Tertiarnervcn sehr fein, wenig hervortretend, meist unter spitzen Winkeln entspringend.. rrnnarnerv langen Stiele abgeliend, bis zur Spitze stark liervortrctend, Secundarnerven unter Win
Trang 1UBEB
DIE NERVATION DER BLATTER BEI DEN CELASTR1NEEN
VON
CORRESP MITGLIEDE PER KAISERLICHEN' AKADBMIE DER WISSENSCHAFTEN
3ll.it 10 5a|V'['n in SKialwciMitb-cwch
VOKGELEGT IN DER SITZTTNG DEB MATHEMATISCH-NATURWISSENSCHAPTLICBEH CI.AS.si-: All 16 OCTOBEB 18S6
Vorliegende Arbeit vcrfolgt eine zweifache Eichtung; fiirs Erste soil sie Einsicht verschaffen in die Nervationsverhaltnisse einer in dieser Beziebung nocb nicbt untersuchten Familie; zweitens die Analogien einer Rcihc von lieuen oder bisber zweifelbaften fossilen Formen mit den jetzt lebenden, so weft dieselben nachzuweisen sind, feststellen
Beziiglicb des ersten Punktes muss ieb erw'ahnen, dass bis jetzt die TJnterscheidungsmerk- male fiir die meisten Arten dieser Familie von den Blattern genommen wurden, an welchen man namentlich nur Form, Textur, bin und wieder aucb Dimensiongverhaltnisse betrachtete
Es ist nicbt noting hervorzuheben, wie sebwankend die Begriffe von „eif6rmig", „elliptisch",
„lanzettlich" u s w in der Formbezeiclinung, wie willkiirlich die Angaben „diinnbautig",
„krautartig", „derb", „lederartig" in der Bezeicbnung derTextur, und wie veranderlieb abso- lute L'ange und Breite des Blattes sind
Es ist aucb tibcrdies die Anzahl der unterscbiedenen Arten bier so gross, dass man bei der Bestimmung einer Pflanze dureh die blosse Vergleichung derselben mit der Bescbreibung meist zu keinem sicheren Resultate gelangen kann und zuletzt die unmittelbare Anschauung und Vergleichung zu Ililfe nebmen muss, was aber die Bemitzung eines grosseren Herbariums erfordert
Icb babe nun bei meinen Untersuchungen iiber die Neiwationsverbaltnisse gefunden, dass sieh die meisten Arten der Celastrineen naeb der Nervation der Blatter weit genauer unter- scbeiden lassen — einige Falle abgcrcclmet, wo sicb aber vielleieht eine Eeduction der Arten herausstellen diirfte —, und zwar bieten sieh Merkmale, welebe vollkommen sichcr zu ermitteln,
ja meist der Messung zuganglich sind
Wenn auch in der vorliegenden Abhandlung bei weitem nicbt alle Blattformen der Celar
•strineen beschricben oder auch nur aufgezahlt werden konnten, derm dies liegt ausserhalb der Aufgabe dieser Arbeit, welche einen Beitrag zur Kenntniss der Nervationsmorphologie dieser umfangreichen Familie liefern soil, so diirften daselbst nicbt nur hinreichende Beweise fiir die
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Trang 244 Gonstantin v Ettingshausen
eben ausgesprochene Behauptung festgestellt, sondern audi die Wege bezeiclmet and die terminologisehen Hilfsmittel geniigend ausfuhrlich angegeben sein, urn durch derenBenutzung bei systematischen Bearbeitungen aueh die so wichtige Nervation vortlieilhaft auszubeuten Die Blatter der Geiastrineen sind meist Scbling- odor Nctzlaufer Die bogenlaufige Ner- vation fcommt bier bei weitem seltcncr vor Ganzlich fehlen dieser Familie die spitz- und die strahlliiufige Nervation Von den Schlinglaufern wurden 16 Typen unterschieden, von welchen
5 audi h'aufig in anderen Familien crscheincn, die iibrigen aber den Celastrincen vorzugsweise zukommen Die neizlaufige Nervationsform ist in 11 Typen vcrtreten, worunter 8 aucb anderen Familien, 8 den Geiastrineen vorzugsweise angehoren Die Bogenl'aufer fallen nur 3 Typen zu, von denen ein einziger dieser Familie eigenthumlieh ist
Unter den Arten, welche dem Nervationstypus naeb mit Arten andercr Familien des
Systems iibereinstimmen, heben wir folgcnde hcrvor Die Myginda-Arten tlicilen die bogen- laufige Nervation von Gornus sanguined] Celastrus nutans, C stylosa und G scandens die boo-en- laufige Nervation von Lonicera Xylosteum Von Schlinglaufern zeigen melrrere Evonymus-Arten
Maytenus brasiliensis und cine Dalongia-Art die Nervation von Primus Padus- Elaeodendron undulatum, mekrere Evonymus-Axten, als E glaber, acuminatus, pendulus, Schottii u a., ferner Pterocelastrus tricuspidatus und Ilartogia capensis den Typus von Senecio nemorensis • Elaeo- dendron oligocarpum und E eucleaeforme den Typus von Pellidiastrum Michelii: einio-e Ptero- celastrus-Arten, z B P rostratus, ferner Microtropis bivcdvis, Putterlickia pyracantha und Evonymus dichotomies den Typus von Cynoglossum officinale; endlich eine Ilartoqia-kxt den
charakteristischcn Typus dor Alysotis-Artcn
Unter den Netzlaufern bieten Wimmeria discolor, Ilartogia Thea, Catha edulis, Celastrus
rubra und G trigynus den Typus von Salix frag ills; vide Celastrus-Arteii, als z B G empleuri- folius, spathephyllus, Benegalensis, Krauseanus u a den Typus von Daphne Mezereum- endlich Celastrus ramidosus, G refractm, G ovatus und Elaeodendron sessiliflorum den Nervationstypus
von Helianthemum vidgare
Die folgcnden Typen sind grosstentheils den Cclastrineen eigenthumlieh Von Boo-en-
laufern nur der Typus des Evonymus javanicus, charaktcrisirt durch die grossere Distanzder
Der Typus von Celastrus parvifolius, welcher durch sehr spitze Ursprungswinkel der Sccundar-
Sceundarschlingen, aber den Mangel von Aussenschlingen bezeiclmet ist; der Typus von
Elaeodendron glaucum, durch den aus der Mitte des Schlingenbogens in den Einschnitt zwisehen
den Kerben des Blattrandes laufenden Tertiarnerv; der Typus von Elaeodendron pubescens
durch die genaherten, unter auffallend stumpfercn Winkeln entspringenden unteren Sccundar
nerven; der Typus einer ncuhollandischen Elaeodendron-Art, durch die genaherten Secundar
-90° und die vo
7
hervortretenden Aussenschlingen begrenzten Schlingenbogen charakterisirt; ferner der Typus
von Elaeodendron curtipendulum, durch das rcich entwickclte Quatern'arnetz; der von Elaeo-
dendron reticulatum, durch die vorherrschende Entwickelung des Terti'arnetzes; derTyjms einer Hartogia-Art durch die breiten Secundarschlingen, alle drei aber durch die stumpfen, mit
Reihen hervortrctendcr Aussenschlingen umgebenen Schlingensegmente bezeiclmet Die noch
zu erwahnenden Typen schliessen sich einerseits den Bog'enlauferu, anderseits den Netzlaufern
an E s sind der Typus von Microtropis coriacca durch die spitz vorgezogc nen, in Randschlingen
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Trang 3Tiber die Nervation der Blatter bei den Celastrineen 45
ubergehenden Schlingensegmente, der Typus von Pterocelastrus tetrapterus durch sehr sp'arliche,
nicht hervortretende Tertiarnerven und die verhaltnissm'assig geringe Distanz der spitz- winkligen Secund'arnerven cliarakterisirt
Von Netzlaufern gehoren liieher der Typus von Celastrus cordatus mit unter 90° oder
unter stumpfen Winkeln entspringenden grundst'andigen Secund'arnerven; der Typus von
C acuminatus, durch die spitzeren Abgangswinkel der oberen Secundarnerven cliarakte-
risirt: der Typus von C illicinus mit randl'aungen Tertiarnerven; der Typus von C linearis
mit durchaus sehr spitzen Abgangswinkcln der sehr feinen Seeundfir- und unvollkommen
entwickelten Tertiarnerven; der Typus von Elaeodendron eapense, durch zahlreiche, nicht
querlaunge Tertiarnerven und die gegen die Basis zu auffallcnd genaherten Secundarnerven;
der Typus von Elaeodendron spliaerophyllum durch die grosse relative Distanz der Secundar- nerven bezeichnet; der Typus von Evonymus tingens mit vorlierrschend unter rechtem oder
stumpfem Winkel entspringenden Terti'ar- und verhaltnissm'assig genaherten Secundarnerven;
der Typus von Maytenus Boaria, durch langslaufige Tertiarnerven und die ziemlich gleichen
Winkel der Secundarnerven cliarakterisirt
Was die zweite, Eingangs erw'ahnte Tendenz dieser Abhandlung betrifft, so muss ich hervorheben, dass die Familie der Celastrineen zu jenen gehort, welche fur die Flora der V'or- welt mit Sicherheit nachgewiesen werden konnten Es fanden sich an mchreren Localifaten von tertiaren Pflanzenrestcn, wie z B bei Parselilug, Fohnsdorf und bei Sotzka in Steiermark, bei Bilin in Bohmcn, bei Sagor in Krain, bei Badoboj in Croatien, endlich bei Haring in Tirol, nebst manchen fur diese Familie charakteristischen Blatttypen Theile von Inflorescenzen,
Bliithen und Friichten vor, welche keinen Zweifel zulassen, dass sic nur vorweltlichen Celastrm-
Arten angeliort haben konnten Schon die Mannigfaltigkeit der bisher aufgefundenen fossilen Pflanzenreste gestattet die Vermuthung, dass ausser solchen Ilcsten, welche selbst cine ober- flachliche Bctraclitung auf den ersten Blick als Celastrinen-Formen crkemien lasst, sich bei sorgfaltiger Yergleichung der fossilen mit der jetzt lebenden Pnanzemvelt wohl noch andere, dieser Familie cntsprechendc fossile Typen feststellen lassen cliirften Durch die Untersuchung des grossen Materials von Pflanzenfossilien aus den b'sterreichischen Kohlenlagern, welches das Museum der k k ffeoloffischen Keichsanstalt enthalt, ist mir cine nicht unbedeutende Zahl von Celastrineeii-Analogien bekannt geworden, von welchen die bemerkenswertheren unter den im speciellen Theile beschricbenen Blatttypen angegeben sind Sp'ateren, die Pflanzen- fossilien selbst behandelnden Arbeiten ist es vorbehalten, diese Analogien theils zum Bchufe der mdglichst griindlichen analytischen Bestimmung zu benutzen, theils weiter zu verfolgen denen Forschern, welche sich mit den Denkmalern friiherer Yegetationszustande unserer Erde nicht um Namen zu Schmieden und neue Species aufzustellen, sondern uin der Ergriindung derWahrheit willen beschaftigen, wird es vielleicht willkommen sein, mittelst der beifolgenden,
in Naturselbstdnudv dargestellten Tafeln in die Lage gesetzt zu wcrden, iiber die im speciellen Theile angegebenen Analogien eigene Beobachtungen und Vergreiehungon anzustclleii
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Trang 446 Constantin v Ettingshausen
Analytische tbersicht der foescliricbeiien Ncrvatioiisfornicn
I Mit bogenlaufiger Nervation
1 Die mittlere Distanz der Secundarnervcn betragt »/ s derBlattlange Ursprungswinkel derscJben 40—50°
Tertiiirnerven schr spiirlich Typus von Cornus sanguinea
Mygvnda latifolia
— Mittlere Distanz der Secundarnervcn kleincr Ursprungswinkel derselben meist stumpfer 2
2 Das unterstc Paar der Secundarnervcn ist fast grundstandig, die ubrigen folgenden sind gegen die Basis
zu auffallend entfernt gestellt oder wenigstens dcrsclben niclit geniihert Tertiiirnerven vorherrschend netzliiufig vcrzweigt Ein mittleres Secundiirsegment enthalt 2—3 axenstiindige und 7 — 9 seitenstiindige Tertiiirnerven
— Ein mittleres Secundiirsegment entliiilt 8—20 seitenstiindige Tertiiirnerven 4
4 Ein mittleres Secundiirsegincnt entliiilt 4—6 axenstiindige und 15—20 sehr feme querliiufigc seiten- stiindige Tertiiirnerven Mittlere Distanz der Secundiirncrven »/ 6 — '/-,
Celastrus scandens
— Die untcren Sccundiirnerven gegen die Basis zu allmiihlicli geniihert Ein mittleres Secundiirsegment umfasst 2—3 spitzwinklige axenstiindige und 8 —15 seitenstiindige Tertiiirnerven
Celastrus nutans,
II Mit Schlinglaufiger Nervation
1 Abgangswinkel der Sccundiirnerven 20-30°; die mittlere Distanz dcrsclben erreicht '/„ — «/„ derBlatt- lange Sclilingensegment bogig gekriimmt 2
— Ursprungswinkel der Sccundiirnerven grosser, mittlere Distanz derselben kleiner 3
2 Tertiiirnerven verbindend, querliiuiig Schlingensegmcnte mindestens nocli einmal so lang als breit
Celastrus parvifolius
••— Tertiiirnerven niclit querliiufig Sclilingensegmentc kiirzer
Celastrus heterophylhts '•] Sclilingensegment mehrmals liinger als breit; aus der Mitte des Sclilingenbogens gelit ein Tertiiirncrv
in den Einsclmitt zwisclien die Kcrben des Randes
Elaeodendron glaucum
• Sclilingensegmentc mcist hochstens 1—2 Mai so lang als breit Randliiufiger Tertiiirnerv fehlend 4
4 Nervationstypus von Bellidiastrum Miclielii Die untersten Sclilingen auffallend breit und spitz vorge-
zogon, fast die lliilfte der Blattliinge eri'eicliend Mittlere Distanz der Sccundiirnerven 1 / v -'/ s 5
— Die grundstiindigen Sclilingen niclit auffallend vorgezogen (!
5 Sehlingenbogcn dem Rande bis auf V" geniihert Ein mittleres Secundiirsegment entliiilt 5—7 axen-
stiindig-e Tertiiirnerven
Elaeodendron oligocarpum
— Sehlingenbogcn dem Rande bis auf </.,'" geniihert Ein mittleres Secundiirsegment entliiilt nur 3 bis
5 axenstiindige Tertiiirnerven, daher die Sclilingensegmentc ctwas schmiilcr
Elaeodendron eucleaeforme
6 Die2—3 untersten Secundarnervcn auffallend der Basis geniihert, unter stumpfen Winkeln entspringend, beinahe strahlliiufig gruppirt Schlingen derselben mcrklich schmiiler als die der mittleren und oberen Distanz der Secundiirnervcn y 4 —'/ 3 Tertiiirnerven unter dem Winkel von 90° abgchend, oft verbindend
Elaeodendron pubescens
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Trang 5Vber die Nervation der Blatter bei den Gelastrineen
— Die untersten Secundarnerven nicht auffallend der Basis geniihert, noeh miter merklicli stumpferen Winkeln entspringend als die iibrigen 7
7 Die Boircn der Secundiirschline-en dem Rande parallel und selir treniihert, daher fast saumlaufisr Ner-
vationstypus von Myosotis sylvatica Ilartogia sp Afr austr
— Schlingenbogen starker gekriirnmt als der Rand und dcmselbcn niclit auffallcnd genahert 8
8 Schlingensegmente bogig gekriimmt, die Enden gegen den Rand zu spitz aufwiirts gezogen Schlingen- bildende Aste der Secundarnerven moist unter spitzen Winkeln divergirend 9
— Schlingensegmente nicht gekriimmt, die Enden gegen den Rand zu mehr oder weniger stumpf abge- rundet Schlingenbildende Aste der Secundarnerven meist unter stumpfen Winkeln divergirend 19
9 Das vorgezogene Ende des Schlingensegmentes geht eine betriichtliche Strecke am Rande nach aufwiirts und ist durcli mehrere querlaufende Tertiiirnerven oder Anastomoscniiste in Randschlingen abgetheilt Die hieher gehorigen Eormen bilden Ubergange zur bogenlSufigen Nervationsform Typus
von Microtropis coriacea 10
Schlingensegmente schnell zugespitzt, sogleich am Rande endigend oder nur eine sehr kurze Strecke an denselben aufwiirts gezogen; das Ende dersclben nicht durch querlaufende Nerven abgetheilt 11
10 Die oberen Schlingensegmente auffallend weniger gekriimmt als die mittleren und unteren Mittlere Distanz der Secundarnerven */»—*/» Ein mittleres Secundiirsegment enthiilt 2—3 axenstiindige, 3 bis
4 untere und 5—6 obere seitenstiindige Tertiiirnerven
Evonymus Plamiltonianus
— Auch die oberen Schlingensegmente stark gekriimmt Mittlere Distanz der Secundarnerven '/% -'/ 3 Ein mittleres Secundiirsegment umfasst 1—2 grosserc, 6—7 feinere axenstiindige, 4—5 stiirkere, 7—9 feinere seitenstandisre Tertiiirnerven o
Evonymus fimbriatus
— Auch die oberen Schlingensegmente stark gekriimmt Mittlere Distanz der Secundarnerven 1 / s—*/, Ein mittleres Secundiirsegment umfasst 7—10 axenstiindige und 12—15 seitenstiindige Tertiiirnerven
Microtropis coriacea
11 Mittlere Verhiiltnisszahl dor Entfernung der Secundarnerven '/,-, — l / u Ursprungswinkel derselben
80—90°, der untersten kiirzercn meist 90° Schlingenbogen vom Rande entfernt, mit hervortretenden Aussenschlinffen bes^enzt
Elaeodenaron sp nov Ilollandiae
— Mittlere Distanz der Secundarnerven grosser Ursprungswinkel dersclben meist spitzer 12
\i Mittlere Distanz der Secundarnerven nur '/5 — 1 / 4 Nervationstypus von Evonymus europaeus
Evonymus obovatus
— Mittlere Distanz der Secundarnerven unter */ 6 13
13 Abgangswinkel der Secundarnerven 75—85°, die untcrstcn nicht unter spitzeren Winkeln entspringend
als die iibrigen Nervationstypus von Pruhus Padus
Dalongia sp
- Abgangswinkel der Secundiirnerven meist spitzer Die untersten Secundarnerven unter auffallend
spitzeren Winkeln entspringend als die iibrigen Nervationstypus von Senecio nemorensis 14
14 Tertiiirnerven unter spitzen Winkeln abgehend, fast querlaufig Mittlere Distanz der Secundarnerven V10—Vsl Ursprungswinkel derselben 70—80°
Elaeodendron undulatum
— Tertiiirnerven unter dem Winkel von 90° oder unter stumpfen Winkeln entspringend 15
15 Ein mittleres Secundiirsegment enthiilt wenigstens 4—5 axenstiindige Tertiiirnerven
Evonymus attenuatus
- Secundiirsegment hochstens 2—3 axenstiindige Tertiiirnerven enthaltend 1(5
16 Tertiiirnerven spiirlich, niclit Jiervortretend Schlingenbogen ohno Aussenschlingen
Trang 648 Constantin v Ettingshausen
— Die oberen Schlingen liinger als breit Mittlere Distanz der Secundarnerven 1/i«—'/»• ^&-
18 Ursprungswinkel der Secundarnerven 70 — 80°
— Secundarnerven unter Winkeln von 30—45° entspringend Keine oder hoclistens eine Reilie wenig her-
vortretender Aussenschlingen vorhanden Nervationstypus von Cynoglossum officinale 27
— Zwci oder mehrere Reihen hervortretender Aussenschlingen umgeben die Bogen der Schiingen- segmente 29
20 Secundiirncrven unter Winkeln von 60—90° entspringend; cin mittleres Secundiirsegment enthiilt wenigstens 3—4 axenstiindige Tertiiirnerven 21
— Secundiirncrven meist unter spitzeren W T inkeln entspringend; cin mittleres Secundiirsegment enthiilt hoclistens 1—2 axenstiindige Tcrtiiirnerven 22
21 Ursprungswinkel der Secundarnerven 75 — 90" Nur 2 — 3 seitenstiindigc Tcrtiiirnerven in einem
— Ursprungswinkel der Secundarnerven 60—75° Ein mittleres Secundiirsegment umfasst wenigstens
5—6 seitenstiindigc TertiSrnerven Typus von Prunus Padus
Maytenus brasiliensis
22 Tertiiirnerven sehr spiirlich, nicht hervortretend Mittlere Distanz der Secundarnerven i/ i/ Typus
von Pterocelastrus tetrapterus 23
— Tertiiirnerven mehr oder weniger hervortretend, zahlreich; mittlere Distanz der Secundarnerven meist geringer 24
23 Ursprungswinkel der Seeuncliirnerven 55—65° Mittlere Distanz 1 / r> — i/ 4
typus von Senecio nemorensis 25
— Die untersten Secundarnerven cntspringen nicht unter mcrklich spitzeren Winkeln als die iibrigen Mittlere Distanz der Secundiirncrven '/ (i — 1 / 4 Typus von Evonymus verrucosus 26
— Mittlere Distanz der Secundiirncrven </,, — */ 8 Schiingensegmente breiter als lang Die untersten Secundarnerven cntspringen unter spitzeren Winkeln als die iibrigen Tertiiirnerven untcr stumpfen Winkeln abgehend
— Schiingensegmente liinger als breit 28
28 Inhalt eines mittlercn Secundiirsegments 2— 3 axenstiindige und jederseits 5—7 seitenstiindigoTertiiirnerven
Trang 7Tiber die Nervation der Blatter bei den Gelastrineen 49
— Inhalt eines Secundiirsegmcnts 4—6 axenstandige und 4—7 seitenstiindige, oft querliiufige Tertiiirnerven
von Elaeodendron curtipendulum 31
— Quatcrniires Nctz mivollkonimen entwickelt; eine Tertiiirmasche scbliesst hochstens 6—10 quaterniire
Netzmaschcn ein Typus von Elaeodendron reticulatum 32
31 Mittlcre Distanz der Secundarnerven 1 / ±i— 1 / 9 Inhalt eines mittleren Sccundiirsegments 7—9 axen- stiindige und 8—12 seitenstiindige Tertiiirnerven
III Mit netzlaufiger Nervation
1 Grundstiindige Secundarnerven unter rechtem odor stumpfem Winkel, die mittleren und oberen unter Winkeln von 50—60° entspringend Tertiarnerven querlaufig
Celastrus cordatus - Die grundstiindigen Secundarnerven unter spitzen Winkeln entspringend 2
2 Einige Tertiarnerven endigen in den Zahnen des ISlattrandcs Typus von Celastrus illici?ius 3
— Keino randlaufigen Tertiiirnerven 4
3 Mittlcre Distanz der Secundarnervsn %—»/ 6 Tertiiirnerven fast von der Stiirke der Secundaren, unter vorschiedenen stumpfen und spitzen Winkeln cntspringend Ein mittleres Secundarsegment enthalt 1—2 axenstiindigc und 6 10 seitenstiindige Tertiiirnerven
Trang 850 Constantin v Ettingshausen
Die oberen Secundarnerven entspringen unter stumpfcren Winkeln als die mittleren 6
5 Mittlere Distanz der Secundarnerven »/ g — 1 / 7 Tertiarnervcn sehr fein, wenig hervortretend, meist unter spitzen Winkeln entspringend Quaterniires Nctz rundmaschig
6 Die untersten Secundarnerven unter auffallcnd spitzercn Winkeln entspringend als die mittleren und
oberen Typus von Daphne Mezereum 7
- Die untersten Secundarnerven entspringen nicht unter auffallcnd spitzeren Winkeln als die tibrigen 10
7 Tertiarnervcn liingsliiufig Secundarnerven sehr fein
Gelastrus empleurifolius
— Tertiiirnerven querliiufig 8
— Tertiiirnerven weder liings- noch querliiufig 9
8 Mittlere Distanz der Secundiirncrvcn '/«— */»• n i • +
— Secundiir- und Tertiiirnerven stark hervortretend Mittlere Distanz dcr ersteren 1 / 4 —*/ 8 Zahl der letzteren
in einem mittleren Secundiirscgmente 3—5
Gelastrus campestris
10 Secundiirncrvcn unter Winkeln von 20—35° entspringend 11
— Secundarnerven unter weniger spitzen Winkeln abgchend 12
11 Tertiiirnerven kaum entwickelt Secundarnerven sehr fein, nicht hervortretend
Gelastrus linearis
Tertiiirncr ven unter stumpfenWinkeln entspringend, liingsliiufig, so wic die Seeundiiren scharf hervortretend
Gelastrus sp nov Soil
12 Tertiiirnerven unter stumpfen Winkeln entspringend, verbindend, mit dem Primiirnerv fast parallellau-
fend (liingsliiufig) Nervationstypus von Maytenus Boaria 13
— Tertiiirnerven nicht liingsliiufig 14
13 Secundiirnervcn cine kurze Strceko den Rand aufwiirts zichend Mittlere Distanz derselben '/,—l L Ein
niittleres Secundiirsegment enthiilt 4—5 seitenstiindige Tertiiirnerven
14 Tertiiirnerven spiirlich und nicht hervortretend oder fast fehlend Netz wenig odor gar nicht entwickelt
Typus von Ileliantliemum vulgare 15
— Tertiarnervcn zahlreich, scharf hervortretend, meist kaum bedcutend feiner als die seeundiiren 16
15 Ursprungswinkel der Secundarnerven 35—45°
Trang 9Celastrus refractus
— Winkel der Secundiirnerven 60 — 70° Mittlere Distanz derselben 1 / 6 —>/ 6
— Winkel der Secundiirnerven 60—70° Mittlere Distanz derselben »/»—'/ s
Celastrus ovatus
16 Tertiarnerven guerlaufig Secundiirnerven meist stark geschliingelt Typus von Salix fragilis 17
— Tertiiirnerven nicht querlaufig, vorlicrrscliend unter reclitem oder stumpfcm Winkel entspringend 18
17 Mittlere Distanz tier Secundiirnerven i / e—«/ 5 Ein Secundiirsegment 2—3 axenstiindige und 5—9 seiten- stiindige Tertiarnerven einschlicssend
18 Mittlere Distanz der Secundiirnerven l / k — </,, Typus von Elaeodendron sphaerophyllum 19
— Mittlere Distanz der Secundiirnerven 1 / 0 — «/ 5 Secundiirnerven unter Winkcln von 40—60° abgeliend, die unteren gegen die Basis zu geniihert
Elaeodendron capense
— Mittlere Distanz der Secundiirnerven geringer Typus von Evonymus tingens 20
19 Ein mittleres Secundiirsegment umfasst nur 1 — 3 seitenstiindige Tertiarnerven Secundiirnerven stark hin und her gebogen
Trang 1052 Constantin v Ettingshausen
Beschreibung der Nervation der Blatter
WBalongin sp n (herb Mus Vindob.)
lexiko
Taf II, Fig 1—3
Nervation schlingl'aufig, Typus von Primus Prim'arnerv gerade, ziemlieh hervor tretend,
vollkommen deutlich bis ans Ende der vorgezogenen Spitze laufend, aus eineni kurzen 2—3'" langen Stiele in die Blattfl'ache tretend Secund'arnerven aus dcm P unter Winkeln von 75—85°
vortretend, dann feiner und etwas gcschl'angelt; Schlingen vom Eande bis auf V" entfernt mit
feineren Aussensclilingen umgeben Terti'arnerven zerstreut unter verschiedenen Winkeln entspringend, vom P fast immer unter 80—90° abgehend
Dureh die verh'altmssm'assig mehr hervortretenden Aussonschlingen und die Unregel-
m'assigkeit im Ursprungswinkel der Tertiarncrven vom Prunus-Typus abweichend
Die celastrusartigen Blattfossilien mit deutlich gez'ahntem Rande und l'anger vorgezo- gener Spitze, wie solche Formen besonders ausgezeich.net in der Sotzka-Flora erscheinen, diirften
wohl bei der Gattung Dalongia ihre n'achsten Analogien flnden
NMfiffintlii lafifolia Swartz
West-Indien
Taf II, Fi ;ig
Nervation bogenlaufig, Typus von Gornus Prim'arnerv nur an der Basis starker her vor- tretend, fast gerade, gegcn die Spitze zu allmahlich verfeinert, aus einem seJir kurzen, kaum V"
langen Stiel in den Laminartheil tretend Secundarnerven aus dcm P unter Winkeln von
Einige der S zeigen einzelne unter sehr spitzen Winkeln abgehende Aussennerven oder einfaehe Gabelspaltung
Eine asiatische, von Baron II tig el gesammelte Myginda- Art, Taf I, Fig 4, zeigt
grossere ganzrandigc mehr rundliche Blatter, aber in dem Typus dor Nervation viele tjbereinstimmung mit obiger Art Mit Ausnahme der reichliclieren Entfaltung des Terti'ar- netzes gelten fast dieselben Angaben Die T entspringen unter ziemlieh spitzen Winkeln und sind qucrlaufig Die quaternaren und quintcrnaren Nerven gehen unter fast rechtem Winkcl ab und begrenzen ein feines, aus liinglichen Maschen bestehendes Netz Ein mittleres Secund'arsegment enthalt 6—8 rechtwinklig entspringendo und 12 —15 seitenstandige Tertiar- nerven Die Tertiarsegmente sind l'anglich und umfassen einige Tertiar- und mehr als 20 quatern'are Maschen
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Trang 11Tiber die Nervation der Blatter bei den Celastrineen 53
Mit den Bl'attern der genannten Myginda-hxten zeigen Blattfossilien der Floren von Sago
und Parsclilug viele Ahnlicnkeit Man kann dieselben nur nock mit Corneen und Malpighiaceen, welche Familien ebenfalls mekrere aliiiliclie Blatttypen aufweisen, vergleichen
Elueodendron capense Eckl et ZeyL
Cap
Taf II, Fig 9
Nervation netzlaufig, Typus eigentliiimlich Primarnerv aus der Basis liervortretend, gegen die Spitze zu allmalilicli verfeinert, aus einem 2—3'" langen Stiele in die Lamina zieliend Seeundarnerven unter Winkeln von 40—60° abgeliend, die imtercn gegen die Basis zu, genaliert, wenig liervortretend, sclion in zienilielier Entfernung voni Bande gabelspaltig und in das Blattnetz ribergeliend Mittlere Yerli'altnisszalil ilirer Distanz zur Lange des Primarnervs
loekeres, unregelmassig entwickeltes Netz bildend Die Z'aline des Blattrandes werden nur von Tertiarnerven und deren Asten versorgt
Eine unter den Fossilien der Tertiarseliieliten niclit selten ersclieinende Blattform
Eiaeodendron paniculatum Wght et Am
Ostindicn
Nervation netzlaufig, Typus eigentlitimlicli Primarnerv nur an der Basis starker liervor- tretend, gegen die Spitze zu allni'alilieli verfeinert, aus einem 2—3" langen Stiele in die Lamina ubergeliend Seeundarnerven unter Winkeln von 40—60° entspringend, kaum liervor-
scliiedenen Winkeln abgeliend, ein loekeres Blattnetz bildend
Eiaeodendron sessiliflorum (Syn Mystroxylon scssiliflorum Eckl et ZeyL.)
Cap
Taf II, Fig 6
Nervation netzlaufig, Typus von IleUantliemum vulgare Primarnerv verlialtnissmassig
stark liervortretend, nur unterlialb der Spitze verfeinert, aus einem 1—lVt" langen Stiele
tretend Seeundarnerven sp'arlieli eritwickelt, niclit liervortretend, unter Winkeln von 35—45" entspringend, sogleicli oder naeh einigen Gabelspaltungen aufgelost Tertiarnerven selir sparlicli oder fast felilend Blattnetz niclit entwickelt
Eiaeodendron sphaerophyllum (Syn Mystroxylon sphaerophyllum Eckl et ZeyL)
Cap
Tab II, Fig 7—8
Nervation netzlaufig, Typus eigenthumlich Primarnerv verlialtnissmassig stark hervor- tretend, bis zur Spitze auslaufend Seeundarnerven unter Winkeln von 50—65° entspringend, die grundstandigen genaliert, melir bogig, unter spitzeren, die oberen melir gesclilangelt unter
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Trang 1254 Gonstantin v Etting sliausen
'/, Tertiar-
nerven meist unter nahe rechtem Winkel entspringend, oft verbindend, ein lockeres, hervor- tretendes Netz bildcnd
Elaeodendron australe Vent
Neuholland
Fig 1
Nervation nctzlaufig, Typus von Evonymus tingens Primarnerv stark hcrvortretend,
F Ig 1, O O X
schiedenen ziemlicli spitzen Winkeln entspringend, die grundst'andigen
nerven unter selir verscliicclencn spitzen und stumpfen Winkeln abgeliend, ein unregelm'assiges aus langliclicn oder lanzettlichen Masclien besteliendes hervortretendes Netz bildcnd
Ein in Form und Nervation vollig iibereinstimmendes Fossil fand sicli in den Tertiarschicliten von Sotzka vor, wic tiberliaupt diese fossile Flora cine niclit unbetrachtlichc Zalil selir charakteristischer Celastrinen-Formen aufzu- weisen hat
Audi in der fossilen Flora von H'aring kamen analoge Blattformen zum Vorschein
vdiicodvjulnm ous if ale
Elaeodendron orientate Jacq
Ins St Mauritius, Madagaskar
Taf I, Fig 8
Nervation schlingl'aufig, Typus von Elaeodendron curtipendulum Primarnerv verhaltniss-
massig stark hcrvortretend, gegen die Spitze zu allm'ahlich verschm'alert, aus cinem 2—3'" langen Stiele abgehend Secundarnerven unter Winkeln von 50—65°, die grundst'andigen
breit, ihre Bogen vom Eande ziemlicli entfernt und mit zahlreichen Ausscnschlingen begrenzt; die unteren Schlingenaxcn mit der Bichtung des Primarnervs Winkel von 40—50° bildend Terti'arnervcn unter vorwaltend stumpfen Winkeln entspringend, hcrvortretend, ein lockeres, aus rundlichen Masehen besteliendes Netz erzeugend Quaternares Netz nodi ziemlicli stark hervortretend, aus rundlichen Masclien gebildet Ein mittlcres Secundarsegment 1—2 hervor- tretende und 7—9 feincre axenstandige, joderscits abcr 8—12 seitensfandige Terti'arnerven enthaltend
Eine sehr ahnliche Blattform lieferte die an interessanten Fossilien so reiche Localit'at Sagor in Krain Die Nervation des Fossils weiclit von der des recenten Blattes nur durch etwas stumpfere Ursprungswinkel der Secundarnerven und durch die gcringcre Anzahl der seitenst'andigen Terti'arnerven in cinem mittleren Secundarsegmente ab
Auch unter den Pflanzenfossilien von Parschlug in Steiermark ist mir ein Blatt vorge-
kommen, das der Nervation nach mit Elaeodendron orientale iibereinstimmt
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Trang 13Tiber die Nervation der Blatter bei den Celastrineen 55
langlich elliptisch, ihrc Bogen vom Rande entfernt, mit hervor- tretenden Aussenschlingen umgeben; Winkel der Schlingenaxen mit der Richtuno' des P rimarnervs ziemJi ch gleich, die der unteren kleineren und schm'aleren Sehlingen meist 90° Tertiar- nerven untcr verschiedenen spitzen Winkeln abgehend, oft verbindend, nur unbedeutend scharfer als die zahlreichen, stark hervortretenden, ein rundmaschiges Netz bildenden qua- ternaren Nerven
Ein mittleres Sceund'arsegment 3 — 6 axensfandige und jederseits 8—12 seitensfandige Tertiarnerven enthaltend
Ein sowohl in der Blattform als in der Nervation uber- einstimmendes Fossil kommt in den Mergelschiefern von Sotzka
in Untersteiermark nicht selten vor Das Museum der k.k geolo- gisehen Beichsanstalt besitzt einige seiir wohlerhaltene Exem-
denen man selbst die Ver'astelungen der plare desselben, an
tertiaren und quaternaren Nerven noch glaube, dass man dieses Fossil vielleicht noch mit Arbutus- oder Clethra- Bl'attern, niemals aber
mit Ficus verwechseln darf, vdc dies Ungci mit einer andern Elaeodendron- Art von Sotzka gethan, welche er aueb wegen der von Ficus vollig abweichenden Form „Ficus degener" benannte
Klueodendvon undulatum
CultWirt in (leni k k Hofaarten zu Schonbrunn
Taf II, Fig- 13
Nervation schlinglaufig, Typus von Senecio nemorensis Prim'arnerv nur gegen die Basis
zu stark hervortretend, unter der Spitze bedeutend verfeinert, aus einem 2—3"' langen Stiele
Sehlingen langlich, bogig dem Rande zuneigend, demselben bis auf 1'" genahert, mit einigen Aussenschlingen umgeben Schlingenaxen mit der Richtung des Prim'arnervs Winkel von 70 bis 80", die der etwas spitzeren untersten Sehlingen jedoch nur 60—65°einschliessend Tertiar- nerven unter spitzen Winkeln abgehend, oft verbindend, fast querlaufig, starker hervortretend als das feine, aus rundlichen Maschen zusammengesetzte Blattnetz
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Trang 1456 Constantin v Ettingshausen
Elaeodendrvn up Nov //"//
EMaeodendron sp indeterm
Neuholland
Taf II, Fig 12
Nervation selilinglaufig, Typus von Cynoglossum officinale Primar-
nerv nur an der Basis etwas hervortretend, gegen die Spitze zu bis zur Feinheit der Secundarnerven verschmalert, aus einem 1—2'" langen Stieie abgehend Secundarnerven sehr fcin, kaum hervortretend, unter Winkeln
elm'assig, Bogen demEande bis auf l'"genahecrt, ohne hervortretende Aussenschlingen Tertiarnerven unter stumpfen Winkeln entspringend, manchmal verbindend, ein lockeres, aus langlichen Maschen zusammen- gesetztes Netz bogrenzend
Ahnlich Blattfossilien von Parschlug und von Sotzka in Steiermark Man kann dieselben wohl auch mit Ericaceen vercieichen
Beiliegende Figur stcllt den Abdruck der obercn Flache eines Blattes, Fig 12 auf Taf II eincn Abdruck von der unteren Blattfl'ache dar
'ft von unreg
Fig 4
Elaeodendron glaucum
MZlaeodendron glaucum Pers
Ost-Indien
Taf II, Fig 14
Nervation schlingl'aufig, Typus eigenthiimlich Primarnerv ziemlich stark hervortretend, unter der Blattspitze verfeinert, aus einem 4 — 6'" langen Stieie abgehend Secundarnerven unter
bis % Schlingensegment etwas gekriimmt, mehrmals l'anger als bi?eit Bogen dem Rande gen'ahert; aus der Mitte desselben geht ein Tertiarnerv in den Einschnitt zwischen den Kcrben des Randes Die unteren Bogen sind mit einigen Aussenschlingen umgeben, die unteren Schlingenaxen bilden kaum stumpfere Winkel mit dem Primarnerv als die oberen Tertiarnerven unter wenig spitzen Winkeln abgehend, manchmal verbindend, kaum sch'arfer hervor- tretend als die feinen, ein lockeres Maschennetz zusammensetzen- den quaternaren Nerven Secundiirsegment 3—4 spitzwinklig entspringende axenstandige und jederseits 6—9 seitenstandige Tertiarnerven enthaltend
Klaeodendron curtipendulum Endl
Trang 15Tiber die Nervation der Blatter bei den Celastrineen 57
Rande meistum 2—3'" entfernt, fast alio mit Aussenschlingen begrenzt; die unteren Schlingen- axen bilden spitzere Winkcl mit dem Primarnerv als die oberen Tcrtiarnerven unter verschie- denen spitzen mid stumpfen Winkeln abgekend, sclten vcrbindend, sclir wenig hervortretcnd Quatcrnlirc Nerven fast so stark als die tertiiiren, ein zartes, aus quer-ovalcn Maschen bestehendes Nctz erzeugend
Ein mittleres Secund'arsegment 2—3 axenstandige und jederseits 3—5 seitenst'andige Tertiarnerven einscliliessend
Dieser Blattform stelit ein in den Tertiarseliichten von liaring in Tirol aufgefundenes Blattfossil sehr nahe
L'ange nicht das Doppeite der Breite erreichend, Schlingenbogen dem Eande bis auf T" genahert, ihre Aste unter stumpfen Winkeln divcrgirend Mehrere hervortretende Aussenschlingen vorhanden Die unterste Schlingenaxe mit dem Primarnerv einen spitzeren Winkel bildend als die ubrigen Tertiarnerven unter vorherrschend stumpfen Winkeln abgehend, sclten vcrbindend, ziem- lich stark hervortretcnd, verastelt, ein grobmaschiges Nctz bildend, das die ebenfalls stark hervortrctenden quaternaren Nerven einschliesst Ein mitt- leres Seeundarsegnient 2 — 3 axenstandige und jederseits 6—9 seitenst'andige Tertiarnerven einschiiessend
Fi<v 6
Elaeodendron oligocarpum (Syn Mystroxylon oligocarpum EckJ et Zeyh.)
Cap
Taf i, Fig 7
Nervation sehlinglaufig, Typus von Bellidiastrum Michelii T rimarnerv
zu etwas verfcinert und geschlangelt Secundarnerven unter Winkeln von 40
•caum etwas die Breite ubertreffend, die grundst'andigen auffallend lang und spitz, fast die Halfte der Blattlange erreiehend Schlingenbogen bis auf 1'" dem Rande genahert, Sehlingen'aste unter sehr stumpfen Winkeln divergirend Hervor- tretende Aussenschlingen sparlich ; Winkel der unteren Schlingenaxen mit dem Primarnerv kaum spitzer als die der oberen Tertiarnerven sparlich : unter ver- sehiedenen Winkeln entspringend, ein lockeres Blattnetz bildend Quaternares
Elaeodendron oligo-
carpum
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Trang 1658 Con stem tin v Ettingshausen
Netz unvollkomnicn entwickelt, aus ovalen odcr langlichen Maselicn zusammengesetzt Ein
7 axenstandige und jederseits 3— 4 seitenstandige Terti'ar- mittleres Secundarsegmcnt 5-
nerven umfassend
Eilaeodendron papillosum Hoc list
Cap
Taf I, Fig G
Nervation schlinglaufig, Typus von Elaeodendron reticulatum Primar-
nerv von cinem 2—3'" langcn Stielc abgeliend, selir stark liervortrctend, gegen die Spitze zu allmalilicli verschmalert Secundarnerven unter Win-
nocli einmal so lang als breit , Sclilingen'aste unter selir stumpfen Win- keln divergirencl, Bogen dem Iiandc fast parallel laufend, demselben bis auf 1'" genahert, mit mehreren licrvortretendcn Ausseuschlingen umgeben Winkel der oberen und untcren Sclilingenaxen mit demPrim'arnerv naliezu gleieli Tcrtiarnerven unter stumpfen Winkcln abgeliend, hervortretend, stark ver'astelt, einige verbindend, ein grobmascliiges Nctz bildend Quater- n'are Nervcn unvollkomnien entwickclt Ein mittleres Secundarsegnicnt
7 seitenstandige Tertiiirncrven uniscliliessend Eine
ElaeodendTim sp Cap
— 4: axenstandige und jederseits 5
naliezu ubereinstimmende Nervation zeigt das Blatt Eig 7 einer nocli unbestimmten Elaco- dendron-Art vom Cap
Elaeodendron reiiculalum (Syn Lauridia reticulata Eckl et Zeyk)
Cap
Taf Ill, Fie 4—5
Nervation schlinglaufig, Typus eigentlitimlicli rrnnarnerv
langen Stiele abgeliend, bis zur Spitze stark liervortrctend, Secundarnerven unter Winkeln
oder audi langer, Sclilingen'aste unter selir stumpfen Winkeln divergirend Bogen dem Kande fast parallel, bis auf'//" gcnaliert Ilcrvortrctende Ausseuschlingen vorlianden Winkel der unteren Sclilingenaxen mit dem Primarnerv spitzcr als die der oberen Tcrtiarnerven unter stumpfen Winkeln entspringend, fast so stark liervortrctend als die secund'aren, vorastelt, nicht verbindend, ein grobmascliiges Netz bildend QuaternaresNctz unvollkomnien cntwickelt Ein mittleres Secund'arsegment cnthalt 2—3 spitzwinklig entspringende axenstandige, und jederseits 4—5 seitenstandige Tcrtiarnerven
Diese Form stimint im Typus der Nervation mit den Bliittern von Elaeodendron papil-
losum und Gelastrus lucidus (therein, mit welchen Arten sic insbesondere ein unvollkomnien
entwickeltcs quatern'arcs Nctz tlicilt
Von crstcrer ist dieselbe dureh die spitzcrcn Abgangswinkel der Secundarnerven, von letzterer dureh die geringere Distanz dieser und durch die Verbindenden meist langslaufigen Tcrtiarnerven verschieden
Eine der Nervation nach selir ahnlielie Form sammelte ieh in den Terti'arschichten von Sagor Dieselbe ist nur nocli mit Arten von Sapotaceen zu vcrgleichen
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Trang 17liber die Nervation der Blatter be/' den Gelastrineen 59
Elacodendron pubescens (Syn Mystroxylon pubescens Eckl or Zeyh.)
Cap
Taf I, Fig 2—5
Stiele abgeliend, stark hervortretend, unter der Spitze verfeinert Secundarncrven unter Win- keln von 40—55° entspringend, die 2—3 untersten Secundarncrven unter stumpferen Win-
mittleren und oberenSclilingen fast so breit als lang, die untersten scbmaler und doppelt oder dreifach so lang als breit Sclilingenaste unter stumpfen Winkeln divergirend Selilingenbogen
clem Eande bis auf lVg" genaliert, mit einigen licrvortrctenden Aussensclilingen umgeben Die
untersten Sclilingenaxen biiden mit clem Primarnerv spitzere Winkel als die iibrigen Tcrtiar- nerven unter dcm Winkel von 90° entspringend, oft verbindend, ein sebr lockeres Netz bildend Quatern'are Nerven fast unentwiekelt Inlialt eines mittleren Secundarsegments 2 — 3 axen- standiffe unci iederseits 3—-1 seitenstandige Tertiarncrvcn
Elaeodendroti athranthum (Syn Mystroxylon athranthum Eckl etZeyh.)
Cap
Taf II, Fig 10
Stiele abgeliend.ctwasliervortretend, scliwacli geschlangelt,unterlialb der Spitze fast vcrsclnvin- dend Secuncliirnerven unter Winkeln von 50—65° entspringend, stark bin und lier gebogen,
die untersten schmaler und doppelt so lang Anastomoscnaste unter sclir stumpfen Winkeln
divergirend, Anastomosen clem Pande bis auf \'.!" genaliert Hcrvortrctende Aussensclilingen
selten Die Axen der untersten Secundarsegmente biiden mit clem Primarnerv spitzere Winkel als die iibrigen Tertiarnerven sclir sparlicb, unter reclitem Winkel abgeliend Quatern'are Nerven fehlend
tSlaeodcndron psilocarpum (Syn Mystroxylon psilocarpum Eckl et Zcyli.)
Cap
Fig 8 Fig 9
dendron psilocarpu
Taf II, Fig 11
Nervation netzlaufig, Typus von Salix reticulata Primarnerv aus eineni 1—V/J" langen Stiele liervorgcliencl, fein, gegen die
Spitze zu oft fast versclnvindend Secundarncrven unter Winkeln von 40—50° entspringend, fein, geschlangelt, nicbt auffallend biii-
segmente nocb cinmal so lang als breit, ziemlicli stark bogig gekrtimmt, Anastomoscnaste der Secundarncrven meist unter spitzen Winkeln divergirend, Anastomosen demEande bis auf 1'" genaliert; keine liervortrctend.cn Aussensclilingen Die Axen der untersten
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Trang 1860 Gonstantin v Ettingshausen
viel schmaieren Secundarsegmente bildcn mit dem Prim'arnerv spitzere Winkel als die oberen Tertiarnerven sehr zerstreut, unter rcchtem Winkel abgelicnd, kaum in ein Netz vereinigt Quatern'are Ncrven feblend
Elaeodendron eucleacforme (Syn Mystroxylon eucleaeforme Eckl et Zejh)
Cap
Taf Ill, Pig 1—3
langen Stiele abgehend, wenig- liervortretend, gegen die Spitze zu oft im dicken lederartigen Parcnehym verborgen Secundarnervcn etwas schlangclig, die untcrsten unter Winkeln von
grundstandigen Schlingen vorgezogen, spitz, die iibrigen ScHingen ku'rzer odcr kaum so lang als brcit, Schlingenaste unter rechtem Winkel, seltcncr unter Avcnig spitzem divergirend Bogen dem Rande bis auf %'" genahert, mit einigen hervortretenden Aussenschlingcn umgeben Die Axen der grundstandigen ScHingen bilden mit dem Prim'arnerv spitzere Winkel als die iibrigen Terti'arnerven zerstreut, unter verschicclenen, meist wenig spitzenWinkeln abgelicnd;
in ein kaum licrvortrctcndes grobmaschiges Netz vereinigt Ein mittlercs Secundarsegment 3—5 axenstandige und jederseits 3—4 seitenstandige Tertiarnerven umfassend
Wimmeria discolor
Mexico
Taf Ill, Fig 16—17
Nervation netzl'aufig, Typus von Salix fragilis Prim'arnerv aus einem 2—4'" langen
Stiele abgelicnd, stark liervortretend, gegen die Spitze zu vcrsclimalert, unter derselben oft fast aufgelb'st Secundarnervcn unter Winkeln von 45—70° entspringend, sehr fcin, kaum hcrvortrctend, gegen den Band zu gesciilangelt und an dcmsclbcn cine kurzo Strecke liinauf-
rccliten, aus den secundaren unter sehr spitzen Winkeln entspringend, genahert; crstere, oft fast von der Starke der Secundarnervcn, verbinden sicli mit den nachststelienden unteren secundaren Masclien des wenig hervortretenden Tertiarnctzes langlich Quaternares Netz nicht entwickelt Inhalt eines mittleren Secundarsegmcnts 3—5 axenstandige und 20 — 30 meist gabelspaltige seitenstandige Terti'arnerven
Diese interessante Ncrvationsform stimmt wegen der geschlangelten Secundar- und der
querlaufigen Tertiarnerven mit Gatlia edulis, Hartogia Tfrea, Gelastrus ruber und C trigynus
iiberein Am nachsten stehen derselben die bciden letztgenanntcn Arten Von der Nervation
des Gelastrus ruber unterscheidet sic sicli durch die auffallend mehr genaherten Secundar- und die feinen, bci wcitcm zahlreicheren scitenstandigen Terti'arnerven; von der des G triginus
durch die etwas grcisscre Anzahl der axenst'andigen Tertiarnerven Von der ebcnfalls ahnlichen
Nervation der Gatlia edulis ist sic durch die gcringere mittlere Distanz der Secund'arnerven,
Eine sehr ahnliche Blattform lieferte die fossile Flora von Sotzka
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Trang 19TJber die Nervation der Blatter bei den Celastrineen 61
Fig 10 Fig; 11
Hartogia Thea
Hartogia Thea
Cap
Taf III Fig 12 — 13
Nervation netzlaufig, Typus von Salix fragUis Primarnerv aus
zu verfeinert Secundarnerven unter Winkeln von 40—55° cntsprin- gend, scliarf liervortretend, gegcn den Rand zu gcschlangelt, oft gabel- spaltig, die Astchen versorgen die Zanne des Blattrandes; mittlere
verzweigt, ziemlich scliarf liervortretend, ein lockcres, aus rundliclicn Masclien bestehendesNetz bildend, das ein feineres, wenig entwickeltes quatern'ares einseliliesst Lihalt eines mittleren Secundarsegments 1 bis
3 rechtwinklige axenstandiffe und 10 —15 verzweiffte seitenst'andige Terti'arnerven
Eine Blattform, welche mit manchen Myrica-'ahnlichcn Blatt- fossilien zu vergleiclien ware
Hartogia capensis Linn
Cap
Taf Ill, Fig 14—15
Nervation sclilinglaufig, Typus von Senecio nemorensis Primarnerv aus cincm 2—3'"
langen Stiele abgehend, bis zur Spitze liervortretend Secundarnerven unter Winkeln von
girend Keinc Aussenscblingen vorlianden; die Axen der grundstandigen scdimalcren Sclilingen bilden spitzere Winkel mit dem Primarnerv als die mittleren und oberen Terti'arnerven sebr zerstreut, unter wenig spitzen Winkeln cntspringend, selten verbindend, kaum in ein Netz vercinigt Quatern'arc Nerven unvollkommen entwickelt Secund'arsegmcnt 1—2 spitzwinklige axenstandigc und 3—4 seitenst'andige Terti'arnerven entlialtcnd
Ahnliche Blattformen bieten die fossilen Floren von Parscblug und von Sotzka Sie wur- den gewohnlich als Myriea- oder Quercus-Bl'atter bezeiclmet
Hartogia sp n G739 Drege
Cap
Taf Ill, Fig 9—10
Nervation schlinglaufig, Typus von Myosotis mjkatica Primarnerv aus cincm '/,—V"
langen Stiele abgehend, fast durch die gauze Blattlange scliarf liervortretend, nur unter der Spitze verfeinert Secundarnerven unter Winkeln von 70—80" cntspringend: mittlcrc Distanz derselben V, — V Schlinffensegmente, wenigstens die mittleren, hanger als breit, Schlin- genbogen dem Rande parallel und demselben bis auf y.,'" gen'ahert, daher fast saumhiufig
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Trang 2062 Gonstantin v Ettingshausen
erscheinend, Aste unter sehr stumpfen Winkeln divergirend Keine Aussensdhlingen vorhanden Die Axen der etwas sclimaleren grundstandigcn Schlingen bilden mit clem Primarnerv kaum spitzere Winkel als die iibrigen Terti'arnerven sp'arlich, unter sehr stumpfen Winkeln abgehend, manchmal verbindend, kaum in ein Netz vcreinigt Quaternare Nerven nicht entwiekelt Tnhalt eines Secundarsegments 2—4- seitcnstandige verzweigte Terti'arnerven
Harlogia sp 6740, Drege
Cap
Taf Ill, Fig- 11
Nervation schlingl'aufig, Typus von Doronicum austriacuvi Primarnerv
aus einem 2—3'" langen Sticle abgehend, durch die ganze Blattlange hervor- trctend, nur unter der Spitze verfeinert Sccundarnerven unter Winkeln von
die mittleren, fast breitcr als lang, Schlingenbogen scharf hervortretend, dcm
schlingen in zwei- bis dreifacher Keihe umgeben Schlingenaste unter rechtem odcr stumpfem Winkel divergirend Die Axon der unteren Schlingen bilden mit dem Primarnerv fast stumpfere AVinkel als die der obercn Tertiarncrvcn vorhcrrschend unter rechtem Winkel entspringend, scharf hervortretend, nicht
Eartogias P Cap verbindend, sondern nach mehrmals wiederholter Verastelung ein lockercs,
aus rundiichen Maschen bestchendes Netz erzeugend, das ein feincres quaternarcs einschliesst Secundarsegment 1—2 hcrvortretende astige axenst'andige und 6 — 8 seitcnstandige Tertiarncrvcn enthaltend Tertiarsegmentc von verschiedener Grosse, in der Kegel 5—7 qua- ternare Maschen einschliessend
flero celasti'tts tricuspidalus W a 1 p e r s
Cap
Taf IV, Fig 2
Nervation schlingl'aufig, Typus von Senecio nemorensis Primarnerv aus eincm beil'aufig 2'"
langen Stiele abgehend, die ganze Blattlange hindnrch bis zur Spitze hervortretend Secundar-
nahe noch einmal so lang als breit, Bogen demEande bis auf 1'" gemihert, Aste unter rechtem Winkel oder stumpfem divergirend Axen der grundstandigcn Schlingen mit dem Primarnerv spitzere Winkel bildend als die iibrigen Tcrtiarnerven sehr sp'arlich, unter mcist stumpfen Winkeln entspringend, kaum in ein Netz vereinigt Quaternare Nervcn unvollkommcn ent- wiekelt Inhalt eincs Secund'arsegments 1 — 2 spitzwinklige axenstandige und jederseits
•4 seitcnstandige Terti'arnerven
Pterocelaslrus rostratus Walpers
Cap
Taf Ill, Fig 0
Nervation schlinglaufig, Typus von Cynoglossum officinale Primarnerv aus eincm IV,— 2"
langen Stiele abgehend, durch die ganze Blattlange bis zur Spitze hervortretend Secundar-
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Trang 21Tiber die Nervation der Blatter bei den Celastrineen 63
Schlingen noch einmal so lang als breit, Bogen dem Rande bis auf 1'" genahert, ohne Aussen- sehlingen, Astc unter nahezu spitz em Winkel divergirend Axen der grundstandigen Schlingen spitzcre Winkel mit dem Primarnerv bildend als die der mittlcrcn und oberen Tertiarnerven sehr sparlich, kaum liervortretend, unter stumpfen Winkeln entspringend, nicht verbindend, ein lockercs Netz bildend, welches ein unvolikommen entwickeltes Quaternarnetz umschliesst Inhalt cines mittleren Secundarsegments 2—3 spitzwinklige axenstlindige und jederseits 5—7
Pleroeelastrus sp 6727, D re ire
Cap
Taf Ill, Fig 8
Nervation schlinglaufig, Typus von Cynoglossum officinale Primarnerv aus einem 1—2'"
langen Stiele abgehend, ctwas hervortretend, unter der Spitze fast aufgelost Secimdarnerven
noch einmal so lang, die mittleren manchmal nur unbedeutend hanger als breit Bogen dem Rande bis auf 1'" genahert, ohne Aussensehlingen Astc unter reehtem oder spitzcm Winkel divergirend Axen der grundstandigen Schlingen viel spitzere Winkel mit dem Primarnerv bildend als die mittlcrcn und oberen Tertiarnerven sehr sparlich, nicht hervortretend, unter stumpfen Winkeln entspringend, ein lockeres Netz bildend, welches ein unvolikommen ausge-
Netz einsehliesst Inhalt eines mittleren Secundarsegments 1 — 2 spitz-
Plewtcelaslrus tetrapterus Walpers
Cap
Taf IV, Fig 1
abgeliend, nur an der Basis hervortretend, gegen die Spitze zu im derben lederartigen Blatt- parenehym aufgelost Sccund'arnervcii unter Winkeln von 55—65° entspringend, in der mitt-
einmal so lang als breit: Bogen dem Rande fast parallel, bis auf 1'" dcmselben genahert; Schlingen'aste unter stumpfen Winkeln divergirend Die grundstandigen Schlingenaxen bilden stumpfere Winkel mit dem Primarnerv als die der iibrigen Tertiarnerven sehr sparlich, unter reehtem Winkel entspringend, einige verbindend Quaternare Nerven fehlcnd Ein mittleres Secundarsegmcnt enth'alt 2—3 axenstandige rechtwinklige und jederseits 3 — 5 scirenstiindige Tertiarnerven
I'lerocelastrus stenopterus Walpers
Cap
Taf Ill, Fig 7
Nervation schlinglaufig, Typus von Pterocelastrus tetrapterus Primarnerv aus einem
'/,—1'" langen Stiele abgeliend, nur an tier Basis hervortretend, gegen die Spitze zu im derben Blattgewebe aufgelost Secimdarnerven unter Winkeln von 50—5 5° entspringend, in der mittleren
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Trang 2264 Const ant in v Ettingshausen
girend Axen der grundstandigen Schlingen mit dcm Primarnerv spitzere Winkel bildend als die der mittleren und obercn Tertiarncrvcn schr sparlich, unter rechtem odcr wenig spitzcm Winkel entspringend, in cin lockcrcs, nicht hervortretendes Netz vereinigt Ein mittleres Secundarseg- ment enthalt 1—2 spitzwinklige axenstandige und jederscits 3—4 seitenstandige Terti'arnerven
microtropis coriacea Wall
Ost-Indien
Taf IV, Kg 12
Nervation schlingraufig, Typus eigenthiimlich Primarnerv aus cinem 1—D/,'" langen Stiele abgehend, bis zur Spitze scharf liervortretend Secundarnerven unter Winkeln von 45 bis
fast zweimal so lang als brcit, Schlingenbogcn durch einige querlaufende Anastomoscnaste abgetheilt, welche fiir den nixchst obercn Schlingenbogcn eben so viele Ausscnsclilingcn bilden, endlicli den Rand fast tangircn Schlingeniistc unter nahczu spitzen Winkeln divergirend Axen der schmaleren untersten Schlingen spitzere Winkel als die oberen mit dem Primarnerv bildend Terti'arn erven zaldreich, unter spitzen Winkeln entspringend, scliarf liervortretend, netz- lauflg, cin aus lockeren, cekigen, etwas in die Querc gestreckten Maschcn bestchendes Netz hervorbringend Quaternlirc Nerven nicht liervortretend, ein feines rundmaschiges Netz bildend Inhalt eincs Secundarsegments 7—10 axenstandige und 12—15 seitenstandige Tertiarnerven Tertiarsegment 6—10 grossc Maschcn, eine Tcrtiarmaschc Liber 15 quaternare umschlicssend
Microtropis hivalvis Wall
I'cming
Taf IV, Fig 11
Nervation schlinglaufig, Typus von Cynoglossum officinale Primarnerv
vortretend, gegen die Spitze zu allmahlich sicli vcrlicrcnd Secundarnerven
Rande bis auf %"' gen'ahert, mit einigen Aussenscldingen umgeben Asto unter wenig stumpfen AVinkcln divergirend Winkel der Schlingenaxen alle nahezu glcich Terti'arnerven schr fein, kaum deutlich crkennbar, unter spitzen Winkeln abgehend, oft querlaufig, ein aus langlichen Maschen bestc- hendes Netz bildend, welches das feinere, aus qucr-ovalcn Maschen zusam- mengesetztc quaternare umschliesst Inhalt cines mittleren Secundarsegments
4 — G axenstandige schiefwinklige und 4 — 7 seitenstandige Terti'arnerven Tertiarsegment nur 2—3 Maschen, cine Tcrtiarmaschc cin aus zahlreiehen ovalcn odcr langlichen quaternaren Maschcn zusammengesetztcs Netz ein- schliessend
Almliche Blattformcn findet man unter den Fossilien der Flora von Sotzka in Untersteicrmark und von Sau'or in Krain
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Trang 23Tiber die Nervation der Blatter bei den Celastrineen
Fig 14
Maytenus Boaria Molina
Chili
Taf IV, Fig 4—6
Pig 15 Fig 10 Fig 17 Nervation netzlaufig, Typus eigenthumlich
bis zur Spitze scliarf hervortretend Secundar- ncrven unter Winkeln von 35— 65° entspringend, geschl'arigelt, gabelspaltig, mit kiirzeren unter-
unter stumpfen Winkeln entspringend, fastlangs- lairhg, ein unregelm'assiges lockeres Masclien- netz bildend Quatern'are Nerven nicht hervor- tretend , ein kaum deutlicli erkennbares, aus
Fig 11-1G Maytenus Boaria | Q£| | Ua , Jte nus marginata "I'lll 1 d 1 IC'llCl 1 31 aSfllCl 1 beStellCm IcS N CtZ erZCUgCJl ( I
Ein mittleres Secund'arsegment entlialt 2—3 seitenstandige Tertiarnerven
Die sehr verwandte Blattform von Maytenus marginata (Taf IY, Fig 3) ciner ebenfalls in
Cliili einlieimischen Art untersclieidet sicli nur durcli die gleieliformiger unter spitzen Winkeln von 30—45° entspringenden Secund'arnerven, die etwas geringere Distanz (*/,—%) dersclben unci die grb'sscre Zahl der Tertiarnerven Ahnliche Blatter fanden sicli an fast alien tertiaren Localitaten
Maytenus hrasiliensis M a r t
Brasilicn
Taf IV, Fig 9—10
langen
Nervation schlingi'aufig, Typus von Primus Padus Prim'arnerv aus eineni 1 —
Stiele abgeliend, fast die ganze Blattl'ange hindurch bis vor der Spitze hervortretend Secundar-
segmente meist nocli einmal so lang als breit, niclit oder nur sehr wenig gekriimmt, Bogen
dem Rande bis auf V" genahert, mit Aussenschlingen umgeben, Schlingen'aste unter wenig
stumpfen Winkeln clivergirend, Winkel der Schlingenaxen einander nahczu gleich Tertiar- nerven unter verschiedenen spitzen und stumpfen Winkeln entspringend, geselilangclt, ein unregelm'assiges, aus im Umrisse rundlichen Maschen zusammengesetztes Netz bildend, die sehr foinen, kaum hervortretenden, zu quer-ovalen Maschen vereinigten quatern'aren Nerven umschliessend
Sehr ahnlich einem Blattfossil aus den Schichten von Sotzka
Celastrus scandens Linn
Nord-Aincrika
Taf IX, Fig 3
Nervation bogenlaufig, Typus von Lonicera Xylosteum Prim'arnerv an der Basis hervor-
tretend, gegen die Spitze zu allm'ahlich verfeinert Secundarnerven unter Winkeln von 50—65°
Denkschrlften der matlicm.-uaturw CI XIII Bd
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Trang 2466 Gonstantin v Ettingshausen
Inhalt eines mittleren Secund'arsegments 4—6 spitzwinklig entspringende axenstandige und 15—20 einfaclie odor gabelspaltig verastelte seitenstandige Terti'arnerven
Nervation bogenlaufig, Typus von Lonicera Xylosteum Prim'ar-
nerv aus einem 2—3'" langen Stiele abgeliend, nur von der Basis gegen die Mittc zu liervortretend, unter der Spitze bis zur Iiaar- diinne verfeinert Secundarnerven unter Winkeln von 50—65° ent-
gegen die Basis zu gen'ahert Terti'arnerven zalilreieli, vorlierrsehend querlaufig, ein selir zartcs rundmaschiges quatern'ares Netz ein- schliessend Dieses umfasst ein wenig entwickeltes, nur mit der Loupe erkennbares quintern'ares Netz Inhalt eines mittleren Secund'ar- segments 2 — 3 meist spitzwinklig entspringende wenig verzweigte axenstandige Terti'arnerven und 8—15 seitenstandige Terti'armasclie langlicli, zanlreicho quaternare umscbliessend
Celastvus stylosus Wall
Nepal
Taf V, Fig 12
Nervation bogenlaufig, Typus von Lonicera Xylosteum Primarnerv aus einem 2 — 3"
langen Stiele abgeliend, liervortretend, gegen die Spitze zu allmalilicli verfeinert Secundar-
grundstandig, die iibrigen folgenden unteren Secundarnerven gegen die Basis zu fast entfernter gestellt oder wenigstens niclit gen'ahert Terti'arnerven vorlierrsehend netzlaufig, nur die aus den oberen Secundarnerven entspringenden querlaufig; Terti'arnetz wenig liervortretend, ein selir zartes rundmaschiges quatern'ares umscbliessend Dieses umfasst ein noch deutlich erkenn- bares quintern'ares Netz Inhalt eines mittleren Secundarsegments 2—3 reclitwinklig entsprin- gende stark verzweigte axenstandige Tertilirnerven und 7—9 seitenstandige Tertiarmaschen lano-lich, jederseits 4 — 6 quaternare Nerven entlialtend Quaternare Masclien beil'aufig 7 bis
9 quintern'are cinschliessend
Fossile Blatter, welche in Form und Nervation mit beiden oben angegebenen Celastrus-
Arten iibereinstimmen, fanden sich in den Terti'aiiocalit'aten von Parschlug, Sotzka und
Sagor Sie wurden bisher meist mit Eliamneen, audi mit Malphighiaceen (Iliraea) ver-
glichen Da das quaternare Netz bei diesen Fossilien niclit melir erkennbar und selbst das Terti'arnetz unvollkommen erhalten ist, so
felhaft bleiben
muss die Bestimmung derselben wolil noch zwei-
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Trang 25Tiber die Nervation der Blatter bei den Gelastrineen 67
Nervation netzlaufig, Tvpus eigenthtimlich Primarnerv aus
durch ziemlich scharf hcrvortrctend Secundarnerven oft nur bis zur Mitte der Blatthalfte einfach, dann wiederholt gabel'astig; die untersten unter Winkeln von 30—40°, die mittleren und obersten unter Winkeln von 50—G0° cntspringend, mittlere Distanz der-
den Gabelasten oder Anastoruosen'asten der Secundarnerven ver- sorgt Tertiarnerven fast von der Starke der secund'aren, unter verschiedenen spitzeu und stumpfen Winkeln entspringend, stark verastelt, ein grobmascliiges hervortretendes Netz erzeugend, ein sehr feines, engruascliiges, kaum deutlieJh abgegrenztes quatern'ares Netz einscbliessend Sccuiidarscgmente von verschie- dener Form, ein mittleres cntli'alt 1 — 2 axenstandige und 6 —10, mehr oder weniger hervor- tretende seitenstandige Tertiarnerven Terti'armaschen verschieden geformt, sclten mehr als 5—7 quatern'are Maschen umfassend
Nahe verwandt mit der beschriebenen Blattform ist die von Gelastrus nemorosus (Eckl
et Zeyh.) vom Cap (Taf V, Fig 13), welche sieh nur durch folgende Merkmale unterscheiclet DieZahne des Blattrandes werden niemals vonAsten der Secundarnerven versorgt, die weniger hervortretenden, mehr zerstrcuten Tertiarnerven entspringen vorherrschend unter spitzen Winkeln Das auffallendcr lockermaseMffe Tertiarnetz schliesst ein unvollkommen ausffebil- detes, aus quer-ovalen oder langlichen Maschen zusammengesetztes quaternares Netz ein Die Secund'arsegmente sind mehr gleichformig gebiklet, meist 2 — 3 axenstandige und kaum mehr als 4—7 stark verzweigte seitenstandige Tertiarnerven einschliessend
Gelastrus leptopus Bernh (Taf V, Fig 8) vom Cap unterscheidet sich von beiden obigen
Arten durch auffallend geschlangelte und unter vorherrschend stumpfen Winkeln entspringende Tertiarnerven Das sehr feme quatern'are Netz wird aus rundlichen Maschen gebiklet In den
ubriffen Merkmalen der Blattbildunff n'ahei't sich dicse Art dem Gelastrus nemorosus
Celastrus COllinus Eckl etZeyh
Cap
Taf VI, Fig 9—10
Nervation netzlaufig, Typus von Celastrus illicinus Primarnerv aus einem '/
des Randes aus Tertiarnerven unter verschiedenen spitzen und stumpfen Winkeln abgehend,
Trang 2668 Gonstantin v Ettingshausen
Celastrus dumetorum, Eekl et Zeyh
Cap
Taf V, Fig <)
Nervation netzlaufig, Typus von Gelastrus illicinus Prim'arnerv aus einem kaum y/"
langen Stiele abgehend, fast bis zur Spitze hervortretend Sccundarnerven ziemlicli stark
die mittleren unci oberen unter 40
lich, vorherrschend unter spitzen Winkeln entspringend, einige in den Zahnen des Eandes endigend, in ein lockeres Netz vereinigt Ein mittlcrcs Secund'arsegment enthalt 1 — 2 axen- standige, spitzwinklig entspringende, und 2— 4 hervortretende seitenstandige Tertiarnerven Quatern'are Nerven sparlieh entwickelt; cine Terti'armasche enthalt 2—5 quaternare Maschen
hervortretend, die untersten unter Winkeln von 25—35°,
Fig 2i Fig 22
tretend Sccundarnerven unter Winkeln von 35 — 55° entspringend,
gabclastig, mittlcrc Distanz %—% Tertiarnerven zahlreich, vorherr-
schend unter schr stumpfen Winkeln entspringend, fast langslaufig, ein scharf hervortreteudes, aus 1'anglichen Maschcn zusammengesetztes Tertiarnctz bildend, welches ein femes, aus linealen odor ianzettlicben Maschcn bestehendes quaternarcs Netz einschliesst Ein mittlcrcs Secund'arsegment enthalt 4—7 hervortretende Tertiarmaschcn
Celastrus spathephyllus Eekl et ZeyL
Cap
Taf VI, Fig 2—3
Nervation netzlaufig, Typus von Daphne Mezereum Primarnerv aus einem 1%—2"'
langen Stiele abgehend, nur an tier Basis hervortretend Secundarncrven sehr fein, an dcr Spitze gabelspaltig, die untersten unter Winkeln von 20—30°, die mittleren und oberen unter
vorhcrrschend unter spitzen, die kleincren unter rechten Winkeln entspringend,
verbindend oder querlaufig, Letztere ein schr feines, kaum deutlich hervortreteudes Netz bildend, das ein noch feincres rundmaschiges quatcrnares umschliesst
Gelastrus Krauseanus (Taf VI, Pig 1) voni Cap kommt in der Feinhcit der Sccundar-
und Tertiarnerven und uberhaupt im Blatt-Typus mit obiger Art iibcrein, unterscheidet sich jedoch durch die nachfolgenden Merkmalc Die untersten Secundarncrven entspringen unter weniger spitzen Winkeln, alio sind noch feiner und kaum hervortretend Die Tertiarnerven jedoch erschcinen sch'arfer, viel zahlreicher und entspringen unter schr verschiedenen Winkeln, ein unregelniassiges, eckiges, zartmaschiges Netz bildend
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Trang 27Tiber die Nervation der Blatter bet den Celastrineen 69 Ahnliche Blattformen lieferten die Tertiarschicbtcn von Parschlug, Sagor und Sotzka
Ob diese jedoch mit den genannten Celastrineen oder mit anderen in der Nervation ebenfalls mehr oder weniger iibereinstimmenden Artcn aus selir verschiedenen Familien, z B den Pittosporeen, Ericaceen, Sapindacecn u s w zu vereinbaren sind, muss erst die weitere Unter- sucliung und Vergleichung leliren Hier sollen nur die Ahnliclikeiten in Betracbt gezogen
werden, welche diese Fossilicn mit den Blatt-Typen der Celastrineen darbieten Gelastrus
Krauseanus diirfte wohl einer in den Sotzka-Schiehten vorkommenden fossilen Form nalie
stelien
Celastrus trigynus DC
Madagaskar
Fig 23
Taf IV, Fifi
Nervation netzlaufig, Typus von Salix Primarner v aus emem z—o
langen Stiele abgeliend, die gauze Blattl'ange liindurch bis zur Spitze bervortretend Secuiidarnerven untcr Winkeln von 45—60° entspringend,
von der Starke der secund'aren Astc, ziemlicli scliarf bervortretend, vor- wiegend unter spitzen"Winkeln entspringend, oft verbindend, gabelspaltig, ein zierliclies, aus rundlichen Mascben zusammengesetztes Netz darstellend Quaternares Netz sebr fein, kaum deutlicb bervortretend, aus langliclien Mascben gebildet Inlialt cines mittleren Secundarsegments 2—3 axen- standigc und mehr als 20 einfaclie oder gabelspaltige scitenstandige Tertiarnerven Tertiarsegment langlicli, 2 — 3 Tcrtiarmascben und 6 bis
11 quer-ovale Quaternarmaschen entlialtend
Sebr 'ahnlich einem Blattfossil der Flora von Parscblug
Stiele abgeliend, an der Basis ziemlicli scliarf bervortretend, gegen die Spitze zu allnialilicli fast bis zur Flaardiinne verfeinert Secuiidarnerven sebr fein, kaum deutlicb ausgesproclien die untersten unter Winkeln von 15—25°, die mittleren und oberen untcr 35—50° entsprin-
oberen Seite der Secundarnerven unter sebr spitzen, an der untcrcn Seite unter stumpfen Winkeln abgeliend, oft langslaufig in ein sebr lockeres Netz vereinigt Quatern'are Nerven kaum deutlich entwickelt Durcb die sparlichen, gabelspaltig astigen, oft langslaufigen Tertiar-
nerven nabert sicb diese Blattform in ibrcm Typus den Blattern von Eptgeron canadense, in der Vertbeilung der Secundarnerven jedocb zeigt sie den Typus von Daphne Mezereum
In den Tertiarscbicbteii von Padoboj , Parscblug und Sagor fanden sicb Blattformen, welcbe sicb mit genannter Celastrus-Form vergleicben lassen
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Trang 2870 Constantin v Ettingsliausen
Celastrus rubra Wall
Nepal
Taf VI, Fig 15
abgehend, dureh die ganze Blattlange ansehnlich hervortretend, gegen die Spitze zu verschm'a- lert Seeundarnerven unter Winkeln von 40 — 55°, die untersten fast unter noch weniger spitzcnWinkeln entspringend, alle hin und her gebogen, verastelt, gegen den Blattrand hinauf
unter stumpfen Winkeln abgehend, einige verbindend, die meisten stark verastelt und in ein grobmaschiges, ziemlieh hervortretendes Netz ubergehend Quaternare Nerven unvollkommen entwickelt Secundarsegmente l'anglich, von verschiedener Form, 2—3 hervortretende recht- winklige axenst'andige und 5—9 seitcnst'andige Tertiarnerven einschliessend
Celastrus senegalensis Lam
Sencgambia
Taf V, Fig 10—11
Nervation netzlaufig, Typus von Daphne Mezereum Prim'arnerv aus einem %—1'" langen
Stiele abgehend, bis gegen die Blattmitte zu hervortretend, dann sehr verfeinert und unter der Spitze fast vcrschwindend Seeundarnerven oft stark hin und her gebogen, wenig hervor- tretend, die untersten unter Winkeln von 20—30°, die iibrigen folgenden unter 35—50° ent- springend; mittlere Distanz %—% Tertiarnerven vorherrschend unter spitzen Winkeln abgehend, moist verbindend, einige querl'aufig, die meisten nur wenig verastelt, in ein sehr lockeres, wenig hervortretendes Netz aufgelost Quaternare Nerven fast fehlend
In dem Nervationstypus und in der Vertheilung der secund'aren und tertiiiren Nerven stimmt das Blatt eincr noch unbostimmten, von Fricdrichsthal in Gkiatcmala gesammelten Art mit obiger Art iiberein, unterscheidet sieh von selbcr jedoch dureh die starker hervor- tretenden, unter Winkeln von 45—GO" entspringenden Seeundarnerven, die reichlieher cnt- wickelten, unter verschiedenen spitzen und stumpfen Winkeln abgehenden, stark vcrastelten Tertiarnerven und die Ausbiklung eines aus eckigen Masehcn zusammengesetzten quatern'aren Netzes
Celasfrus acuminatus Thunb
scliend spitzcnWinkeln entspringend, einige verbindend, die iibrigen ein lockeres, wenig hervortretendes Netz bildend Quaternare Nerven kaum deutlieh ausgesprochen,
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Trang 29Tiber die Nervation der Blatter bei den Gelastrineen 71
Fig 27
m ein rundmascbiges Netz vereinigt Mit der bescbriebenen Blattform ist das Blatt einer
am Cap aufgefundenen Art (Taf VII, Fig 1) sebr ahnlich und nur durch die unter recbtem Wmkcl entspringenden Tertiarnerven und das minder deutlicb bervortretende Tertiarnetz verscbieden
Gelastrus cassinoides L'Her vom Cap (Taf VI, Fig 11—12) stimmt eben-
falls sowohl in der Blattform als in der eigenthumlichen Anordnung der Secun-
darnerven mit G acuminatus iiberein, ist jedocb durcb folgende wenige Merk-
male verscbieden Die mittlere Distanz der Secundarnerven ist etwas grosser und erreicht % der Blattl'ange; die Tertiarnerven treten nocb weniger bervor, wodurcb das Blattnetz nocb unvollkommener ausgebildet erscbeint
G rupestris Eckl et Zeyb vom Cap (Taf VII, Fig 2—3), welche Art
die Blattform und die Vertheilung der Secundarnerven und Tertiarnerven mit
C acuminatus vollkommen tbeilt, unterscbeidet sicb durcb die verbaltnissmassig
starker bervortretenden, unter weniger spitzen Winkeln entspringenden, oft verbindenden Tertiarnerven und das aus quer-ovalen Mascben zusammen-
Gelastrus cassinoides O*0SPf/fp "[\0f7
Mit den genannten Blattformen von Gelastrus, besonders mit G acuminatus, zeigt ein Blatt-
fossil, welcbes sich in den Tertiarschichten von Radoboj und Parscblug fand, die grosste Alm- licbkeit, so dass man bier auf die specifische Identitat der fossil en Form mit der angegebenen jetzt lebenden Art scbliessen konnte
Celastrus cordatus Thunb
Cap
Taf VI, Fig 16
abgebend, durch die ganze Blattl'ange scharf bis zur Spitze bervortretend Secundarnerven fein, schon von der Mitte der Blatthalfte an verastelt, die grundst'andigen unter rechtem oder nahezu stumpfem Winkel, die mittleren und oberen unter Winkeln von 50—65° entspringend;
querlaufig, ein sebr zartes, aus quer-ovalen Mascben zusammengesetztes Netz bildend Quater- n'areNerven von den sebr feinen terti'aren nicbt deutlicb geschieden, einwenighervortretend.es rundmascbiges Netz erzeugend
Celastrus ramulnsus Cunn
Neu-Holland
Taf VII, Fig 14—15
langen Stiele abgehend, nur an der Basis etwas hervortretend, im wciteren Verlaufe sehr fein, unter der Spitze fast verschwindend Secundarnerven kaum deutlicb ausgepriigt, unter Winkeln
ausgebildet, unter verschiedenen Winkeln entspringend Quatern'are Nerven unentwickeit
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Trang 3072 Constantin v Ettingshausen
Celastrus linearis Thunb
Cap
Taf VII, Kg 10
Nervation netzlaufig, Typus von Erigeron canadense Primarnerv aus ein em V.'" lano-en
Stiele abgehend, bis iiber die Mitte der Blatthalfte hervortretend, unter dcr Spitzc jedoch fast verschwindend Secundaria erven unter Winkeln von 20—40° entspringend, selir fein in dem lederartigen Biattgcwebe sich verlierend Tertiarnerven niclit entwiekelt
DieseBlattform ist wegen der spJirlichen charakteristischenMerkmale kaum von den sehr alinlichen linealen Formen der Proteacecn (bei Grevillea), Ericaceen, Apocynaceen u
unterscheiden
s w zu
Celastrus sp n
Port Jackson
Taf VII, Fig 11—13
Nervation schlinglaufig, Typus von Celastrus linearis Primarnerv aus eincm kaum %"'
langen Stiele abgehend, bis gegcn die Blattmitte zu hervortretend, von da an gegen die Spitze
zu sehr verfeinert, unter dcrselben oft verschwindend Sccundarncrven unter Winkeln von 20—3 5° entspringend, gegen den Rand aufwiirts ziehend, oft gabelspaltigmit sehr verlangcrten,
in der Blattflache cine betrachtliche Strecke fortziehenden Astcn- mittlcrc Distanz V V Tertiarnerven unter stumpfen Winkeln entspringend, kaum feiner als die Aste der Seeundar- nerven, ein hervortretendes, aus linealen odcr lanzettlielien Maschen zusammeno-esetztes Netz bildend Quatern'are Nerven wenig entwiekelt, von den terti'aren kaum deutlieh versehieden Eine ahnliche Blattform liefcrten die Tertiarschichtcn von Parschluo- und Saffor
Celastrus lanceolatus Eckl
Gap
Taf VII, Fig 8—8
Nervation schlinglaung, Typus eigenthiimlieh Primarnerv aus eincm 1 — 2".' langen Stiele abgehend, bis iiber die Mitte hinaus seharf hervortretend, gegen die Spitze zu verfeinert, unter dcrselben meist verschwindend Sccundarncrven unter Winkeln von 50 65° entspringend,
in der mittleren Distanz %—% Schlingensegment etwas gckriimmt, breiter als king; Bogen dem Rande fast parallel, demselben bis auf %'" genahcrt Schlingenaxen gleichwinklig mit dem Primarnerv Tertiarnerven sparlich, kaum schwacher ausgepragt als die Secundarnerven, unter stumpfen Winkeln entspringend, verbindend, oft fast langslaufig Quatcrnlire Nerven nieht ausgebildet Inhalt eines mittleren Seeundarsegments 2—3 fcine, recht- oder stumpf- winklig entspringende axenst'andige, 3 — 4 seitenstandige einfache oder gabelspaltige Tertiar- nerven
Der Nervationstypus dieser Art schliesst sich an die im Allgemeincn alinlichen scHing-
1'aufigen Typcn von Valerianella olitoria und Myosotis sylvatica an Er unterscheidet sich jedoch
leicht von Ersterem durcli die Rcgelm'assigkeit in der Schlingenbildung und die geringere
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