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Negationsmittel im deutschen und im vietnamesischen eine kontrastive untersuchung, fehleranalyse und lösungsvorschlag

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Hentschel legt aber viel Wert auf den Zusammenhang zwischen Negation und Negation nicht nur um Semantik, sondern auch um Pragmatik handeln.19 Im Vergleich mit dem Deutschen wird die Nega

Trang 1

NATIONALUNIVERSITÄT HANOI FREMDSPRACHENHOCHSCHULE ABTEILUNG FÜR POSTGRADUIERTENSTUDIUM

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NATIONALUNIVERSITÄT HANOI FREMDSPRACHENHOCHSCHULE ABTEILUNG FÜR POSTGRADUIERTENSTUDIUM

MASTERARBEIT

Studiengang: Deutsche Linguistik Studiengangsnummer: 60220205 Betreuerin: Dr Đặng Thị Thu Hiền

HANOI – 2016

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EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG

Hiermit erkläre ich an Eides statt, dass ich die vorliegende Masterarbeit selbstständig verfasst und keine andere Literatur als die angegebene verwendet habe

Hanoi, den 30 Oktober 2016

Phan Thị Hồng

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DANKSAGUNG

Meinen aufrichtigen Dank möchte ich Frau Dr Dang Thi Thu Hien für ihre besondere Mühe beim Korrekturlesen und für ihre intensive Begleitung beim Entstehungsprozess dieser Masterarbeit aussprechen

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ZUSAMMENFASSUNG

Die vorliegende Arbeit verfolgt zwei Hauptziele: Erstens versucht sie, die Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zwischen den deutschen und den vietnamesischen Negationsmitteln herauszuarbeiten Zweitens wurde eine systematische Fehleranalyse vorgenommen, in der die typischen Fehlertypen von vietnamesischen Deutschstudierenden bei der Verwendung der deutschen Negationswörter ermittelt und deren Ursachen ausgearbeitet wurden Ausgehend von Ergebnissen der Fehleranalyse wurden einige Lösungsvorschäge zur Vermeidung der Fehler gemacht Es ist zu erwarten, dass die vietnamesischen Deutschstudierenden dank dieser Arbeit die Fehler im Gebrauch der Negationsmittel im Deutschen vermeiden zu können

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Eidesstattliche Erklärung ……… …… i

Danksagung ……… ii

Zusammenfassung ……… iii

Inhaltsverzeichnis ……… iv

Abkürzungs- und Symbolverzeichnis vi

Tabellenverzeichnis ……… vii

1 Einleitung ……… 1

1.1 Problemstellung und Zielsetzung ……… 1

1.2 Forschungsstand ……… 2

1.3 Methodisches Vorgehen ……… 4

1.4 Aufbau der Arbeit ……… 4

2 Negationsmittel im Deutschen und im Vietnamesischen: eine kontrastive Untersuchung ……….… 5

2.1. Zum Begriff Negation und seiner Abgrenung ……….… 5

2.2 Die deutschen und die vietnamesischen Negationsmittel ……….……… 8

2.2.1. Das wichtigste Negationsmittel ……….…… 8

2.2.1.1 Das wichtigste Negationsmittel im Deutschen ……….…… 8

2.2.1.2 Das wichtigste Negationsmittel im Vietnamesischen ……… … 13

2.2.2 Negationswörter als Satzäquivalente ……… 15

2.2.3 Andere Negationsmittel ……… 17

2.2.4 Verben mit Negationsbedeutung ……… 23

2.2.5 Unterscheidung einiger leicht verwechselter Negationswörter ……25

2.2.5.1. kein- und nicht ……… 25

2.2.5.2. nicht und nichts ……… 28

2.2.5.3 keiner und niemand ………29

2.2.5.4. không, chẳng, chả und chưa ……… 30

2.2.5.5. đừng und chớ ……… 31

2.3 Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Negationsmittel

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im Deutschen und im Vietnamesischen ……… 32

3 Fehleranalyse ……… 38

3.1. Zum Begriff Fehler 39

3.2 Konstruktion der Testaufgaben ……… … 42

3.3 Durchführung der Umfrage ……… 57

3.4 Ergebnisse ………59

3.4.1 Der erste Fehlertyp: Falsche Bestimmung der Position von nicht im Satz ……… 60

3.4.2 Der zweite Fehlertyp: Verwechslung einiger deutschen Negationsmittel ……… 64

3.4.2.1. Verwechslung nicht mit nichts ……… 64

3.4.2.2. Verwechslung nicht mit kein- ……… 66

3.4.2.3. Verwechslung ohne mit kein- ……… 69

3.4.2.4 Verwechslung negierender Gegenteile von bestimmten positiven Ausdrücken ……… 69

3.4.3 Der dritte Fehlertyp: Falsche Antwort auf eine negative Entscheidungsfrage ……….……… 72

3.4.4 Der vierte Fehlertyp: Überflüssige Verwendung von Negationsmitteln in Infinitivkonstruktion nach negierenden Verben ……… 74

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3.5 Ursachen der Fehler ……….…………75

3.6 Tipps zur Vermeidung der Fehler ……… ………… 81

4 Schlussfolgerung ……… ………86

Literaturverzeichnis ……….…… 92 Anhang 1: Testaufgaben (Fragebogen)……… I Anhang 2: Ausführliche Ergebnisse der Umfrage

Anhang 3: Echte Fehler der Deutschlerner in ihren Aufsätzen

ABKÜRZUNGS- UND SYMBOLVERZEICHNIS

* = ungrammatischer (falscher) Satz

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TABELLENVERZEICHNIS

Tabelle 2: Veränderungen der Testaufgaben nach dem Pretest

Tabelle 3: Falsche Bestimmung der Position von nicht im Satz

Tabelle 4: Verwechslung nicht mit nichts

Tabelle 5: Verwechslung nicht mit kein-

Tabelle 6: Verwechslung negierender Gegenteile von bestimmten positiven

Ausdrücken Tabelle 7: Falsche Antwort auf eine negative Entscheidungsfrage

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Tabelle 8: Überflüssige Verwendung von Negationsmitteln in

Infinitivkonstruktion nach negierenden Verben Tabelle 9: Gemeinsamkeiten der deutschen und vietnamesischen Negationsmittel Tabelle 10: Unterschiede der deutschen und vietnamesischen Negationsmittel

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1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

und stellt einen sehr komplexen Bereich dieser Wissenschaft dar.2 Obwohl die Negation in jeder natürlichen Einzelsprache erscheint,3 weist sie unterschiedliche Ausprägungen in der jeweiligen Sprache auf Dies führt dazu, dass man beim Fremdsprachenlernen oft auf Schwierigkeiten bei der Verwendung der fremdsprachlichen Negationsmittel stößt Dafür dienen die vietnamesischen Deutschstudierenden als sehr gute Beispiele Als Deutschlehrende habe ich die Beobachtung gemacht, dass vietnamesische Deutschlernende häufig ein deutsches

Negationsmittel mit den anderen verwechseln, beispielsweise kein mit nicht, nicht mit nichts Außerdem bereitet den Studierenden die Bestimmung der Stelle des Negationswortes nicht im Satz auch ein großes Problem beim Deutschlernen

Aus Sicht des Unterrichtenden ist es sehr notwendig, die deutschen und die vietnamesischen Negationsmittel zu vergleichen, um die Gemeinsamkeiten und besonders die Unterschiede zwischen den Negationsmitteln beider Sprachen herauszufinden Es ist nebenbei zu erwarten, dass die Fehler der vietnamesischen Deutschstudierenden im Gebrauch der Negationsmittel im Deutschen näher analysiert werden und durch die in dieser Arbeit gegebenen Lösungsvorschläge vermieden werden können

Vor dem Hintergrund der obigen Ausführungen zielt die vorliegende Arbeit einerseits darauf ab, einen Beitrag zu einem umfassenden Überblick über die Negationsmittel im Deutschen und im Vietnamesischen zu leisten, indem die deutschen und die vietnamesischen Negationsmittel miteinander verglichen und die Gemeinsamkeiten sowie die Unterschiede zwischen dem Deutschen und dem Vietnamesischen bei diesem Thema herausgezogen werden Andererseits setzt

1 vgl Jacobs (1982: 13)

2 vgl Brütsch/Nussbaumer/Sitta (1990: 1)

3 vgl Brütsch/Nussbaumer/Sitta (1990: 2)

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dieses Forschungsvorhaben zum Ziel, die Fehler der vietnamesischen Deutschlernenden bei der Verwendung der deutschen Negationsmittel zu analysieren, indem es versucht, die Fehlertypen zu ermitteln, die Fehlerursachen zu erarbeiten und darauf aufbauend Lösungsvorschläge zur Vermeidung der Fehler zu machen Insgesamt verfolgt die Arbeit zwei folgende Hauptziele:

Ziel 1: Vergleichende Negationsmittel im deutschen und im Vietnamesischen Ziel 2: Ermittlung der wichtigen Fehlertypen von vietnamesischen

Deutschlernenden beim Gebrauch der deutschen Negationsmittel sowie deren Ursachen und Erarbeitung der Lösungsvorschläge

1.2 Forschungsstand

Wie beschrieben, befassen sich seit langem viele Wissenschaftler mit dem Thema

Negation Davon konzentrieren sich die meisten sprachwissenschaftlichen Forscher

auf Syntax und Semantik der Negation, z B Helbig,4 Buscha,5 Albrecht,6 Jacobs,7Sommerfeldt/Schreiber/Starke,8 Engel,9 Eroms,10 Eicher/Bünting,11 Weinrich,12Götze/Hess-Lüttich,13 die Dudenredakteure,14 usw

In fast allen didaktischen Grammatikbüchern für den DaF-Unterricht wird die

Negation auch als ein wichtiger Inhalt betrachtet und deshalb auf vielen Seiten beschrieben.15

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Hentschel legt aber viel Wert auf den Zusammenhang zwischen Negation und

Negation nicht nur um Semantik, sondern auch um Pragmatik handeln.19

Im Vergleich mit dem Deutschen wird die Negation im Vietnamesischen auch von

vielen Sprachwissenschaftlern untersucht Zu den Linguisten, die sich mit dem

Thema Negation beschäftigen, zählen beispielsweise Nguyễn Đức Dân,20 Nguyễn Thị Lương,21 Diệp Quang Ban,22 Nguyễn Kim Thản,23 Hoàng Trọng Phiến,24 Lê

Angesicht der Fülle von Literatur über die Negation könnte man sich die Frage

stellen, ob eine Beschäftigung mit diesem viel erforschten Thema sinnvoll ist? Es ist

aber zu sehen, dass die Negation normalerweise lediglich in der deutschen Sprache

erforscht und nur wenig mit der in den anderen Sprachen verglichen wird Besonders liegt bisher noch kein Vergleich zwischen den Negationsmitteln im Deutschen und im Vietnamesischen systematisch vor Ebenso gibt es noch keine empirische Untersuchung der Fehler der vietnamesischen Deutschlernenden bei der Verwendung der deutschen Negationsmittel Deswegen versteht sich das vorliegende Forschungsvorhaben als ein Versuch, einen Beitrag zur Behebung dieser Defizite in der Forschung zu leisten

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1.3 Methodisches Vorgehen

Zum Vergleich der deutschen und der vietnamesischen Negationsmittel (Ziel 1) lässt sich vorhandenes Wissen zu diesem Thema diskursiv und induktiv zusammenfassen Die Thesen von verschiedenen Sprachwissenschaftlern über die Negationsmittel im Deutschen und im Vietnamesischen werden erörtert und verglichen Daraus werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den deutschen und den vietnamesischen Negationsmitteln herausgearbeitet

Zum Erreichen des zweiten Ziels der Arbeit werden folgende Schritte durchgeführt, die laut Tekin29 und Bùi Mạnh Hùng30 zu der Fehleranalyse (auch Fehlerlinguistik) gehören:

1 Fehlererfassung und -identifizierung, Fehlerbeschreibung und –klassifizierung ( Fehlertypenfindung),

Als erster Schritt werden die Fehlertypen der vietnamesischen Deutschstudierenden

im Gebrauch der Negationsmittel im Deutschen durch einen Test ermittelt Danach werden Überlegungen über die möglichen Ursachen der Fehler hauptsächlich mithilfe der im ersten Teil herausgearbeiteten Unterschiede zwischen den deutschen und den vietnamesischen Negationswörtern angestellt Abschließend lassen sich Tipps zur Vermeidung der Fehler vorschlagen, für die die erarbeiteten Fehlerursachen den Ausgang bilden

1.4 Aufbau der Arbeit

Ausgehend von den in 1.1 beschriebenen Zielsetzungen ergibt sich die folgende Grobgliederung der vorliegenden Arbeit: Die Arbeit besteht aus zwei Hauptteilen:

Im ersten Teil wird ein Vergleich zwischen den deutschen und den vietnamesischen Negationsmitteln vorgenommen Es wird dabei zunächst der zentrale Begriff der

29 vgl Tekin (2012: 40ff)

30 vgl Bùi Mạnh Hùng (2008: 62)

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vorliegenden Arbeit Negation beleuchtet Danach wird ein Überblick über die

Negationsmittel im Deutschen und im Vietnamesischen gegeben Es wird auf die häufig benutzten Negationsmittel, z B Negationsadverb, -pronomen, -partikel –präposition, –äquivalent usw eingegangen Als Nächstes werden Negationsmittel

im Deutschen und den im Vietnamesischen gegenübergestellt, um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Negationsmittel in diesen zwei Sprachen herauszufinden

Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Fehleranalyse: Erstens ist der Begriff

Fehler näher zu beleuchten Dann wird ein Test in Form eines Fragebogens unter den vietnamesischen Deutschlernenden durchgeführt, um die Fehlertypen der vietnamesischen Deutschlerner zu bestimmen Abschließend werden Ursachen der Fehler beschrieben und Tipps zur Vermeidung der Fehler gegeben

2 Negationsmittel im Deutschen und im Vietnamesischen: eine kontrastive Untersuchung

2.1. Zum Begriff Negation und seiner Abgrenzung

Der Begriff Negation wird nicht nur in der Sprachwissenschaft, sondern auch in

vielen verschiedenen Teilgebieten und Richtungen der Philosophie, Mathematik, Informatik sowie Kulturwissenschaften und Psychologie verwendet.31 Daher ist es

zunächst notwendig, Negation in dieser vorliegenden Arbeit als spezifisch

sprachlichen Gegenstand zu bestimmen

In der Linguistik wird Negation als “Verneinung” bezeichnet.32 Sie bestätigt die Abwesenheit von Sachen, Erscheinungen oder Ereignissen durch bestimmte Negationsmittel Diese bestätigte Abwesenheit kann Gegenstände, Charakter der Gegestände in der Wirklichkeit oder in der Phantasie sein.33

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Als Nächstes soll kurz angedeutet werden, was alles zum Themenkreis Negation in der Sprache gehört Duden-Grammatik beschreibt Negation im Hinblick auf vier

- Negation als pragmatische Erscheinung:

Bsp.: Anna fragt: “Kommst du mit mir ins Theater?” – “Ich muss noch meine

Hausaufgaben machen”, antwortete Marie

Mit ihrer Antwort “verneint” Marie, dass sie mit Anna ins Theater kommt Diese

“Verneinung” ist aber sprachlich nicht direkt mit einem Negationsmittel ausgedrückt Wir können sie nur aus dem Zusammenhang mit der Frage verstehen Statt dieser Umformulierung hätte Marie in diesem Fall einfach den Kopf schütteln können Man kann hier von kommunikativer oder pragmatischer Verneinung sprechen

- Negation als lexikalische Erscheinung:

In dieser Erscheinung treten viele Gegensätze vor, z B bei Adjektiven: schön –

hässlich , teuer – billig, usw Wir können diese Antonyme nicht mit un-

umschreiben.35 Es kann nur sein: schön – nicht schön / nicht hässlich – hässlich,

teuer – nicht teuer / nicht billg – billig

Einige Verben werden als implizite lexikalische Negationsträger betrachtet und bewirken deshalb die Negation des ihnen untergeordneten Satzes (Nebensatz oder

Infinitivkonstruktion), beispielsweise ablehnen, verbieten, verneinen, verzichten,

usw.36

- Negation als morphologische Erscheinung:

freundlich – unfreundlich, Raucher – Nichtraucher, Erfolg – Misserfolg

34 vgl Duden-Grammatik (2005: 920f)

35 vgl Helbig/Buscha (2001: 544)

36 vgl Helbig/Buscha (2001: 544)

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Beim zweiten Wort der obigen Wortpaare ist jeweils ein Negationselement –

entweder ein Präfix wie un-, ir-, miss-, a- oder ein Suffix wie -los, -frei usw, –

angefügt Es geht hierbei um eine Erscheinung der Wortbildung

- Negation als syntaktische Erscheinung:

Ich verstehe dich nicht ( Es ist nicht der Fall, dass ich dich verstehe.)

Der erste Satz enthält das Negationswort nicht, nach dessen Stellung im Satz man

die Umschreibung in dem zweiten Satz machen kann, in dem der ganze Satz verneint wird Erscheinungen von dieser Art sind von syntaktischen Regeln bestimmt

semantische Beschreibung - hinzu Ihrer Meinung nach besteht das gemeinsame semantische Kennzeichen aller Negationswörter darin, “dass sie die verneinende Einstellung des Sprechenden zum Inhalt einer Aussage ausdrücken.”38 Es kann jedoch durch die Negationswörter der gesamte Satzinhalt (Satznegation) oder nur einen Satzteil (Satzteilnegation) veneint werden:

Diese zwei Sprachwissenschaftler betonen daneben auch, dass sich die einzelnen Negationswörter nicht nur hinsichtlich ihrer Zugehörigkeit zu verschiedenen syntaktischen Klassen, sondern auch durch ihre eigene Semantik unterscheiden

Beispielsweise zeigt niemand an, dass Personen erwartet werden, während nichts

darauf hindeutet, dass es um Sachen geht.39

Aus den bisherigen Ausführungen lassen sich erkennen, dass zum Bereich der

Negation eine sehr große und heterogene Gruppe von sprachlichen und auch außersprachlichen Phänomenen gehört, die im Zusammenhang der vorliegenden

37 vgl Helbig/Buscha (2001: 545f)

38 Helbig/Buscha (2001: 545)

39 Helbig/Buscha (2001: 545f)

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Arbeit nicht alle im gleichen Umfang berücksichtigt werden können Es muss im

Rahmen dieser Arbeit nämlich auf pragmatische Erscheinungen verzichten werden,

weil die pragmatische Verneinung nicht nur mit Hilfe sprachlicher Mittel, sondern

Schwerpunkt dieser Arbeit nur auf den sprachlichen Mitteln liegt Darüber hinaus ist es auch sehr schwierig und zeitraubend, den Zusammenhang von einer Aussage immer mit einem Kontext zu analysieren, um die Negation in dem Fall zu finden Unberücksichtigt bleibt auch die morphologischen Erscheinungen der Negation Die Ausgrenzung der Morphologie ist dadurch begründet, dass in dem empirischen Teil der Arbeit die vietnamesischen Deutschstudierenden im zweiten Studienjahr als Versuchspersonen untersucht werden, die sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit

geben, deren Lösungen die Kenntnisse im Bereich der deutschen Morphologie verlangen

Zusammenfassend widmet sich die vorliegende Arbeit nur den lexikalischen, semantischen und syntaktischen Ebenen der Negationsmittel im Deutschen und im Vietnamesischen

2.2 Die deutschen und die vietnamesischen Negationsmittel

2.2.1 Das wichtigste Negationsmittel

2.2.1.1 Das wichtigste Negationsmittel im Deutschen

Blühdorn stellt fest, dass der wichtigste Negationsausdruck des Deutschen nicht

ist.42 Die gleiche Meinung vertritt Weinrich mit der Behauptung “nicht ist das

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häufigste Negationszeichen der deutschen Sprache”.43 Dazu wird nicht laut Eroms

Man kann sagen, dass nicht immer im Mittelpunkt des Themas Negation im

Deutschen steht Es ist jedoch schwierig, die Stellung von nicht im Satz zu

bestimmen Aus diesem Grund stoßen viele Deutschlernende auf besondere

Schwierigkeiten beim Bestimmen der Position von nicht im Satz, d.h sie können zwischen Satznegation (auch totale Negation genannt) und Satzteilnegation (oder

Teilnegation , Sondernegation, Wortnegation, partielle Negation,

Konstituenten-Negation) nicht unterscheiden

Grundsätzlich wird in der Satznegation der ganze Satz, aber in der Satzteilnegation nur ein Teil des Satzes verneint Im Folgenden werden einige Regularitäten über die

Position von nicht im Satz bei der Satznegation und Satzteilnegation dargestellt

• Bei der Satzteilnegation:

Als Satzteilnegation steht nicht direkt vor dem negierten Glied,45 das ein Satzglied, ein Satzgliedteil oder ein Wortteil ist, aber niemals vor dem finiten Verb, sonst

nicht steht vor einem Wortteil: Er ist nicht aus-, sondern umsteigen

nicht steht vor einem Satzglied: Er fährt nicht mit dem Auto, sondern mit dem

46 vgl Helbig/Buscha (2001: 548)

Trang 20

sondern 48 bzw aber 49 verlangen, die als restriktive Konjunktoren genannt werden.50

Die Hervorhebung des der Negation folgenden negierten Gliedes und die kontrastive Fortsetzung des Satzes werden von Helbig/Buscha als zwei Zeichen der Satzteilnegation betrachtet.51

Wir treffen uns nicht heute (aber/sondern morgen.)

Daneben wird der inhaltliche Zusammenhang von Clamer/Heilmann/Röller bei der Unterscheidung zwischen Satz- und Satzteilnegation viel betont.52 Götze/Hess-

Lüttich sind auch der Meinung, dass der Anschluss mit sondern in der

ist Außerdem behaupten sie, wenn kein Satzteil besonders betont (normale Betonung) ist, „so handelt es sich um Satznegation, weil der gesamte Satz verneint

wird Entsprechend würde es in diesem Fall auch keine Fortführung mit sondern

geben.“54

• Bei der Satznegation:

Das Negationswort nicht als Satznegation strebt nach dem Satzende55 und bildet zusammen mit dem Finitum eine Klammer, die andere Satzelemente einschließt

Der Präsident überreichte gestern dem Sieger die Goldmedaille wegen

Dopingverdachts nicht

47 vgl Helbig/Albrecht (1993: 30), vgl Fleer (2008: 94), Helbig/Buscha (1996: 518)

48 vgl Duden (6 Auflage) (1998: 781), vgl Sander/Braun/Doubek (2012: 69), vgl Rusch/Schmitz (2007: 158), vgl Sander/Braun/Doubek (2012: 69)

56 vgl Helbig/Buscha (2001: 549)

Trang 21

In der Regel steht die Satznegation nicht nach den reinen Kasusobjekten

(Akkusativ-, Dativ- und Genitivobjekt):57

nicht steht nach bestimmten Akkusativobjekt: Er findet das Buch nicht

nicht steht nach dem Dativobjekt: Man hilft den Kindern nicht

nicht steht nach dem Genitivobjekt: Sie gedenken des Opfers nicht

Allerdings steht nicht bei Satznegation:

vor dem zweiten Prädikatsteil:58

vor dem Präfix: Er schreibt den Text nicht ab (*Er schreibt den Text ab nicht.) vor dem Infinitiv: Er kann den Text nicht lesen (*Er kann den Text lesen

nicht.)

vor dem Partizip: Er hat den Text nicht verstanden (*Er hat den Text

verstanden nicht.)

letzten Jahr krank nicht.)

Man kann die Maschine nicht in Betrieb nehmen

vor den festen lexikalisierten Verbverbindungen61:

Er fährt nicht Auto (*Er fährt Auto nicht.)

Er nahm nicht Abschied (*Er nahm Abschied nicht)

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vor der Nominalergänzung:62

Er wird nicht Lehrer (*Er wird Lehrer nicht.)

Der Führerschein gilt nicht als Pass (*Der Führerschein gilt als Pass nicht.)

vor der Präpositionalergänzung:63 Er interessiert sich nicht für Musik

vor der Situativergänzung:64 Sie wohnt nicht in Berlin

Er fährt nicht nach Hamburg / Er legt das Buch nicht auf den Tisch

vor den Adverbialbestimmungen, die durch die Valenz eng an das Verb gebunden sind:66 Die Sitzung dauert nicht den ganzen Tag

Im Gegensatz zu den meisten Linguisten sind Helbig/Buscha der Ansicht, dass die

Er erinnert sich nicht an mich = Er erinnert sich an mich nicht

Dieser Standpunkt wurde vorher bereits von Helbig und Albrecht vertreten Sie

stellten auch fest, dass bei der Stellung von nicht vor dem Präpositionalobjekt Satz-

und Sondernegation zusammenfallen und “nur durch Intonation und/oder Konstrast unterschieden werden”68 können

Außerdem fügen Helbig/Albrecht hinzu, dass nicht bei Satznegation vor oder

hinter den freien lokalen Angaben stehen kann, unabhängig davon, ob diese eine

Präpositionalgruppe oder ein Adverb ist:

Er trifft sie im Café (dort) nicht. (Satznegation)

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Er trifft sie nicht im Café (dort), weil er verhindert war (Satznegation)

Er trifft sie nicht im Café (dort), sondern auf der Straße (Satzteilnegation)

2.2.1.2 Das wichtigste Negationsmittel im Vietnamesischen

Im Vietnamesischen spielte früher das Negationswort chẳng die wichtigste Rolle

bei der Verneinung.69 Mit der Zeit verändert sich aber die Sprache Seit dem

siebzehnten Jahrhundert wurde das chinesisches Wort không mit der Bedeutung

häufig verwendet und hat chẳng allmählich in den meisten Fällen ersetzt In der modernen vietnamesischen Sprache wird không als das wichtigste Negationsmittel

betrachtet.71

Ähnlich wie im Deutschen wird die Position des Negators không im Satz als die

Grundlage zur Unterscheidung Satz- und Satzteilnegation im Vietnamesischen

vor der Prädikation, die als Hauptteil des Satzes betrachtet wird Die anderen

Lan không làm bài tập về nhà. (Lan hat die Hausaufgaben nicht gemacht.)

Bei Satzteilnegation im Vietnamesischen steht die Negationspartikel không vor den

sekundären Satzgliedern,74 zum Beispiel:

vor dem Subjekt: Không phải tôi nói thế (mà là nó nói) (Nicht ich habe das

gesagt, sondern er.)

vor dem Adverb: Nó viết không đẹp (Er schreibt nicht schön.)

69 vgl Nguyễn Phú Phong (2002: 191)

70 vgl Nguyễn Phú Phong (2002: 192), vgl Trương Chính (2009: 115)

71 vgl Nguyễn Phú Phong (2002: 192), vgl Nguyễn Minh Chính (2006: 92)

Nguyễn Phú Phong (2002: 192) bemerkt jedoch, dass chẳng in der Mường-Sprache, die mit dem

Vietnamesischen sehr verwandt ist, noch die wichtigste Rolle bei der Negation spielt

Trang 24

Bemerkenswert steht der Negator không fast nie direkt vor dem Objekt Daher

kommt die Verneinung des Objektes nur sehr selten im Vietnamesischen vor

Ich habe kein Geld = Tôi không có tiền (*Tôi có không tiền.)

Oder man kann zusammen mit không noch das Begleitwort phải benutzen In diesem Fall kommt am Satzende häufig noch eine konstrastive Forsetzung mit mà

vor:76

Tôi muốn mua không phải sách mà là báo

(Ich möchte keine Bücher, sondern Zeitungen kaufen.)

Không steht normalerweise nur vor dem Verb, z B.: không học (nicht lernen),

không ăn (nicht essen) oder vor dem Adjektiv: không đẹp (nicht schön), không giỏi

(nicht gut).77 Selten steht không unmittelbar vor einem Nomen: không gia đình (ohne Familie), không bạn bè (ohne Freunde).78

Es ist jedoch anzumerken, dass außer không im Vietnamesischen noch viele andere

Negationswörter, die vor dem Negierten stehen können, um eine Satz- oder Satzteilnegation zu bilden:79

Tôi không/chẳng/chả biết việc này (Ich weiß das nicht.)

Chẳng phải tôi gọi cho anh mà là vợ tôi (Nicht ich habe dich angerufen,

sondern meine Frau.)

Insgesamt lässt sich sagen, dass sowohl das Deutsche, als auch das Vietnamesische über Satz- und Sondernegation verfügen, die häufig durch die Position des

Negationswortes nicht und không unterschieden werden Für die Vietnamesen ist

75 vgl Diệp Quang Ban (2004: 264), vgl Diệp Quang Ban (1989: 243)

76

vgl Diệp Quang Ban (2004: 264), vgl Diệp Quang Ban (1989: 243)

77 vgl Lê Quang Thiêm (2004: 240), vgl Nguyễn Hữu Quỳnh (2001: 159), vgl Hoàng Trọng Phiến (2008: 338), vgl Siriwong Hongsawan (2010: 156), vgl Nguyễn Văn Chính (2010: 219), vgl Nguyễn Minh Chính (2006: 90)

78

vgl Nguyễn Hữu Quỳnh (2001: 159)

79 vgl Nguyễn Hữu Quỳnh (2001: 159), vgl Nguyễn Văn Chính (2010: 219), vgl Hoàng Trọng Phiến (2008: 338), vgl Lê Quang Thiêm (2004: 240), vgl Siriwong Hongsawan (2010: 156f), vgl Nguyễn Thị Lương (2006: 211)

Trang 25

die Satzgliedstellung des Deutschen im Allgemeinen und die Stellung von dem

Negator nicht im Einzelnen sehr komplex Aus diesem Grund ist es zu vermuten,

dass die vietnamesischen Deutschlernenden viele Herausforderungen mit dem

Bestimmen der Position von nicht im Satz konfrontieren müssen

2.2.2 Negationswörter als Satzäquivalente

Laut Engel sind Satzäquivalente “unveränderliche Wörter, die für sich allein eine

wird im Deutschen die negierte Antwortpartikel “nein” als Satzäquivalent

betrachtet,81 denn das Negationswort nein zu dem Affirmationswort ja in binärer

Opposition steht und auch eine freie Form ist, die nicht in eine Verbalklammer

Kommst du mit? - Nein (= Ich komme nicht mit.)

Die Umschreibung von nein lautet: “Das ist nicht der Fall”,83 “Das/Es ist nicht

Am häufigsten reagiert man mit dem Negationswort nein genau wie mit dem Bejahungswort ja auf eine Frage,85 nämlich auf eine Entscheidungsfrage.86 Wenn die in der Frage enthaltenen Information bereits mit einer Negation versehen ist,

Ist es nicht nötig, eine Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen? - Nein (, es ist nicht nötig.)

Trang 26

Aber wenn man eine verneinte Äußerung widersprechen möchte, muss man das

Affirmationswort doch verwenden.88 Doch zeigt die Negation der Negation an.89

Zum Vergleich:

Ist das richtig? - Ja (, das ist richtig.) / Nein (, das ist nicht richtig.)

Ist das nicht richtig? - Doch (, das ist richtig.) / Nein (, das ist nicht richtig.)

Die Faustregel für die richtige Auswahl der Antwort auf eine negative

Entscheidungsfrage - eine Entscheidungsfrage mit Negation - lautet: NEIN bleibt

NEIN, 90 d.h.: Wenn man eine negative Ja/Nein-Frage negativ beantworten möchte, benutzt man Nein (zusammen mit Negationswörtern) Im Gegensatz dazu wird doch

(und ohne Negationswörter) zum Widerspruch einer Frage mit Negationswort verwendet

Einige andere deutsche Negationswörter wie keinesfalls oder keineswegs treten manchmal auch nicht in einem Satz, sondern allein als einzelne Wörter auf Sie werden aber nicht als eigentliche Satzäquivalente verstanden, sondern als Ellipsen.91

Liebt er sie? - Keinesfalls! (= Er liebt sie keinesfalls.)

Im Vietnamesischen wird das Negationswort không nicht nur als das wichtigste

Negationsmittel, sondern auch als Satzäquivalent betrachtet.92 Không wird genau wie nein im Deutschen auch nicht als eine Abkürzung von einem Satz, von einer

Wortgruppe oder auch nicht als ein Satzteil verstanden Das gilt als ein vervollständigter Satz und wird zum Widersprechen einer Voräußerung verwendet

Bạn thích xem phim Hàn à? - Không

88 vgl Weinrich (2003: 866), vgl Engel (2004: 445), vgl Buscha/Szita (2010: 148), vgl Braun/Doubek/Vitale (2012: 27), vgl Billina/Brill/Techmer (2010: 97), vgl Fandrych/Tollowitz (2000: 42), vgl Lemcke/Rohrmann (2006: 21), vgl Clamer/Heilmann/Röller (2007: 155), Vgl Wertenschlag/Müller u.a (CD-Rom, funktionale Grammatik, “Negieren”)

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Siehst du gern koreanische Filme? – Nein (= Das ist nicht der Fall, dass ich gern koreanische Filme sehe.)

Anders als im Deutschen findet man in den gängigen vietnamesischen Grammatiken keine Regel darüber, wie man auf eine negative Entscheidungsfrage antworten kann Auch in der Forschungsliteratur zu Negation im Vietnamesischen wird diese Thematik noch nicht berücksichtigt Aus eigener Beobachtung ist es zu

erkennen, dass die Vietnamesen nicht nur nein und doch, sondern auch ja auf eine

negative Entscheidungsfrage antworten, zum Beispiel:

Bạn không đi cùng à? (Kommst du nicht mit?)

- Ừ (mình không đi cùng) - *Ja (ich komme nicht mit.)

Viele Leute haben sogar die Gewohnheit, ja (có) statt doch (có chứ) zu benutzen:

Bạn không đi cùng à? - Có, mình có đi cùng = Có chứ, mình có đi cùng Kommst du nicht mit - *Ja, ich komme mit (Richtig ist: Doch, ich komme

mit.)

Daher kann die Hypothese abgeleitet werden, dass die vietnamesischen

Deutschlernenden gewohnheitsgemäß auch das deutsche Bejahungswort ja zur

Antwort auf eine negative Entscheidungsfrage verwenden, obwohl es im Deutschen nicht der Fall ist

2.2.3 Andere Negationsmittel

Außer nein und nicht gibt es im Deutschen noch viele andere Negationswörter, die

• den substantivischen Pronomina (keiner, niemand, nichts)

93 vgl Helbig/Buscha (2001: 544f)

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• den Adverbien (nie, niemals, nirgends, nirgendwo, nirgendwohin,

nirgendwoher)

• den Artikelwörter (kein, keinerlei)

• den Modalwörtern (keinesfalls, keineswegs)

• den Präpositionen (ohne, statt, außer, anstelle)

• den Konjunktionen (weder … noch)

• den Subjunktionen (ohne dass, anstatt dass, außer dass)

Bei einer näheren Betrachtung ist zu erkennen, dass die meisten Negationswörter im Deutschen durch die Kombination zwischen Negation und einem entsprechenden positiven Wort entstehen:94

94 vgl Helbig/Buscha (2001: 546f)

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• Neg + irgendwoher  nirgenwoher (Richtung zum Sprecher hin)

weg)

Daher werden die Gegenteile der deutschen Negationswörter – die affirmativen Entsprechungen – leicht genannt:

jeder/jemand/alle niemand 95 /keiner 96 überall/irgendwo nirgendwo/nirgends 97 irgendwohin nirgendwohin 98 irgendwoher nirgendwoher 99

schon (mal) noch nicht/noch nie 102 /noch kein- 103

95 vgl Gottstein-Schramm/Kalender/Specht (2010: 114), vgl Fleer (2008: 94), vgl Jin/Voß (2013: 40), vgl Braun/Doubek/Vitale (2012: 54), vgl Rutsch/Schmitz (2007: 160), vgl Sander/Braun/Doubek (2012: 70), vgl Clamer/Heilmann/Röller (2007: 153), vgl Perlmann-Balme/Schwalb (2008: 66), vgl Perlmann- Balme/Schwalb/Orth-Chambah (2008: 104)

96 vgl Gottstein-Schramm/Kalender/Specht (2010: 114), vgl Fleer (2008: 94), vgl Buscha/Szita (2011: 191), vgl Perlmann-Balme/Schwalb (2008: 66), vgl Perlmann-Balme/Schwalb/Orth-Chambah (2008: 104)

97 vgl Gottstein-Schramm/Kalender/Specht (2010: 114), vgl Buscha/Szita (2011: 191), vgl Rutsch/Schmitz (2007: 160), vgl Clamer/Heilmann/Röller (2007: 153), vgl Perlmann-Balme/Schwalb (2008: 66), vgl Perlmann-Balme/Schwalb/Orth-Chambah (2008: 104)

101 vgl Gottstein-Schramm/Kalender/Specht (2010: 114), vgl Fleer (2008: 94), vgl Jin/Voß (2013 : 40), vgl Braun/Doubek/Vitale (2012: 54), vgl Rutsch/Schmitz (2007: 160), vgl Sander/Braun/Doubek (2012: 70), vgl Clamer/Heilmann/Röller (2007: 153), vgl Schmitt (2001: 32), vgl Perlmann-Balme/Schwalb/Orth- Chambah (2008: 104), vgl Götze/Hess-Lüttich (1999: 334)

102 vgl Fleer (2008: 94), vgl Buscha/Szita (2011: 191), vgl Jin/Voß (2013: 40), vgl Rutsch/Schmitz (2007: 160), vgl Clamer/Heilmann/Röller (2007: 153)

103 vgl Sander/Braun/Doubek (2012: 70), vgl Clamer/Heilmann/Röller (2007: 153)

Trang 30

mit ohne 105

Das Vietnamesische verfügt auch über viele Negationsmittel Aber solche Bildung wie im Deutschen, bei der ein ganz neues Negationswort durch die Kombination von Negation und einem positiven Wort entsteht, gibt es im Vietnamesischen nicht

Inzwischen bleiben die vietnamesischen Negationswörter không, chẳng, chả, chưa

in Verbindung mit einem positiven Wort zur Bildung neuer Negationswörter immer unverändert, beispielsweise:

In den obigen Beispielen không ai und không (cái) gì kann man einfach sehen, dass das vietnamesische Negationswort không in den neuen Negationswörtern nicht

verschwindet

Es ist aber auch zu sehen, dass die expliziten Negationswörter im Vietnamesischen

nicht so vielfältig wie die im Deutschen sind Hauptsächlich werden nur không,

chẳng, chả, chưa gezählt.106 Sie werden daher immer wiederholt, wenn man andere

Negationsausdrücke erstellen möchte: không/chẳng/chả/chưa bao giờ (nie/niemals),

không/chẳng/chả/chưa ai (niemand), không/chẳng/chả/chưa nơi nào

(nirgendwo/nirgends), không/chẳng/chả cái gì (nichts), usw

104 vgl Jin/Voß (2013: 40), vgl Rutsch/Schmitz (2007: 160), vgl Sander/Braun/Doubek (2012: 70), vgl Clamer/Heilmann/Röller (2007: 153)

105 vgl Jin/Voß (2013: 40), vgl Braun/Doubek/Vitale (2012: 54), vgl Sander/Braun/Doubek (2012: 70)

106 vgl UBKHXH VN (1983: 259), vgl Diệp Quang Ban (2004: 256), vgl Diệp Quang Ban ( : 241), vgl Lê Quang Thiêm (2004: 240), vgl Hoàng Trọng Phiến (2008: 338), vgl Nguyễn Đức Dân (1996: 324), vgl Nguyễn Thị Lương (2006: 211), vgl Nguyễn Hữu Quỳnh (2001 : 159), vgl Nguyễn Văn Chính (2010: 218), vgl Siriwong Hongsawan (2010: 156f),

Trang 31

Insbesondere gibt es im Vietnamesischen zwei Negationswörter, die nur in den

Imperativsätzen vorkommen: đừng, chớ.107 Đừng und chớ tragen die Bedeutung:

den Hörer auffordern/dem Hörer raten, eine Handlung/einen Zustand aufzuhören oder etwas nicht zu machen.108

Đừng buồn (Sei nicht so traurig.)

Chớ có tin lời anh ta ( Glaub seiner Aussage nicht.)

Außer den oben genannten Negationswörtern und ihre Kombination mit positiven Wörtern zur Bildung negativer Phrasen stehen im Vietnamesischen noch andere

implizite Negationsmittel zur Verfügung: nào (nào, đời nào, nào có), đâu (đâu, có

… đâu, nào có … đâu, đâu có, đâu phải ), sao (sao, làm sao), mà (mà, mà lại) 109 und

gì (gì, làm gì, làm gì có)110:

Tôi nào có biết chuyện gì = Tôi không biết chuyện gì. (Ich weiß nichts.)

Tôi có nói thế đâu = Tôi không nói thế (Ich habe das nicht gesagt.)

Nó mà cao = Nó không cao (Er ist nicht groß.)

Tôi làm gì biết chuyện đấy = Tôi không biết chuyện đấy. (Ich weiß es nicht.) Diese Wörterverbindungen drücken aber keine normale Verneinung aus, sondern sie stellen eine Widerlegung (bác bỏ) der vorherigen Behauptung/Aussage/Meinung dar:111

Lan không cao. (Lan ist nicht groß.) – Beschreibungsnegation

Lan có cao đâu./Lan mà cao./Lan làm gì cao./Lan đâu có cao – Widerlegung

110 vgl Nguyễn Thị Lương (2006: 211), vgl Lê Quang Thiêm (2004: 250), vgl Diệp Quang Ban (2004: 256f), vgl Diệp Quang Ban (1989 : 242), vgl Mai Ngọc Chừ/Vũ Đức Nghiệu/Hoàng Trọng Phiến (2009: 301)

111 vgl Nguyễn Đức Dân (1996: 380ff), vgl Lê Quang Thiêm (2004: 250), vgl Siriwong Hongsawan (2010: 158), vgl Diệp Quang Ban (1989 : 242), vgl Nguyễn Thị Lương (2006: 181, 209f), vgl Mai Ngọc Chừ/Vũ

Đứ c Nghiệu/Hoàng Trọng Phiến (2009: 304)

Trang 32

In dem Beispiel “Lan không cao.” wird mit dem Negationswort không einfach nur

beschrieben, dass Lan nicht groß ist Im Gegensatz dazu lassen sich die

vietnamesischen Widerlegungs-Strukturen in den Sätzen “Lan có cao đâu./Lan mà cao./Lan làm gì cao./Lan đâu có cao.” noch sehen, dass es vorher bereits eine

Behauptung gibt, dass Lan groß ist Jedoch ist man damit nicht einverstanden und widerlegt sie Laut Lê Quang Thiêm werden in den anderen Sprachen aber der Kontext, die Situation und die anderen Faktoren gebraucht, damit man eine Widerlegung verstehen kann.112

Darüber hinaus werden im Vietnamesischen die vulgären Wörter (từ thông tục)

nicht beschrieben wird Dazu zählen sich in der vietnameischen Sprache „khỏi“,

„đếch“ und die Namen der hässlichen Tiere nach normaler Auffassung der

Vietnamesen wie „cóc“ (Kröte), „khỉ“ (Affe), sowie die Bezeichnung der

Geschlechtsorgane, Sexualaktivitäten oder der gespenstigen Welt:114

Anh khỏi phải lo = Anh không phải lo. (Mach dir keine Sorgen!)

Tớ cóc sợ = Tớ không sợ (Ich habe keine Angst.)

Tao đếch cần = Tao không cần (Ich brauche das nicht.)

dễ cái con khỉ = không dễ (Es ist nicht leicht.)

Nó xấu thế ma nó lấy = Nó xấu thế không ai lấy

(Sie ist so hässlich, dass niemand sie heiraten möchte.)

Chúng ta làm quái gì được = Chúng ta không thể làm gì được

(Wir können nichts machen.)

Zusammenfassend befinden sich in den beiden Sprachen neben dem wichtigsten

Negationswort nicht und không noch viele andere Negationswörter Es liegt aber

112

vgl Lê Quang Thiêm (2004: 252)

113 vgl Nguyễn Đức Dân (1996: 372f), vgl Diệp Quang Ban (2004: 256), vgl Nguyễn Thị Lương (2006: 211), vgl Lê Quang Thiêm (2004: 250)

114 vgl Nguyễn Đức Dân (1996: 372f)

Trang 33

auch ein Kontrast zwischen dem Deutschen und dem Vietnamesischen vor Während die meisten Negationswörter im Deutschen durch das Kombinieren von der Negation mit einem entsprechenden positiven Wort gebildet werden, z.B.:

Negation + etwas = nichts), erfolgt dies im Vietnamesischen in umgekehrter Weise, indem die vietnamesischen Negationswörter in Kombination zur Bildung neuer

Negationsmittel immer unverändert bleiben, beispielsweise: không + cái gì =

không cái gì) In Bezug auf die große Anzahl sowie die Vielfalt der

Negationsmittel im Deutschen scheinen die Unterscheidung und Verwendung dieser Negationsmittel für die vietnamesischen Deutschlernenden relativ schwierig zu sein Es könnte sein, dass sie beim Erlernen der deutschen Sprache oft nur ein paar

häufig vorkommende Negationswörter wie nicht und kein verwenden und die

anderen darum vergessen oder sehr selten verwenden Eine weitere Annahme kommt noch hinzu, dass die vietnamesischen Deutschlernenden diese häufig benutzten Wörter genau wie im Vietnamesischen auch zur Bildung anderer

Negationsausdrücke statt der vorhandenen Mittel gebrauchen, z B: *“nicht

jemand“ statt niemand, *“nicht etwas“ statt nichts, *“nicht irgendwo“ statt

nirgendwo

2.2.4 Verben mit Negationsbedeutung

Im Deutschen gibt es bestimmte Verben, die als implizite lexikalische Negationsträger betrachtet werden, d.h diese Verben enthalten bereits eine

• Verben des Zurückweisens und Verneinens, z B verneinen, widerrufen, in

Abrede stellen, ableugnen, bestreiten, (be)zweifeln, abstreiten, ablehnen

• Verben des Verbietens und Abratens, z B verbieten, untersagen, abraten,

warnen, abhalten, (ver)hindern

• Verben der Weigerung und des Unterlassens, z B sich weigern, ablehnen,

verzichten, sich sparen, Abstand nehmen, versäumen

115 vgl Helbig/Buscha (2001: 544f)

Trang 34

Wenn von solchen Verben ein Nebensatz oder eine Infinitivkonstruktion abhängt,

Der Vater verbietet dem Sohn, auf der Straße zu spielen

(* Der Vater verbietet dem Sohn, nicht auf der Straße zu spielen.)

Er verneinte, den Brief erhalten zu haben

(*Er verneinte, den Brief nicht erhalten zu haben.)

Im Vietnamesischen befinden sich auch solche Verben mit der Bedeutung “etwas

nicht verwirklichen”, beispielsweise quên (vergessen), thôi (aufhören), ngừng

(aufhören), kiêng,117 cấm (verbieten), ngăn (verhindern), từ chối (ablehnen).118 Im Unterschied zu dem Deutschen kann im Vietnamesischen aber ein weiteres Negationsmittel nach diesen Verben vorkommen, oder man kann es auch weglassen:119

Tôi quên mang theo chìa khoá = Tôi quên không mang theo chìa khoá

Ich vergesse, Schlüssel mitzunehmen (*Ich vergesse, Schlüssel nicht

mitzunehmen.)

Họ từ chối ký hợp đồng = Họ từ chối không ký hợp đồng

Sie lehnten ab, den Vertrag abzuschließen (*Sie lehnten ab, den Vertrag nicht

Trang 35

wird diese Erscheinung als doppelte Negation verstanden Noch in der Klassik war

Was hinder mich, dass ich nicht eine der grünen Schnüre ergreife? (J W

Goethe)

Hüte dich, dass du mit Jacob nicht anders redest! (G E Lessing)

In der deutschen Gegenwartssprache ist die doppelte Verneinung aber nicht zulässig.123

Auf der Grundlage der eben beschriebenen Tatsache, dass es einen großen Unterschied in der Verwendung der Verben mit Negationsbedeutung zwischen den Deutschen und den Vietnamesen gibt, ist es zu vermuten, dass die vietnamesischen Deutschlernenden das deutsche Negationswort in dem Nebensatz oder in der Infinitivkonstruktion, der/die nach diesen negierenden Verben steht, nach ihrer Gewohnheit im Vietnamesischen noch behalten

2.2.5 Unterscheidung einiger leicht verwechselten Negationswörter

Im Deutschen und im Vietnamesischen befinden sich viele Negationswörter, die

sich leicht mit den anderen verwechselt werden, z B kein- mit nicht, nicht mit

nichts , keiner mit niemand, không, chẳng, chả mit chưa, đừng mit chớ Um diese

Negationswörter richtig zu benutzen, ist es sehr wichtig zu erklären, wann sie verwendet werden und wodurch sie sich unterscheiden Unten werden einige Unterscheidungsmerkmale dieser leicht verwechselten Wörter beschrieben

2.2.5.1. kein- und nicht

Als Negation steht immer kein-,

• wenn es in dem positiven Satz einen unbestimmten Artikel gibt:

Trang 36

Er hat ein Auto gekauft  Er hat kein Auto gekauft

Anmerkung:

Man kann manchmal nicht ein (statt kein-) zur Verneinung ein verwenden,

um die Negation zu verstärken.125 In diesem Fall wird ein nicht als

unbestimmter Artikel, sondern als Zahladjektiv interpretiert

Ich kann eine Ausnahme machen  Ich kann nicht eine Ausnahme machen

• wenn bei einem nicht-verneinten Substantiv der Nullartikel steht:

einen unbestimmten Artikel):

Sie hat Kinder (Im Singular: Sie hat ein Kind.)  Sie hat keine Kinder

- bei Stoffnamen:

Mein Vater trinkt Wein  Mein Vater trinkt keinen Wein

- in einigen festen Verbindungen:

Substantiv + Verb = Verb:

Sie hatte Angst (= ängstigte sich)  Sie hatte keine Angst

Substantiv + Verb = Adjektiv:

Ich habe Hunger. (= Ich bin hungrig)  Ich habe keinen Hunger

Präposition + Substantiv = Adjektiv:

Das ist ein Problem von großer Bedeutung (= bedeutungsvoll)

 Das ist ein Problem von keiner großen Bedeutung

Trang 37

 Verwendung von nicht: 126

Als Negation steht in folgenden Fällen immer nicht:

• wenn es im positiven Satz einen Nullartikel gibt:

die nicht durch ein Verb ersetzt werden können:

Er kann Ski laufen  Er kann nicht Ski laufen

Sie schreibt Maschine  Sie schreibt nicht Maschine

Meine Mutter wohnt in Deutschland  Meine Mutter wohnt nicht in

Deutschland

Sie arbeitet in Berlin  Sie arbeitet nicht in Berlin

- Bei der Verbindung zwischen als und Berufsbezeichnungen:

Sie arbeitet als Apothekerin  Sie arbeitet nicht als Apothekerin

Ich kenne den Film  Ich kenne den Film nicht

In folgenden Fällen sind kein- oder nicht austauschbar:

• in Sätzen mit der Struktur: Nominativ/Es + sein/werden + Nominativ (im

nicht-verneinten Satz steht ein Nullartikel):

Mein Bruder ist/wird Arzt  Mein Bruder ist/wird nicht Arzt

Oder: Mein Bruder ist/wird kein Arzt

Es ist Sommer  Es ist nicht Sommer

126 vgl Helbig/Buscha (2001: 554f)

127 vgl Clamer/Heilmann/Röller (2007: 151)

128 vgl Helbig/Buscha (2001: 555f)

Trang 38

• bei Präpositionalphrasen (Wenn nicht verwendet wird, steht nicht vor der Präposition; wenn kein- gewählt wird, dann steht kein zwischen Präposition

und Nomen):

Er kommt aus einer großen Stadt  Er kommt nicht aus einer großen

Stadt

oder: Er kommt aus keiner großen Stadt

Es ist jedoch anzumerken, dass die Verneinung mit kein- seltener vorkommt

und oft als Satzteilnegation verstanden wird

• In einigen passivfähigen Funktionsverbgefügen von nehmen + Akkusativ:

Er nimmt Rücksicht auf seine Kinder

 Er nimmt nicht Rücksicht auf seine Kinder

oder: Er nimmt keine Rücksicht auf seine Kinder

2.2.5.2. nicht und nichts

Nicht und nichts unterscheiden sich zuerst dadurch, dass nicht eine Partikel und

nichts ein Indefinitpronomen ist.129 Strukturell kann nicht nie ein Satzglied

realisieren und daher ist es nicht obligatorisch,130 d.h man kann es weglassen, ohne

dass der Satz ungrammatisch wird Im Gegensatz dazu kann man nichts als

Pronomen in allen Fällen nicht wegfallen, da es ein Satzglied ist Die Tilgung von

nichts kann zu einem grammatisch falschen Satz führen

Ich sehe nicht gern Filme  Ich sehe gern Filme

Ich sehe nichts  *Ich sehe

Der zweite Unterschied liegt darin, dass nicht sich mit Adjektiven oder Adverbien

verbindet,131 währenddessen bezieht sich nichts auf Substantive oder substantivierte

129 vgl Götze/Hess-Lüttich (1999: 333f)

130 vgl Helbig/Buscha (2001: 556)

131 vgl Götze/Hess-Lüttich (1999: 333)

Trang 39

Adjektive (etwas Abstraktes132) bzw wird als substantivisches Indefinitpronomen gebraucht:133

Das neue Buch ist nicht interessanter/anders als das alte

Nichts in diesem Geschäft ist billig

Heute gibt es nichts Interessantes/nichts anderes

Er will nichts hören

Wie in … dargestellt wurde, ist nichts der Gegenteil von alles und etwas Nicht hat

dagegen kein gegenteiliges Wort

2.2.5.3 keiner und niemand

Keiner und niemand werden meist synonym verwendet Es gibt aber auch Situationen, in denen die beiden Wörter nicht austauschbar sind Keiner benutzt man, wenn es sich auf eine bestimmte Gruppe oder Auswahl bezieht Niemand

nimmt hingegen Bezug auf Personen im Allgemeinen Die folgenden Beispielsätze können den Unterschied am besten verdeutlichen:

Niemand hilft mir. = Niemand auf der ganzen Welt hilft mir

= Auf der ganzen Welt gibt es Null Personen, die mir helfen

Keiner hilft mir. = Keine der mir bekannten Personen aus meinem Umfeld hilft

mir Aber auf der restlichen Welt könnte es noch irgendjemanden geben, der mir helfen würde

Darüber hinaus ist keiner im Vergleich zu niemand zählbar und das Gegenwort dazu ist jeder Während niemand eine Massenangabe ist und dem Wort alle

Trang 40

Aus dem oben Analysierten stellt sich aber die Frage, ob die Deutschlernenden auf

die Unterschiede der Negationspaare kein und nicht, nicht und nichts, keiner und

niemand im Deutschen achten Da diese Paare leicht verwechselt werden können, scheint die Auswahl des richtigen Negationswortes in einem bestimmten Kontext für die Deutschlerner nicht immer einfach zu sein Daraus ist anzunehmen, dass diesbezüglich auch viele Fehler gemacht werden

2.2.5.4 không, chẳng, chả und chưa

Genau wie im Deutschen liegen im Vietnamesischen auch Negationswörter vor, die man schwer unterscheiden kann Trotzdem trägt jedes immer einige kleine Nebenbedeutungen

Wie beschrieben wird không am häufigsten im Vietnamesischen zur Verneinung benutzt Der Grund dafür ist, dass không den neutraleren, allgemeineren Charakter

im Vietnamesischen, das als Satzäquivalent betrachtet werden kann.136 Mit chẳng

Đức Dân eine weitere Funktion von chẳng hinzu So dient chẳng dazu, abwertende

Anh lúc nào chẳng giỏi. (Du bist immer gut!)

Chả ist eine Variante von chẳng 139 und wird nur in der gesprochenen Sprache verwendet.140

Tôi chẳng biết = Tôi chả biết (Ich weiß nicht.)

Das vietnamesische Wort chưa bedeutet im Deutschen “noch + Negationsmittel”

139 vgl Trương Chính (2009: 115), vgl Siriwong Hongsawan (2010: 156), vgl Lê Quang Thiêm (2004: 250)

140 vgl Diệp Quang Ban (2004: 256)

141 vgl Duden-Grammatik (2005: 922)

Ngày đăng: 30/09/2020, 12:54

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