1. Trang chủ
  2. » Ngoại Ngữ

Mitt. Zool. Ges. Braunau, Austria Vol 7-0241-0258

16 40 0

Đang tải... (xem toàn văn)

Tài liệu hạn chế xem trước, để xem đầy đủ mời bạn chọn Tải xuống

THÔNG TIN TÀI LIỆU

Thông tin cơ bản

Định dạng
Số trang 16
Dung lượng 1,53 MB

Các công cụ chuyển đổi và chỉnh sửa cho tài liệu này

Nội dung

Es sind vor allem die 4112 Farbzeichnungen, die dieses Buch für viele Ornithologen unverzichtbar machen.. Er zeichnet sich vor allem durch die große Zahl 850 von beschrie-benen Arten aus

Trang 1

MITT.ZOOLGES.BRAUNAU Bd 7 Nr 3: 241 - 2 5 8 Braunau a.L, Dezember 1999 ISSN 0250-3603

Buchbesprechungen

SVENSSON L, P J GRANT K MULLARNEY & D ZETTERSTRÖM (1999):

Der neue Kosmos-Vogelführer

Alle Arten Europas, Nordafrikas und Vorderasiens

Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart, 400 Seiten, gebunden, 4112 Farbzeichnun-gen, 541 Verbreitungskarten, 13,5 x 20 cm, DM 49.90

ISBN 3-440-07720-9

Noch ein Vogelführer zu den

vie-len ähnlichen Publikationen am

Markt? Oder ist es diesmal doch

d e r Vogelführer geworden?

Das Resümee sei

vorwegge-nommen: Der neue "SVENSSON" (SO

wird er wohl unter Ornithologen

abgekürzt heißen) ist wahrscheinlich

das beste Bestimmungsbuch für die

Feldarbeit, das derzeit für Europas

Vögel verfügbar ist Die viele Jahre

dauernde Vorbereitungsarbeit

durch die Autoren hat sich also für

die Benutzer und -innen gelohnt

Was unterscheidet den SVENSSON

nun von den anderen

Vogelfüh-rern? Es sind vor allem die 4112

Farbzeichnungen, die dieses Buch

für viele Ornithologen unverzichtbar

machen Bei vielen Arten werden

mehrere Alterskleider, Farbvarianten

und Unterarten gezeigt Mitunter

sehr kleine Bilder simulieren die

häu-fig gegebene

Beobachtungssituati-on im Freiland und richten die

Auf-merksamkeit auf die wesentlichen

Bestimmungsmerkmale, die durch

besondere Hinweise in den

Farbta-feln noch hervorgehoben werden

Sehr ausführlich sind diese

besonde-ren Hinweise bei kompliziertebesonde-ren Arten und Artengruppen, wie etwa bei den Bussarden und bei den Möwen

Aber nicht nur das Bildmaterial macht die Besonderheit dieses Vo-gelführers aus, auch die Arttexte sind ausführlicher als bei vergleich-baren Bestimmungsbüchern Kleine Fehler und Mängel können die Freude an dem Buch nicht wirklich schmälern, seien aber angeführt Einige Bildtafeln vermitteln nicht ganz realistische Farben, wobei die

"Schuld" wohl bei der Druckerei liegt und es anscheinend Unterschiede zwischen einzelnen Druckexempla-ren gibt Bei dem rezensierten Ex-emplarist die Eulenseite (213) etwas

zu kräftig gelb geraten Einige Druckfehler (S 215 Festwüste, S 249, 307) entgingen dem sonst scharfen Auge des Lektorats Sachlich stö-rend sind die Samtenten, die auf S

63 zu Trauerenten wurden und die 'Tauchefente auf S 64 Vielleicht können diese kleinen Fehler in Zu-kunft durch ein Beilageblatt bzw bei Neuauflagen korrigiert werden Positiv vermerkt sei der Anhang mit

Trang 2

den Abschnitten "Sehr seltene

Aus-nahmeerscheinungen", "Extreme

Seltenheiten" sowie "Eingeführte

Brutvögel und

Gefangenschafts-flüchtlinge" Dies ermöglicht eine

Einordnung beobachteter

"Beson-derheiten" nach dem Kenntnisstand

von 1998 Ein Register mit den

deut-schen und wissenschaftlichen

Art-namen ergänzt den Band Das

Lite-raturverzeichnis beschränkt sich auf

einige wenige Titel von

Standard-werken und Büchern, die bei der

Bestimmung schwer unterscheidba-rer Gruppen helfen

Der neue Kosmos-Vogelführer von SVENSSON kann uneingeschränkt empfohlen werden, wenn ein erstes ausführliches Bestimmungsbuch ge-sucht wird Er wird aber auch für die

"Fortgeschrittenen" unentbehrlich sein, da er viel Neues gegenüber bisher erhältlichen Feldführern die-ser Art bietet

H REICHHOLF-RIEHM

BEAMAN, M & S MADGE (1998):

Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis

Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 868 Seiten, ca 4300 Abb., 600 Verbreitungskar-ten, gebunden, 17,5 x 25 cm, DM 198,-/ ATS 1445,-

ISBN 3-8001-3471-3 ,

Faltprospekt und

Presseinformati-on beschreiben das Handbuch als

Feldführer und als geeignet auch für

den Anfänger Beides ist eher

anzu-zweifeln

Als Bestimmungsbuch im Freiland

ist der Band zu groß und vor allem zu

schwer Anfänger werden durch die

Fülle an Informationen sicher

über-fordert sein

Die Zielgruppe für den

BEAMAN-MADGE werden vielmehr schon

fort-geschrittene Ornithologen sein, die

das neue Handbuch als Ergänzung

zu sonstiger Besfimmungsliterafur

verwenden Besonders zum

Nach-besfimmen zu Hause bei

problema-tischen oder sehr seltenen Arten ist

der Band bestens geeignet

Er zeichnet sich vor allem durch

die große Zahl (850) von

beschrie-benen Arten aus und liefert damit

auch Beschreibungen von

extre-men Seltenheiten und Irrgäsfen die

in den anderen

Bestimmungsbü-chern für Europa nicht dargestellt

sind Es wurden alle in der

Westpa-läarktis bisher festgestellten Vogelar-ten berücksichtigt Die Einführung des Bandes ist sehr knapp gehalfen, wobei besonders der Abschnitt über Mauser und Gefiederterminologie positiv hervorzuheben ist Den Art-texten vorangestellt sind kurze In-formationen über die Familien mit Darstellung der Lebensräume und der grundsätzlichen Bestimmungs-merkmale Die Beschreibungen der Arten sind etwas ausführlicher ge-halten als bei den üblichen Bestim-mungsbüchern und umfassen je-weils die Kapitel Bestimmung, Klei-der Stimme Status / Lebensraum sowie (in Problemfällen) Taxonomie, Geographische Variation und Hy-briden Die Darstellung befindet sich weifgehend auf dem lefztverfügba-ren Stand der Forschung Bemer-kenswert sind die großen Verbrei-tungskarfen Positiv zu vermerken ist dass neben den deutschen und wissenschaftlichen auch die engli-schen Artnamen angeführt werden Leider gibt auch dieses

Trang 3

Bestim-mungsbuch keinerlei Hinweis auf

Zugzeiten, die bei unklaren

Beob-achtungen doch sehr hilfreich sein

könnten Viel Aufmerksamkeit

wur-de wur-den Bestimmungsmerkmalen

komplizierter Arten oder Gruppen

gewidmet, wenn auch die

Abbil-dungen (etwa bei den Möwen)

nicht immer den letzten Stand der

Erkenntnisse wiedergeben Dabei

handelt es sich jedoch um

Einzelfäl-le, für die ohnehin aktuelle

Spezialli-teratur erforderlich ist Im

Allgemei-nen ist die Bebilderung sehr

zufrie-denstellend, vor allem die Größe

der Abbildungen unterscheidet das Buch wohltuend von sonst üblichen

"Briefmarken"-Bildchen, allerdings ist die Druckqualität nicht durchwegs optimal, Mängel wie etwa fehlende Beschriftungen wurden durch ein Beilageblatt korrigiert

Wenn auch nicht direkt für die Feldbestimmung geeignet, wird das Handbuch der Vogelbestimmung für viele ernsthafte Ornithologen ein unverzichtbares Nachschlagewerk sein

H REICHHOLF-RIEHM

BRANDENBURG, J (1998):

white wolf

Der weiße Wolf - eine arktische Legende

Tecklenborg Verlag, Steinfurt, 160 Seiten, 175 Abb gebunden, 31,5 x 24 cm,

DM 88,- / ATS

642,-ISBN 3-924044-39-2

Zehn Jahre nach der

amerikani-schen Originalausgabe erschien

dieser wegen seiner faszinierenden

Bilder und wegen seiner

eindrucks-vollen Geschichte schon legendäre

Band über die weißen Wölfe von

Ellesmere Island endlich auch in

deutscher Sprache

Der vielfach ausgezeichnete

Na-turfotograf Jim Brandenburg

beglei-tete mehrere Monate lang ein

Ru-del dieser bis dahin niemals aus

sol-cher Nähe beobachteten Wölfe

durch die lebensfeindliche Umwelt

der hocharktischen Insel Er wurde

gleichsam zum Mitglied des Rudels

und erzählt in einfühlsamen Worten

und poetischen Bildern von den

Be-ziehungen der Tiere, von der Jagd,

von den Spielen der weißen Wölfe,

aber auch von der grandiosen

Landschaft und von anderen Tierar-ten wie Schneehasen, Karibus, Eis-bären und Moschusochsen Der Au-tor bemüht sich, Verständnis für eine Tierart zu wecken, die wie kaum eine andere aufgrund von Vorurtei-len verteufelt und verfolgt wurde Ohne zu vermenschlichen, bringt er dem Leser das Sozialverhalten die-ser faszinierenden Raubtiere nahe Ein Buch zum Blättern, Lesen, Genießen und vor allem auch ein Buch zum Nachdenken - zum Nachdenken über uns und unsere Beziehung zur Natur und zu den Wildtieren Vielleicht (und hoffent-lich) ist es auch ein Buch, das zum Schutz der wenigen verbliebenen Wölfe beiträgt!

U.B WIESINGER

Trang 4

SCHMID H., R LUDER, B NAEF-DÄENZER, R GRAF & N ZBINDEN (1998):

Schweizer Brutvogelatlas Verbreitung der Brutvögel in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein 1993 -1996 Atlas des oiseaux nicheurs de Suisse.

Schweizerische Vogelwarte Sempach, 574 Seiten, zahlr Abb., Verbreitungs-karten und Tab., Hardcover, 24 x 32,5 cm SFR 98,-

ISBN3-9521064-5-3

Herausgeber von regionalen

Brut-vogelatlanten stehen vor einer

grundsätzlichen Entscheidung: An

wen wollen sie sich mit der

Publika-tion wenden? Richtet sich der Atlas

ausschließlich an ein Fachpublikum,

dem möglichst genaue

Verbrei-tungsangaben und sonstige

wissen-schaftliche Informationen zu bieten

sind - dann bleibt die Auflage sehr

klein; eine Finanzierung ist schwierig

Will man dagegen ein breiteres

Publikum ansprechen, so ist sehr viel

mehr Aufwand bei der Gestaltung,

beim Layout und vor allem auch

beim Bildmaterial erforderlich

In-haltlich wird man in diesem Fall

Kompromisse eingehen müssen,

mehr und allgemeinere

Informatio-nen über die beschriebeInformatio-nen Arten

sind erforderlich, da man von einem

geringeren Wissenstand der Leser

und Leserinnen ausgehen muss

Der neue Brutvogelatlas der

Schweiz präsentiert eine der

auf-wendigsten Lösungen dieses

Di-lemmas Er vereint umfangreiche

fachliche Informationen mit einer

sehr attraktiven Gestaltung Ein

ausführlicher Einleitungsteil

beschäf-tigt sich mit den verschiedenen

Le-bensräumen der Schweiz und

Liech-tensteins sowie mit den

Verände-rungen in der Kulturlandschaft seit

etwa 1950 Dabei werden die

viel-fältigen menschlichen Eingriffe

dis-kutiert, die auf Bestände von

Vo-gelarten wirken können In einem

weiteren Abschnitt werden

Metho-den und Organisation der

Brutvo-gelkartierung beschrieben sowie die

Ergebnisse zusammengefasst

darge-stellt

Der Darstellung liegt eine halb-quantitative Erhebung zugrunde,

um zumindest ansatzweise Sied-lungsdichten angeben zu können Dabei wurden drei Kategorien von Vogelarten unterschieden: "Verbrei-tete Arten", "Koloniebrüter" (aller-dings nur die selteneren Koloniebrü-terarten) und "Seltene Arten" Bei den drei Kategorien wurden unter-schiedliche Methoden von Auswer-tungen und Darstellungen realisiert Der eigentliche Atlasteil widmet je-der Art eine (großformatige) Dop-pelseite mit folgenden Elementen: Dichtekarte für verbreitete Arten, Punktkarte bei seltenen Arten und Koloniebrütern,

Vergleichskarte der Verbreitung beim ersten schweizer Brutvogelat-las 1972-76 verglichen mit der Kar-tierung 1993-96,

Statistik der besetzten

Atlasquadra-te beider Kartierungen, Karte der Atlasfrequenzen für die zehn Regionen der Schweiz, bei den meisten Arten Höhenvertei-lung,

Arttext mit Beschreibung der Ver-breitung weltweit und in Europa, Foto der Art (Angemerkt sei, dass hier auch Nest- bzw Horstfotos verwendet wurden, auf die man aus Schutzgründen eher verzichten sollte)

Der Text des Atlas ist durchgängig Deutsch - Französisch mit Zusam-menfassungen in italienischer und englischer Sprache Der Artenindex ist zusätzlich auch in Rätoromanisch und mit den wissenschaftlichen Be-zeichnungen versehen

Trang 5

Der Anhang beschreibt die

Situa-tion von Arten, die außerhalb der

Schweiz und Liechtensteins, aber

innerhalb des Atlasperimeters

brüte-ten sowie Arbrüte-ten, die sich

"nieder-ließen", für die aber der

Brutnach-weis nicht erbracht werden konnte,

Gefangenschaftsflüchtlinge, die in

der Schweiz brüteten und schließlich

Arten, die seit 1977 mindestens

ein-mal, nicht jedoch in der

Kartie-rungsperiode brüteten

Eine umfangreiche Bibliographie

sowie der sechssprachige Index

er-gänzen den Atlas

Der schwergewichtige Band

vermittelt demnach einen

umfas-senden Überblick über die

Brutvo-gelsituation in der Schweiz sowie

über deren Veränderungen in den letzten Jahrzehnten Er geht in seiner Benützbarkeit weit über das Erschei-nungsland selbst hinaus und kann vor allem in seinen Textteilen vielen interessierten Omithologen in Mittel-europa als Nachschlagewerk die-nen Die komplexe Darstellung der Karten und Statistiken wendet sich eher an die Experten und sollte Kon-sequenzen in der regionalen Natur-schutzarbeit haben Die Finanzie-rung des aufwendigen Werkes er-folgte nicht nur über öffentliche Mit-tel sondern auch über Stiftungen und ist daher wohl auf andere Län-der kaum übertragbar

U B WIESINGER

MAYWALD, A (1999):

Wattenmeer

Im Wechsel der Gezeiten

Tecklenborg Verlag, Steinfurt, 152 Seiten, 205 Abb., gebunden, 24 x 28 cm,

DM 78,- / ATS 569

ISBN 3.924044-44-9

Das Wattenmeer ist eine der

eindrucksvollsten Naturräume in

Mit-teleuropa, aber gleichzeitig eine

der besonders gefährdeten

Land-schaften, obgleich sie durch drei

Nationalparke unter ausreichendem

Schutz stehen sollte Der Biologe und

Naturfotograf ARMIN MAYWALD

schil-dert in diesem prächtigen Band das

Entstehen und die Faszination der

Region zwischen Meer und Festland,

die durch die Gezeiten ständig ihr

Aussehen verändert Die Bedeutung

des Watts für eine Vielzahl von

Le-bewesen und insbesondere als

Brut-und Rastplatz für zahllose Vögel wird

in einem ausführlichen Text und mit

faszinierenden Bildern vermittelt Auf

eine genauere Darstellung der

Be-drohungen für diese Landschaft, die

von vielfältigen Nutzungen, von der Schifffahrt, von der Jagd und ande-ren Faktoande-ren ausgehen, wird ver-zichtet, wenn auch die Frage nach dem "Wohin?" für die Nationalparke gestellt wird Eine klare Stellung-nahme als Antwort auf diese Frage fehlt jedoch Aber die sensible Dar-stellung der Lebensbeziehungen, der Verletzlichkeit des Ökosystems mag wohl Anlass und Motivation genug sein, sich für den Schutz des Wattenmeeres einzusetzen Da das Buch nicht nur über die Abbildun-gen Emotionen erweckt und die Begeisterung des Autors vermittelt, sondern auch über die Komplexität des Lebensraumes informiert, wären einige Hinweise auf weiterführende Literatur wünschenswert

Trang 6

Der Band zeigt, dass es auch in

Mitteleuropa noch einzigartige

Na-turgebiete gibt, sollte aber auch

Leser und Besucher dazu anregen,

selbst einen Beitrag zum Schutz

die-ser Regionen zu leisten, vor allem

durch ein naturschutzgerechtes Verhalten beim Besuch solcher Gebiete

H REICHHOLF-RIEHM

ROSING, N (1999):

Yellowstone

Land aus Feuer und Eis

Tecklenborg Verlag, Steinturt, 168 Seiten, 174 Abb., gebunden, 24 x 30 cm,

DM 98,-/ATS

715,-ISBN 3-924044-42-2

NORBERT ROSING, einer der besten

deutschen Naturtotografen,

be-schäftigte sich intensiv mit dem

älte-sten Nationalpark, mit einer der

wil-desten und vielfältigsten, aber auch

einer der meistbesuchten

Natur-landschaften auf der Erde

Schon irr\Jahr 1872 wurde diese

Region, die damals weit außerhalb

der Erreichbarkeit für die meisten

Menschen lag, zum nationalen

Schutzgebiet erklärt

Anlass dafür, dass sich die

Ent-decker um einen dauerhaften

Schutz bemühten und dass

schließ-lich Präsident Grant den

Yellowsto-ne Parc Act unterzeichYellowsto-nete, waren

die einzigartigen hydrothermalen

Wunder der Geysire, heiße Quellen

und Sinterterrassen

Aber die Bedeutung des Parks ist

wesentlich vielfältiger und umfasst

neben der Geologie auch die

be-sonders artenreiche Tier- und

Pflan-zenwelt des Landes

Viele Bilder aus dem

Yellowstone-Nationalpark gehören heute

sozu-sagen zum Allgemeinwissen,

zumin-dest in Nordamerika und in Europa

Wer kennt nicht die berühmten

Fontänen des Geysirs Old Faithful,

die verschiedenfarbigen heißen

Seen und Teiche, die blubbernden

Schlammkrater? Umso bemerkens-werter ist, wie viele neue Facetten

ROSING dieser Landschaft abgewin-nen kann

Über drei Jahre hinweg

erkunde-te er den Park zu allen Jahreszeierkunde-ten, registrierte Veränderungen in den Aktivitäten, beobachtete (und fo-tografierte) Bären, Bisons und Weiß-kopfseeadler

Es entstanden eindrucksvolle Bil-der von Kojoten, Dachsen, Wapitis und Wölfen Knappe Texte informie-ren über die Landschaft, über die Geschichte und Probleme des Parks

In dem opulenten Bildband wird vor dem Betrachter eine Landschaft ausgebreitet, von der man glaubte, sie aus Filmen, Büchern, Ausstellun-gen und Fotos zu kennen und die doch noch so viel Neues bietet Nur kurz geht der Autor auf die Problematik ein, die sich aus heute etwa 3 Millionen Besuchern pro Jahr ergeben kann, aber in seiner Ge-samtheit ist das Buch ein Plädoyer für den Naturschutz nicht nur in die-ser besonders wilden Region Nord-amerikas Erwähnt sei an dieser Stelle ein Punkt, der heute beson-ders betont werden muss, weil er (leider) nicht selbstverständlich ist:

Trang 7

Verlag und Autoren der

Bildbän-de, die im Tecklenborg Verlag

er-scheinen, garantieren dafür, dass es

sich bei den Fotografien um

Origi-nalaufnahmen handelt, die nicht digital verändert wurden

U B WIESINGER

LAMMERS, R (1998):

Nashörner

Tecklenborg Verlag, Steinfurt, 152 Seiten, 151 Abbildungen, gebunden,

30 x 24 cm, DM 88,- / ATS

642,-ISBN 3-924044-41-4

Der Wirtschaftswissenschaftler

und Tierfilmer Rudolf LAMMERS legt

mit diesem Buch einen

eindringli-chen Aufruf zum Schutz der

viel-leicht gefährdetsten Großsäuger

vor Er informiert über die

Nashornar-ten Afrikas und Asiens, über ihre

Ent-deckung und fast vollständige

Aus-rottung durch europäische

Groß-wildjäger, über die vorübergehende

Erholung der Bestände und über die

traurige Gegenwartssituation einiger

Nashornarten

Die zweitgrößten Landsäugetiere

der Erde werden wegen ihrer

Hör-ner (die keine "echten" HörHör-ner sind)

von Wilderern verfolgt

Die Substanz gilt bei manchen

Völkern als Aphrodisiakum, im

Je-men werden daraus Dolchgriffe und

Messerscheiden als besondere

Sta-tussymbole hergestellt Daher

wer-den Phantasiepreise dafür bezahlt

LAMMERS erzählt viele Erlebnisse

mit den mächtigen Tieren im Zuge

seiner Film- und Fotoarbeiten

Vor allem im südlichen Afrika

ha-ben sich durch konsequente Arbeit

im Krüger-Nationalpark und im

Um-folozi -Hluhluwe - Reservat die

Be-stände der Breitlippen-Nashörner

einigermaßen erholt Die Bilder und

Geschichten informieren nicht nur über die Landschaften, sondern machen den Leser mit einigen Nas-hörnern in eindrucksvoller, manch-mal bedrohlicher, mitunter auch lustiger Weise sozusagen persönlich bekannt Auch das durchaus nicht immer ungefährliche Leben der Fo-tografen wird dokumentiert

Das zentrale Thema bleibt aber immer wieder die Notwendigkeit von Maßnahmen zum Schutz der imposanten Tiere, deshalb wird das Buch auch vom WWF besonders empfohlen

Dabei geht es in erster Linie

dar-um, die Nachfrage nach dem Hörn

zu stoppen und gleichzeitig deutlich

zu machen, dass durch den Touris-mus auch die lebenden Tiere wirt-schaftlichen Vorteil für die lokale Bevölkerung bringen

Ein weiteres gravierendes Pro-blem besteht jedoch darin, dass die rasch wachsende Bevölkerung Afri-kas immer weniger Platz für die gro-ßen Säuger lässt

Ob die Nashörner also noch eine Zukunft haben, bleibt zweifelhaft

U B WIESINGER

Trang 8

NIGGE, K (1999):

Adlerleben

Der amerikanische Weißkopfseeadler

Tecklenborg Verlag, Steinfurt, 96 Seiten, 100 Abbildungen, gebunden,

28 x 24 cm, DM 68,- / ATS

496,-ISBN 3-924044-45-7

In vielen Kulturen hatten die

Men-schen zu den Adlern eine ganz

be-sondere Beziehung Die Kraft und

das imposante Erscheinungsbild

schlugen sich in vielen Mythen,

Sa-gen und Märchen nieder und

machten den gewaltigen Vogel

zum Symbol für Macht und Stärke

Aber Adler wurden auch vielfach

verfolgt und als vermeintliche

Nah-rungskonkurrenten der Menschen

bis an den Rand des Aussterbens

gebracht Schließlich war es aber

nicht die Jagd, die gerade den in

Nordamerika früher sehr weit

ver-breiteten Weißkopfseeadler fast

endgültig verschwinden ließ,

son-dern das Insektenvernichtungsmittel

DDT verhinderte den Bruterfolg und

hätte die Art beinahe ausgerottet

Gerade noch rechtzeitig konnte

der imposante Wappenvogel

geret-tet werden, heute gibt es wieder

etwa 40.000 Brutpaare allein in

Alas-ka Wie die meisten anderen großen

Greifvögel der Erde bleibt er aber

bedroht, nur geringfügige Eingriffe

könnten die Art wieder

gefährde-ten Die faszinierenden Bilder des

deutschen Naturfotografen KLAUS

NIGGE vermitteln einen sehr intensi-ven Eindruck von den Seeadlern sowohl in ihrer Lebensumwelt in prächtigen Landschaften, als auch durch Nahaufnahmen, bei denen man ihnen unmittelbar ins Auge blickt

Das Buch zeigt nicht nur die Weißkopfseeadler des rauen Nor-dens, sondern auch die im Süden der Vereinigten Staaten brütende kleinere Unterart

Der Text von ALEXANDRA KEHL be-richtet knapp aber informativ über die Geschichte der Verfolgung der Adler und über ihre heutigen Le-bensumstände

Wie bei Büchern über andere gefährdete oder bedrohte Arten würde man sich etwas

ausführliche-re Bemerkungen zum Naturschutz wünschen und insbesondere den Hinweis darauf, dass ein solcher Bildband nicht zum Nachahmen anregen soll Insbesondere das Fo-tografieren an Horsten sollte mög-lichst vermieden werden

U B WIESINGER

STARMÜHLNER, F (1999):

Tropensonne, Regenwälder, Tempeltänzer: Forschung auf Sri Lanka.

Edition Va Bene, Wien - Kloster Neuburg 183 Seiten, 50 Farbfotos, gebunden ATS

298.-ISBN 3-85167-079-5

Moderne Flugtechnik ließ die

einst geheimnisumhüllte Insel Sri

Lan-ka für Touristen in greifbare Nähe

rücken Heute besuchen alljährlich Tausende von Europäern die traum-haften Palmstrände, die

Trang 9

geheimnis-vollen Stätten von Gal Vihara, die

Felsen von Sigiriya, den Tempel von

Kandy, den Adams Peak oder gar

den Steilabfall von World's End

Das neueste Werk des bekannten

Wiener Naturforschers FERDINAND

STARMÜHLNER möchte jene

anspre-chen, denen herkömmliche

Reise-führer zu wenig bieten; jene, die sich

für Zusammenhänge zwischen Kultur

und Natur interessieren Sri Lanka ist

schon sehr lange von einer hoch

stehenden Kultur besiedelt Die

Landesnatur wurde und wird auch

heute noch intensiv und dennoch

-im Vergleich zu Europa -

naturver-träglich bewirtschaftet So konnte

sich eine erstaunliche

Reichhaltig-keit an Fauna und Flora erhalten

STARMÜHLNERS Buch ist voll interessan-ter Details und Querverbindungen Seinem Beruf, aber auch seiner na-türlichen Neigung entsprechend, widmet der Autor den größten Teil des Buches den Tieren So kann man dieses Werk auch direkt als Tierführer auf die Reise mitnehmen Zugleich gibt es aber auch Einblick

in den derzeitigen Stand feldbiologi-scher Forschungen in Sri Lanka Dem Buch ist eine breite Leserschaft

zu wünschen Zweifellos eignet es sich für ein neues Naturverständnis Sri Lankas

H REICHHOLF-RIEHM

WILLIAMS, T.,D., J.N DAVIES & J BUSHBY (1995):

The Penguins

Bird Families of the World

Oxford University Press, Oxford, New York, Tokyo, 295 Seiten, 8 Farbtafeln, zahlreiche schwarz-weiße Abbildungen, Graphiken und Verbreitungskarten, gebunden DM 138, / £ 40, ;

ISBN 0-19-854667-X

GASTON, A.J I.L JONES & I LEWINGTON (1998):

The Auks

Bird Families of the World

Oxford University Press, Oxford, New York, Tokyo, 349 Seiten, 8 Farbtafeln, zahlreiche schwarz-weiß Abbildungen, Graphiken und Verbreitungskarten, gebunden DM 138, / £

40,-ISBN 0-19-854032-9

Die äußere Ähnlichkeit zwischen

Pinguinen und Alken sind ein

klassi-sches Beispiel für analoge

Entwick-lung in der Natur So bewohnen 17

Pinguinarten die Antarktis und die

subantarktischen Inseln und 22

Al-kenarten leben in den kalten Zonen

rund um den Nordpol Pinguine und

Alken sind Meeresbewohner, die nur

zur Fortpflanzung an Land kommen

Sie sind hervorragend an das Leben

im Wasser angepasst Daher ähneln

sie sich auch äußerlich: beide Gruppen haben einen torpedoför-migen Körper, ihre Beine sind nach hinten verlagert, sodass sie an Land aufrecht gehen Ihr Flügel nutzen sie zum Schwimmen Gegen Kälte und langes Tauchen in teilweise großer Tiefe zeigen sie gleiche Anpassun-gen: kleine, dachförmig angelegte Federn, Fettdepot unter der Haut, usw Nicht zuletzt sprechen die lusti-gen Gesichter von Pinguinen und

Trang 10

Alken uns Menschen an Der

grund-sätzliche Unterschied zwischen

bei-den Familien ist: Alken können

flie-gen, Pinguine sind flugunfähig

Beide Familien zeigen

interessan-te physiologische, ökologische und

soziobiologische Anpassungen

Da diese Arten auf hoher See und

an für Menschen unzugänglichen

Stellen leben, wusste man bis vor

wenigen Jahrzehnten sehr wenig

über sie Erst in den letzten Jahren

erschienen verstreut über viele

Fachzeitschriften zahlreiche

wissen-schaftliche Abhandlungen

Nun wurden in der Serie "Bird

Families of the World" in den beiden

Bänden "Penguins" und "Auks" die

neuesten Ergebnisse übersichtlich

dargestellt Beide Bände bestechen

nicht nur durch die Aufmachung,

sondern auch durch den Inhalt:

Auf schönen Farbtafeln sind alle

Pinguin- und Alkenarten abgebildet

Mehrere Kapitel sind allgemeinen

Themen wie "Die Alken / Pinguine

und ihre Welt", "Systematik und

Evo-lution", "Verbreitung und

Biogeo-graphie", "Die Alken / Pinguine im

Ökosystem", Sozialverhalten",

"Ju-gendentwicklung und der Wechsel

vom Land ins Wasser" sowie

"Bestandsgröße und Schutz" gewid-met Anschließend wird jede Art mit Artbeschreibung, Verbreitung, Häu-figkeit, Stimme, Biotop, Nahrung und Nahrungsverhalten, Sexual- und Brutverhalten sowie Populationsdy-namik behandelt

Selbst wenn man Englisch nur mäßig beherrscht, kann man sich rasch in den Text einarbeiten, da er

in klarer Sprache verfasst ist

So erfüllen beide Bände die Vor-gaben, die sich die Autoren selbst gestellt haben: nämlich sowohl für Wissenschaftler als auch für die

gro-ße Zahl der Amateur-Omithologen ein unentbehrlicher Begleiter zu sein Den beiden Bänden wäre zu wünschen, dass sie nicht nur von denen gekauft werden, die sich beruflich oder aus Anlass einer Reise

in den hohen Norden oder in den tiefen Süden mit Pinguinen oder Al-ken beschäftigen, sondern auch von Ornithologen, die nicht so weit reisen können Das Studium der bei-den Bände kann vielleicht eine

Rei-se erRei-setzen

H REICHHOLF-RIEHM

SUCHANTKE, A., Herausg.(1998):

Goethianische Naturwissenschaft Ökologie.

Verlag Freies Geistesleben Stuttgart, 388 Seiten, zahlreiche farbige und

schwarz-weiße Abbildungen 14,2 x 22 cm, DM 58,-/ATS

423,-ISBN 3-7725-0909-6

HANS STEINER, Begründer der

an-throposophischen Waldorfschulen,

stellte sein Denken und Handeln

unter die goetheanische

Ganz-heitsbetrachtung Im Goethejahr

1999 wird dieser Denkweise wieder

mehr Beachtung geschenkt, und so

erschien dieser Band "Ökologie" zum

richtigen Zeitpunkt Gerade das

viel-seitige Thema Ökologie eignet sich besonders gut für eine ganzheitliche Betrachtungsweise

ANDREAS SUCHANTKE stellt eingangs die Frage: Was ist das: eine Lebens-gemeinschaft, eine Biozönose, ein Ökosystem? Ist es ein bloßes Aggre-gat biotischer und abiotischer Kom-ponenten - oder eine "Ganzheit"

Ngày đăng: 03/11/2018, 17:24

TỪ KHÓA LIÊN QUAN

TÀI LIỆU CÙNG NGƯỜI DÙNG

  • Đang cập nhật ...

TÀI LIỆU LIÊN QUAN

🧩 Sản phẩm bạn có thể quan tâm