ie Gattung Cheiracanthium wurde zuerst von C. Koch (Die Arachniden. Bd. VI. p. 11) aufgestellt, nachdem die bis dahin bekannten Arten unter den Clubionen aufgeführt worden waren. C. Koch hatte schon vordem in seiner „Uebersicht des Arachnidensystems das Cheiracanthium Nutrix von den Clubionen getrennt und zur Gattung Anyphaena gezogen. Blackwall rechnet die beiden in England vorkommenden Arten von Cheiracanthinm noch zu den Clubionen, während Westriug die Koch’ sche Gattung beibehält und deren Charaktere in gewohnter gründlicher Weise darstellt.
Trang 1.rföjS*
Trang 2OF THE
^3-0
Trang 3(AuseinerMonographie der Drassidenvorläufig mitgetheilt.)
(Separatabdruckau»denAbhandlungendernaturhistorischenGesellschaftan
NürnbergvomJahre 1864.)
HieGattungCheiracanthiumwurdezuerstvonC.Koch
(DieArachniden.Bd.VI.p.11)aufgestellt,nachdemdie bis
da-hinbekannten Arten unterden Clubionenaufgeführtworden
wa-ren C.Kochhatteschonvordeminseiner„Uebersichtdes
Arachnidensystems"das Cheiracanthium Nutrixvon den Clubionen
getrenntund zur Gattung Anyphaena gezogen.Blackwall
rech-netdiebeideninEnglandvorkommendenArtenvon
Cheiracan-thinmnoch zu den Clubionen,währendWestriugdie
Koch’-scheGattung beibehältund deren Charaktereingewohnter
gründ-licherWeisedarstellt
InihrerLebensweise,derAugeustellung,derFormder
Mandibeln und MaxillenhabendieCheira-anthiengrosse
Aehn-licbkeitmitdenClubionen^siebesitzen wiedieseeine
unge-zähnte Tasterkralle;dagegenistbeiderGattung Cheiracanthium
dasersteBeinpaardaslängste, eineeigentlicheScopulafehlt,
ebensodieMittelritzedesCcphalothorax,dieForm,besonders
des Kopftheilsdesletzteren,dieBildung der Tasterdeckeunddie
Bestäche!ung der Beine sind ganzandersalsbeiden Clubionen
Gattungscharakter
DerCephalothoraxlängeralsbreit,mitstark
hervorge-wölbtem Kopftheile, von diesem nach hintensanft abfallend,ohne
Mittelritze, statt diesereinEindruck oderein länglichesGrübchen
Trang 4AchtAugeninzwei Reihen,von denendievordere kürzerund gerade,diehinterebreiterund überdievorderegebogenist,
dieMittelaugender hintern Reiheweitervoneinanderentfernt,alsdieder vorderen
DieMandibeln merklich dickeralsdieYorderschenkel,beimWeibchen kürzer undkräftiger,beimMännchenlängerund dünner.Die Maxillen vornbreiteralsan derBasis,an derAussen-
seiteausgerandet,amAussenwinkel gerundet, innen schräg
abge-schnitten DieLippeausschmalerBasissicherweiternd,nachvorn aber wieder verschmälert,um’/ikürzeralsdieMaxillen
Das AbdomenmitkurzenanliegendenHaarenund
einge-streutenBorsten bekleidet—Sechs Spinnenwarzen,dieobersten
cylindrisch,dieunterstenconisch
Die weiblichen Taster dünngliederig,dasdritteGliedzeralsdasvierte Die Tasterkrallekurz,ohne Zähnchen
kür-Die Tasterdecke desMannesgehtander Aussenseite derBasisineinenkürzerenoder längeren, rückwärtsgerichteten,nachuntengebogenenSporn über
Vonden BeinenistdaserstePaardas längste,nach
die-sem dasvierte,dann das zweite,dasdritteistdaskürzeste1
),
dieSchenkelsinddünn DieBestachelungderBeineistsehrunbeständig;constantistnurdasFehlenderStachelnanderOberseitederSchenkelundTibienundandenPatellenaller
Beine,an der Hinterseite der Tibien des ersten und zweiten
Paa-res Die Scopula fehlt
IhreLebensweiseistwie jene der Clubionen;siehaltensich
ebenso gern aufBäumenauf,wo mansiezwischen
zusammenge-rolltenBlätterninihremGewebefindet,imdwosieihreEierbewachen,alsanchintrockneinMoose, besonders den Cladonien
')Die LängenVerhältnissedereinzelnenBeingliederzueinander
sind sowechselnd,dass siefürdieBestimmungder Artfast
ganz werthloserscheinen; so ist heieinzelnenExemplaren vonCheiracanthiumnutrix dieTibia2'/smalsolang,alsdiePa-
tella,beiandern3'/i mal,beiCheiracanthiumSeidlitziischwankt
dieses Verhältnisszwischen3'/iund 5mal
Trang 5nichtganzsicherbin,obdiedorthingezogenenWeibchen
fReihekleiner,gleichgrosser Zähne Cheir.pelasgicum
Chelracanthium Nutrix Walck
Aranea nutrix Walck F.par.II.p.220.ClubionaNutrixWalck Apt.I.p.601.Clubiona virescens Sund,inSvenska Spind-
larnesBeskrifninginkongl.VetenskapsAcademiens Handlingar
1832.p.267
Drassus maxillosusWiderMus Senckenb.I.p.209.T.XIV.f.8
(gehörtwenigstensnachder StellungderAugender
vor-demReihesicherhierher)
Cheiracanthium nutrixC.Koch.Die Arachniden VI.p.9.T.182
f.434—435
Clubiona nutrix Blackwall a historyofthespidersofGreat
Bri-tainand Irelandp.134.P.VIII.f.85
Cheiracanthium NutrixWestring Aran.suec.p.378
liehzuden betreffendenMännchengehören
dasdritteBeinpaarmehrals'/imal
solangalsdaserste
dasdritteBeinpaarnichthalbsolang
alsdaserste
i derSpora der Tasterdecke so langals
)dasvierteGliedder Taster
2 ;
derSporn der Tasterdecke kürzerals
f dasvierteGlied der Taster
, dieMandibeln innen ander Basismit
Trang 6Länge: Weibchen: 8'/»—12*/imm’Cephalothorax4—5nlmMännchen IO“1“'Cephalothorax 4mm-
-Femina
DerCephalothorax so langalsPateUaund Tibiades
letz-tenBeinpaarszusammen,zwischendem2.und3.Beiupaareambreitesten,inden Seiten schwach gerundet, über der Einlenkungdes erstenBeinpaarsverschmälert,vomHinterrandebisindie
Liniezwischendem2.und3.Beinpaare schräg ansteigend,undvon dainstarkerWölbungnach vorne niedersinkend;indie Sei-
tensteilabfallend,glänzend,lichtmit anliegenden einfachen
Haa-ren,zwischen welchem aufdemKopftheilabstehende Borstensichbefinden,bedeckt;stattderMittelritzean der hinternAbdachungein länglichesGrübchen
Die vordere Augenreihe gerade,inAugenbreitevomrandeentfernt,dieMittelaugeninder BreiteihresDurchmessersvon einander, von den Seitenaugen aberindoppelter Breite des-selbenentfernt Die hintere Augenreihebreiter,etwasüberdie
Kopf-vordere gebogen,dieMittelaugenmerklich weitervon einander,
als vorderenentfernt,von den vorderen etwas weiteralsdiesevomKopfrande,diehinterenSeitenaugennochweiterseitwärtsalsdievorderenliegend,von diesen nichtinAugenbreite entferntDie Seitenaugenliegenauf einer gemeinschaftlichenHervorwölbung.AlleAugenrund,dievorderen Mittelaugenamgrössten,diean-deren kleiner und untersichgleichgross
Der Cephalothorax branngelb, jedesAugeineinem zen Ringe;dievorderen Mittelaugenrauchigtrüb,dieübrigenweissmit gelblichem Schimmer Die BehaarungdesCephalotho-raxgelblichweiss
schwar-DieMandibeln an der Basalhälfte rothbraun, an der andernHälfteschwarzbraun,etwas längeralsderTarsus des ersten Bein-paares,an der BasisvieldickeralsdieVorderschenkel,vorn auder Basishervorgewölbt,dannsenkrechtabfallend,innenetwasdivergirend,imletztenDritttheilrund ausgeschnitten,amAussen-rande oben mit einemleichtenEindruck;sehrglänzend,inderunternHälftemit feinen Querfurchen;spärlichmitfeinenBorsten
Trang 7besetzt;dieKrallensehrkräftig,lang,im erstenDritttheiletwas
verdickt
Die Maxillen über der Basis verschmälert,nach vorn sehr
breit,vommitgerundetemAussen-und Vorderrand,innenkurz
schräg abgeschnitten, glänzend, sehr gewölbt,mit kurzennnd
län-geren Borstenbesetzt,dieLippe von der Basisbiszum Endedes
erstenDritttheilsihrerLängebreiterwerdend,von da nach vorn
beiderseitsschräg abgeschnitten, daher vorn schmal,der
Vorder-rand gerade Lippe und Maxillen rothbraun,ersteream
Vorder-rande,dieseamInnenabschnitte bräunlichgelb
Das Sternum gelbbraun,inder Mitte mit einem ovalen
bräun-lichgelben Flecken,herzförmig,flach,inden Seiten mit deutlichen
EindrückennachderInsertionderHüften,glänzend, ziemlich
dichtmit langen nach innen gerichteten Haarenbesetzt
DasAbdomen(des trächtigen Weibchens) hochgewölbt, vorn
gerundet,im erstenDritttheilambreitesten,nach hinten ziemlich
spitzzulaufend,glanzlos, lichtmit anliegenden, kurzen, einfachen
Haarenund eingestreuten Borsten besetzt
SechsSpinnwarzen,dieoberstenund unterstengleichlang,
jenecylindrisch,dieseconisch
Das Abdomenobenund untenolivenfarben,obenziehtvon
der Basis beginnendeinvornund hintenspitzauslaufender
roth-braunerLängsstreifnichtganzbiszurMittederKörperlänge,
hinterdiesemein,an seinen Seiten verwischtes rothbraunes
Längs-bandbiszuden Spinnwarzen.Die Rückenstigmen rothbraun;
zu-weilengehen vondemrothbraunen LängsfleckgleichfarbigeStriche
zuden Stigmen.—DieBehaarung desAbdomengrangelb
DieEpigyne rothbraun, einegrosse,vomrunde,nach
hin-tenetwasverschmälerteOeffnungdarstellend;imHintergründe
derselben befindensichzwei andere,durcheineScheidewand
ge-trennteOeffnungen
Die Taster dünngliederig, das zweite Glied hellbräunlich gelb
nach Innen gebogen, an beidenEndenetwasverdickt,ohne
Sta-cheln,daszweiteunddritteGliedebenfallshellbräunlichgelb,
jenessehr kurz,diesesnoch einmal so lang,dasEndglied
roth-braun,gegeddieSpitzeschwarzbraun, so langalsdiebeiden
Trang 8vor-hergehenden,gegendieSpitzeetwasverdickt.Die Endkralle sehr
klein,zahnlos,knieartiggebogen
Die Beine hellbräunlichgelb,dieTarsen dunkler mit
schwärz-licherSpitze EineeigentlicheScopulaistnichtvorhanden,nur
an denTarsen desletztenBeinpaaressindSpurendavonzu merken: sonst sinddieTarsen der übrigen Beine dichter mit kur-zenBorstchenbesetzt
be-DaserstePaar daslängste,umseinenMetatarsus längerals
dasvierte,dieses fastumseineTibia längeralsdas zweite,das
drittemehralshalb so langalsdaserste.Die Tibia des erstenPaares 2‘/jmal so langalsdiePatella
Die Bestachlung sehr wechselnd:
I.Beinpaar
femur ohneStacheln,dessgleichendiePatella,
tibiaunten 2inder Mitte, auch1.2.1 1.,auchohneStacheln
Metatarsus 2 an der Basisunten
II.Beinpaar
Femurund Patella ohne Stacheln,
Tibia vornam Ende1,auchfehlend,
Metatarsus 2 an der Basisunten
III.Beinpaar
Femurund Patella ohneStacheln,
Tibiavorneund hintenam Ende1,auchfehlend,
Metatarsus unten 2 an derBasis,1amEnde
IV.Beinpaar
Femurund Patella ohneStacheln,
Tibia vornund hinten1amEnde,
Metatarsus unregelmässigbestachelt
Mas
DieMännchensindbeträchtlichkleiner,habenaberviel
längereBeine.Der Cephalothorax so laugalsdieTibia destenBeinpaars,der Kopftheil noch stärker gewölbtalsbeimWeib-chen, die Seitenmehrgerundet Die AugenstellungdieselbewiebeimWeibchen DieMandibelnsolangwiederTarsusdes
Trang 9drit-erstenBeinpaars,vorn nicht hervorgewölbt,vomKopfrande rechtabfallend,amSeitenrandbiszumletztenDritttheilherabetwasgeschwungen,imletzten Dritttheilnach aussen kugeligauf-
senk-getrieben;der äussernHervortreibung entsprechend, innenrundausgeschnitten,glänzend,mit dichten feinen Querfurchen,beson-dersvorn undinnen Die Kralle sehr lang,im erstenDritttheilaufgetrieben DieMaxillen,LippeunddasSternumwiebeimWeibe
Das Abdomenvorn abgestutzt,iuder Mitteambreitesten,
hintenspitzzulaufend Die Behaarung unddieSpinnwarzen wiebeim Weibchen
Das zweite Glied der Taster nach Innen und unten gebogen,gegen dasEndeverdickt,ohneStacheln,mit anliegenden kurzenHärchen,oben mit einzelnen sehr langen aufrechten Borsten.Das
dritteGliedkurz,dasviertedreimal so langalsdasvorhergehende,
am Endeaussensichineineninnenwärtsgebogenen,am Ende
abgestutzten,nicht gespaltenenkurzen Fortsatz verlängernd,aussenund untendichtmitHaarenbesetzt,welchefastsolange
alsdasGliedselbstsind
Die Tasterdecke so langalsdasvorhergehende Glied,wölbt,aus schmaler Basissichsehr verbreiternd, imletztenDritt-theilaberineinen etwas aufwärts gedrückten Schnabel verschmä-
ge-lert,amAussenrande vordemUebergangindasschnabelförmige
Endeeinevorstehende Ecke Ander Basis gehtvon der decke überdemFortsatze desvorhergehenden Gliedeseinfeiner,
Taster-starkgebogenerSporn nach rückwärts,welchersolangalsdas
vierteGliedist.
DieeigentlichenTasterorganebestehenaus einerflach
ge-wölbten Scheibe, an welcher vorneinwinkligesStück tenerscheint,vondemWinkel gehteinanseinerSpitzegebo-generfeinerFortsatz ab,derbiszumHinterrande des SchnabelsderTasterdeckereicht Hinter der Scheibe, vorn und innen be-ginnend,ziehteinkräftigerSporn längsderAussenseitederScheibebiszur Basis desGliedes
ausgeschnit-Die Beinesindbedeutend längeralsbeim Weibe;bei semistdasVorderpaar etwa3'/*mal längeralsder Cephalotho-
Trang 10rax,beimMännchen mehralssechsmal so langalsder thorax DaserstePaaristdas längste,danndasvierte,nachdiesemdas zweite,dasdritteistmehralshalbsolangalsdas
Cephalo-erste Die Tibia des ersten Beinpaares3'/»malsolangalsdiePatella
InFarbeund ZeichnungistdasMännchendem'Weibchen
fastgleich,nur gehtandenMandibelndierothbrauneFärbungder obern HälfteallmäliligindasSchwarzbrauneüber,währendbeim Weibchen beide Farben scharf geschiedensind
Vorkommen: DurchganzEuropaverbreitet,imhohen
Nordenwie imtiefenSüden
InderletztenHälftedesMaifindetmanbeide
Geschlech-tervollkommenentwickelt,Mitte JunidieWeibchenbeiden säcken
Eier-ImSüdenEuropas(Italien,Frankreich, südliches Russland)
kommteinzubedeutenderGrösseentwickeltesCheiracanthiumvor;ichhabeeinExemplarvor mir,dessenKörperlänge15mm-(Cephalothorax 7mm-,Abdomen8mm)misst SieheWalck.Hist,
nah desIns.Apt.T.I.p.601
Leideristmir noch kein dahingehörendesMännchen
vor-gekommen,beidergrossen AelmlichkeitallerWeibchender
ver-schiedenenArtendieserGattungmussvorläufigdahingestellt
blei-ben,ob diese ThierealsVarietätvonCheir.NutrixoderalsneueArt zu betrachtensind Sieunterscheidensichaberauchnochvon den nördlichervorkommendendarin,dassdieLängenverhält-
nisseder BeingliederunddieBestachlung derBeine anderssind.(I.und H Beinpaar.Fumurvorn1.1.—III.Beinpaar.Fumur
vorn1 1.hinten1. —IV.Beinpaar.FumurvornI.hinten1.).
Cheiracanthium Mildein.spec
Trang 11Bein-paarsundfastebensobreit,vomerstenBeinpaar anindentenund hinten stark gerundet,amKopftheilvornsehrschmal;
Sei-vomHinterrande kurzsteilansteigend,obenundindenSeitengewölbt;etwas glänzend,leichtmitkurzenanliegendenHaarenbekleidet;an derStelle,wobeiden Clubionendie Mittelritze sichfindet,nichtander hinternAbdachung des Cephalothorax,einelange,schmaleFurche;dieSeiteufurchensehrdeutlich
Die vordereAugenreihe gerade,dieMittelaugendemrande merklich näheralsden Mittelaugen der hintern Reihe,die
Kopf-Seitenaugennurwenig weiter von den Mittelaugenalsdiesevoneinanderentfernt Die hintereAugenreihebreiter,überdievor-deregebogen;dieAugendieserReihefastingleicherEntfer-nung von einander,dieMittelaugen weiteralsdievorderenvoneinanderentfernt Die SeitenaugenaufeinerkleinenErhöhungsitzend,nichtinder BreiteihresDurchmessers von einanderent-fernt Die vorderen Mittelaugenamgrössten,dieübrigenziem-
lichgleichgross;dievorderen Seitenaugenoval,dieanderen rund
DerCephalothorax blassbräunlichgelb, mit dunkleren
Seiten-furchen,jedesAugeineinemschwarzenRinge DievorderenMittelaugentrübe,dieübrigenhellbernsteingelb
Die Mandibeln braungelb, an der Spitze schwarzbraun,nicht
längeralsdiePatellen des ersten Beinpaars, nicht dickeralsdie
Vorderschenkel,vornnichthervorgewölbt,daher senkrechtvom
Kopfrande abfallend,inden Aussenseiten gerade,innenvorderSpitzekurz schräg abgeschnitten,glänzend,vornvonderBasis
biszurSpitzemitsehrfeinenQuerfurchen,mitaufKnötchensitzendenBorstchenspärlichbesetzt Die Krallekurz
Die Maxillen über der Basis etwas verengt,amAussenrandcbuchtig ausgeschnitten,amAussenwinkelundamVorderrandege-
rundet,innenkaumbemerkbar abgeschnitten Die LippeumV>kürzeralsderCephalothorax,ausbreiterBasisnachvornver-
schmälert,derVorder rand gerade.Lippeund Maxillen graugelb.Das Sternum blassbräunlichgelb, mit schmalem schwarzbrau-
nemRandsaume, herzförmig,sehrglänzend,mitnach innen
ge-richtetenHaarenreichlichbesetzt
DasAbdomenvomabgestutzt,ziemlichgleichbreit,inder
Trang 12Mitte nur wenigbreiter,hintengerundet, glanzlos, mit den kurzen Haarenund abstehenden Borstchennichtsehrdicht
anliegen-besetzt
Sechs Spinn warzen,dieoberstencylindrisch,dieuntersten
conisch Das Abdomenhelleroderdunklerbraungelb,diehaarung grauweiss Die Spinnwarzen bräunlichgelb
Be-DaszweiteGliedder Tasternachinnengebogen,gleichdick,ohne Stacheln, dasviertekaumnoch einmal so langalsdas
dritte,aussenund unten mit langen abstehenden Borsten,amdemEndeobeneinaufrechter,anderSpitzehackenförmiger,ausseneinnach innen gebogener Fortsatz
vor-Die Tasterdecke längeralsdiebeiden vorhergehenden
Glie-der,gewölbt,imletztenDritttheilineinenetwasnach innen krümmten, mit der Spitze abwärts gedrückten Schnabel verlängert,
ge-andemAussenrande,woder Schnabel beginnt, eine vorspringeudeEcke Ander Basis aussenistdieTasterdeckeineinen kurzen,kräftigen,zwischen den zwei Fortsätzen des vierten Gliedessich
bewegendenSpornverlängert DieserSpornistkaumhalbsolangalsdasvierteGlied
Die eigentlichen Tasterorgane sind wiebeiden übrigen
Ar-tendieserGattunggebildet,nuristbeidieserArtstattdesleren,an der Spitze hackenförmig gebogenen Fortsatzeseinnachvornbreiterwerdender,amVorderranderundausgeschnittenerAnhang
mitt-Das2.,3.und4.Gliedder Tasterweisslichgelb, diedecke gelbbraun,dieFortsätze schwarzbrauu
Taster-Die Beine blassbräunlichgelb,dieSpitzenderTarsen schwarz
DasvierteBeinpaarumseineTibiakürzeralsdaserste,
dieses57» malsolangalsder(Jcphalothorai
,umseineTibialängeralsdas zweite Beinpaar,nichtnocheinmalsolangals
dasvierte DieTibiadeserstenßeinpaars4\imalso langalsdie Patella DasdritteBeinpaarmehrals7» malsolangalsdas
Trang 13Tibia unten1. 1.1.,vorn1 I 1.,Metatarsus unten 2 an derBasis,1inderMitte,1am
Ende,
II.Beinpaar;
Femurvorn1 1.,hinten1.1.,
Tibia unten1.2.,vorn1.1.,
Metatarsus nuten 2 an derBasis
III.Beinpaar:
FemurvornI 1.,hinten1.1.,
Tibia vorn1 1.,hinten1.
IV.Beinpaar:
Femurvorn1 1.,hinten1 1.,
Tibia unten2 an derBasis,vorn1 1.,hinten1.Femina;
Ichbezweiflezwar, dassdasnachfolgendbeschriebeneWeibchen hieher gehört,indem sowohldieGestaltdesCephalo-tborax,alsdieBestachlungderBeine von jenerdesMännchenssehr abweicht DocherhieltichdiesesWeibchengleichzeitigmit
dem MännchendurchHerrn Dr.J.Mildeaus Meran, und muss
esumsomehrfürmöglich halten, dass beide zusammengchöreu,
weilauchbeiden übrigenArten dieser Gattungzwischen
Männ-chenundWeibchensowesentlicheVerschiedenheitenbeobachtetwerden
DerCephalothoraxsolangalsdieTibiadesletzten
Bein-paars,vomerstenBeinpaar aninden Seiten gerundet, vornteralsbeimMännchen;vomninterrandebisin dieLiniezwi-
brei-schendemzweitenBeinpaare allmählig ansteigend, oben gewölbt,gegendieAugenrasch niedergesenkt,amKopftheilinden Seitengewölbt, glänzend, mit anliegendenHärchenleichtbedecktDie vordere Augenreihe gerade,dieMittelaugennäheram
KopfrandealsdenhinternMittelaugen,einanderdeutlichnäher
alsden Seitenaugen DiehintereAugenreihegerade,Uberdie
vordere gebogen,dieMittelaugenvielweitervon einanderfernt alsdievordern,vondenseitlichenetwas weiteralsvonein-
ent-ander entfernt DieSeitenaugenaufeinerniedernErhöhung
Trang 14sitzend,nichtinder BreiteihresDurchmessers von einanderfernt.
ent-DievordemMittelangenamgrössten,dieübrigengleichgross DievordemSeitenaugenoval,dieübrigen rund
DerBrastschilddesCepbalothoraxdunkelgraubraun, derKopftheilbraungelb,dieBehaarung grauweiss,umjedesAugeein
schwarzer Ring;dievordemMittelaugen rauchigtrüb,dieübrigendunkelbernsteinfarben
Die Maadibeln gelbbraun,ander unteren Hälfte allmählig
insSchwarzbraune übergehend, so langalsdiePatellendesersten
Beinpaars,dickeralsdieVorderschenkel,vomund au der
Aus-senseitevonderBasisbiszurMittederLängeetwasgewölbt,innenvor der Spitze rundlich ausgeschnitten;sehrglänzend,in-
nenmitweitschichtigenfeinenQuerfurchen;mitaufKnötchensitzendenBorstenziemlichreichlichbesetzt Die Krallekräftig
undlang
Maxillenund Lippe wie beim Manne
Das Sternum graugelb,inden SeiteninsSchwärzliche gehend,herzförmig,etwas gewölbt,inden Seitenmit deutlichenEindrücken nach der InsertionderHüften,sehrglänzend,licht
über-mitnach der Mitte gerichteten Haarenbesetzt
DasAbdomenoben hochgewölbt,vorderMitteamtesten,hintenspitzzulaufend,etwasmattglänzend;soweit essich
brei-erkennenlässt,lichtmitkurzeneinfachenHaaren und
eingestreu-tenBorstenbekleidet
SechsSpinnwarzen,dieoberstenund unterstengleich lang,
jenecylindrisch,dieseconisch
DieGrundfarbedesAbdomengraubraun,mitzahlreichengelblichenPunktfleckengemischt,obenvonderBasisbiszurMitteeinhintenspitzauslaufender,hellergesäumter Längsfleck.Die Spinnwarzen bräunlicbgelb
Die EpigynevonjenerderübrigenArtendieserGattungverschiedengebildet;inder stark hervorgewölbten schwarzbraunenAreabefindetsichetwas vor deren MitteeintieferQuereindruck
DaszweiteGliedderTasternachinnengebogen,obenohne Stacheln, dasviertenoch einmal so langalsdasdritte,das
Trang 15fünftesolangalsdiebeidenvorhergehendenzusammen,gegen
dasEndeverdicht Das2.,3.und4.Gliedweisslichgelb,das
Endglied graubraun DieHüftenunddieGrundhftlfteder
Schen-keldunkelgraubraun,dieandere Hälfteder Schenkel,sowiedie
übrigenBeingliederhellbräunlichgelb;dieSpitzenderTarsen
schwarz
DasersteBeinpaar4'/*malsolangalsder Cephalothorax,
umseinenTarsus längeralsdas4.,umseinenMetatarsus länger
alsdas2.,beiweitem nicht noch einmal so langalsdasdritte,
sondern nurumseinenMetatarsusund Tarsuslängeralsdieses
Die Tibia des ersten Beinpaars dreimal so langalsdiePatella
Bestachelung
I.Beinpaar:
Femurvorn1,
Tibiaunten 2inderMitte,
Metatarsus unten2 an derBasis,
n Beinpaar:
Femurvorn1,
TibiaohneStacheln,
Metatarsus 2an derBasis,
in Beinpaar:
Femurvom1,hinten1,
Tibiavorn1,hinten1,
IV.Beinpaar:
Femurhinten1,
Tibiavom1,hintenI
Vorkommen: im.,südlichenTirol(Meran), inDalmatien
(Sammlung des Herrn GrafenKeyserling)
Cheiracanthinmcarnifex.Fabr
Aranea carnifex Fabr Ent.Syst.H.p.420.nr.49
AraneaerraticaWalck Fn.par.II.p.219.nr.64
ClubionaerraticaWalck.Tabld.aran.43.8
ClubionaerraticaWalck Apt.Lp.602.nr.13.?
ClubionadumetorumHahn.Monogr.fase.7.T.1.f.6
Cheir.CarnifexKoch,dieAraehn Bd VI T 184.f.438 u439