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Denkschriften der kaiser Akademie der Wissenschaften Vol 13-1-0033-0042

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Andere Fartien, besonders das vordere Ende und dieAugenhohlengegend, sind sehr zerstort und lassen die sie zusammensetzenden Knochen entweder gar nicht mchr oder nur in sehr verschobenen

Trang 1

NEUE FISCHEESTE AUS DEM BOHMISCHEN PLANER

VON

DR A E REUSS, WIRKLICHEM MITGLIEDE DER K.-.ISERLIOHKN AKADEMIE DER WI3SENSCHAFTEN

DVLil 3 Sctfefn

D

VOKGELEGT IN DER SITZUNG DER MATIIEMATTSCH-NATURWISSENSCHAFTLICHEN CEASSE AM 2 OCTOBER 1856

ie Zalil der Versteinerungen des bohmischen Planers ist in der jiingsten Zeit wieder durch die Entdeckung zweierFisclireste vermelirt worden, die bislier in diesen G-esteinschichten nicht gefunden worden waren Sie gehoren offenbar selir verschiedencn Abtheilungen der Pische

an Bei dem einen der in Rede stchenden Fossilreste, der sieli durcli seincn vortrefflichen Erhaltungszustand auszeichnet, lasst sich diese mitSicherheit bestirnmen; der zweiteistdagegen sehr fragmentar, indem ausser dem Kopfe alle iibrigen und darunter die am meisten charakte- ristischen Korpertheile, z B die Flossen, vollkommen fehlen Hier liess sich nur durch Ver- gleichung mit anderen besser erhaltenen und daher vollstandiger erkannten verwandten fossilen Formen eine Bestimmung mit einiger Walirsclieinlichkeit erzielen Ich lasse die Beschreibung beider Arten hier folgen

I Macropoma speeiosum Rss

Der Korper des hier zu besprechenden, beinahe vollkommen erhaltenen Fisch.es ist lang- gestreckt, dabei aber ziemlich hoch, von den Seiten zusammengedriickt, karpfenalmlich Der Korperbau ist im Ganzen kr'aftig, gedrungen Die Totallange von der Schnauzenspitze bis zu dem Ende der Schwanzflosse, so weit dicselbe an unserem Exemplare erhalten ist, betr'agt

19 Zoll, die grosste Hohe des Korpers in der Gegend der vorderen Riickenflosse 4-3 Zoll Der Kopf ersclieint im Verhaltniss zum ganzen Korper m'assig gross; seine L'ange bis zum Hinterrande des Kiemendeckels misst 4-6 Zoll, betr'agt also etwas weniger als den vierten Theil der gesammten Korperl'ange Ubrigens ist er fast dreiscitig, vorne zugespitzt, seitlich zusammengedriickt Seine Hohe beliiuft sich am hinteren Ende auf 3-4 Zoll; er ist daher nie- driger als der Korper in seiner mittleren Gegend Die einzelnen Skelettheile des Kopfes sind nur theilweisc erhalten oder doch noch in ihren Begrenzungen deutlich erkennbar Andere Fartien, besonders das vordere Ende und dieAugenhohlengegend, sind sehr zerstort und lassen die sie zusammensetzenden Knochen entweder gar nicht mchr oder nur in sehr verschobenen

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Bruchstiicken unterscheiden Den besten Erhaltungszustand zeigen noch die Theile der Stirn- und der Kiemengegend

Die oberfl'achlichen Kopfknochen sind sammtlich mit sehr gedr'angten und beinahe regel- massig runden, ziemlich tiefen, kleinen Gruben bedeckt, was man besonders deutlich an den [nfraorbitalknochen und am Unterkiefer wahrnimmt

Die Stirnknochen (a) sind etwas concav und erheben sich nach hinten zu einem oberhalb der Augenhohle gelegenen stumpfen Hocker Unser Exemplar bietet nur ihren Abdruck dar Aus dem Querbruchc ergibt es sich, dass sie im hinteren Theile betrachtlich an Dicke zunehmen Ebenso haben die anderen Knochen des Ober- und Hinterschadels nur ihre Abdrucke hinter- lassen, deren Grenzen nur theilweise unterschieden werden konnen Man erkennt das grosse

verschoben — vierseitige Scheitelbein (b) und dessen zackigen hinteren Rand, mit welchem es

an das Hinterhauptbein und das Warzenbein (c) stosst Von diesen beiden sind aber nur Spuren erhalten; der grosste Theil ist, da das Gestein dort weggesprengt ist, verloren gegangen Ebenso fehlen die die Augenhohle zun'achst begrenzenden Knochentheile ganz; es lasst sich daher auch die Form der Augenhohle nicht genau bestimmen Dire Lage am hinteren Ende des mittleren Drittheils der Kopflange und fast am oberen Drittlieile seiner Hohe lasst sich daher nur sehr ann'ahernd bezeichnen

In der mittleren Zone desKopfes nach hinten f'allt zuerst der Kiemendeckel (ef)durch seine sehr bedeutende Grosse in die Augen Wenn auch seine Substanz selbst nicht erhalten ist, so vermag man doch seine Begrenzung deutlich zu verfolgen Er hat eine deltaformige Gestalt mit breitem oberen, stumpf zugespitztem unteren Ende, fast geradem vorderen, bogenforniig 2:erundetem hinteren Bande Der obere und hintere Band stossen in einem gerundeten Winkel zusammcn Seine Hohe betragt 1-75 Zoll, die grosste Breite am oberen Drittlieile 1-25 Zoll Obwohl cr nur im Abdrucke erhalten ist, lassen sich darauf doch deutliche Spuren vom oberen inneren Ende ausstrahlendcr Linien erkennen

Da das untcre Ende des Kiemendeckels sammt dem Lifraoperculum fehlt, so sind dadurch die wenig verscliobenen, in einer steil vorw'arts geneigten Lage befindlichen, sehr starken und breiten vier Kiemenbogen (e) blossgelegt An dem vordersten, am vollkommensten erhaltenen ist die bogenftirmige Kriimmung sehr wTohl crkennbar; der dritte erscheint im unteren Theile besonders breit EinZerfallen derBogen ingesonderteStiickc ist dagegen nicht wahrzunehmen Vom Suboperculum ist ebon so wenig als vom Infraoperculum eine Spur zu sehen

Das Braeoperculum (_/) stellt sich als ein langer, sichelformig gebogener, unten zuge- spitzter, oben sich mehr ausbreitender Knochen dar, iiber dessen aussere Flache ein fast senk- rechter Kiel herablauft Sein hinterer, etwas convexer Band grenzt an den Kiemendeckel, der vordere ausgeschweifte an den Infraorbitalknochen Er ist nur in theilweisem Abdrucke vor- handen; es liisst sich desshalb auch nicht entscheiden, ob und was von dem oberen ausgobrei- tetcn Ende einem hinteren Unteraugenhohlenknochen angehore

An den vorderen Band des Braeoperculum legt sich ein flacher dreieckiger Knochen,

dessen Oberflache die grubige Structur besonders deutlich zeigt (g) Die Spitzc des Dreiecks

ist nach vornc gekehrt; die kiirzeste der beinahe geradlinigen Seiten bildet den hinteren Band Das obere hintere Eck ist beinahe rechtwinklig, schwach zugerundet; die Beschaffenheit des unteren ist wcgen nicht vollkommenen Erhaltenseins nicht genau zu bestimmen Die grosste LlinQ-e von vorne nach hinten misst 1-9 Zoll, die grosste Hohe vor dem hinteren Ende 1-3 Zoll

Auch an MacropomaMantelli wird dieser Knochen von A gassiz Toiss.foss.ILTaf.65a, Fk o

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Neue Fischreste aus dem bokmischen Planer 35

Taf 65c?, Fig 2, 3) abgebildet, aber wie es sclieint, fur einenTheil der Arcade pterygo-palatine

gehalten Da derselbe aber vermoge seiner vorbczeichneten Oberflachenbesebaffenheit zu den ausseren Kopfknochen gehoren muss, so kann cr nicht wonl fiir etwas anderes, als fiir einen Infraorbitalknochen, und zwar fiir den vorderen angesehen werden Bcispielen einer unge- meinen Entwickelung dieses Knocbens begegnen wir nicbt selten audi unter den Knochen-

fisciien, z B bei llydrocyon unter den Characinen, bei Callionymus unter den Gobioideen, bei

Leihrinus unter den Sparoideen, insbesondere aber bei einer Gruppe von Fischen, die von den

die Seitenwand des Gesichtes gleieb einem Panzer bedeckenden Unteraugenhohlenknochen

den Nam en der Panzerwangen (Cata/phracti) erhalten haben, z B bei TVigla, bei welebem der

kolossale vordcre Infraorbitalknocben, wie bei unserem Fische, in der ganzen Ausdehnung seines Hinterrandes mit dem Vorderrande des Vordeckels sicb verbindet

Von den etwa vorhandenen iibrigen (hinteren)Infraoi'bitalstuckenist an unserem Exemplare nichts zu entdecken, obwohl das Vorbandensein eines solclien binteren Unteraugenbohlen-

knoehens, wie er audi bei Macropoma Mantelli Ag (1 c Taf 65 a) auftritt, wahrscheinlicb ist

Der scbmale gezahnelte Knochenrand, der gleich unterbalb des unteren Randes desUnter- augenknochens besonders nacb vorne bervorragt, diirfte einem der tiefer gelegenen Knocben, vielleicht dem Gaumenbeine, angeboren Ob seine Zahneiung von Eindriicken wirklicber feiner Gaumenz'ahne berzuleiten sei, ist bei der Undeutlicbkeit des Ganzen nicht zu ermitteln

Eben so ungewiss muss es bleiben, ob die vor dem Unteraugenhohlenknochen hervor- tretenden Knocbentriimmer etwa dem Oberkiefer, dem Zwiscbenkiefer odcr Pflugscbaarbein angeboren

Aucb der LTnterkiefer (h) ist sehr mangelbaft erhalten und in theilweise verschobener

Lage Besonders das vordcre und hintere Ende sind beschadigt und der zalintragende obere Pand ist abgebrochcn Auf jeden Fall zeiclmet cr sicb aber durch seine bedeutende Hohe aus, die nach riickw'arts allm'ahlich abnimmt Die vordere Ausbuchtung, wie sie der Unterkiefer

des Macropoma Mantelli Ag (1 c Taf 65 d, Fig 3) darbietet, ist wegcn des schlechten Erhal-

tungszustandes nicht sichtbar

Der Schultergurtel ist im Vergleiche zu dem robusten Knochengeriiste des ganzen Fisches schwach zu nennen Nur sein oberer Theil ist wohlerhalten, wenn aucb nur im Abdrucke Man unterscheidet sehr gut das obere Schulterblattstuck («') mit seinen zwei grossen, schwach gebogenen Hornern, deren hinteres grosseres an dem vorliegenden Exemplare etwas nach hinten verschoben ist und hoch hinauf bis an das Hinterhauptbein reicht, das vordere ktirzere aber sich vorwarts gegen das Warzenbein wendct Ebenso erkennt man das sclimale Unter-

schliisselbein (k) Dagegen sieht man nur Spuren des oberen Schlusselbeintheiles, wahrend

die unteren Theile des Schultergiirtels mit der Brustflosse ganz fehlen

Ebenso ist nur die Ansatzstelle der binteren Extremit'aten zu erkennen Die Bauchflossen selbst sind nicht uberliefert Sie liegen in der Mitte desPaumes, der zwischen einer vom Hinter- rande des Kiemendeckels herabgezogenen Verticallinic und der Schwanzflosse eingeschlossen ist, der Aftcrflosse nur wenig naher geriickt als den Brustflossen Zieht man von den Bauch- flossen cine senkrechte Linie zum Oberrande des Korpers, so trifft dieselbe gerade das vordere Ende der hinteren Ruckenflosse

Von der Wirbels'aule, so wie von den Rippen ist an dem untersuchtcn Exemplare nichts

zu entdecken; sie werden durch die Schuppen und die versteinertenAVeichtheile verdeckt Nur die oberen Dornforts'atze der Wirbel sind in der hinteren Korperhalfte sichtbar Sie sind diinn

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und sehlank, beilaufig unter einem Winkel von 45 Grad geneigt und reiclien aufwarts bis an die Riickcnfirste Im Raume zwischen den Baucliflossen und der Analflosse z'ahlt man — so weit eine Z'ahlung zulassig ist — ihrer liber zwanzig

Der in Rede steliende Fisch besitzt zwei Riickenflossen, von denen aber nur die vordere ziemlicli gut erhalten ist Sie liegt etwa 2-8 Zoll hinter dem Schultergiirtel, fast 7 Zoll vor dem Anfange der Schwanzflosse Man z'ahlt an ihr 6—7 starke ungetheilte Flossenstralilen, die an ihren beidenR'andern mit gegen das freie Ende bin gerichteten dornigen Spitzen besetzt sind Die vordersten zwei sind in einer Lange von 2*4 Zoll erbalten Die Flossenbasis ist sebr kurz Man erkennt iiberdies noch den ersten Flossentr'ager, der sebr gross ist Er stellt eine

06 Zoll breite und, trotzdem dass er an seinem untercn Ende nicht vollkommen erhalten ist,

1 Zoll lange Platte dar, die sebr scbrag vorwarts gericbtet ist und mebrere ausstraldende seicbte Furcben tr'agt

Die hintere Riickenflosse liegt 2-7 Zoll hinter dem hinteren Rande der vorderen, beinabe

4 Zoll vor dem Anfange der Schwanzflosse Dir vorderer Rand befmdet sich etwa 3 Zoll vor der Analflosse Von ihr ist nur die, wie es seheint, beschuppt gewesene Basis erhalten, unter welcher man den Rand des ebenfalls grossen ersten Flossentragers hervorragen siebt In einiger Entfernung iiber und unter derselben sieht man im Gesteine die zerstreuten diinnen Enden einiger Flossenstralilen, die sich deutlieh und gedr'angt quergegliedert zeigen

Die Analflosse ist sebr weit nach riickw'arts geruckt; sie liegt nicht vicl iiber 1 Zoll vor dem Anfange der Schwanzflosse, 4-5 Zoll hinter den Baucliflossen Ihre Basis ist nicht sicht- bar, wohl aber ihr woitercr Verlauf Man zab.lt daran 15 sebr diinne Strahlen, die gegen das Ende hin ebenfalls sebr fein quergegliedert sind In geringer Entfernung vom Ende derFlosse liegt eine ganze Gruppe soldier kleiner losgeloster Strahlenglieder

Die grosste und mcrkwiirdigste aller Flossen ist die Schwanzflosse Wenn sie audi an

Lange und Ilohe hinter jener des M Mantelli (Agassiz, 1 c Taf 65a, Fig 1) zuriicksteht,

besitzt sie doch immer noch eine bedeutende Ausdehnung Ihre Lange betr'agt an dem vorlie- genden Exemplare 4'5 Zoll; sie seheint aber noch bedeutender gewesen zu sein, da die quer- gogliederten Enden der Flossenstralilen noch fehlen In der Ilohe misst sie 4-1 Zoll, also eben

so viel als die grosste Hohc des Rumpfes Ihre Gestalt ist facherformig und wahrscheinlich war sie am Ende zugerundct Der obere und untere Lappen, die in den Contouren durch keinen Einschnitt angedeutet werden, sind gleich Sie ist daher vollkommen homocerk Auch ist die Wirbols'aule an ihrem Ende nicht aufwarts gcbog-cn und verlangcrt sich nicht in den oberen Schwanzlappen Die Flossenstralilen sitzen beinabe in ganz gleicher Zahl, Gro'sse und Form

am oberen und unteren Rande des vollkommen mittelstandie-en Endes der Wirbels'aule Man z'ahlt ihrer jederseits beilaufig 20—21 1'angere, vor denen noch 4—5 kiirzere sitzen, so dass jeder Schwanzlappen 26 umfasst Sie sind stark, an beiden Random gleich jenen dor ersten Riickenflosse mit scbrag riickwarts gerichteten Dornen besetzt und ungetheilt Gegen das freie Ende hin waren sie aber ebenfalls gegliedert, denn an einer Stelle sieht man neben dem iiinterrande der Flosse noch cine Menge soldier isolirter Querglieder im Gestein abgedriickt

Auch die eigenthiimliche Befestigungsart der Flossenstralilen, die Agassiz anMacropoma

Mantelli beobacbtete, ist an unserer Species, wenn audi nicht deutlieh ausgesprochen, doch

angedeutet Der sichtbaro Theil der Strahlen stiitzt sich n'amlich auf cinen davon gesonderten kiirzeren Knocbenstab (Interapopbysalknocben) und dieser erst wird von dem Dornfortsatze der Caudalwirbel getragen Es stebt daher der bei weitem grosste Theil der Schwanzwirbel

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mit Flossenstrahlen in Verbindung, wodurch sieli auch der grosse Umfang der Schwanzflosse erklart Ilir vorderer Theil ist in grosser Ausdehnung mit Sehuppen bedeckt, so dass an dem vorliegenden Exemplare nur etwa 0-8 Zoll der Flossenstrahlen davon frei bleiben Der besehuppte Flossentheil bildet eine dreieckige Flache mit riickwarts gewendeter Spitze, wie

wir dies auch bei dem lebenden Polypterus sehen

Sehr auffallend ist noeh der Umstand, den man wenn auch nicht scharf zu erkennen vermag, dass die Wirbelsaule, sich verdiinnend, bis fast an das Ende der Schwanzflosse fort-

setzt Es erinnert dies einigermassen an das, was Agassiz besonders bei Coelacantlius hervor- hebt Es wiirde sich daraus ein neuer Grund ergeben, Macropoma den Coelacanthen anzureihen

Der gauze Korper ist dicht mit verh'altnissm'assig grossen Sehuppen bedeckt, welche selbst die Basis der Flossen iiberziehen und sich besonders weit auf die Schwanzflosse hinaus erstrecken, wie schon oben erw'ahnt wurde Die Anordnung der Sehuppen ist ganz analog jener der cycloiden und ctenoiden Knoehenfisclie; in der Gestalt stimmen sie mit jenen des

Macropoma Mantelli iiberein, indem ihr freier Theil einen gerundet-rhomboidalenUmriss besitzt

Auch ist derselbe mit cylindrischen oder vielmehr kolbenformigen Plervorragungen bedeckt gewesen, deren Zahl und Anordnung aber bei unserer Species eine etwas versehiedene ist

In den vorderen zwei Drittheilen zeigt das vorliegende Exemplar von M speciosum nur

die abgeriebene Aussenflache der Sehuppen an der Vorderseite des Korpers; das hintere Drittheil nebst der After- und Schwanzflosse stellt dagegen den Abdruck der Hinterseite des Fisches dar Man nimmt daher daran auch nur den ausseren Abdruck der Sehuppen dieser Seite mit alien ihren Sculpturverhaltnissen wahr Wahrend nach der Abbildung der Sehuppen der Bauchgegend bei Agassiz (1 c T 65 6, Fig 4) in der Mitte einer jeden eine Reihe von 5—7 fast cylindrischen Tuberkeln, die nach hinten an Grosse abnehmen, und daneben jeder- seits 6 — 7 Reihen kleinerer und diinnerer Tuberkeln von derselben Form vorhanden waren,

welche von der Mittellinie aus schwach divergiren und gegen die Seite der Schuppe allmahlich

an Grosse abnehmen; tragt jede Schuppe von Macr speciosum in der Mittellinie eine Reihe von

nur 3—4 solchen cylindrischen Fortsatzen und daneben 4—5 Reihen diinnerer und kleinerer, mit der Mittellinie fast paralleler, die gegen die Seitenrander hin ebenfalls kleiner werden Es Ware jedoch moglich, dass die Zahl der seitliehen Reihen grosser ware, dass aber die nach aussen gelegenen kleineren in dem Gesteine keinen Abdruck hinterlassen batten

An den vorderen zwei Drittheilen des Fisches kann man sehr deutlich die Seitenlinie verfolgen Sie steigt als eine sehr schwach gebogene Linie in etwas schrager Richtung vom

Hinterhaupte gegen die Mittellinie desllintertheiles des Korpers herab Ihre Sehuppen scheinen

keine von den iibrigen versehiedene Gestalt zu besitzen Ob ihre Sculpturverhaltnisse abwei- ehend waren, lasst sich nicht entscheiden, da sie abgerieben sind und keine Spur derselben wahrnehmen lassen Sehr deutlich ist aber auf jeder Schuppe der Canal zu erkennen, der von bedeutendem Durchmesser gewesen sein muss und sich gegen das Hinterende der Schuppe

etwas verbreitert Die Verschiedenheit der Sehuppen, wie Agassiz dieselbe bei M Mantelli

fur versehiedene Korperregionen nachweist, konnte ich nicht wahrnehmen; es scheint bei unserer Species vielmehr darin eine ziemliche Gleichformigkeit zu herrsehen

In der unteren Halfte des Korpers, beginnend bald hinter der Kiemenhohle und

in der Lange von fast 7 Zoll nach hinten bis in die Gegend der Afterflosse entblosst, erkennt man ein unregelmassig walziges, schlauchformiges Organ, das ausserlich mit vielen seiehten, regellosen Eindriicken versehen erscheint Es stimmt ganz mit dem an manchen

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Exemplaren von M Mantetti durch Agassiz abgebildeten uberein und diirfte wohl, da bei Agassiz (1 c T 65 c, Fig 1 und T 65 d, Fig 1) die noch innerhalb der Leibeshohle befind-

liclien Koprolithen gerade dieselbe Lage haben, fiir den hinteren Tbeil des Darmeanals gehalten werden konnen Man glaubt stellenweise von aussen sogar eine sehr seichte, schrag- veriaufende Spiralfurcbe — vielleicht von der inneren Spiralklappe berriihrend — zu erkennen

Zwischen dem eben gescbildertenFiscbe und dem von Agassiz bescbriebenen und abge-

bildeten Macropoma Mantetti findet eine so auffallende Ubereinstimmung Statt, dass es keinem Zweifel unterliegen kann, derselbe miisse ebenfalls der Gattung Macropoma beigesellt werden

Wir finden dieselbe Gestaltung des Korpers und des Kopfes, dieselbe Form der vorderen und hinteren Stirnbeine, dieselbe grosse Entwickelung des Kiemendeckels und des vorderen Infra- orbitalknocbens; ferner die grosste Ubereinstimmung in der Zahl, Stellung und dem Baue der Flossen Die Flossenstrahlen sind wie dort cinfaeh, an den Bandern durch dornige Zahne gesagt Die Schwanzflosse ist ebenfalls f acherformig, vollkommen homocerk, mit weit nach riickwarts reichender Beschuppung, und ihre Strahlen scheinen auf ganz analoge Weise durch Interapophysalknochelchen getragen zu werden Endlich zeigen auch die Schuppen eine ganz ahnliche Sculptur auf ihrer emaillirten Oberflachc

Trotz dieser grossen Ubereinstimmung finden doch zwischen beiden Fischen nicht uner- heblicheVerschiedenheiten Statt Dieselben beziehen sich zuerst auf die Gesammtphysiognomie Unser Fossilrest gehort offenbar einem Fische von schlankerer, weniger robuster und plumper Gestalt an Der Kopf und die Schwanzflosse sind im Verhaltnisse zur Lange und Hohe des ganzen Korpers kleiner Es ergibt sich dies am besten aus der Vergleichung der relativen Maasse]):

Macropoma Mantelli Macropoma speciosum

W'ahrend der Kopf so wie die Schwanzflosse bei M Mantetti 0262 der ganzen Korper- liinge ausmacht, bildet der Kopf bei M speciosum nur 0-242, die Schwanzflosse nur 0-236

derselben, welche Zahl aber bei vollstandiger Erhaltung der Enden der Flossenstrahlen noch eine Anderung erleiden diirfte

Ausserdem waltet der erste Infraorbitalknochen in seiner Entwickelung bei unserer

Species noch mehr vor als bei M Mantetti, so wie auch die Sculpturverhaltnisse der Schuppen

beider nicht unwesentliche, oben n'aher bezeichnete TJnterschiede darbieten Auch in der Con- formation der ubrigen Knochen, so wie in der Zahl der Flossenstrahlen diirften sich bei voll- standigerer Erhaltung dieser Theile noch weitere specifische Differenzen ergeben Ich glaube daher den bohmischen Fisch mit vollcm Bechto ftir eine besondere Species der Gattung

Macropoma ansehen zu diirfen, die ich mit dem Namen M speciosum belege

') Jene des M speciosum sind dem Originalexeraplare, jene des M Mantelli, von dem nirgend Mcssungen angefiilirt werden, der Abbildung bei Agassiz 1 e II, T 65 a, Fig 1 entnommen

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In wie weit dieselbe mit dem von Agassiz nur namentlich angefiihrten M Egertoni aus

dem Gault von Folkstone (Agassiz 1 c II, p 174) iibereinkomme oder sich davon unter- scheide, muss daliin gestellt bleiben, da Agassiz von dieser Art niclits anfuhrt, als dass sie gleichmassiger gebildete Schuppen besitze und sich iiberdies durcli specielle Abweichungen in

der Bildung der einzelnen Theile des Kopfskeletes von M Mantelli untersclieide Seitdem hat

dariiber niclits Weiteres verlautet

II Elopopsis Heckeli Rss

Heckel hat in der zweiten Abtheilung seiner Beitrage zur Kenntniss der fossilen Fische Osterreichs (Denkschriften der kais Akademie der Wissensch Bd XI, p 250 ff.) ein neues Genus v Elopopsis li aus der Gruppe derElopiden in der Familie der Clupeaceen aufgestellt, das

sich durch eine Beihe starker spitzkonischer Z'ahne in den Kiefern und einen starken unge-

dieilten Strahl in den Brustflossen von Flops unterscheidet Er beschreibt drei Arten: E.Fenzlii (1 c Taf 13, Fig 1), E dentex (1 c Taf 13, Fig 2), und E microdon Heck (l.c.Taf 14), die

sammtlich aus den der Ivreideformation angehorigen schwarzen Kalkschiefern von Comen im Ivarsto-ebiro-e stammen

In der Sammlung des hiesigen Museums befindet sich ein Bruchstiick eines grossen Fisches, welches 1854 im Planer des weissen Berges bei Prag gefunden und von dem Herrn Hofrathe v Sacher-Mas och dem Museum geschenkt wurde Es besteht nur aus demKopfe,

an dem nur noch ein sehr kleiner Theil des Pumpfes sitzt In geringer Entfernung hinter der Brustflosse ist das Fossil quer abgebrochen Da die zur Charakterisirung des fossilen Fisches wicntbehrlichsten Theile, die Flossen, fehlen, kann die Bestimmung immer nur sehr unsicher sein Der Bau des Kopfcs ist aber ein so ausgezeichneter und in dieser Beziehung die Uber-

einstimmung mit der Gattung Elopopsis so gross, dass es sehr wahrscheinlich sein diirfte, dass

unser Fisch ebenfalls dieser Gattung angehb're, wenn er auch die bisher bekannt gewordenen Arten sehr bcdeutend an Gro'sse iibertrifft Mem verehrter Freund Fleck el, dem ich die Abbildung des Fossilrestes zur Beurtheilung vorlegte, schliesst sich derselben Ansicht an Sie tindet auch darin eine Stiitze, dass derselbe ebenfalls aus der Kreideformation stammt, gleich

den von Iieckel beschriebenen Arten Die Gattung Elopopsis ist daher bisher auf die Kreide-

gcbilde beschrankt und sclieint fiir dieselben charakteristisch zu sein

Die vorerwahntetjbereinstimmung wird sich aus der nachfolgendenBeschreibungergeben Nach dem vorliegenden fossilen Exemplare zu urtheilen, muss der in Pede stehende fossile Fisch einen starken, von den Seiten zusammengedriickten, vorne zugespitzten Korper von hechtartiger Gestalt gehabt haben Wenn man das gewohnliche Grossenverhaltniss des Pvopfes zum ganzen Korper auch hier in Amvendung bringt, muss letzterer beilaufig 25 Zoll

m der Lange gemessen haben Unsere Species war daher jedenfalls einer der grossten bis jetzt bekannten Knochenfische der Kreide

Das ganze fossile Fragment ist 10-5 Zoll lang, wovon G-4 Zoll auf den Kopf, von der Schnauzenspitze bis zum Hinterrande des Kiemendeckels, kommen Der Kopf ist fast gerad- bnig-dreiseitig, vorne zugespitzt Diellohe am hinterenPandebetragt 5*2 Zoll, also etwas mehr als V4 seiner Lange, und eben so viel von der Hblie des Pumpfes hinter derBrustflosse — am hmteren Ende des ganzen Fossilrestes Der Kopf sclieint daher im Verlialtnisse zum Pumpfe

kleiner gewesen zu sein als bei E Fenzli und E dentex Fleck Die Stirngegend steigt beinahe

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in gerader Linie an und bildet mit dem vorderen Ende des Unterkiefers einen spitzen Winkel Die verhaltnissmassig grosse Augenhohle, deren Grenzen nicht naeh alien Seiten wahrnehm- bar sind, liegt sehr hocli und ist mit ihrem Vorderrande beil'aufig 2*5 Zoll von dem Mund- ende cntfernt

Die grosseMundspalte misst 3*5 Zoll in der Lange und reicht bis hinter die Augenhohle Der obere Mundrand wird nach hinten von dem ziemlich starken und 2-2 Zoll langen Oberkiefer, nach vorne von dem stark entwiekclten Zwischenkiefer gebildet Beide tragen Z'ahne Der Unterkiefer ist 4-1 Zoll lang und stark In dem vorliegenden Fossilreste ist seine aussere Schiclite weggebrocben Unterlialb seines Unterrandes liegt, durch Yerschiebung — Umschlagen nach aussen — sichtbar geworden, ein 1*9 Zoll langes vorderes Bruchstiick des unpaaren

Unterzungenknochens, der sich bei alien Elopiden fmdet Noch tiefer und weiter im Hinter-

grunde sieht man noch Bruchstiicke des Unterkiefers der anderen Seite Beide Mundr'ander sind mit einer ununterbrochenen Reihe starker, schwach gebogener, kegelformiger Zahne besetzt Sie nehmen nach hintcn allm'ahlich an Grosse zu Die grossten erreichen eine Lange von 0-2 Zoll Alle sind an der Basis ctwas angeschwollen und verschmalern sich ziemlich raseh zur etwas riickw'arts gekrummten Spitze Die Z'ahne des Zwischenkiefers scheinen grosser zu sein als die vordersten des Oberkiefers

Von den Unteraugenhohlenknochen sind nur am hinteren unteren Orbitalrande einige Bruchstiicke, die drei gesonderten Knochenstiicken anzugehoren scheinen, sichtbar Die iibrigen Theile derselben sind nicht sichtbar, da dort die Hautknochenwand des Sch'adels fast g'anzlich weggebrochen ist Dadurch sind die tiefer liegenden Knochen der Quadratbeingruppe und zum Theile der Gaumenbeingruppe blossgelegt Aber auch sie sind nicht in ihrer Substanz,

sondern nur im Abdrucke erhalten Man bemerkt zuerst das Schl'afenbein (temporale Cuv.J

Es stellt sich dies als ein fast 2-2 Zoll langes, oben mit dem Sch'adel verbundenes grosses Knoclienstiick dar, im oberen Theile breit dreieckig, im unteren sich zu einem vom hinteren Winkel dieses Dreieckes abgehenden schmalen, schwach gebogenen Fortsatze verlangernd, (lessen innerer Rand sich mit dem Fliigelbeine verbindet Nach unten bin bemerkt man das sich mit dem hinteren Ende des Unterkiefers verbindende Quadratbein als eine grosse, fast vierseitige Knochenplatte, deren Begrenzung aber nicht scharf zu unterscheiden ist Das beide

verbindende os syrnplecticum 1'asst sich an dem Fossilreste nicht mit Sicherheit erkennen

Von vorne schiebt sich in den Ausschnitt des unteren schmalen Theiles des Tempo7-ale

das sich deutlich als vierseitige Platte darstellende Fliigelbein hinein Von dem Gaumenbeine sind noch weiter nach vorne nur Bruchstiicke sichtbar Das Ubrige ist durch die oberflach- licheren Knochen dem Anblicke entzogen Die Oberfl'ache der eben bezeiclmeten Knochen- theile zcigt ausser einigen starken unregelm'assigen Hockern am obersten Tlieile des Schlafen- beines und sehr seichten und schmalen regellosen Furchen nichts Bemerkenswerthes

Der Vordeckel ist schmal, vorne mit einer schmalen erhabenen Leiste eingefasst und im unteren Theile unter einem sehr stumpfen Winkel nach vorne gebogen Unter ihm sieht man

im Abdrucke einenThcil der zahlreichen Kiemenhautstrahlen Man kann ihrer noch 9 z'ahlen: von den untersten sind jedoch nur kleine Bruchstiicke erhalten

Der Kiemendeckel ist ebenfalls nur im Abdrucke vorhanden Er ist sehr gross, vorne mit fast geradem Rande, hinten einen weiten Bogen bildend Seine grb'sste Breite betr'agt 2*2 Zoll, die Ilbhe iiber 3 Zoll; jedoch lassen diese Dimensionen sich nur sehr ann'ahernd bestimmen da die diinnen R'ander nicht scharf begrenzt sind, sondern allmahlich indie

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Neue Fisclireste aus dem bolimisclien Planer 41 Umgebung verfliessen Die Oberflache des Abdruekes zeigt stellenweise undeutliche radiale Linien Die Abgrenzung gegen den, wie es scheint, ebenfalls grossen vierseitigen Unterdeekel ist sehr vcrwischt

Von dem anschcinend breiten Schultergtirtel sind nur nicht n'aher bestimmbare Theile des Abdruekes wahrzunehmen Die Brustflosse ist quer abgebrochen AVobl erkennt man aber ihre Ansatzstelle und die einzelnen Strablen haben Vertiefungen hinterlassen Aus diesen kann man schliessen, dass hinter einem grossen dicken Strabl noch 16—17 kleinere gesessen sein mogen Yon den iibrigen Flossen ist, da der mittlere und bintere Tbeil des Rumpfes ganz fehlt, keine Spur erlialten Auf dem Querbruelie am binteren Ende unseresFossilrestes nimmt man endlicb die Bruehstiicke einiger AVirbel wabr Sie deuten auf eine kraftige Wirbelsaule denn sie besitzen bei ciner L'ange von 0-4 Zoll eine Hohe von 05 Zoll

Yon den Seliuppen nimmt man nur die fragmentaren Abdriieke wabr Der bintere freie Rand derselben ist nirgends erbalten Es lasst sicb daher ilire Gestalt — die aber offenbar eine eycloide war — und ilire L'ange nicht genau bestimmen Die Breite der grossten betragt dagegen 0-42 Zoll Die Seliuppen am oberen Tbeile des Kb'rpers, besonders der Mittellinie zunaebst, mussten vie! grosser gewesen sein als jene der Bauchseite, deren Breite 0-25 Zoll nicht iibersteigt

So fragment'ar der eben gegebenen Beschreibung gemass audi der Erbaltungszustand des

in Rede stehenden Fiscbes ist, so liegen doeh Griindc genug vor, welcbe dictlbereinstimmung

mit der von Heck el neu aufgestellten Gattung Flnpopsis sebr wabrscbeinlich machen Unter

denselben muss icb besonders hervorlieben: die spitze, dreieckige Gestalt des verbaltniss- m'assig grossen Kopfes, die grosse Mundspalte, die Zusannncnsetzung des oberen Mundrandes aus Zwischenkiefer und Oberkiefer, das starkeGebiss, das nur auf die Kieferrander beschr'ankt ist, dasVorliandensein eines unpaarigenUnterzungenknocbens, die zalilreiclienKiemenstralilen die bedeutende Grosse desKiemendeckels, die stralilenreiclien Brustfiossen, deren erster Strabl sicb durch besondere Starke hcrvortbut u s w Die Entdeckung vollstandigerer Exemplare mit wohlerlialteiien Flossen diirfte in der Folge die dem fossilen Fische voiTaufig angewiesene Stellung wobl best'atigen Die specifischen Unterschiede desselben von den durch Heck el aufgestellten drei Arten sind so bedeutend und in die Augen fallend, dass eine n'ahere Ausein- andersetzung derselben vollkommen unnothig ware Schon die so auffallende Grosse wiirde allein zur Unterscheidung hinreichen Ich glaubte dieser Species keinen passenderen Namen

beilegen zu konnen, als jenen meines verehrten Freundes, des Begriinders der Gattung Elo-

popsis, durch welche die Fauna der Kreideformation eine so interessante Bereicherung erfahrt

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42 A E Reuss Neue Fischreste cms dent bohmischen Via zner

ERKLARUNG DEE TAFELN )

TAFEL I

Pig 1 Maeropoma specioium lisp, in naturlicher Orosse

TAFEL II

Fig 1 Iter Kopf von Maeropoma speciomm nur in seinen Oontouren dargestellt, tait Bezeiohnung der einzelnen Knochen

„ 2 Die Abdriickc einiger Schuppen voin Hintertheile des Korpers vergrossert

„ 8 Bin Stiick der Oberflache des Unteraugenhohlenknochens vergrossert

TAFEL III

Elopopsts Ilt'ckoli Ivss in natitrlicher Grosse

l ) tch verdanke die Abbildungen der Gute des Herrn Phil Dr Julius Sachs

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Ngày đăng: 04/11/2018, 17:40

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