Die obere Ebene muss ja auch nicht immer ein Text sein: Ein Logo oder eine andere Pixelebene eignen sich ebenso gut!. 11.4 Unterschatzte Datencontainer: Smart-Objekte Smart-Objekte sin
Trang 1Abbildung 11.28 >
Automatische Abfrage beim Anle-
gen von Ebenen oder Einstel-
lungsebenen per Menibefehl
My Dateien auf der
Die bertihmte »Berliner Luft« in
Text und Bild festgehalten
Abbildung 11.30 >
Ebenenaufbau: Oben das Foto,
mit der Textebene zur Schnitt-
maske gruppiert, dann die Text-
ebene mit einem Effekt, ganz
unten weifer Hintergrund
Abbildung 11.31 >
Mehrere Ebenen mit
Schnittmaske
darunterliegenden zu einer Schnittmaske zusammengefasst
Mit EBENE s SCHNITTMASKE ZURÙCKWANDELN bringen Sie die
Ebene wieder in die reguläre Anordnung
` Wemn Sie Ebenen oder Einstellungsebenen per AAenủ anle- gen, werden Sie automatisch gefragt, ob diese zur Schnitt- maske gruppiert werden sollen
errs aus vorheriger Eoene sis†elbr Farbe: |_| ohne
Modus: Normal »| DecHaaft: | 100 |» | %
(Fur den Modus Normal’ gint es kee neutrde Farb=)
Text-Bild-Effekte mit Schnittmasken | Interessante Effekte lassen sich mit Schnittmasken und Textebenen erzielen Legen Sie eine Schrift unter eine Bildebene, und gruppieren Sie die beiden mit
[Strg]+[Alt ]+[&] bzw [&]+{ ]+{6 ] Dort, wo die darunterliegende
Ebene transparente Pixel enthalt, ist das Foto ausgeblendet — die Schrift ist also nun »fotogefillt« Dazu kommt eine weitere Ebene als Hintergrund fur den Schriftzug Fur eine bessere Lesbarkeit bekam der Text in unserem Beispiel zusatzlich einen Ebeneneffekt
Oost
366 | 14 Fortgeschrittene Ebenentechniken
Trang 2Die unten liegende und die oberen Ebenen einer Schnittmasken-
konstellation lassen sich gegeneinander verschieben Das ist sehr
niitzlich, um z.B einen passenden Bildausschnitt in einer Text-
zeile zu zeigen
11.3.3 Aussparung und Aussparungsoptionen
Fur das Erstellen ahnlicher Kompositionen wie der im Bild »Ber-
lin« (Abbildung 10.29) gezeigten gibt es noch differenziertere
Méglichkeiten, namlich die erweiterte Fiillmethoden-Eigenschaft
AUSSPARUNG Uber die Dialogbox EBENENSTIL legen Sie die Opti-
Beispiel onen fest Sie erreichen diesen Dialog durch Doppelklick auf den
neutralen Bereich einer Ebene in der Ebenen-Palette oder liber
den »fx«-Button _ẾX,| in der Ebenen-Palette
Sens Allgemeine Fillmethode ~ |
L]%hagrhaten Dell, =2} 100 F “
(1Schstten nach nnen -
[]&hannaeh auflen ~ Erweiterte Fullmethode
¥ Deck kraft: ——— %
[DShinneh hnm Karte; (7) ws [Zlb
(labgeflachte Karts urd Rebef Aunp g Pas _
Likaur ts a ads Guppe flan
Eï Shukhur i Ebenen ab Gruppe files
foe Eben:
[]skm: Cà Hương blendet Ese aus
(C] Farbtiberlegerung [| Vektormarke -verbrg! Effekte
Die Grundidee beim Aussparen ist, dass die Pixel der oben lie-
genden Ebene benutzt werden, um einen Bereich zu definieren,
der die Ebenen darunter optisch durchbohrt Wie intensiv diese
Durchbohrung wirkt, legen Sie wiederum mit den Aussparungs-
optionen fest
-—
4 Abbildung 11.34 Die Ausgangskonstellation Die oberste Ebene wurde mit der Aussparungsoption LeIcHT verse- hen und hat auberdem einen hel- len Kontureffekt
Trang 3Abbildung 11.35 >
Dasselbe Bild mit gesenkter FLA-
cHe-Deckkraft Die deckenden
Pixel der Textebene durchbrechen
nun die mittlere Ebene (Wdlk-
chen) und lassen die Hintergrund-
ebene erscheinen
Abbildung 11.36 >
So wiirde das Bild mit reduzierter
FLAcHe-Deckkraft, aber ohne spe-
zielle Aussparungsoption ausse-
hen Von der Textebene sind alle
Pixel ausgeblendet, lediglich der
Ebeneneffekt - die helle Kontur
— ist noch sichtbar Die Hinter-
grundebene kommt nicht ins Bild
Mafgeblich ftir das spatere Aussehen der Komposition ist auch hier wiederum die Schichtung der Ebenen Und das Ganze funk- tioniert nur, wenn Sie die Deckkraft der oberen Ebene durch Ver- stellen der FLACHE-Deckkraft an der Ebenen-Palette senken Die normale Option DECKKRAFT muss aber auf 100% stehen bleiben! Auferdem ist es zwingend erforderlich, dass die unterste Ebene tatsächlich eine Hintergrundebene ist Dann rufen Sie den EBE- NENSTIL-Dialog auf und legen dort die Aussparungsoptionen fest
> Die Option OHNE erstellt keine Aussparung Dies ist die Stan- dardeinstellung
> LEICHT erstellt eine Durchbohrung bis zur Hintergrundebene (so wie in unserem Beispiel) Wenn die Ebenen in einer Gruppe zusammengefasst werden, wirkt die leichte Ausspa- rung jedoch nur bis auf die unterste Ebene dieser Gruppe Sind die Ebenen zu einer Beschnittmaske angeordnet, wirkt
die »Durchbohrung« bis zur Basisebene
> Mit der Option STARK erreichen Sie in jedem Fall eine Aus- sparung bis zur Hintergrundebene - gleichgiltig, welche Ebe- nenkonstellationen in der Datei sonst noch vorliegen Wenn keine Hintergrundebene vorhanden ist, wird in jedem Fall bis zur Transparenz durchbohrt
368 | 1 Fortgeschrittene Ebenentechniken
Trang 4Die Wirkung der drei verschiedenen Optionen und der notwen-
dige Ebenenaufbau erscheinen auf den ersten Blick kompliziert,
aber wenn man das Prinzip einmal verstanden hat, kann man mit
dieser Funktion sehr schnell interessante Composings erzeugen
Die obere Ebene muss ja auch nicht immer ein Text sein: Ein Logo
oder eine andere Pixelebene eignen sich ebenso gut!
11.4 Unterschatzte Datencontainer:
Smart-Objekte
Smart-Objekte sind eine besondere Art von Ebenen: Sie »mer-
ken« sich nach einer Bearbeitung ihr friiheres Aussehen Das ist
mdglich, weil die Originalversion der Daten eines Smart-Objekts
in das Dokument eingebettet ist, das das Smart-Objekt ent-
halt Ein Smart-Objekt ist gewissermaken ein Container, in dem
eine Instanz der originalen Daten zur Bearbeitung abgelegt ist
Diese Originaldaten sind zundachst flir den Bearbeiter unsicht-
bar, konnen jedoch mit einem kleinen Umweg (siehe den zwei-
ten Workshop weiter unten) auch verandert werden Grundlage
von Smart-Objekten kénnen Pixel- oder Vektordaten sein Die
meisten Photoshop-Nutzer kennen Smart-Objekte hauptsächlich
von der Verwendung mit Filtern Tatsachlich konnen diese jedoch
mehr
Vorteile von Smart-Objekten | Das Containerprinzip ermöglicht
die zerstörungsfreie Bearbeitung der Smart-Objekte, denn die
originalen Bilddaten bleiben ja erhalten Das hei&t, Bildoperatio-
nen, die sich auf die Bildpixel an und fur sich qualitatsmindernd
auswirken, können auf Smart-Objekte angewandt werden, ohne
dass ein Qualitatsverlust auftritt In einigen Fallen machen Smart-
Objekte eigentlich unumkehrbare Arbeitsschritte reversibel
Auferdem erweisen sich Smart-Objekte als Beschleuniger fiir
Ihren Workflow, und in einigen Fallen stellen sie Work-arounds
fir Arbeitstechniken dar, die sonst gar nicht méglich waren Sehr
nitzlich sind Smart-Objekte zum Beispiel
> bei Ebenen-Transformationen
bei der Anwendung von Filtern (Smartfiltern)
flir das Skalieren des gesamten Bildes
bei Farbraum-Anderungen (via BILD * MODUS)
beim Beschneiden von Bildern, wenn ein neuer Bildauschnitt
Zum Nachlesen:
Smart-Objekt-Basiswissen Grundlegendes tiber Smart-Ob-
> Wenn Sie ein Smart-Objekt mehrfach duplizieren, konnen Sie 10,2, ›Ebenentypen«, weiter alle Duplikate auf einen Schlag andern, indem Sie die Quelle vorne im Buch
1.4 Unterschatzte Datencontainer: Smart-Objekte | 369
Trang 5
Camera Raw und
Smart-Objekte
Wenn Sie RAW-Daten aus Ihrer
Kamera verarbeiten, kdnnen Sie
diese standardmakig in Photo-
shop als Smart-Objekt öffnen
lassen Sie milssen dazu lediglich
innerhalb des Camera-Raw-Mo-
duls im Dialog ARBEITSA BLAUF-
OPTIONEN ein Hakchen setzen
Mehr zum Thema Camera Raw
finden Sie in Teil XIII, » Photo-
shop und die digitale Fotogra-
Dateien als Smart-Objekte
Mehr zum Platzieren und Offnen
als Smart-Objekt finden Sie in Ka-
pitel 7, »Dateien anlegen, öffnen
und speichern«, weiter vorn im
Buch
Abbildung 11.38 >
Das Kontextmenii der Ebenen-
Palette ist der schnellste Weg,
um aus einer Ebene ein Smart-
Objekt zu erzeugen (Rechtsklick
bzw [ctr1 ]-Klick in den neutralen
Bereich der Ebene)
bearbeiten (diese Abhangigkeit von Smart-Objekten und ihrer Datenquelle kann jedoch auch ausgeschlossen werden)
> Textebenen lassen sich mit Filtern bearbeiten und bleiben trotzdem editierbar
> nutzen das Kontextmenti der Ebenen-Palette oder
den Befehl FILTER « FUR SMARTFILTER KONVERTIEREN
Der Befehl DATEI « PLATZIEREN fligt Pixel- oder Vektordaten als Smart-Objekt in eine bereits gedffnete Datei ein
> Dateien kénnen Sie direkt als Smart-Objekt Offnen Dazu
wahlen Sie den Befehl DATEI s ALS SMART-OBJEKT OFFNEN
Ceöffnet wird dann ein Duplikat der Originaldatei, dessen Ebenen in ein Smart-Objekt verwandelt wurden
> Illustrator-Ebenen kénnen Sie auch mit Drag & Drop oder per EINFUGEN-Befehl als Smart-Objekt in ein Photoshop- Dokument einsetzen
11.4.2 Mit Smart-Objekten arbeiten
Viele Arbeitstechniken funktionieren bei Smart-Objekten ebenso wie bei gewöhnlichen Bildebenen-— nur eben mit dem Zwischen- schritt, dass die Ebene zuerst in ein Smart-Objekt verwandelt wird Dazu muss also nicht mehr viel gesagt werden Doch das Konzept hat auch Grenzen: Diejenigen Werkzeuge, bei denen tiblicherweise die Bildpixel direkt modifiziert werden — beispiels- weise Pinsel [Z) Retuschewerkzeuge wie der Stempel [8] der
Abwedler |@J oder das Wischfinger-Werkzeug | j#J—-, konnen auf
370 | 1 Fortgeschrittene Ebenentechniken
Trang 6Smart-Objekte nicht ohne Weiteres angewandt werden Auch
Farbanderungen von Objekten sind nicht so einfach mdglich
“Adobe Photoshop(S4 7
Der Boreichsraparatur-Pinsa-Werkzoug konnte nicht
verwendet werden, weil das Smart-Objekt richt crekt
bearbeltat werden kan,
In solchen Situationen schlagt Photoshop meist vor, das Smart-
Objekt zu rastern, also wieder in eine normale Pixelebene zu
Uberfuhren Dabei verlieren Smart-Objekte alle speziellen Bear-
beitungseigenschaften: Durchgeflihrte Anderungen werden nun
endgliltig auf die Ebene oder die Datei angewandt Manchmal
konnen Sie das Rastern jedoch auch umgehen, wenn Sie die
Befehle unter EBENE * SMART-OBJEKTE nutzen Wie das geht -
und wie Sie die Méglichkeiten von Smart-Objekten voll nutzen
— erfahren Sie in den folgenden Workshops
Speichern lassen sich Dateien mit Smart-Objekten in den
Dateiformaten PSD und TIFF Auch das PDF-Format kann mit
den Datencontainern umgehen
Smart-Objekt zuriickwandeln | Um aus einem Smart-Objekt
wieder eine Pixelebene zu machen,
> nutzen Sie den MenUbefehl EBENE « RASTERN *« SMART OBJEKT
> oder denselben Befehl im Kontextmenti der Ebenen-Palette
> oder reduzieren die Datei auf eine Hintergrundebene
11.4.3 Smarte Duplikate und Austausch von Inhalten
Aus diesem Foto soll eine kleine postkarten-ahnliche Montage
gemacht werden Das Besondere ist dabei die Arbeitsmethode:
Zum Einsatz kommen vorzugsweise Smart-Objekte Diese ermdg-
lichen ein zerstörungsfreies und rationelles Arbeiten — und das,
obwohl zahlreiche Transformationen angewendet und insgesamt
acht Bildobjekte angepasst und ausgetauscht werden sollen!
4 Abbildung 11.39 Den Versuch, ein Smart-Objekt zu retuschieren, quittiert Photoshop mit einem Warnhinweis
4 Abbildung 11.40 Das Ausgangsbild Was man hier nicht sieht: Es besteht aus zwei Ebenen — unterhalb des Fotos liegt eine gelbe Hintergrund- ebene
11.4 Unterschatzte Datencontainer: Smart-Objekte | 371
Trang 7My Dateien auf der
Transformieren des Fotos
Schritt fiir Schritt: Smart-Objekte in der Praxis:
Sonnige Urlaubspostkarte
Fotoebene in Smart-Objekt umwandeln
Als Erstes muss das Foto verkleinert und positioniert werden, damit Platz fur die weiteren Montage-Elemente ist Es gibt keine feste Vorgabe fiir das Fotoformat Um Spielraum fiir Experimente
zu haben, wird es zunachst in ein Smart-Objekt transformiert
Inhalt ersetzen
Foto anpassen und positionieren Transformieren Sie das Foto so, dass an den Randern ein brei- ter gelber Streifen sichtbar wird Da Sie mit einem Smart-Objekt arbeiten, mlissen Sie sich um Qualitatsverluste bei der Transfor- mation keine Gedanken machen und kénnen spater jederzeit weitere Anpassungen vornehmen Richten Sie das Foto mittig liber der Hintergrundebene aus
Ausrichten nach Augenmaf: Wenn Sie méchten, konnen Sie das Bild nach dem Zentrieren ein Sttickchen nach oben schie- ben, es wirkt dann harmonischer Die mathematische Mittelachse stimmt namlich mit der optischen Mitte - also der Position, die unser Auge als »mittig« ansieht — nicht Uberein!
372 | 1 Fortgeschrittene Ebenentechniken
Trang 8Die Sonne ins Bild holen
Nun soll die Sonne als AAontageobjekt ins Bild gebracht werden,
und zwar sofort als Smart-Objekt Das geht in diesem Fall am
bequemsten mit dem Befehl DATEI s PLATZIEREN Wählen Sie dann
die vorbereitete Datei »SonneZackig.psd« aus In einem Positi-
onsrahmen erscheint diese im Bild Positionieren und skalieren
Sie die Sonne so, wie es lhnen gefallt
4 Abbildung 11.43 Die erste Sonnen-Ebene wird ein wenig gekippt und leicht
Mehr Sonne: Smart-Objekt duplizieren
Eine Sonne gentigt nicht Erzeugen Sie eine duplizierte Version
des ersten Smart-Objekts, indem Sie es auf das NEU-Icon _al |
der Ebenen-Palette ziehen Alternativ konnen Sie auch den Befehl
EBENE « NEU » EBENE DURCH KoPiE nutzen Diese Technik erzeugt
ein Duplikat, das intern mit dem ersten Smart-Objekt zusam-
menhangt Skalieren, drehen und positionieren Sie das zweite
Sonnen-Smart-Objekt
Achtung: Sie kénnen Smart-Objekte auch mit dem Befehl
NEUES SMART-OBJEKT DURCH KoOPIE duplizieren Diesen Befehl
finden Sie im Ebenen-Kontextmenti und im Ment unter EBENE
+ SMART-OBJEKTE Dadurch entsteht ein unabhangiges Duplikat,
das mit der ersten Version nicht mehr verbunden ist In einigen
Fallen ist das sinnvoll, nicht jedoch in diesem Workshop — dann
funktionieren manche der folgenden Arbeitsschritte nicht mehr
Smart-Objekt duplizieren Wie Sie
im Screenshot ebenfalls erkennen, hat Photoshop den Namen der platzierten Datei automatisch als Titel des Smart-Objekts ein- gesetzt
°
Trang 9Indem Sie Deckkrart @ und
Fiillmethode @ der Sonnen-
Smart-Objekte variieren, bringen
Sie unterschiedliche Gelbtone ins
Bild
Abbildung 11.47 >
Dieser Befehl spart Ihnen in auf-
wendigen Kompositionen viel
Zeit
Erzeugen Sie auf dieselbe Weise noch etwa sechs bis sieben wei- tere Sonnen-Duplikate, und zwar immer von Ihrem Ausgangs- Smart-Objekt Variieren Sie Position, Grd’e und Drehung Fir mehr Abwechslung kénnen Sie Sonnen vor und hinter das Foto- Smart-O bjekt legen Indem Sie die Fullmethode der Sonnen-Ebe- nen verdndern, erzeugen Sie unterschiedliche Gelbténe (Details
zu Fullmethoden folgen im gleichnamigen Kapitel 12)
4 Abbildung 11.45 Der erste Zwischenstand: Ungefahr so sollte Ihre Datei jetzt auch aussehen
G Acht auf einen Streich: Smart-Objekt austauschen
Insgesamt acht Versionen des Sonnensymbols sind nun im Bild Jede einzelne davon wurde durch Transformation, Verschieben und eventuell Anderung von Deckkraft oder Fiillmethode ange- passt — eine Menge Arbeit Nun soll jedoch ein anderes Symbol ins Bild, denn diese Form ist uns etwas zu zackig Keine Angst, Sie missen nicht wieder von vorne anfangen! Da Sie hier mit Smart-Objekten arbeiten, kriegen Sie das mit wenigen Klicks hin: Aktivieren Sie das erste Smart-Objekt, von dem alle Dupli- kate abstammen Wahlen Sie dann den Befehl INHALT ERSETZEN (entweder aus dem Kontextmenti der Ebenen-Palette oder unter
Trang 10Neues Smart-Objekt wählen und einsetzen
Es erscheint das bekannte PLATZIEREN-Dialogfenster Navigieren
Sie zu dem Ordner, in dem Sie die Datei »SonneVerspielt.psd«
abgelegt haben, und wahlen Sie diese Datei aus Sofort erscheint
die andere Sonnenform im Bild: ebenfalls achtmal, in derselben
Position und mit den gleichen Eigenschaften wie die zackigen
Sonnenvarianten
8 Arbeitsergebnis sichern
Speichern Sie Ihre Ubungsdatei, Sie brauchen Sie gleich noch fiir
den zweiten Workshop dieses Abschnitts
11.4.4 Quelldaten von Smart-Objekten bearbeiten
Mit Smart-Objekten kann man eine Menge anstellen Doch wie
schon erwahnt wurde, verweigern viele Photoshop-Werkzeuge
den Dienst am Smart-Objekt In der Regel passiert das immer
dann, wenn nicht das Smart-Objekt, sondern dessen Inhalt, die
Originaldaten, das Ziel eines bildbearbeiterischen Eingriffs waren
— also eigentlich bei fast allen Werkzeugen, mit denen Sie Ubli-
cherweise direkt auf den Bildpixeln arbeiten Es gibt allerdings
einen Umweg, auf dem so etwas doch geht
Nehmen Sie sich fr den folgenden Workshop nochmals die
Sonnenpostkarte vor
Schritt fiir Schritt: Smart-Objekte in der Praxis:
Rote Sonnen
Zugriff auf die originalen Daten
Wahlen Sie den Befehl INHALT BEARBEITEN im Kontextmenii der
Ebenen-Palette oder im Ment unter EBENE « SMART-OBJEKTE
4 Abbildung 11.48 Detailanpassungen an GröBe, Drehwinkel und Position der neuen Sonnen werden unter Umstanden wegen der verander- ten Form notwendig - mehr Arbeit haben Sie mit dem Aus- tausch jedoch nicht!
Wenn Sie keine Zeit ha- ben, den ersten Work- shop nachzubauen, kön- nen Sie anstelle |hrer eigenen Postkartenversion die Datei
» Sonnenpostkarte.psd« nutzen
1.4 Unterschatzte Datencontainer: Smart-Objekte | 375
Trang 11._ Ebene läschzn SonneZeckig Kopit
In Smart-Objekt konvertieren Neues Smart-Objekt durch Kopie
— sonneZackig KopK Inhalt expottieren R
5 ) Wahlen Se "Date" > “Speichem", um den oesncerten Inhalt zu qoeichern Wern Se
Anon Kemgosition arbaitedatal3, awckkehren, sehen Sie Ihre
Abbildung 11.50 >
Dig Datel muss am selben ort gaspeichart werden, Brscheint das Cidogfald "Spaichern NICHT WIEDER ANZEIGEN sollten unter’, kicken Sie auf “Abbrechen* und reczieren Sie das Ell vor dem Speichern
der Dialog ist eine wertvolle
Datei mit den Smart-Objekt-Daten offnet sich
Sie haben nun zwei gedffnete Dateien auf der Arbeitsflache: die Postkartenversion mit den Smart-Objekten und eine weitere Datei mit den Daten, die im Smart-Objekt eingebettet sind, also gewissermaben die Datenquelle Je nachdem, auf welche Weise das Smart-Objekt erzeugt wurde, sieht diese anders aus Die vor- øegebenen Dateiformate können variieren Manchmal Offnet sich auch Illustrator und gibt die Datei dort zur Bearbeitung frei In diesem Fall erscheint eine PSD-Datei mit einer Fullebene
Trang 12Daten bearbeiten: Farbe ändern
Nun kénnen Sie die Quelldatei bearbeiten Die Anderungen wer-
den dann auf alle abhangigen Smart-Objekte Ubertragen, wenn
Sie im ersten Workshop beim Duplizieren der Smart-Objekte
alles richtig gemacht haben — also alle Sonnen In diesem Beispiel
soll eine Farbanderung durchgefllhrt werden, doch andere - auch
viel kompliziertere — Arbeitsschritte sind nach diesem Verfahren
möglich
Doppelklicken Sie auf das farbige Symbol @ in der Ebe-
nen-Palette Der Farbwahler Offnet sich, und Sie kénnen die
gewlinschte neue Farbe festlegen
Oa: | 128 M: 62 |%
[]Mư Webfz ben zrzeigzn + feos | KD j% 4 Abbildung 11.52
5 Anderung sichern
Nun brauchen Sie die geanderte Datei mit den Smart-Objekt-
Quelldaten nur noch zu speichern Andern Sie dabei keinesfalls
den von Photoshop automatisch gewahlten Speicherort oder den
vorgegebenen Namen Der einfache Befehl DATEI * SPEICHERN
({Strg]/[%]+[S]) ohne irgendwelche Anderungen der Vorgaben
ist unkompliziert und vermeidet Fehler Das tatsachliche Aus-
gangsdokument flr die Smart-Objekte (in unserem Beispiel »Son-
neVerspielt.psd«) bleibt tbrigens unberiihrt: Photoshop erzeugt
eine eigene Datei und legt sie automatisch in einem tempordren
Ordner ab Sie wird spater nicht mehr gebraucht Schlie®en miis-
sen Sie diese Arbeitsdatei jedoch nicht: Sie konnen sie gedffnet
halten, wenn Sie noch weitere Anderungen oder Experimente
mit dem Aussehen der Smart-Objekte durchfiihren wollen Sie
miissen Ihre »Quelldatei« jedoch nach jeder Anderung erneut
speichern, um die Auswirkungen in der Datei mit den Smart-
Objekten zu sehen
Wichtig: Sofern Ihre Bearbeitungen aufwendiger waren als
hier im Beispiel und Sie dabei neue Ebenen erzeugt haben, mis-
114 Unterschatzte Datencontainer: Smart-Objekte | 377
Trang 13Abbildung 11.53 >
Dass die Sonne unten rechts nicht
rot dargestellt wird, ist kein Fehler
bei der Aktualisierung, sondern
liegt an der zuvor gewahlten
Fillmethode
Zum Weiterlesen:
Smart-Objekte und Smartfilter
Eine weitere unschatzbare An-
wendungsmoglichkeit fiir Smart-
Objekte sind Smartfilter - also
Photoshop-Filter, die zerstérungs-
frei auf Smart-Objekte angewen-
det und jederzeit editiert und do-
siert werden konnen Wie sie
funktionieren, lesen Sie in Teil IX,
»Filter — kreativ & effektiv«
sen Sie diese vor dem Speichern auf eine Hintergrundebene
reduzieren — sonst funktionieren die Smart-Objekte nicht mehr
G Anderungen werden sichtbar
Sobald Sie nun zu Ihrem eigentlichen Dokument zurtickkehren, werden dort die Anderungen sichtbar
Mogliche Fehlerquellen
Nicht immer reagieren alle Smart-Objekte wie gewlinscht auf sol- che Anderungen Das liegt meist daran, dass die Abhangigkeiten zwischen den Smart-Objekt-Duplikaten nicht so sind wie ange- nommen Leider zeigt Photoshop die beiden unterschiedlichen Méglichkeiten auch nicht an Wenn Sie so eine kollektive Ande- rung von Eigenschaften durchflihren wollen, mUuissen alle Smart- Objekte auf eine Quelle zurtickgehen und mit ihr verbunden sein (siehe dazu den Punkt 4, »Mehr Sonne: Smart-Objekt duplizie- ren«, im Workshop zuvor) Fehlerquelle Nummer zwei: Sie haben das Speichern vergessen, oder die Bearbeitungsversion der Datei enthalt Ebenen &
378 | 1 Fortgeschrittene Ebenentechniken
Trang 1412 Fũllmethoden: Pixel-lnter-
aktion zwischen Ebenen
Bei der Arbeit mit Ebenen muss man sich nicht auf simples »Sta-
peln« beschranken Die sogenannten Fiillmethoden erlauben
zahlreiche »Special Effects« - von subtilen bis zu ganz offensicht-
lichen Ergebnissen Fiillmethoden lassen sich flr kreative Aufga-
ben ebenso nutzen wie bei korrigierenden Eingriffen Und das
funktioniert nicht nur bei Ebenen Auch bei Retuschen und Illus-
trationen kénnen Sie bis zu 25 unterschiedliche Pixel-Verrech-
nungsmethoden anwenden Wer hier die Ubersicht tiber deren
Wirkung behalt, hat es beim gezielten Einsatz leichter
4124 Was ist die Fullmethode?
Die Bildpixel Ubereinanderliegender Ebenen liegen nicht nur sim-
pel Ubereinander - sie konnen auch auf unterschiedliche Weise
miteinander verrechnet werden, indem Sie die Fủllmethode
andern Die Fillmethode bezieht sich immer auf das Verhaltnis
zweier direkt tibereinanderliegender Ebenen oder auf andere
Weise Ubereinandergeschichteter Pixel, und es ist in der Regel
die Einstellung fiir die obere Ebene oder die oberen Pixel, die
geändert werden muss
& Datei auf der Buch-DVD:
»Kornblume.tif«
Y Abbildung 124 Das unspektakuläre Ausgangsbild Der Blick in die Ebenen-Palette zeigt, dass die Datei mehr zu bie- ten hat als einen Farbverlauf Das Verändern der Fillmethode ủber die Ebenen-Palette ist denkbar einfach Sie aktivieren die obere
Trang 15und wahlen fiir diese aus
der Dropdown-Liste @ in der
Ebenen-Palette eine neue Fuill-
methode aus— damit bekommt
Ihr Bild ein (oft iberraschendes)
neues Outfit Hier wurde die
Fiillmethode von Normat auf
Farse umgestellt Der griinblaue
Farbverlauf mischt sich mit dem
darunter liegenden Schwarzweik-
bild zur kolorierten Version einer
Bliite
Andere Wirkung der Fũllme-
thoden in anderen Bildmodi
Die Liste der verschiedenen Fiill-
methoden ist im Bildmodus RGB
am langsten In anderen Modi
stehen nicht alle Fiillmethoden
zur Verfiigung — und sie konnen
auch anders wirken als hier be-
schrieben
Die Pixelmischung beeinflussen können Sie jedoch nicht nur in der Ebenen-Palette, sondern auch beim Auftragen von Farbpi- xeln mit Mal- und Retuschewerkzeugen, bei vielen Ebeneneffek- ten und in verschiedenen anderen Tools (man spricht dann auch vom Blendmodus oder von der Blendmethode - ein anderer Begriff fr die gleichen Berechnungen)
Das Prinzip wird Sie also von ganz einfachen Eingriffen bis hin zu Photoshop-Expertentechniken begleiten Daher lohnt es sich in jedem Fall, sich damit auseinanderzusetzen Sie kénnen durch gezielte Anwendung der verschiedenen Fillmethoden bei- spielsweise Ihre Retuscheergebnisse optimieren, bei Illustratio- nen Uberraschende Effekte erzielen und bei Montagen Ihren Bil- dern den letzten Schliff geben, indem Sie Lichtverhaltnisse subtil anpassen oder ganz neue Beleuchtungsverhaltnisse inszenieren
12.14 Wichtige Termini
Gleichgiltig, ob Sie sie in der Ebenen-Palette oder fir ein Werk- zeug auswahlen — Fiillmethoden sind nichts anderes als verschie- dene, vordefinierte Rechenoperationen Gerechnet wird mit den Farbwerten der Uibereinanderliegenden Pixel
> Die unten liegenden Pixel fungieren als Ausgangsfarbe
> Die dartiberliegenden Pixel fungieren als Fillfarbe
> Zusammen mischen sich die Pixel zur Ergebnisfarbe
Diese Termini sollten Sie sich merken, um den folgenden Aus- flhrungen besser folgen zu können! In den Abschnitten namens
»Wirkung« lesen Sie jeweils, welche Pixelberechnung erfolgt, und in den Abschnitten namens » Praktischer Einsatz« sind jeweils einige typische Verwendungszwecke der jeweiligen Fiillmethode
beschrieben Natirlich kénnen Sie selbst auch neue Verwen-
Trang 16Was passiert bei der Pixelberechnung genau? Wie kdnnen die
verschiedenen Modi sinnvoll angewandt werden? Hier finden
Sie zu jeder Filllmethode eine Kurzbeschreibung und eine kleine
Testbildreihe, die die Wirkungsweise veranschaulicht Sicherlich
miissen Sie die folgende Ubersicht nicht komplett im Kopf haben;
zur Orientierung und zum Nachschlagen ist sie aber ntitzlich Die
Ausgangsbilder sehen Sie in Abbildung 12.3
Sy Datei auf der Buch-DVD:
Fiinf verschiedene Konstellationen aus jeweils zwei Ebenen sollen im
Folgenden die Wirkung der unterschiedlichen Fullmethoden demons-
trieren Hier sehen Sie die Testbildebenen in unbearbeiteter Form
Unter den ủber zwanzig Ebenenfillmethoden, die Adobe anbie-
tet, auf Anhieb die richtige zu finden, ist nicht immer einfach Sie
werden wohl nicht ganz ums Experimentieren herumkommen,
doch ist es gut, wenigstens in etwa zu wissen, was die einzelnen
Fullmethoden bewirken Als erster Anhaltspunkt zur Orientierung
kann Ihnen die Anordnung der verschiedenen Fullmethoden in
der Auswahlliste dienen, die hier zu Gruppen zusammengefasst
sind Wenn Ihnen lhr Arbeitsergebnis mit der Fillmethode aus
einer Gruppe gefallt, lohnt es sich, die anderen Fullmethoden
derselben Gruppe auch einmal auszuprobieren!
12.2 Der Standard und ein Exot
In der ersten »Abteilung« der Fullmethodenliste finden Sie die
neutrale Fillmethode NORMAL und das in der Praxis sehr selten
Sbdunkeln
Multiplizieren
=arbig nachhalichtan
.inear machbelichten Sunklere Farbe
Sufhellen Negaliv multiplizisren
=arbig abwedeln
_inear abwedeln (Hinzufiigen) ellere Farbe
[neinanderkopieren
thWeiches Licht artes Licht
Strahandea: Lich!
_ineares Licht
_ichtpunkt
Aart mischen Differenz
Susschluss
=arbton Sattiqung
=arbe
_Uuminanz
^ Abbildung 12.5 Erste Orientierung: Fũllmethoden, die auf ahnlichen Berechnungen basieren, sind in der Liste zu Gruppen zusammengefasst
12.2 Der Standard und ein Exot | 381
Trang 17Praktischer Einsatz | Im Einsatz bei Montagen ist SPRENKELN sel- ten sinnvoll, es eignet sich aber ganz gut flir den flachigen Farb- auftrag per Airbrush oder um Mallinien eine starkere Buntstift- Optik zu geben
382 | 12 Fillmethoden: Pixel-Interaktion zwischen Ebenen
Trang 18
12.3 Abdunkeln & Co
Die folgenden fũnf Ebenenmodi in der Liste - ABDUNKELN, MUL-
TIPLIZIEREN die zwei Nachbelichter und DUNKLERE FARBE - haben
gemeinsam, dass sie das Bild tatsachlich abdunkeln Die Unter-
schiede liegen im Detail
12.34 Abdunkeln
Wirkung | Hier werden die Pixel von Ausgangsfarbe (unten!)
und Fullfarbe (oben!) auf ihren Helligkeitswert hin abgeglichen,
und die jeweils dunkleren Pixel werden dann als Ergebnis ausge-
geben Wenn beide Ebenen denselben Inhalt haben, zeigt sich
keine Veranderung
Praktischer Einsatz | Sinnvoll kann der Einsatz dieses Blendmo-
dus sein, wenn Sie dunkleren Text auf eine stark strukturierte,
helle bis mittlere Unterlage (z.B in ein Foto) montieren wollen
Der Text geht dann mit dem Untergrund eine Verbindung ein,
ohne seine Lesbarkeit zu verlieren Auch fiir das Erstellen leicht
abgedunkelter Textboxen — um die Lesbarkeit von Text auf Fotos
zu verbessern — ist Abdunkeln gut geeignet Und wenn Sie eine
Montage erstellen, bei der Bildebenen mit weigem Hintergrund
verwendet werden, kénnen Sie diesen Hintergrund mit einem
Mausklick loswerden, indem Sie die Fillmethode der oberen
Ebene auf ABDUNKELN setzen
4 Abbildung 12.9
Fiillmethode ABDUNKELN, DEckknArT 100%
12.3 Abdunkeln& Co | 383
Trang 19%& Bilddatei auf der DVD:
Ebenen
Foetens fh @ Fliche:| iar |» |
So sieht das Bild zu Beginn aus
Indem die Fillmethode der oberen Ebene umgestellt wird, verschwin- den die hellen Kanten im Nu Aufwendiges Freistellen entfallt Leider klappt dieser Trick nur, wenn Weil auf Weif (wenigstens annahernd)
a Abbildung 12.1 Das Ergebnis durch Anderung der Fiillmethode
tibereinanderliegenden Pixel Schwarz als Fillfarbe ergibt am
Ende immer Schwarz, Weif bewirkt keine Veranderung Anders
als bei ABDUNKELN andert sich hier das Ergebnis auch dann,
wenn die multiplizierten Ebenen identisch sind MULTIPLIZIEREN
dunkelt starker ab als ABDUNKELN, wirkt aber auch gleichmafi- ger Sie kénnen die Abdunkelungswirkung von MULTIPLIZIEREN
— und Uberhaupt die Wirkung von Ebenenfillmethoden —- auch gut dosieren, indem Sie die Deckkraft der jeweils oberen Ebene reduzieren
Praktischer Einsatz | MULTIPLIZIEREN ist ein oft gebrauchter Modus, der gut geeignet ist, um weiche Schattenpartien zu
384 | 12° Fiillmethoden: Pixel-Interaktion zwischen Ebenen
Trang 20erstellen Zum Beispiel wird der Ebeneneffekt SCHLAGSCHATTEN
so erstellt Zudem eignet sich Multiplizieren auch als schneller
Bildkorrektor bei zu hellen Fotos Auch beim Illustrieren und
Zeichnen lasst sich diese Fủllmethode fủr eine lebendigere Lini-
engestaltung anwenden: Die Wirkung entspricht etwa einem
lasierenden Farbauftrag oder Ubereinandergelagerten Marker-
Wirkung | Wer sich mit Fototechnik auskennt, dem ist Nachbe-
lichten ein Begriff: Schwache Bildpartien werden im Labor ein
zweites Mal belichtet, dabei wird die Eigenfarbe verstarkt In
Photoshop ist der Effekt ganz ahnlich Auf Grundlage der Hellig-
keits- und Sattigungsinformationen der Fullfarbe wird der Kon-
trast der Ausgangsfarbe verstarkt, wodurch das Ergebnis dunk-
ler wird Strahlende Farben und harte Kontraste sind flr FARBIG
NACHBELICHTEN charakteristisch Eine Nachbelichtung mit Weik
bewirkt keine Anderung
Praktischer Einsatz | FARBIG NACHBELICHTEN kann genutzt wer-
den, um einzelne Bildpartien gezielt aufzuhellen oder um farbige
Beleuchtungseffekte zu simulieren Es ist auch gut geeignet, um
futuristische Effekte zu erzielen
Wirkung | LINEAR NACHBELICHTEN arbeitet ahnlich wie das far-
bige Nachbelichten Hier wird allerdings nicht der Kontrast der
unteren Ebene verstarkt, sondern ihre Helligkeit reduziert
LINEAR NACHBELICHTEN fuhrt zu weniger strahlenden Ergebnissen
12.3 Abdunkeln& Co | 385