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Professor dr hubert titze, professor dipl ing hans peter wilke (auth ) elemente des apparatebaues grundlagen — bauelemente — apparate springer verlag berlin heidelberg (1992)

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Es empfiehlt sich, gegebenenfalls für die eigenen Arbeiten die vollständigen Vorschriften oder Richtlinien in der jeweils gültigen Fassung hinzuzuziehen... 6.2.2.7 Spalt korrosion 6.2.2.

Trang 2

H Titze · H.-P Wilke

Elemente

desJ\pparatebaues Grundlagen - Bauelemente - Apparate Unter Mitarbeit von K Groß

3., völlig neubearbeitete und erweiterte Auflage

Springer-Verlag Berlin Heidelberg GmbH

Trang 3

Elemente des Apparatebaues: Grundlagen - Bauelemente - Apparate I H Titze; H.-P Wilke

3., völlig neubearbeitete und erw Auf!

Berlin; Heidelberg; New York; London; Paris; Tokyo; Hong Kong; Barcelona; Budapest:

Springer ,1992

ISBN 978-3-642-63475-8 ISBN 978-3-642-58119-9 (eBook)

DOI 10.1007/978-3-642-58119-9

NE: Wilke, Hans-Peler

Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt Die dadun:h begründeten Rechte, insbesondere die der Übersetzung, des Nachdrucks, des Vortrags, der EntnahmevonAbbildungen und Tabellen, der Funksendung, der Mikroverfilmung oder Vervielfältigung auf anderen Wegen und der Speicherung in Daten- verarbeitungsanlagen, bleiben, auch bei nur auszugsweiser Verwertung, vorbehalten Eine Vervielfälti- gung dieses Werkes oder von Teilen dieses Werkes ist auch im Einzelfall nur in den Grenzen der ge- setzlichen Bestimmungen des Urheberrechtsgesetzes der BundesrepublikDeutschland vom 9 September

1965 in der jeweils geltenden Fassung zulässig Sie ist grundsätzlich vergütungspflichtig lungen unterliegen den Strafbestimmungen des Urheberrechtsgesetzes

Zuwiderhand-Cl Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1992

Umprünglich erschienen bei Springer-Verlag Ber1in Heidelberg New York 1992

Softcover reprint ofthe hardcover 3rd edition 1992

Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw in diesem Buch berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, daß solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürften

Sollte in diesem Werk direkt oder indirekt auf Gesetze, Vorschriften oder Richtlinien (z.B DIN, VDI, VDE) Bezug genommen oder aus ihnen zitiert worden sein, so kann der Verlag keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität übernehmen Es empfiehlt sich, gegebenenfalls für die eigenen Arbeiten die vollständigen Vorschriften oder Richtlinien in der jeweils gültigen Fassung hinzuzuziehen

Einbandentwurf: Klaus Lubina, Schöneiche

Satz: Reproduktionsfertige Vorlage der Autoren

60/3020 - 5 4 3 2 1 0 - Gedruckt auf säurefreiem Papier

Trang 4

Vorwort

Die Herausgabe der 3 Auflage und die Übersetzung in mehrere Sprachen ist eigentlich Beweis genug für die Notwendigkeit der Existenz eines Fachbuches für den Apparatebau

Große Fachbereiche haben sich seit der 1 Auflage völlig dert andere sind neu hinzugekommen und einige wenige Teilbe-reiche haben nach wie vor Gültigkeit

verän-In der 3 Auflage dieses Fachbuches ging es im wesentlichen um die gesamte Überarbeitung Modernisierung und Ergänzung der Bereiche Werkstoffe Herstellung Konstruktion und Prüfung um dem konstruierenden Ingenieur und seinen Mitarbeitern aber auch Studenten der Verfahrenstechnik und des Apparatebaus nicht nur prinzipielle Darstellungen und eInige Werkstattzeichnungen zur Verfügung zu stellen sondern ihnen mit einer Vielzahl von be-währten Details und deren Zusammensetzung zu ganzen Appa-raten bekannt oder erneut vertraut zu machen

Viele Firmen haben uns dazu ihre eigenen Konstruktionen zur Verfügung gestellt damit der Großbereich des Apparatebaues we-nigstens in seinen Hauptelementen annähernd abgedeckt werden kann

Die I Auflage aus dem Jahre 1963 sowie die 2 Auflage aus dem Jahre 1967 haben damit erhebliche Erweiterungen Z.B auch bei den Grundlagen der Konstruktion und den Besonderheiten bei den Druckbehältern erfahren

Es wurde versucht durch die textliche und zeichnerische tung eine möglichst enge Zuordnung der Darstellung und des be-schreibenden Textes zu erreichen

Gestal-Dabei fehlen Hinweise auf nationale und internationale nungs- und Konstruktionsrichtlinien ebenso wenig wie die Auszüge aus Normen und Werksnormen

Berech-Die Einordnung des Konstruktionsdetails - also der Elemente des Apparatebaus - zu einem Gesamtapparat nehmen gegenüber den früheren Auflagen jetzt einen größeren Bereich ein

Dadurch hat die 3 Auflage an Umfang Breite und Tiefgang genommen wobei die Anregungen großer deutscher Chemie-Werke

Trang 5

zu-ebenso berücksichtigt wurden, wie diejenigen von Fachfirmen der Schweißtechnik und der Klassifikationsgesellschaften wie dem Technischen Überwachungs-Verein

Diesen Firmen will das Autorenteam ebenso danken, wie den arbeitern an dieser 3 Auflage, Frau Dipl.-Ing (FH) Margarete Buckner, Herrn Dipl.-Ing (FH) Michael Müller, Herrn Dipl.-Ing (FH) Markus Zimmermeier und Herrn Dipl.-Ing (FH) Andreas Hüther Der Mitautor, Herr Dipl.-Ing (FH) Klaus Groß, Assistent im Fach-bereich Praktische Verfahrenstechnik und Apparatebau, war unter anderem verantwortlich für die koordinierenden Arbeiten zwischen den Mitarbeitern, den Autoren, den Firmen sowie den Institutionen des Verlages und der Setzerei

Mit-Da auch eine 3 Auflage nicht vollkommen sein kann, bittet das Autoren- und Milarbeilerteam die Anwender dieses Buches, Anre-gungen für weitere Auflagen mitzuteilen, wobei auch die sach-dienliche Kritik gerne entgegen genommen wird

Heilbronn/Kaiserslautern, Dezember 1991 Titze/Wilke/Groß

Trang 6

3.1.6 Unfall- und Schadensanzeige

Technische Regeln Druckbehälter (TRB)

AD - Regelwerk (AD)

Dampfkessel - Bestimmungen (TRD)

Weitere technische Regeln

Unfallverhütungs- Vorschriften (UVV)

Trang 7

4.2.2

4.2.3

4.2.1.1 Gußeisen mit Lamellengraphit 4.2.1.2 Gußeisen mit Kugelgraphit 4.2.1.3 Austenitisches Gußeisen mit La-

meIlengraphit Stahlguß

4.2.2.1 4.2.2.2 Baustähle 4.2.3.1 4.2.3.2

Nichtrostender Stahlguß Hitzebeständiger und warmfes-ter Stahlguß

Allgemeine Baustähle Feinkornbaustähle

4.2.4.1 Ferritische Stähle 31 4.2.4.2 Austenitische Stähle 32 4.2.4.3 Martensitische Stähle 33 4.2.4.4 Austenitisch-ferritische Stähle 33 4.2.5 Stähle für besondere thermische Bean-

4.2.5.2 Hochwarmfeste Stähle 34 4.2.5.3 Hitzebeständige Stähle 35 4.2.5.4 Stähle für tiefe Temperaturen 38 4.2.6 Druckwasserstoff - beständige Stähle 39 4.2.7 Aushärtende nichtrostendene Stähle 40 4.2.8

4.3.1.1 4.3.1.2 4.3.1.3 4.3.1.4 Messing

Zinn bronzen Aluminiumbronzen Siliziumbronzen Berylliumbronzen Kupfer - Nickel

Rotguß Neusilber Aluminium und Aluminium - Legierungen

Magnesium und Magnesium - Legierungen

Nickel u Nickel- Legierungen

4.6.1 Nickellegierungen mit Kup[er

4.6.2 Ni - Legierungen mit Mo Cr und Co

Trang 8

4.18.1 Pol yvin ylchlorid (PVC)

4.18.2 Polymethacrylsäure - methylester (PMMA) 4.18.3 Polytetrafluorethylen (PTFE)

4.19.1 Allgemeines über Plattieren

4.19.1.1 Verfahren zur Herstellung von

plattiertem Blech 4.19.1.2 Art der Verbindung 4.19.1.3 Aufgabe

4.19.1.4 Schichtdicke 4.19.1.5 Aufbau

83

83

84

Trang 9

5.2.2.1 Gasschmelzschweißen (G) 5.2.2.2 Lichtbogen Schweißen 5.2.2.3 Schutzgas-Schweißen 5.2.2.4 Strahl schweißen 5.2.2.5 Elektroschlacke-Schweißen 5.2.2.6 Widerstandspreßschweißen 5.2.3 Nahtformen

5.2.3.1 Stumpfnähte 5.2.3.2 Kehlnähte 5.2.4 Einflüsse auf die Schweißnaht

5.2.5 Das Schweißen der Werkstoffe

5.2.5.1 Unlegierte und niedrig legierte 5.2.5.2

5.2.5.3 5.2.5.4 5.2.5.5 5.2.5.6 5.2.5.7 5.2.5.8 5.2.5.9 5.2.5.10 5.2.5.11

Stähle Hochlegierte Stähle Gußeisen Stahlguß Schaeffler - Diagramm Kupfer und Cu - Legierungen Aluminium und AI- Legierungen Nickel- und Ni - Legierungen Sondermelalle Verschweißen ungleicher Stähle Kunststoffe

Erwärmung Arbeitstemperatur Spaltbreite Festigkeit der Lötnaht Berechnung

Konstruktion von Lötverbindungen

Trang 10

Kaltverformung

5.7.1 Verfestigung

5.7.2 Kritische Verformung

5.7.3 Tiefziehfähigkeit

5.7.4 Abhänigkeit der Verformung

5.7.5 Kaltverformung der Werkstoffe

5.7.5.1 Unlegierter Stahl 5.7.5.2 Legierter Stahl 5.7.5.3 Kupfer

5.7.5.4 Nickel 5.7.5.5 Aluminium

5.7.6 Kaltverformung von Blechen

6.1.2.7 Kavitation 6.1.2.8 Tropfenschlag Korrosion

6.2.1 Allgemeines über Korrosion

6.2.1.1 Begriff

6.2.1.2 Maßangabe der Korrosion 6.2.1.3 Elektrochemische Korrosion 6.2.1.4 Ursachen der Korrosion 6.2.1.5 Spannungspotential 6.2.2 Arten der Korrosion

6.2.2.1 Interkristalline Korrosion 6.2.2.2 Messerschnitt - Korrosion 6.2.2.3 Kontaktkorrosion

6.2.2.4 Spannungsrißkorrosion 6.2.2.5 Lochkorrosion

Trang 11

6.2.2.7 Spalt korrosion 6.2.2.8 Selektive Korrosion 6.2.2.9 Fremdrost

6.2.2.10 Aufschlagkorrosion 6.2.2.11 Zundern

6.2.2.12 Angriff in Metallschmelzen 6.3 Schutz gegen einen chemischen Angriff

6.3.1 Schutz vom Werkstoff ausgehend

6.3.2 Schutz vom angreifenden Medium

aus-gehend 6.3.3 Schutz durch Oberflächen - Behandlung

6.3.3.1 Metallische Überzüge 6.3.3.2 Nichtmetallische Überzüge 6.3.4 Kathodischer Schutz

6.3.4.1 Schutz durch Anoden 6.3.4.1 Fremdstromverfahren 6.3.5 Schutz durch zweckmäßige Form

Tellerböden Gewölbte Scheiben Kegelböden (Konen)

Di ffuseurböden Böden mit einer oder mehreren Halsungen

Berechnungsbeispiel Zylindrische Mäntel mit innerem Über-druck

7.2.2 Zylindrische Mäntel unter äußerem

Trang 12

10.2 Prüfen von Schweißverbindungen an

Flan-schen auf Dichtheit 252

Trang 14

20.4.2.1 Weichstoff-Abdichtung 389 20.4.2.2 Metallische-Abdichtung 391 20.4.2.3 Flüssigkeitsabschluß 395

20.9 Tropfenabscheider aus Drahtgestrick (Demister) 410

Trang 15

21.10.16 Verdampfer mit

21.10.17 Kletterfilm- Verdampfer 500 21.10.18 Gleichstrom-Fallfilm-Verdampfer 502 21.10.19 Gegenstrom-Riesel-Verdampfer 504

21.10.21 Dünnschicht-Verdampfer (System Sambay) 506

21.10.23 Horizontaler Sako-Verdampfer 508 21.10.24 Vertikaler Sako-Verdampfer 510

21.10.27 Centri-Therm- Verdampfer 514 21.11 Verbindung Rohr - Rohrboden 516 21.12 Verbindung Rohrboden - Flansch - Dichtung 527

Trang 16

2l.i5 Gleitelemente

21.16 Normenverzeichnis-WAT

22 Trockner

543 545

Trang 17

Strömungsverlauf bei verschiedenen Rührerarten

Aufstellungsarten von Rührbehältern

Stromstörer

Sonderkonstruktionen

Konstruktionsbeispiele

Antriebe von Rührern

Rührbehälter nach DIN

24 Plattierte ausgekleidete und emaillierte

Trang 18

A Grundlagen

Trang 19

1 Einlei tung

Der Apparatebau der chemischen Industrie und der technik hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten vorwie-gend auf den vier Gebieten

ge-1.2 Schweißverfahren

Fortschritte wurden bei der Verwendung von eisenpulverhaltigen Elektroden gemacht Neue Verfahren wie das Laser-Schweißen das Elektroschlacke-Schweißen und das MAG-Engspaltschweißen wur-den bis zur Betriebsreife bei Wanddicken bis zu 600mm ent-wickelt

1.3 Behälterberechnung

Die Dimensionierung der Apparatewände als mehrachsig

geboge-ne Schalen wurde weiter vervollkommgeboge-net Die sichere

Trang 20

nung von Reaktoren für die Kerntechnik erforderte neue nungsverfahren (ASME VIII), bei denen zwischen Primär- und Se-kundärspannungen unterschieden wird Mit der Methode der Fini-ten Elemente konnten dickwandige Behälter und Wärmeübertrager berechnet werden Die Bruchmechanik erlaubt es, Spannungs- und Dehnungsverhältnisse im Werkstoff auch bei einem Sprödbruch ohne wesentliche plastische Verformung zu beurteilen

Berech-1.4 Konstruktion

In der Konstruktion nimmt die Anwendung elektronischer arbeitungsanlagen EDVA, also computerunterstütztes Entwerfen (CAD) laufend zu Es besteht dabei die Möglichkeit direkt vom

Datenver-"Reißbrett" aus in die Fertigung einzugreifen

Auch in der Konstruktion geht die Entwicklung dahin, die

Vorgän-ge in den Apparaten in ihre Grundelemente aufzulösen, diese thematisch mit den Hilfsmitteln der Physik und physikalischen Chemie aufzuklären und die Ergebnisse in den neuen Geräten zu verwirklichen

Trang 21

ma-2 Konstruieren als Aufgabe

Jede Konstruktion ist das Ergebnis einer Auswahl aus vielen zelnen Gesichtspunkten, deren Wertigkeit jeweils wechselt und de-ren Forderungen sich häufig widersprechen Ausgehend von den Arbeiten zahlreicher Autoren (WÖGERBAUER, KESSELRING, LEYER, HANSEN u.aJ hat sich hierfür das Gebiet der Konstruktions-Syste-matik (BINlECK) als außerordentlich hilfreich erwiesen Wenn auch alle im einzelnen Fall in Frage kommenden Gesichtspunkte der praktischen Brauchbarkeit entsprechen müssen, da ja erst der Betriebseinsatz den Ausschlag gibt so sind doch drei von ihnen als die wichtigsten anzusehen: Form, Werkstoff und Fertigung (Bild 2.1) Diese drei Hauptpunkte beeinflussen sich gegenseitig

ein-Kaltformung Warmforf!1ung Korrosion

Bild 2.1: Konstruktions-Systematik

verbindung

Sellweissen Monlage Ersa/l

Trang 22

2.1 Form

Man wird in vielen Fällen die Entwurfsarbeit mit der Wahl der Form beginnen Für Klimaanlagen zum Beispiel oder für den Trans-port körniger oder staubförmiger Stoffe erweisen sich drucklose Rohrleitungen mit rechteckigem Ouerschnitt dann als besonders günstig, wenn sowohl ihre geraden als auch gewundenen und verzweigten Züge leicht aus ebenen Blechabwicklungen herge-stellt werden können Anschlüsse an Zyklone und andere Appara-

te gestalten sich einfach Sie nützen den Raum besser aus als runde Rohre

Mit der Form ergeben sich nach Annahme der auftretenden Kräfte die inneren Spannungen in den Ouerschnitten Gleichzeitig ist zu prüfen, welcher Werkstoff sich am besten eignet oder auf welchen wegen schwierigerer Verarbeitung oder stofflicher Ungeeignetheit

im Betrieb verzichtet werden muß

2.2 Werkstoff

Jeder Werkstoff wird gekennzeichnet durch seine technologischen und physikalischen Kennwerte wie Zugfestigkeit, Streckgrenze, Kerbschlagzähigkeit, Dauerstandfestigkeit, Verformbarkeit und Ver-festigung, Wärmeausdehnungs- und Wärmeleitkoeffizient und spez Wärmekapazität, außerdem durch seine Eigenschaften bei mecha-nischem oder chemischem Angriff (Verschleiß, Korrosion, Lösung) Die Festigkeitswerte ergeben mit der zugehörigen Sicherheitszahl die zulässigen Spannungen, denen der Werkstoff unter den ange-nommenen Bedingungen (Form, Temperatur, Innen- oder Außen-druck, Wechseldruck, Beanspruchungsarten usw.) ausgesetzt wer-den darf Für die oben erwähnte Blechrohrleitung genügt im all-gemeinen unlegiertes Stahlblech, das verzinkt oder lackiert wird

2.3 Bearbeitung

Nach Wahl des Werkstoffes ist zu entscheiden, welches gungsverfahren das zweckmäßigste und wirtschaftlichste ist Die Reihenfolge der Fertigungsstufen und Maschinen zum Schneiden, Biegen, Nieten (bei dünnen Blechen) oder Schweißen ergibt sich durch den Werkstoff, für den besprochenen Fall also durch die Wanddicke des Stahlbleches Die Blechaußenfläche ist durch ein-fache Behandlung, z.B Anstrich, korrosionsfest zu machen Bei fehlendem Innendruck reicht die Festigkeit völlig aus, der Ver-schleiß ist gering Fertigung und Form hängen eng zusammen Aus ebenen Blechtafeln sind im allgemeinen nur zylindrische oder

Trang 23

Ferti-konische Formen abwickelbar also durch Biegen herzustellen rotationssymmetrische und unsymmetrische Formen durch Bördeln und Ziehen Hierbei ändert sich die im Ausgangsblech gewählte Wanddicke was bei der Festlegung der Fertigwanddicke zu be-rücksichtigen ist Im Gießverfahren ist man dagegen von der Wanddicke weitgehend unabhängig und kann wenn es nötig ist dünne Wände mit dicken Rippen versehen Allerdings ergeben sich hier verlorene Köpfe und Angüsse während man bei der Fertigung aus Blechtafeln versuchen wird ohne oder mit gering-stem Abfall zu zerschneiden und spanlos zu verformen Gliederun-gen und Verbindungen Formgebung Oberflächengüte und Tole-ranzen größte Durchmesser größte Längen und Gewichte sind so

zu wählen daß sie Forderungen wirtschaftlicher Erzeugung der Transport- und Montagemöglichkeit der Betriebssicherheit und der erwarteten Lebensdauer genügen Hoher Fertigungsgrad der Ein-zelteile ist beste und billigste Vorleistung für Montage Dabei bleibt die Wirtschaftlichkeit (niedrige Kosten für Lohn Werkstoff Bearbeitung Montage und Betrieb) der wichtigste Gesichtspunkt

2.4 Enlwurfsarbeit

Im Chemie-Apparatebau beginnt wenn die Korrosionsbeständigkeit

im Vordergrund steht der Entwurf mit der Wahl des Werkstoffes Viele chemische Verfahren sind erst durchführbar geworden nachdem geeignete Werkstoffe gefunden waren und bei gleich-bleibender Güte in ausreichender Menge geliefert werden konn-ten

Der Konstrukteur kann sich nun die Entwurfsarbeit erleichtern wenn er sich die gegenseitige Beziehung der drei Hauptpunkte vorstellt Da ein ferligungsreifer Entwurf verlangt wird sollte er nicht nur die Werkstoffe und ihre Eigenschaften sondern vor al-lem die einzelnen Herstellungs-Verfahren vom Anreißen bis zur Endrnontage kennen und zwar aus eigener Tätigkeit Ausreichen-

de Fertigungserfahrung ist die Grundvoraussetzung für erfolgreiche Entwurfstätigkeit und Freude am Konstruieren wenn man von der selbstverständlichen zeichnerischen Begabung absieht Für Ver-besserungen sind Betriebserfahrungen unumgänglich

2.5 Bestlösung

Jede Bauaufgabe hat verschiedene brauchbare Lösungen Es ist aber danach zu streben möglichst gute zu erreichen "Die beste Lösung" ist immer zeitbedingt Dies zeigen bei gleicher Aufgabe

Trang 24

die unterschiedlichen Bauweisen der Fahr- Flug- und maschinen Denn alle einzelnen Bedingungen sollen ihrem Wert entsprechend berücksichtigt werden Hier muß mancher Kompromiß eingegangen werden da z.B sehr feste Konstruktionen nicht gleichzeitig sehr leicht sein können Man will als Ergebnis eine Maschine oder einen Apparat der den Anforderungen von Ferti-gung Wirtschaftlichkeit und bequemer Bedienung ebenso ent-spricht wie den neuesten Ergebnissen der Forschung wenn man

Werkzeug-an den Werkstoff oder Werkzeug-an den Wirkungsgrad der UmwWerkzeug-andlung von Stoff oder Energie denkt In jedem Urteil darüber stecken aber ebenso viel gesicherte allgemeine Erfahrungen wie persönliche Ansicht als Ergebnis aus langjähriger Arbeit aus Erfolgen und Mißerfolgen In diesem Sinn will das Buch keine Rezepte oder blindlings anzuwendende Konstruktionsvorschriften bringen soweit von gesetzlich verankerten Werkstoff- und Bauvorschriften und den erprobten "Regeln der Technik" abgesehen werden kann Es versucht vielmehr zu zeigen welche Wege dem Konstrukteur of-fenstehen um eine brauchbare Form zu entwickeln und welche Systematik zweckmäßig erscheint Gesichert allein und mathema-tisch fundiert ist die Spannungslehre und die Metallkunde der Werkstoffe Die Entwicklung der Form wird immer im Fluß bleiben Konstruktions-Systematik durch Formvariation hilft die Lösung zu erleichtern

Die Bewertung einer Konstruktion kann wie folgt zusammengefaßt werden:

I Das Ergebnis der Konstruktion soll:

- Zerlegbarkeit - Montage (Zugänglichkeit)

- Sicherheit bei Benutzung

- Herstellungsverfahren (z.B automatisch oder CIM)

Trang 25

2.6 Konstruktionen im Appsrstebsu

Der Name "Apparatebau" ist mehrdeutig Man versteht darunter einmal den Bau von mechanischen und elektrischen bzw elektro-nischen Ger~ten wie sie die Feinwerktechnik herstellt also von elektrotechnischen Apparaten und Meßger~ten gegebenenfalls so-gar von Pr~zisions-Instrumenten Im vorliegenden Fall handelt es sich im Gegensatz hierzu um Beh~lter für Gase Flüssigkeiten und D~mpfe das heißt um Kessel Lager- und Druckbeh~lter W~rme­übertrager Reaktoren usw samt Rohrleitungen Es sind Hohlkörper die aus gewalzten gezogenen gegossenen oder geschmiedeten Werkstoffen hergestellt werden In ihnen werden die Stoffe die dünnflüssig oder gasförmig hochviskos oder pulverförmig sein können entweder durch mechanische physikalische und chemi-sche Verfahren ver~ndert oder an den Ort ihrer Verwendung be-fördert Man kann den Apparatebau als Mischbauweise bezeich-nen Da in den hier behandelten Apparaten für die verfahrens-technische Industrie keine einzelnen begrenzten Fertigprodukte erzeugt sondern im allgemeinen Vor- und Zwischenprodukte für Fertigerzeugnisse geschaffen umgesetzt und gelagert werden so genügen für die Volumenabmessungen die sogen "Freimaßtoleran-zen" (DIN 8570 1688) Anschlüsse Dichtungsleisten Stopfbüchsen Gleit- und W~lzlagerstellen oder aus besonderen Gründen sehr sorgf~ltig zu bearbeitende Innenfl~chen müssen jedoch unter Ein-haltung notwendiger Feintoleranzen ausgeführt werden Das Fer-tigbearbeiten von Hauptflansch-Verbindungen fluchtenden Lager-stellen Sitzen für Rührwerks-Aufbauten oder für besondere Be-schickungs- und Entleerungs-Armaturen wird wo immer ang~ngig aus verst~ndlichen Gründen erst nach dem Fertigschweißen der Apparate durchgeführt Manche Apparate bedürfen zu ihrer Her-stellung oft umfangreicher und unumg~nglicher Lehren Fertigungs-formen und Baugerüste auch besondere Rüstzeuge für die Mon-tage Alle diese Gesichtspunkte sind wichtig für Entwurf und Ferti-gung bis zur Inbetriebnahme

In den Geb~uden ist ausreichende FI~che bzw genügend Raum zum Zerlegen und Ablegen der Teile vorzusehen Zum Festmachen der Kranhaken bzw Seile dienen Lochpratzen an den Teilen Krane mit großer Hubkraft und Feineinstellung beim Lastablassen die über den Grundriß der Bauten hinausfahren können erleich-tern die Arbeit Beim Entwurf von Bauwerken (Stahlhochbauten) ist der Innentransport der Ger~te zu berücksichtigen Andernfalls wird

es nötig groß'e Beh~lter mit einem Autokran durch aufgebrochene Fensteröffnungen zu transportieren

Trang 26

3 Vorschriften und Regeln der Technik

Entwurf und Berechnung von DruckbehäItern unterliegen den setzlichen Bestimmungen bzw den als "Regeln der Technik" be-zeichneten anerkannten Vorschriften und Normen Diese ändern sich mit dem Stand der wissenschaftlichen und technischen Er-kenntnisse Aus wirtschaftlichen und rechtlichen Gründen sind diese Regeln genau einzuhalten Im Schadensfall haftet der jeweils Ver-antwortliche wenn ihm ein Verstoß gegen die geltenden Vor-schriften sowie anerkannten Regeln nachgewiesen werden kann Als wesentlich sind dabei anzusehen:

ge-3.1 DruckbehäIter-Verordnung (Druckbeh V)

3.2 Technische Regeln Druckbehälter (TRB)

3.3 AD-Merkblätter

3.4 Technische Regeln Dampfkessel (TRD)

3.5 Weitere technische Regeln

3.6 Unfallverhü tungs- Vorschriften (UVV)

3.7 Allgemein

Bemerkung: Es ist zu erwarten daß in nächster Zeit diese

Vor-schriften in der EG harmonisiert werden

3.1 Druckbehälterverordnung

Die Druckbehälter-Verordnung vom 27.04.1989 gilt für die tung und den Betrieb von Druckbehältern Druckgas-Behältern Füllanlagen und Rohrleitungen Dabei sind nach 92 bestimmte Druckbehältergruppen z.B bei der Bundesbahn oder auf See-schiffen verwendete ausgeschlossen

Errich-3.1.1 Begriff

Druckbehälter im Sinne der Verordnung sind pen oder Rohranordnungen die keine Druckgas-BehäIter sind und die einen Überdruck aufweisen der größer ist als 0.01 bar Auch Behälter für tiefkalte flüssige Gase unterliegen der Verordnung wenn sie einen Betriebsüberdruck p aufweisen der größer als 0.01 bar ist Dabei sind Druckgase Stoffe deren kritische Temperatur unter

Trang 27

DruckbehäItergrup-500°C liegt oder deren Dampfdruck bei 50°C mehr als 3 bar beträgt

3.1.2 PrQfgruppen

Zur Prüfung werden die Druckbehälter in 7 Gruppen eingeteilt und zwar nach dem zulässigen Betriebs-Überdruck p (in bar) dem Rauminhalt L (in Litern) und dem Druck-Inhaltsprodukt p L (in bar Liter)

Dabei ergeben sich folgende Druckbehältergruppen:

Gruppe I: - Druckbehälter für flüssige Gase mit

0.01 bar < p ,; 0.1 bar oder für

- p ,; 25 bar und p L ,; 200 bar lader Druckbehälter als Rohranordnungen mit einem lichten Querschnitt von höchstens 100 cm2 und D· P ,; 2000 mm bar (D in mm

D lichter Durchmesser)

- p > 25 bar und p L ,; 200 bar I sowie

- p ,; I bar und p L > 200 bar I

- p> I bar und 200 barl < p·L ,; 1000 barl

- p > I bar und p L > 1000 bar I

- p ,; 500 bar oder

- p > 500 bar und p L ,; 1000 bar I

- P > 500 bar und 1000 barl< p L ,; 10000 bar I

- P > 500 bar und p L > 10 000 bar I

3.1.3 PrOfung und Inbetriebnahme

Man unterscheidet (99) erstmalige Prüfungen (Vorprüfung fung und Druckprüfung) sowie Abnahme-Prüfungen (Ordnungsprü-fung Prüfung der Ausrüstung und Prüfung der Aufstellung)

Bauprü-Dabei betreffen die Gruppen I - IV Druckbehälter in denen der Druck durch Gase oder Dämpfe durch Flüssigkeiten oder Fest-stoffe mit Gas- oder Dampfpolster oder durch Flüssigkeiten deren Temperatur die Siedetemperatur bei I bar überschreitet ausgeübt wird

Die Gruppe V - VII betreffen Druckbehälter in denen der Druck nur durch Flüssigkeiten deren Temperatur die Siedetemperatur bei prüfung durch den Sachverständigen (mit entsprechender Beschei-nigung) Für Druckbehälter der Gruppe I bestehen weitere Vor-schriften

Die Anforderungen an Sachverständige und Sachkundige sind in den 931 und 932 DruckbehV sowie in der TRD 500 - 515 nieder-gelegt

Trang 28

3.1.4 Wiederkehrende PrQfungen

Die Druckbehälter sind in wiederkehrenden Fristen termingemäß und regelmäßig zu überwachen Die Ergebnisse dieser Prüfungen sind in Bescheinigungen durch den Sachverständigen bzw den Sachkundigen zu bestätigen (gIO)

3.1.5 Betrieb

Gemäß 9 13 hat der Betreiber den Druckbehälter in mäßem Zustand zu erhalten ordnungsgemäß zu betreiben not-wendige Instandsetzungsarbeiten unverzüglich vorzunehmen und die erforderlichen Sicherheits-Maßnahmen zu treffen Für Druckbe-hälter der Gruppe IV und VII ist ein Prüfbuch oder eine Prüfakte anzulegen

ordnungsge-Die 9 9 15 und 16 regeln die Verwendung und Prüfung von gas-Behältern zum Füllen mit Druckgasen Gefüllte Druckgas-Behälter die Mängel aufweisen sind unverzüglich zu entleeren (g 21) Errich-tung und Betrieb einer Anlage zum Füllen von Druckgasen be-dürfen einer Erlaubnis der zuständigen Behörden (g 26)

Druck-3.1.6 Unfall- und Schadensanzeige

Unfälle an Druckbehältern Druckgas-Behältern Füllanlagen und Rohrleitungen sind der Behörde unverzüglich anzuzeigen wenn

I dabei ein Mitarbeiter verletzt wurde

2 ein Brand oder eine Explosion stattfand oder

3 wenn ein Behälter mit einem Volumen von mehr als I Liter aufreißt (g 34)

Im Anhang der DruckbehV sind zu 9 4 die Bedingungen für den Bau und die Ausrüstung von Druckbehältern Druckgas-Behältern Füllanlagen und Rohrleitungen sowie für die Erprobung zusam-mengestellt

Der Anhang 11 zu 9 12 regelt für 46 Untergruppen die Prüfung von besonderen Druckbehältern wie Kochgefäßen und Platten-Wärme-übertragern sowie von Druckbehältern in kerntechnischen Anlagen (s auch das Handbuch für Reaktor-Sicherheit und Strahlenschutz)

3.2 Technische Regeln für Druckbehälter (TRB)

In den TRB 001 - 511 sind die Vorschriften im einzelnen aufgeführt z.B für Werkstoffe Herstellung Berechnung Ausrüstung Prüfung Aufstellung und Betrieb

Trang 29

3.3 AC-Regelwerk (AD)

Die von der "Arbeitsgemeinschaft Druckbehälter" herausgegebenen AD-Merkblätter sind allgemein anerkannte Regeln der Technik für Druckbehälter Sie enthalten u.a sicherheits-technische Anforder-ungen für Ausrüstung, Berechnung, Herstellung, Prüfung und Werk-stoffe (Tab.3.l)

Tab 3la: AD - Merkblätter, Vereinigung der Technischen überwachungs-Vereine

B I Zylinder-, und Kugelschalen unter Innendruck

Gußeisen mit Lamellengraphit

Gußeisen mit Kugelgraphit

Austenitische Gußeisen mit Lamellengraphit

Rohre aus Stählen

Stahlguß

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Tab 3.lb: AD - Merkblätter, Vereinigung der Technischen überwachungs -Vereine

e.v Essen

Werkstoffe

W 6/1 Aluminium und AI- Legierungen

W 6/2 Kupfer und Cu - Knetlegierungen

W 7 Schrauben und Muttern

W 8 Plattierte Stähle

W 9 Flansche aus Stahl

W JO Werkstoffe für tiefe Temperaturen

W 12 Nahtlose Hohlkörper

W 13 Schmiedestücke und gewalzte Teile

Nichtmetallische Werkstoffe

N I Druckbehälter aus glasfaserverstärkten Kunststoffen

N 2 Druckbehälter aus Elektrographit

N 4 Druckbehälter aus Glas

Druckbehäl-Herstellung und Prüfung

HP 0 bis Allgemeine Grundsätze für Auslegung, Herstellung,

HP 30 Prüfung und Wärmebehandlung

3.4 Dampfkessel-Bestimmungen (TRD)

Zugrunde liegt die Dampfkesselverordnung Sie betrifft Behälter, Gefäße oder Rohrleitungs-Systeme zur Erzeugung von Wasserdampf zum Zwecke anderweitiger Verwendung mit einem höheren Druck als 0,5 bar Diese Vorschriften können auch für Druckbehälter her-angezogen werden, soweit sie ähnliche Bedingungen betreffen

3.5 Weitere Technische Regeln

Techn Regeln für Gashochdruck-Leitungen (TRGL)

Bestimmungen über brennbare Flüssigkeiten (TRbF)

Techn Regeln für gefährliche Arbeitsstoffe (TRgA)

Acetylen-Bestimmungen (TRAC)

Techn Regeln Druckgase (TRG)

Sicherheitstechnische Regeln des KTA

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3.6 UnfallveIhütungs-VoIschIiften (UW)

Je nach dem technischen Gebiet sind die UVV des des der gewerblichen Berufs-Genossenschaften (Nr I Elekt.Anlagen bis Nr 121 Lärm) anzuwenden Zu beachten sind außerdem die veröffentlichten Durchführungs-Anweisungen Richtlinien Sicher-heits-Regeln und Merkblätter (Tab.3.2)

Hauptverban-Tab 3.2: Verzeichnis einzelner Unfallverhütungsvorschriften der gewerblichen

Berufsgenossenschaften CUVV) Techn Uberwachungs-Verein (TUV)

Scheren Hydraulische Pressen Metallbearbei tung Schleifkörper Nahrungsmittelindustrie

Maschinen und Papierherstellung Ventilatoren

Zentrifugen Arbeitsmaschinen der Zuckerindustrie Arbeitsmaschinen der chemischen Industrie Spritzgießmaschinen

Krane Schweißen Verdichter Druckbehälter für den Schiffsbetrieb Kälteanlagen

Arbeiten an Gasleitungen Wasserwerke

Oberflächenbehandlung von Metallen

Gase

Sauerstoff

Leitern und Tritte

Verarbeiten von Klebstoffen

Laserstrahlen

Arbei tsmedizinische Vorsorge

Gesundheitsdienst

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3.1 Allgemein

Außer den genannten Bauteilen und Geräten sind auch andere Anlagen bestimmten Vorschriften und Regelungen unterworfen, z.B wenn sie infolge einer Explosionsgefahr, besonderen Vorschriften genügen müssen So sind z.B Beizanlagen und Schweißeinrich-tungen wirksam abzusaugen Bei der Prüfung auf Dichtheit ist zu beachten, daß der nach außen abgeschlossene, trockene und gereinigte Behälter mit Druckluft (0,2 bar) gefüllt wird Danach werden die Dichtflächenränder mit einer Lösung von Nekal abgepinselt Dichtungen können auch dadurch geprüft werden, daß der Behälter mit Ammoniak beschickt und geschlossen wird Rotes feuchtes Lackmuspapier wird dann auf die Dichtung gelegt Blauwerden zeigt Undichtigkeit

an Genauer arbeiten Geräte, bei deren Verwendung die zu prüfende Anlage mit einem Spürgas, wie Helium, Neon oder Argon, gefüllt wird Die an undichten Stellen austretenden Gase können dann mit einem Massenspektroskop bestimmt werden Die Genauigkeit beträgt etwa 10-8 Torr 0,333 10-6 Pa) Werkstoffe werden mit Ul-traschall oder Wirbelstrom geprüft ( Tab 3.3 )

Tab 3.3: Sicherheilslechnische Regelungen

I Gewerbeordnung

2 Bundesimmissions - Schutzgesetz

3 Reichversicherungs - Ordnung mit Unfall- Verhütung

Tab 3.': Sicherheilswesen in der chemischen Industrie

L Staatliche Instanz gemaß der Gewerbeordnung

Arbeitsbereich:

- Arbeitszeitbestimmung

- Zulassung neuer Betriebe

- Aufsichtsbehörde

2 Techn Oberwachungs - Vereine (TOV)

Eigenüberwachung in großen Firmen

Unter staatlicher Aufsicht

- Druckgefäße, Druckluftbehälter, Kompressoren

- Unfallverhütungs - Vorschriften, z.B UVV der BG der mischen Industrie

che Ausnahmegenehmigungen nach dem "Stand der Technik"

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3.8 GQteQberwachung der Werkstoffe

Zugrunde liegen DIN 50 049: Bescheinigungen über Prüfungen und AD-W 4, AD-W 12

Werkstoff-Zur Bestätigung der Prüfungen, die beim Abliefern von Werkstoffen vorgenommen wurden, kommen in Betracht:

Tab 3.5: Slahl- Eisen - Werksloffblätter (SEW)

Begriffsbestimmung

Schweißgeeignete Feinkorn - Baustähle

Schweißgeeignete Feinkornbaustähle, nisch umgeformt

thermomecha-Feinkornbaustähle für hochbeanspruchte tionen

Stahlkonstruk-Warmfeste ferritische Stähle

Feinkornbaustähle; Richtlinien für das Schweißen Warmgewalzte Feinkornbaustähle

Kaltgewalztes Band

Kaltgewalztes Band aus mikrolegiertem Stahl

Ausscheidungsgehärtete Stähle

Chemisch bestandige Stahle

Nichtrostende Walz- und Schmiedestähle

Nichtrostender Stahl guß

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Tab 3.6: Aluminium - Merkblätter (Al- Merkblätter)

Architektur

A 2 Aluminium-Dachdeckung CDoppelfalz- und Leistendach)

A 5 Reinigung von Aluminium im Bauwesen

A 6 Folien und dünne Bänder aus Aluminium als träger für Dämmelemente und Dichtungsbahnen im Bau-wesen

Funktions-A 7 Richtlinien für die Verlegung von Aluminium-Profiltafeln

Bearbeiten

B I Biegen von Aluminium-Halbzeugen

B 2 Spanen von Aluminium

o 3 Beschichten von Aluminium

o 4 Anodisch oxidiertes Aluminium für dekorative Zwecke

o 5 Schleifen und Polieren von Aluminium

o 6 Beizen und Entfetten von Aluminium

o 8 Galvanische und chemische Überzüge

o II Hartanodisieren

Verbinden

V I Gasschweißen von Aluminium

V 2 Lichtbogenschweißen von Aluminium

V 4 Löten von Aluminium

V 5 Nieten von Aluminium

V 6 Verbinden von Aluminium durch Klebstoffe

Werkstoff

W 2 Aluminium - Knetlegierungen

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4 Werkstoffe

4.1 Allgemeines Ober Werkstoffe

Tab 4.1.: Benennung und Einheiten der Zeichen in den Tabellen

werden

Bei der Umrechnung der Kerbschlagzähigkeit in die

berücksich-tigen:

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Tab ,.I b: Benennung und Einheiten der Zeichen in den Tabellen

2) Bei der Brinell-, Vickers - und Rockwell- Härtemessung

wer-den die bisherigen Zahlenwerte der Härte beim übergang

auf die Krafteinheit N (Newton) nicht geändert

Brinellhärte 350

Im Apparatebau werden die W~nde der Beh~lter und gen außer durch hohe Drücke und Temperaturen vor allem durch korrodierende, d.h chemisch angreifende Flüssigkeiten, D~mpfe und Gase beansprucht Da gegen den Angriff von S~uren, Lau-gen, Kohlenwasserstoffen und Salzlösungen unlegierte St~hle nur unter besonderen Bedingungen oder in engen Konzentrations - Be-reichen best~ndig sind, verwendet man zahlreiche andere Me-tall - Legierungen und nichtmetallische Werkstoffe (Tab 4.2)

Rohrleitun-Tab '.2a: Werkstoffe im Apparatebau

- Gußeisen unlegiert und legiert, mit Lamellen- und

Kugel-graphit, austenitisch

- Stahlguß und Walzstahl unlegiert und legiert (nichtrostend,

ferritisch, austenilisch, martensitisch, warmfest fest, kaltz~h)

hochwarm Plattierte St~hle

- Kupfer und Cu- Legierungen (Bronze, Messing, Rotguß), Cu - und Cu - Al- Legierungen

Ni Aluminium und AlNi Legierungen

- Nickel und Nickel-Legierungen mit Cr, Mo, Cu, W, Co und Nb

- Titan, Tantal Zirkonium, Molybd~n, Niob

- Gold, Silber, Platin

- Blei legiert und als Oberfl~chenschutz

- Zinn, Zink als Oberfl~chenschutz

- Kohlenstoff-Elektrographil aufbereitet und mit Kunststoff gemischt

- Glas, Quarz, Porzellan und Steinzeug

- Keramische Sonderwerkstoffe

- Keramische feuer - und s~urefeste Werkstoffe

- Tonerde-reiche, basische und saure Steine

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Tab '.2b: Werkstoffe im Apparatebau

- Kunststoffe einheitlich, als Mischpolymerisat mit Weichmachern und Stabilisatoren, geschäumt

- Verbundwerkstoffe Natur-, Kunst-, Glas- und

Allgemeine Grundsätze rar Werkstoffe

Bleche aus unlegierten und legierten Stählen

Austenitische Stähle

- AD- W 3/1 Gußeisen werkstoffe; Gußeisen mit Lamellengraphit

(Grauguß), unlegiert und niedriglegiert

- AD- W 3/2 Gußeisenwerkstoffe; Gußeisen mit Kugelgraphit,

un-legiert und niedrigun-legiert

- AD- W 3/3 Gußeisen werkstoffe; Austenitisches Gußeisen mit

- AD- W 6/1 Aluminium und Aluminiumlegierungen; Knetwerkstoffe

- AD- W 6/2 Kupfer und Kupfer-Knetlegierungen

- AD- W 7 Schrauben und Muttern aus ferrit ischen Stählen

- AD- W 8 Plattierte Stähle

- AD- W 9 Flansche aus Stahl

- AD- W 10 Werkstoffe rar tiefe Temperaturen; Eisenwerkstoffe

- AD- W 12 Nahtlose Hohlkörper aus unlegierten und legierten

Stählen rar Druckbehältermäntel

- AD- W 13 SchmiedestOcke und gewalzte Teile aus unlegierten

und legierten Stählen

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4.1.1 Lieferformen

Metalle und Legierungen werden gegossen (Formguß Schleuderguß) als Halbzeug (Platinen Knüppe!) und zu Profil Band Stangen Rohr oder Blech verarbeitet d.h gewalzt gezogen gepreßt oder ge-schmiedet geliefert Je nach der Verformungstemperatur unterschei-det man zwischen Warm - und Kaltverformung oberhalb und unter-halb der Rekristallisationstemperatur Die Oberflache ist entsprechend der letzten Verarbeitungsstufe walzblank entzundert gebeizt kalt-gewalzt (in mehreren Hartegraden entsprechend der Kaltverformung) geschlichtet geschliffen oder poliert (8 Stufen vom Grobschliff bis zur Hochglanz-Politur auch elektrolytisch) Die Härte kann durch Kaltverformung in bestimmten Grenzen bei abnehmender Verformbar-keit erhöht werden Durch Weichglühen wird ihr niedrigster Wert erreicht Geliefert werden:

Profile und Stabe: U- T- I-Profil (Träger) Winkel und ungleichschenklig; Rund - und Flachprofile gewalzt gezogen geschmiedet gepreßt

gleich-Rohre: nahtlos gewalzt gezogen geschweißt gegossen im Schleuderguß geschweißt und nachgezogen

Draht: gewalzt und gezogen

GuB- und SchmiedestQcke: Schrauben Muttern Nieten

Bleche: bei Stahl unterschieden in Grobbleche (bis 5 mm) bleche (3 bis 4.75 mm) und Feinbleche (unter 3 mm) warm - und kaltgewalzt in halbverarbeitetem Zustand auch als gepreßte Bö-den und Schüsse ohne Schweißnaht mit ausgepreßten Stutzenan-satzen und mit Schweißkanten plattiert in unterschiedlichen Oberflachengüten ohne und mit Wärmebehandlung (Warmbad) neuerdings mit Kunststoff beschichtet z.B mit PVC aber auch verzinnt

Mittel-Kunststoffe werden geliefert als:

KOrner: zur Verarbeitung auf Extrudern und Spritzgußmaschinen

Folie Faden (Draht zum Schweißen) Tafel Stab Rohr Emulsion Paste oder Staub

4.1.2 Eigenschaften der Werkstoffe

Die Anwendbarkeit eines Werkstoffes hangt von seinen ten ab die er bei der Fertigung und im Betrieb als Antwort auf die Beanspruchung durch mechanische Krafte chemische Stoffe und Warmeeinwirkung zeigt Die wichtigsten Festigkeits- Kennwerte sind in Tab 4.4 zusammengestellt

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Eigenschaf-Tab l.l: Alte und neue Festigkeits-Kennwerte (ISO)

Bei Stählen, bei dehnen keine ausgeprägte natürliche Streckgrenze auftritt, wird vereinbarungsgemäß die 0,2% Dehngrenze bestimmt Das ist die Spannung, bei der eine bestimmte Ausgangsmeßlänge des Probestabes um 0,2% bleibend gedehnt ist Außer der 0,2% Dehngrenze wird häufig noch die 1% Dehngrenze bestimmt, z.B bei austenitischen Stählen

Als Zeitdehngrenze bezeichnet man, die bei einer bestimmten Temperatur 17, z.B 200°C auf den ursprünglichen Querschnitt der Probe bei Raumtemperatur bezogene konstante Spannung, die

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nach Ablauf der Versuchszeit t, z.B nach 10 000 Stunden, eine bestimmte bleibende Dehnung Ep z.B von 1% hervorruft (Rplll0000I200)'

Zeilslandfesligkeil Rm/t/&

Als Zeitstandfestigkeit bezeichnet man, die bei einer bestimmten Temperatur & auf den ursprünglichen Querschnitt der Probe bei Raumtemperatur bezogene Spannung, die nach Ablauf der Versuchs-zeit t, z.B nach 10 000 Stunden, den Bruch herbeiführt (Rm 104/&)

Man unterscheidet je nach Verwendungs-Temperatur Kurz- und Langzeitwerte

Kurzzeilwerle

- Mindestwert der 0,2 % - Dehngrenze Rp 0.2 bei Raumtemperatur bzw der 1% -Dehngrenze Rpl

- Mindestwert der Zugfestigkeit Rm bei Raumtemperatur

- Mindestwert der Warmdehngrenze Rp 0,2/1/&

- Mindestwert der Warmzugfestigkeit Rm/l/&

- Salzlösungen kalt und warm

- flüssige Metalle (z.B Natrium)

- Kohlenwasserstoffe und Lösungsmittel auch gemischt mit

- Säuren, Laugen oder chloriert

- Heiße Gasatmosphären, Gase mit unterkühlbaren Dämpfen

- Wasser: See-, Salz-, Ab-, Trink-, Grund- und

Warmwas-ser, Kondensat, Wasserdampf Feuchtigkeit

- Luft, Ozon, Sonneneinstrahlung, radioaktive Strahlung

- Angriff im Erdboden durch Bakterien oder Streuströme

Gemessen wird die Beständigkeit der Werkstoffe gegen Korrosion

an Versuchsproben in g/(m2 Jahr) oder mm/Jahr Abtrag

Die Versuchsproben werden zum Teil gleichzeitig auch mechanisch auf Zug oder Biegung beansprucht

Ngày đăng: 20/04/2017, 18:22

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