
Farbmanagement ist auch dann sinnvoll, wenn Sie haufig
verschiedene Ausgabegeräte bedienen oder verschiedene Set-
tings flir die Ausgabe wahlen (verschiedene Druckumgebungen,
Papierarten usw.) oder wenn Sie Bildmaterial aus zahlreichen
unterschiedlichen Quellen beziehen — insbesondere dann, wenn
die Bilder, die Sie bekommen, ihrerseits Farbprofile haben, also
mit Farbmanagement-Einstellungen gespeichert wurden Auch,
wenn Sie gar nicht wissen, auf welchem Ausgabegerat Ihre Daten
spater landen, ist Farbmanagement sinnvoll - zum Beispiel, wenn
Sie Bilder fur Bilddatenbanken produzieren
Um hier eine halbwegs aussagekraftige Ansicht zu erhalten, sind Farbmanagement-Maknahmen unver- zichtbar Hier sehen Sie links die RGB-Bilder, rechts die Simulation des (ungefahren) Druckergebnisses
Farbmanagement im Web?
Auch beim Publizieren fiir das
Web brauchen Sie Farbmanage- ment in der Regel nicht Da sich nie voraussagen lasst, auf wel- chem Monitor Ihre Farbdaten
landen, bleiben farbechte Web-
bilder und Internetseiten weiter- hin nur ein unerfiillter Designer- wunsch Grundkenntnisse im Farbmanagement sind aber auch
Trang 1138.2 Farbmanagement einrichten
Farbmanagement ist - wie bereits erwahnt - nicht nur eine Frage bestimmter Photoshop-Einstellungen, sondern umfasst
Wer arbeitet mit Ihnen? Spre-
chen Sie mit Bildlieferanten,
Teamkollegen und lhrer alle Arbeitsstationen des Desktop-Publishings, von Digicam und Drucke reil Scanner Uber Ihren eigenen Bildschirm-Arbeitsplatz bis hin zur Die schönste kalibrierte Arbeits- Druckerei oder dem Desktop-Drucker Bevor ich Ihnen im nachs- umgebung mit Farbmanagement ten Abschnitt erklare, wie Farbmanagement in Photoshop funk-
Lieferanten und Abnehmer lhrer
Dateien mit in die Planung ein-
tere MaBnahmen treffen, klaren 38.21 Ihre Arbeitsumgebung
eines farbsicheren Publishing-Workflows
Sie ab, ob die Lieferanten und Der Monitor | Der Monitor, an dem Sie arbeiten, ist kein beson-
Dateien Ihren Farbmanagement- = altern und verandern ihre Farbeigenschaften, und selten liefern
BOT GY Nae en One zwei gleiche Monitore exakt dieselben Farben ab Auberdem eventuell sogar schon Farbma- H8ố[n fiu<EEd b licht di B3H HS l
die Sie Ihre Strategie anpassen tor erheblich Dennoch ist der Monitor Ihr wichtigstes Arbeits- miissen Dies betrifft vor allem und Kontrollinstrument Umso wichtiger ist, dass Sie daftir sor- die zu verwendenden Profle gen, dass seine Leistung so gut wie mdglich ist Dazu gehört
das Kalibrieren des Monitors (siehe den nachsten Abschnitt), aber auch, dass Sie |hre Arbeitsumgebung mit etwas Sorgfalt einrichten Davon profitieren Sie nicht nur, wenn Sie Bilder flr die Druckausgabe vorbereiten Auch Korrekturen von Farbe und Kontrast, bei denen der Bildschirm ein wichtiges Kontrollinstru- ment ist, geraten besser
Dreimal dasselbe rote Quadrat - Das lasst sich an dem kleinen trifft aber auch fiir die Farben auf dreimal eine andere Wirkung: Die Quadrat zeigen, Ihrem Bildschirm zu!
Umgebung beeinflusst die
Farbwahrnehmung
Der optimale Arbeitsplatz | Der perfekte Bildbearbeiter- und Druckvorstufen-Arbeitsplatz ware eine triste Angelegenheit: farb- neutrales Grau rundum (auch thre Kleidung, die auf den Moni- tor reflektieren koénnte!), kein Tageslicht, stattdessen gleich blei- bende kUinstliche Beleuchtung, keine Blendungen durch Fenster
994 | 38 Farbmanagement- Mehr Farbtreue auf allen Geraten
Trang 12oder Lampen Damit waren die wichtigsten Fehlerquellen fiir
menschliches Farbsehen ausgeschaltet:
> bunte Farben in der Umgebung des Bildschirms (sie reflektie-
ren in den Monitor und beeintrachtigen |hr Farbempfinden),
> die Farbe (»Lichttemperatur«) des Umgebungslichts,
etwaige Blendreflexe und
> allgemein zu groke Helligkeit am Arbeitsplatz
Die Gegebenheiten des Arbeitsplatzes verbessern | Sie milssen
sich nicht in einen mittelgrau gewandeten Höhlenbewohner ver-
wandeln, aber bereits mit wenigen Anderungen kénnen Sie die
Qualitat Ihres Arbeitsplatzes entscheidend verandern
> Wechselnde Lichtverhaltnisse - mal Tageslicht, mal Kunst-
licht - fũhren zu unterschiedlicher Farbwahrnehmung Fủr
die Beleuchtung professioneller Grafik-Arbeitsplatze gibt es
Leuchtmittel, die genormtes Kunstlicht ausstrahlen Farb-
kritische Arbeiten sollten Sie lieber im Schein einer solchen
Lampe erledigen als bei Tageslicht, das im Tagesverlauf wech-
selt Fur die gebrauchlichen Normlichtarten gibt es Lichtquel-
len im Handel
> Bunte Farben im direkten Arbeitsumfeld können Ihre Farb-
wahrnehmung beeinflussen Dazu gehdren farbige Tisch-
platten, Plakate, aber auch die Desktop-Oberflache Ihres
Rechners und Ihre Kleidung Die meisten solcher Störquellen
lassen sich einfach ausschalten
> Vermeiden Sie Blendungen durch Fenster oder Lampen und
allgemein eine zu helle Beleuchtung (dadurch wirken Bild-
schirmfarben zu hell und zu »schlapp«) Das kommt nicht nur
der Farbwahrnehmung zugute: Auch Ihre Augen werden es
Ihnen danken
38.2.2 Den Monitor kalibrieren und profilieren
Monitore sind — neben Desktop-Druckern, deren Farbwieder-
gabe vom verwendeten Papier, aber auch von Parametern wie
der Luftfeuchtigkeit oder der Patronencharge abhangen kann -
die unzuverlassigsten Gerate im gesamten Publishing-Prozess:
lhre Farbdarstellung kann sich mit den geleisteten Betriebsstun-
den andern und wird (siehe oben) vom Umgebungslicht stark
beeinflusst Dabei ist der Monitor Ihr wichtigstes Anzeigeinstru-
ment Deswegen sollte er kalibriert werden Durch die Kalibrie-
rung wird sichergestellt, dass die Farben einer Datei korrekt am
Bildschirm angezeigt werden Gleichzeitig wird dabei ein aktuel-
les Monitorprofil gewonnen
4 Abbildung 38.9 Gegen Streulicht hilft ein Blend- schutz am Bildschirm High-End- Monitore werden gleich mit die- ser sogenannten »Hutze«
geliefert, mit etwas Geschick lasst sich so ein Blendschutz aber auch
schnell selbst bauen
[Normlicht]
Wie eine Farbe erscheint, ist ent- scheidend vom Umgebungslicht abhangig Das gilt besonders fiir Gedrucktes: SchlieBlich entsteht Farbe hier ja durch Reflexion bzw Absorption von Teilen des Lichtes, mit dem die bedruckte Flache be- leuchtet wird Um gleichblei- bende und vergleichbare Bedin- gungen ftir die grafische Industrie
zu schaffen, wurden verschiedene Normen fiir Lichtquellen geschaf- fen Heute sind die Normlichtfar-
ben D50 (5000° K) und D65
(6500° K) am gebräuchlichsten D50 soll dem Mittagslicht ent- sprechen, es wirkt zunachst etwas ungewohnt gelblich D65 ist kủh- ler In Druckereien ist D50 als Proof-Beleuchtung vorgeschrie- ben 5ie können jedoch auch D65 benutzen und Ihren Arbeitsablauf darauf einstellen
38.2 Farbmanagement einrichten | 995
Trang 13Weiterfiihrendes
Wollen Sie mehr zum Thema Kali-
brierung wissen, so lesen Sie im
Buch »Adobe Photoshop CS4 -
fortgeschrittene Techniken« von
Thomas Bredenfeld nach (ISBN
97 8-3-8362-1237-3, Galileo
Press)
Monitorprofile | Das Erzeugen individueller Profile — gleichgủltig,
ob beim Monitor oder anderen Geraten — lauft immer nach dem gleichen Schema ab: Sie ist der Abgleich von Soll (»Welche Farbe sollte eigentlich vom Gerat dargestellt werden?«) und Ist (»Wel- che Farbe wurde tatsachlich angezeigt?«)
Konkret geschieht das, indem Testfarben von einer genorm- ten Vorlage ausgegeben oder eingelesen werden Dann wird mit Hardwareunterstủtzung ermittelt, wo und wie stark das Ergeb- nis von der Vorlage abweicht Diese Abweichung flie&t dann in das individuelle Profil des Gerdtes ein So beschreibt das Profil die speziellen Ein- oder Ausgabeeigenschaften des Gerdates Im Fall der Drucker- oder Kameraprofile spielen auch noch weitere Parameter wie verwendete Papiere oder Belichtung eine Rolle Konkret heift das, dass Sie beispielsweise ein fir Papiersorte X erzeugtes Druckerprofil beim Drucken auf Papier Y nicht benut- zen kénnen und dass ein Kameraprofl fiir Fotos unter Studiobe- dingungen beim Waldspaziergang nichts taugt
Kolorimeter | Um einen Bildschirm sachgerecht zu kalibrieren, brauchen Sie ein Kolorimeter Das Kolorimeter kann Farben objektiver und genauer messen, als es »nach Augenmaf« mög- lich wäre Dazu gehört auBerdem immer passende Software, die genormte Referenzfarben auf den Bildschirm bringt, die dann vom Kolorimeter gemessen werden Die Software verarbeitet die gemessenen Werte und speichert sie in einem Profil ab Fir Kali- brierungshard- und -software gibt es verschiedene Hersteller, das Funktionsprinzip ist jedoch immer ahnlich
4 Abbildung 38.10 4 Abbildung 38.11 Monitor mit Kolorimeter Das Kolorimeter misst die darge-
stellten Farben (hier ein Gerat vom Hersteller Eye-One)
Kalibrierung | Danach beginnt die eigentliche Kalibrierung Dazu wird das Kolorimeter direkt vor die Bildschirmoberflache gehangt Uber USB ist es auch mit dem Rechner verbunden, auf dem die passende Software installiert ist Die Kalibriersoftware stellt auf dem Bildschirm verschiedene Farben und Grauwerte dar Das
996 | 38 Farbmanagement- Mehr Farbtreue auf allen Geraten
Trang 14Kolorimeter misst die Werte, die auf dem Bildschirm »ankom-
meng, und liefert die Daten an den Rechner zurtick Die Software
vergleicht dann die am Monitor dargestellten und gemessenen
Werte mit den Referenzfarben, die eigentlich dargestellt werden
sollten Aus der Differenz kann die Software dann die Korrek-
turen errechnen, die kiinftig notwendig sind, damit Farben auf
diesem Bildschirm korrekt dargestellt werden Die Ergebnisse der
Messung werden dann in einem ICC-Profil abgespeichert Meist
wird dieses Profil dann automatisch im richtigen Ordner abgelegt
Nachbereitung | Nach der Kalibrierung diirfen die Monitor-Reg-
ler zur Einstellung von Farbwiedergabe, Helligkeit und Kontrast
nicht mehr verandert werden Doch auch dann, wenn Sie nicht
an den Monitoreinstellungen herumspielen, sollten Sie den Kali-
brierungsvorgang von Zeit zu Zeit wiederholen Denn ob Rdhre
oder Flachbildschirm — Monitore altern und verandern ihre Farb-
wiedergabe unmerklich oder werden zunehmend dunkler Etwa
einmal im Monat sollten Sie Ihren Bildschirm neu kalibrieren und
das Monitorprofll aktualisieren Das ist nicht so viel Aufwand: Mit
etwas Routine ist die Bildschirmkalibrierung in 10 bis 30 Minuten
erledigt
Fertige Bildschirmprofile | Wer das Verfahren zu aufwendig
findet, muss nicht ganz auf das Geraderichten der Bildschirm-
Farbausgabe verzichten Manche Monitorhersteller bieten Profile
zu ihren Geraten an Wenn Sie flr Ihren Monitor einen Treiber
installiert haben, stehen die Chancen gut, dass sich auch das Pro-
fil schon im richtigen Systemordner befindet Falls Sie einen Plug-
and-Play-Monitor benutzen, miissen Sie die mitgelieferte Trei-
ber-CD oder das Internet nach einem aktuellen Profil fiir Ihren
Bildschirmtyp durchforsten
Einstellung nach Augenmaf | Auch fiir die Pi-mal-Daumen-
Einstellung per Sichtkontrolle gibt es Hilfen Bis zur Version CS2
lieferte Adobe als Photoshop-Zubehér noch das Tool Adobe
Gamma aus, mit dem man die Monitoreinstellungen schrittweise
justieren konnte Seit der Version CS3 wird Adobe Gamma nicht
mehr mitgeliefert Wer eine friihere Creative-Suite-Version ins-
talliert hatte, kann das Tool weiterhin benutzen Es gibt jedoch
auch noch weitere Quellen fủr solche Einstellungsassistenten —
im Internet
Bei Apple leistet auŠerdem das systemeigene ColorSync
hilfreiche Dienste Die Justierung nach Augenmab ist allerdings
deutlich ungenauer als die Vermessung mit dem unbestechlichen
Kolorimeter
Vorbereitung
Jiele /M\onitore — vor al en Ni 'enmonifore —- Drauchen eine /WVelle, bIs sie die volle Leistung 2rbringen Lasser
schirm alsc Tiind
1, sollte r
seins tellungen inres Bil
schirms wieder herstellen be
einigen <alib 1erung sp aKketen
Teen »ie Zunä
Kameraprofile Auch Kameras kann man profilie- ren, allerdings braucht man ver- schiedene Profile fiir unterschied- liche Lichtverhältnisse
Kamera-Farbeigenschaften mit
wenig Aufwand verbessern
Auch wenn [nnen individuelles Profiiieren zu autwendig ist, kon
PB ot el i ws ee mo ng
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denn dabei gerat die ha Ibauto
38.2 Farbmanagementeinrichten | 997
Trang 15Dieser Assjstent hilft lhnen, Ihren oniter 2u kalibrierer (Inđ einl
© Gamma-Korrektur cigenes ColorSync Profil zu erstellen Mit einem korrekt kalibrierten
Monitor kann das System und andere Software, die ColorSync
© Farbtemperatur verwenden, Farben optimal an das Originalbild anpassen
® Administrator Diese Schritte gehdren zur Kalibrierung des Monitors:
® Name (Auf bestimmten Monitoren konnen manche Schritte
ri Ubersprungen werden.)
© Zusammenfassung
+ Anpassen von Helligkeit und Kontrast des Monitors
* Bestimmen der Luminanz-Wiedergabekurven
des Monitors
+ Auswahlen der gewUnschten Gamma-Wiedergabekurve + Auswahlen der gewiinschten Farbtemperatur (Warmes oder kaltes Weill)
ivi Experten-Modus ~ Dies schaltet weitere Optionen ein
Wenn Sie wirklich fir die Druckvorstufe produzieren, ist die- ses Verfahren dann auch keine wirkliche Alternative zum hard- waregestlitzten Kalibrieren Wenn Ihnen allerdings beispielsweise schon immer die Fotos von Ihrem Belichtungsdienst zu dunkel vorkamen oder Sie versuchen wollen, Ihre Druckausgabe am hei- mischen Tintenstrahler zu verbessern, kann Ihnen die »visuelle Kalibrierung« schon ein Stick weiterhelfen
38.2.3 Weitere Profile - individuell erzeugt oder
fix und fertig Wie bereits erwahnt, bendtigen Sie flr alle beteiligten Gerdte -
nicht nur fiir den Monitor - Profil-Dateien (auch Profile, Farb- profile oder ICC-Profile genannt), die die besonderen Farbeigen- schaften der jeweiligen Geräte beschreiben
Wahrend es noch nicht allzu kostspielig ist, ein individuel-
les Scannerprofil zu erstellen, rei®t die Profilierung von Druckern schon eher Locher in Ihr Budget Ebenso wie bei Monitoren sollte man Druckerprofile haufig erneuern, da Drucker sehr insta- bile Farbeigenschaften haben kénnen Die Papiersorte, die Luft-
feuchtigkeit und der Fiillstand von Kartusche oder Patrone sind Griinde fiir Schwankungen
Sie miissen die Profile jedoch nicht zwangslaufig alle selbst erzeugen, wenn Sie mit Farbmanagement arbeiten wollen
Es gibt mehrere Mdglichkeiten, die sich hinsichtlich des Auf-
wandes, aber auch in Hinblick auf die Genauigkeit unterscheiden:
998 | 38 Farbmanagement - Mehr Farbtreue auf allen Geräten
Trang 16Individuelle Profile - alles selbst erstellt | Das funktioniert fủr eee
Monitors: Das Farbverhalten wird bestimmt, indem man ein
genormtes Farbmuster anzeigen oder ausgeben lasst, das Ergeb-
nis mit speziellen Geraten misst und mit einer Kalibrierungssoft-
ware auswerten lasst Dieses Verfahren ist aufwendig und recht
kostspielig, aber wenn Sie richtig arbeiten, ist es exakt
> Um ein Druckerprofil zu generieren, brauchen Sie ein weite-
res Messgerat — ein Spektrofotometer — samt Software oder
eine teure Kombildsung, die Monitor und Drucker kalibrieren
und profilieren kann
> Um exakte Scannerprofile zu gewinnen, ist immerhin auch
spezielle Software ndtig Au®erdem brauchen Sie eine
genormte Scanvorlage, ein sogenanntes Target
> Auch manche Digitalkameras lassen sich profilieren Dazu
bendtigen Sie ebenfalls ein Testchart und eine Software, die
das Ergebnis auswertet Es wird unter den Bedingungen foto-
grafert, flr die das Kameraprofl spater gelten soll Vor allem
in der Produktfotografle und fiir wissenschaftliche Aufgaben
werden profiierte Kameras eingesetzt
Individuelle Profile - Auswertung machen lassen | Als preis-
giinstigere Alternative zum selbst gemachten Druckerprofil kön-
nen Sie eine bereits gedruckte Normvorlage zu einem Dienstleis-
ter schicken, um das Ergebnis dort professionell ausmessen zu
lassen Sie bekommen dann ein fertiges Profil zurtick Sie sparen
sich die Kosten flr eigene Soft- und Hardware Diese Variante
ist allerdings nur dann zu empfehlen, wenn Sie nur gelegentlich
farbkritische Jobs erledigen und Ihre Profile nicht standig aktuell
halten mủssen
Profile im Hardware-Lieferumfang | Vorgefertigte Profile gibt es
nicht nur flr Monitore Oft lasst sich mit den Profilen, die im
ten sind, brauchbare Qualitat erreichen Wenn Sie kein Profil auf fic alien
dem mitgelieferten Installationsmedium finden, lohnt sich auch
ein Blick auf die Hersteller-Webseite
Profile von Dritten | Profile sollten mdglichst exakt auf das Gerat
angepasst sein, mit dem sie verwendet werden Insofern hért es
sich zunachst widersinnig an, Profile aus »fremden Quellen« zu
benutzen Doch gerade fủr Vierfarbdruck-Profile und Arbeits-
farbraum-Profile gibt es geeignete Bezugsquellen Stellen wie
das ICC oder das europdische Pendant, die European Color Ini-
tiative, und andere in Druck und Farbmanagement involvierte
38.2 Farbmanagement einrichten | 999
Trang 17Zum Weiterlesen:
Arbeitsfarbraum
Mehr iiber Arbeitsfarbraume fin-
den Sie Abschnitt 38.3.2
Firmen und Institutionen sind eine gute Anlaufstelle Aber auch Ihr Drucker vor Ort hat unter Umstanden genau das Profil, das Sie brauchen, wenn Sie auf seinen Maschinen drucken lassen wollen Fragen Sie nach!
Linktipps: Quellen fiir |CC-Profile | Unter diesen Webadressen finden Sie nicht nur Farbprofile, sondern auch weiterfiihrende, zum Teil sehr detaillierte Informationen zum Thema Farbmanage- ment
> Die European Color Initiative stellt |CC-Profile flir den Off- setdruck und den Arbeitsfarbraum ECI-RGB 1.0 zur Verfiigung (www eci org)
> Das International Color Consortium (iCC) bietet zahlreiche sehr fachspezifische Informationen und unter dem Meni- punkt ICC RESOURCE CENTER auch Profile zum Herunterladen
an (www.color.org)
> Die Seite ICCView ermdglicht es, Farbraum-Modelle in 3D anzusehen und zu vergleichen Die Modelle können gedreht und bewegt werden! Die Abbildungen machen das Grund- problem des Digital Publishing — die Arbeit in verschiedenen Farbraumen — sehr anschaulich Auf der Site gibt es auch Pro- fille zum Herunterladen (www iccview.de/content/view/4/8/ lang,de)
> ZMG und lfra, zwei Organisationen fiir Zeitungs- und Media-Publishing, haben die Qualitatsinitiative Zeitungs- druck (QUIZ) gestartet und bieten auch ein spezielles Pro- fil fr den Farbdruck in Zeitungen an Sie kénnen es unter www ifra com/website/website nsf/html/CONT_CONS_DL? OpenDocument&CTDL&G anfordern
Wohin mit den Profilen? | Profile konnen nur dann richtig funk- tionieren, wenn sie an der richtigen Stelle in Ihrem Computer gespeichert sind Kalibrierungs- und Profilierungssoftware sorgt meist schon von selbst dafiir, dass die Profildateien dort landen,
wo sie hingehdren Auch beim Installieren neuer Gerdte werden
die Profile manchmal automatisch hinzugefiigt
Profile, die Sie herunterladen oder vom Dienstleister bekom- men, missen Sie allerdings selbst in den richtigen Ordner befdr- dern:
> Unter Windows werden Profile standardmakig unter C:\ WINDOWS\SYSTEM32\SPOOL\DRIVERS\COLOR gespeichert Sie erkennen Profildateien an der Endung ».icm«
> Mac OS X sichert Profile unter /LIBRARY/COLORSYNC/PROFILES
1000 | 38 Farbmanagement - Mehr Farbtreue auf allen Geraten
Trang 18$82u einem Archiv hinzufigen
$B2u "519391065 ror" hinzufigen
WArctivieren und per Email versenden
§BAls "S51931D6S rar" archivieren und par Emal versenden
Es geniigt nicht, ein Monitorprofll
zu haben Wenn Sie Profile aus
Figenschaften von Anzeige
Designs Deskton | Bildschimschares | Dersiehing © Dias Eraalroan on dae Slarrl4dxtergllft# dan Mor‡a! :
Dư ghSpd Ngõ đt trứn ha Bo cac dd 1.1 dem Web oder von einer Installa- kai AlialuMuis Phun PapMotier tions-CD beziehen, miissen Sie
Slandacmontoproit $19085 ihrem System meist mitteilen,
+1, Phag ured Plaptdoriter mt Radeon 1300/81 £50 Sen
Bidschiimafii sung Foibepanki at
Nach dem Installieren von Farbprofilen mủssen Sie Photoshop
und andere Adobe-Anwendungen neu starten
38.3 Farbmanagement-Einstellungen in
Photoshop
Sie haben die wichtigsten Randbedingungen Ihrer Produktion
geklart, Ihnen liegen Profile fiir alle beteiligten Gerdte vor, und
Sie haben sie korrekt installiert bzw gespeichert? Dann kann es
losgehen mit den Farbmanagement-Einstellungen in Photoshop
38.3 Farbmanagement-Einstellungen in Photoshop | 1001
Trang 19Photoshop ist das Bindeglied zwischen allen Eingabe- und Aus- gabegeraten und gleichzeitig die Steuerzentrale fiir das Farb- management Mit dem Befehl BEARBEITEN s FARBEINSTELLUNGEN
([e ]+[Strg ]+[k] bzw Le ]+[#]+[K]) rufen Sie das kompakte, aber
sehr machtige Dialogfeld auf
iM_ Bgl
Synchronisert; Ihre Creative Suite-Anwendungen verwenden die _——
gkichen Farbenstellungen, Somit wird ein gleichmaBiges
Farbmemagemert gewahrleistet,
6 Farbrnanagersent-Richtirien
RGB: Eingebeltete Profile beibehalten & v
CMYK: Einnsbelde Profibeibehalen “ở v
we “Eingebettete Profile belbehatten
Profilabieichung: [7 \Boim GAnen wihlen [\/]Beim Einhigan wihien
Fehlerde Profile: [7 |Bain Ö#nen wuählsn
9 Komvertierungsoptionen
Modul Adobe (ACE) vị
Pricritats _Ralabw farhrnelrch [Aitefenkompensierung verwenden [7 |Dither vorwenden (Bilder mk ¢ Bit/Kansl)
[7 |Szenerbezogene Profile kompensieren
: : yo Eingebettete Profle bsibehalten: Das cingebettete Farbprofi wird in einem neu
Die Einste | | ụ nge n fù r das Farb ma- ee vias ee auch wenn das lpia richt dem
h ‘ “ aktuellen ArbeitsFarbraum artspricht Baim Import von Farben in ein RGB-
nagem ent in Photosh Op Sie mũs- oder Graustufen-Dokumert ha die Farbdarstellung Vorrang yor den
sen zunachst auf die Schaltflache numerischen Farbwerten, beim Import von Farben in en CMYK-Dokumert
hingegen dis numerischen Farbwerte vor der Farbdarsielung,
Mer OpTIONEN klicken, um diese
ausfủhrliche A nsicht zu öffnen
Der Dialog gliedert sich in vier Blöcke:
` Im ersten Block stellen Sie die ARBEITSFARBRÄUME @ fiir RGB, CMYK, Graustufen und Volltonfarben ein
> Wenn Sie eine Datei in Photoshop Offnen, hat sie bereits ein Profil — oder auch nicht Unter FARBMANAGEMENT-RICHTLINIEN
© legen Sie fest, wie mit der Datei verfahren werden soll
Pm Mit den KONVERTIERUNGSOPTIONEN © steuern Sie, nach wel- chen Regeln die Umrechnung von einem Farbraum in den anderen erfolgt
> Dazu kommen noch einige Funktionen, die zum Bedienungs- komfort beitragen: Die Liste EINSTELLUNGEN @ dient zur Vor- wahl von Einstellungskonstellationen, und es gibt auch But- tons Zum SPEICHERN und LADEN eigener Einstellungen (rechts
1002 | 38 Farbmanagement - Mehr Farbtreue auf allen Geraten
Trang 20oben) sowie ein Feld BESCHREIBUNG (unten) mit erlauternden
Texten Dessen Inhalt wechselt je nach Mausposition Die
ERWEITERTEN EINSTELLUNGEN werden in der Praxis eher selten
genutzt, sie konnen die Monitordarstellung stark verandern
Was hat es nun mit den einzelnen Optionen und Funktionen auf
sich?
Im Dialog FARBEINSTELLUNGEN gibt es eine Vielzahl möglicher
Konfigurationen Welche Konstellation nun »die beste« ist, kann
nicht pauschal beantwortet werden Die Auswahl richtet sich
danach, flir welches Medium Sie aktuell produzieren Photoshop
bietet fiir die wichtigsten Workflows fertige Voreinstellungen
Dadurch sparen Sie nicht nur viele Klicks, die angebotenen Opti-
onskonstellationen gelten als »narrensicher«: Sie sind von Adobe
getestet worden und werden fur weniger erfahrene Nutzer emp-
fohlen In der Liste unter EINSTELLUNGEN wabhlen Sie sie aus
38.3.2 Arbeitsfarbraume
Was ist ein Arbeitsfarbraum? | Arbeitsfarbraume sind ein
anfangs schwer fassbares, aber dennoch sehr wichtiges Konst-
rukt: Sie ermdglichen die von konkreten Gerdten unabhangige
Beschreibung der Farben einer Datei Sie sollen den Verlust von
Farbinformationen bei der farbmanagement-gestiitzten Arbeit
verhindern — oder zumindest verringern Wie die profilierten
Gerate haben auch Arbeitsfarbraume eigene Profile Welches
das »richtige« Arbeitsfarbraum-Profll ist, entscheidet sich jedoch
nicht (anders als bei den Geraten) durch eine Messung In wel-
chem Arbeitsfarbraum Sie arbeiten, ist eine Festlegung (aller-
dings keine willkiirliche) Photoshop liefert zahlreiche Profile fiir
Arbeitsfarbraume mit
Welche konkreten Vorteile das Konzept der Arbeitsfarbraume
bringt, kann man am besten verstehen, wenn man etwas zurtick-
blickt: Bis vor einigen Jahren war im Farbmanagement namlich
noch der RGB-Farbraum des aktuell verwendeten Monitors
der Ausgangspunkt fiir die Umrechnung von den in RGB vor-
liegenden Bilddaten in den CMYK-Farbraum Das war aus zwei
Griinden problematisch: Der Farbraum eines durchschnittli-
chen Feld-Wald-und-Wiesenmonitors enthalt im Bereich der
Griin- und Cyanténe meist deutlich weniger gesattigte Farben,
als im hochwertigen Vierfarbdruck darstellbar sind (Monitore mit
besonders grokem Farbraum gibt es auch, sie sind aber selten)
Wenn Farbkonvertierungen zu CMYK auf der Grundlage eines
solchen durchschnittlichen Monitorfarbraums erfolgten, kam es
— Ensgtelungen: Europa, Druckverstute 2 IMÍ |
Sài Ki Te Wdton:| Buropa, uriversale An 2 Monttorfarben
r— Farkmanaaemen| Kos, aGe:| Sbye Unwersa_mit_ Wang
^ Abbildung 3848 Vorgefertigte Farbmanagement- Einstellungen liefern in den meis- ten Fallen ausreichend gute Ergebnisse Neben den Photo- shop-Standards sehen Sie hier auch einige individuelle Profile
Farbmanagement-Einstellun
gen in Arbeitsteams
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LADEN kõnnen SIe auch nutze
im sicherzugenen, dass alle /V\it-
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DEN auf anderen Rechnern ver