In dieser eBook-Reihe bestehend aus zwei eBooks werden schon die wesentlichen geplanten Änderun-gen bei dem Vergleich zwischen der Rechnungslegung nach dem re-formierten HGB BilMoG und I
Trang 1In dieser eBook-Reihe bestehend
aus zwei eBooks werden schon die
wesentlichen geplanten
Änderun-gen bei dem Vergleich zwischen der
Rechnungslegung nach dem
re-formierten HGB (BilMoG) und IFRS
berücksichtigt Somit haben Sie die
Chance sich neben den IFRS auch
gleichzeitig mit dem BilMoG vertraut
zu machen Das vorliegende erste
eBook behandelt die Grundzüge der
IFRS, die Hauptunterschiede
zwi-schen HGB und IFRS sowie die
Trang 2we-einer Umstellung
eload24 AG
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Inhalt
IFRS – Grundzüge und die Vorteile einer Umstellung 3
Die Grundzüge der IFRS 4
Was sind die IFRS? 4
Wer hat die IFRS ins Leben gerufen? 5
Warum wurden die IFRS entwickelt? 5
Wie sind die IFRS aufgebaut? 7
Das Framework (Rahmenkonzept) 8
Die einzelnen Standards bzw IAS/IFRS 8
Wie lauten die Grundprinzipien der IFRS? 9
Wer muss die IFRS anwenden? 11
IFRS und HGB – was sind die Hauptunterschiede? 14
Wie unterscheiden sich die Rechnungslegungsziele? 15
Welche Rechnungslegungsinstrumente müssen in den Abschluss? 16
Welche Vorteile kann die Umstellung bieten? 17
Nutzen Sie Gestaltungsspielräume 17
So verbessern Sie Ihr Rating 19
So weisen Sie einen höheren Erfolg aus 21
Immaterielle Vermögensgegenstände 21
Sachanlagevermögen 22
Finanzanlagen 23
Vorräte 25
Trang 3IFRS – Grundzüge und die Vorteile einer Umstellung
Alle kapitalmarktorientierten europäischen Unternehmen sind inzwischen verpflichtet, ihren Konzernabschluss nach den Internatio-nal Financial Reporting Standards (IFRS) zu erstellen Mit dem Bilanzreformgesetz dürfen auch nicht kapitalmarktorientierte Unterneh-men an Stelle eines HGB-Abschlusses ihre Konzernabschlüsse nach IFRS aufstellen
Mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wird das Bilanzrecht nach HGB erst-mals seit dem BiRiLiG umfassend reformiert
Ab 2009 treten teilweise einschneidende Änderungen bei der Bilanzierung, Bewertung und Konsolidierung in Kraft Internationale Bilanzierungspraktiken werden im reformier-ten HGB integriert In dieser eBook-Reihe bestehend aus zwei eBooks werden schon
dem Vergleich zwischen der gung nach dem reformierten HGB (BilMoG) und IFRS berücksichtigt Somit haben Sie die Chance sich neben den IFRS auch gleichzeitig mit dem BilMoG vertraut zu machen
Rechnungsle-Das vorliegende erste eBook behandelt die Grundzüge der IFRS, die Hauptunterschiede zwischen HGB und IFRS sowie die wesent-lichen Vorteile einer Umstellung Das zwei-ten eBook befasst sich mit den wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsfragen
Zugegeben – die Materie ist komplex Die eBook-Reihe soll Ihnen helfen, sich schnell in das Thema IFRS einzuarbeiten Kompakt und leicht verständlich, unterstützt durch zahl-reiche praktische Beispiele und Übersichten, präsentiert Ihnen die vorliegende eBook-Rei-
he, was Sie über die IFRS wissen müssen
Trang 4Die Grundzüge der IFRS
Die IFRS finden auch bei nicht orientierten Unternehmen immer häufiger Anwendung
kapitalmarkt-In diesem Abschnitt erfahren Sie,was die IFRS sind und welche Vorteile sie
■
bietenwie die IFRS aufgebaut sind und wie ihre
■
Grundprinzipien lauten undworin die Hauptunterschiede zur Rech-
■
nungslegung nach HGB bestehen
Was sind die IFRS?
Die IFRS (International Financial Reporting Standards) sind kapitalmarktorientierte Rech-nungslegungsregeln Sie bilden den Kern-bereich des vom International Accounting Standards Board (IASB) entwickelten Regel-werks Mit der Ausarbeitung der IAS/IFRS verwirklichte das IASB seine zentralen Ziele: die Rechnungslegung international zu harmo-nisieren und Rechnungslegungsgrundsätze
zu entwickeln, welche die Bereitstellung scheidungsrelevanter Informationen für den Investor erlauben Die International Financi-
ent-al Reporting Standards (IFRS) umfassen ent-als Oberbegriff die International Reporting Stan-dards (IFRS), die International Accounting Standards (IAS), die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretati-ons Committee (IFRIC) und die Interpretatio-nen des Vorgängers Standing Interpretations
Trang 5denen noch 29 gültig sind, und 8 IFRS fentlicht.
veröf-Die einzelnen Standards regulieren gen der Rechnungslegung Sie können so-wohl branchenorientiert – z B IAS 30: Ban-ken –, als auch problemorientiert sein – z B
Einzelfra-IAS 2: Vorräte (Inventories); Einzelfra-IAS 38: terielle Vermögenswerte (Intangible Assets)
Imma-Im Rahmen des Endorsement-Prozesses werden die verabschiedeten IAS/IFRS nach dem Komitologieverfahren, durch Rechtsakt auf EU-Ebene legitimiert Diese Übernahme
in europäisches Recht bewirkt, dass die dards unmittelbares geltendes Recht werden
Stan-Wer hat die IFRS ins Leben gerufen?
Die IFRS werden von einem in London sigen Gremium, dem International Accoun-
ansäs-der angehören, entwickelt Das IASB ist ein internationaler privatrechtlicher Standardset-ter, der die Regeln für die Rechnungslegung vorgibt
Warum wurden die IFRS entwickelt?
Im Zuge der zunehmenden Globalisierung und der damit verbundenen stärkeren Ka-pitalmarktorientierung in der Unterneh-menslandschaft entstehen immer mehr Beziehungen zwischen internationalen Ge-schäftspartnern
Entscheidungen über Investitionen, abschlüsse und Geschäftskonditionen ba-sieren auf den von den jeweiligen Partnern veröffentlichten Informationen So erfolgt der Jahresabschluss deutscher Firmen beispiels-weise nach dem Handelsgesetzbuch (HGB)
Trang 6Vertrags-sprüchen wird diese Praxis nicht mehr recht Es gilt vielmehr Grundlagen zu schaf-fen, die es ermöglichen, eine international gültige Vergleichbarkeit von Jahresabschlüs-sen und Unternehmensbewertungen (Rating)
ge-zu gewährleisten: standardisierte, che Rechnungslegungsinstrumente Um die-sen neuen Anforderungen gerecht zu werden, wurden die IFRS entwickelt
einheitli-Welche Vorzüge bieten die IFRS?
Leichterer Zugang zu den internationalen
■
KapitalmärktenVereinheitlichung des Berichtswesens
■
das Rechnungswesen und Controlling
zur Verfügung, um das Unternehmen zu steuern, z B lassen sich mit Hilfe des Umsatzkostenverfahrens automatisch die Deckungsbeiträge für einzelne Kunden ableiten
Die IFRS vermitteln relevante
Trang 7Selbstinfor-Wie sind die IFRS aufgebaut?
Das Regelwerk der IFRS besteht aus drei bereichen:
Teil-dem Framework Es beinhaltet die
durch-■
1 – 14 und IFRIC D ff.) des früheren Standing Interpretation Committee (SIC) und des jetzigen International Financi-
al Reporting Interpretations Committee (IFRIC) Sie konkretisieren und ergänzen die Standards
pretations über dem Framework, da sie krete Sachverhalte regeln, das Framework jedoch lediglich die allgemeine Basis der IFRS enthält Die folgende Abbildung soll Ihnen den Aufbau der IFRS veranschaulichen:
Trang 8kon-Das Framework (Rahmenkonzept)
Es legt Prinzipien und Maxime fest Zu den Grundlagen, die im Framework beschrieben werden, gehören:
die Zielsetzung von
IFRS-Jahresabschlüs-■
sen,die Grundprinzipien der Rechnungslegung,
Das Framework dient vor allem als Leitlinie
um neue Standards zu erstellen, bzw stellt eine Hilfe dar um Sachverhalte zu behandeln, die noch nicht durch einen IFRS geregelt sind
ınfo Das Framework stellt die Basis der IFRS-Rechnungslegung dar und
enthält übergreifende gen bezüglich der Grundanforde-
Überlegun-die einzelnen IAS/IFRS-Standards auf Durch die Interpretations (SIC, IFRIC) werden die Standards näher konkretisiert
Die einzelnen Standards bzw IAS/IFRS
Die einzelnen Standards regeln konkrete Sachverhalte und folgen einem bestimmten Aufbauschema:
Zielsetzung, um die Intention des
Stan-■
dards aufzuzeigenAnwendungsbereich des Standards
■
Zeitpunkt des Inkrafttretens des
Stan-■
dardsAnhang mit erläuterndem Material und
■
Beispielen
Trang 9Wie lauten die Grundprinzipien der IFRS?
Die Grundprinzipien der IFRS sind im work geregelt IAS 1 bestimmt, wie der Ab-schluss dargestellt werden soll
Frame-Basisannahmen
Die Basisannahmen (underlying assumptions) bilden die Grundlage der Rechnungslegung nach IFRS Sie sind in IAS 1 definiert und um-fassen die folgenden zwei Basisgrundsätze:
die Annahme der
Unternehmensfortfüh-■
rung („going concern principle“) und die periodengerechte Erfolgsermittlung
■
(„accrual basis of accounting“)
Diese Grundsätze werden im Framework durch die so genannten qualitativen Zusatz-anforderungen an die Rechnungslegung er-gänzt
Qualitative Anforderungen
Mithilfe dieser „qualitive characteristics“ len die Informationen des Jahresabschlus-ses für die Leser aussagekräftiger und damit nützlicher werden Die wichtigsten qualitati-ven Anforderungen sind:
sol-Verständlichkeit (understandability): Der
■
Abschluss muss nach diesem Prinzip klar, deutlich und nachvollziehbar aufgebaut sein
Relevanz (relevance): Nur
entschei-■
dungsrelevante Informationen sind zuweisen Zu dieser Anforderung ge-hört – als ein wichtiges Kriterium für die Anwendung aller IAS/IFRS – die Wesent-lichkeit (materiality)
aus-Verlässlichkeit (reliability): Eine
Informa-■
tion muss glaubwürdig, wertneutral und vollständig dargestellt werden Die An-forderung der Verlässlichkeit wird durch fünf Einzelgrundsätze konkretisiert:
Trang 10sentation),– wirtschaftliche Betrachtungsweise (sub-stance over form),
– Willkür-/Wertfreiheit (neutrality),– Vollständigkeit (completeness) und– Vorsicht (prudence)
Vergleichbarkeit (comparability): Die
■
Informationen sind so darzustellen, dass sowohl zwei Abschlüsse eines Unterneh-mens verschiedener Perioden als auch mehrere Unternehmensabschlüsse mitei-nander vergleichbar sind
ınfo Da sich die IFRS nur auf wesent-liche Positionen beziehen, kann
bei unwesentlichen von ihnen abgewichen werden Wesentlich sind Angaben dann, wenn die Ent-scheidungen der Adressaten dadurch beein-flusst werden könnten, ob sie überhaupt oder
ob sie falsch informiert wurden
ebenfalls erfüllt sein:
■
forderungen
Schließlich haben die IFRS-Abschlüsse die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ent-sprechend den tatsächlichen Verhältnissen darzustellen Die folgende Übersicht fasst die Grundprinzipien der IFRS zusammen:
Trang 11Wer muss die IFRS anwenden?
Für viele Unternehmen innerhalb der EU gilt: Seit 2005 sind sie dazu verpflichtet, ihren Ab-schluss nach den internationalen Rechnungs-legungsgrundsätzen der IFRS zu erstellen
Gemäß der IFRS-Verordnung des schen Parlaments mussten ab 2005 alle der rund 8.000 kapitalmarktorientierten Konzer-
Europäi-ne in der EU ihre Rechnungslegung auf die IFRS umstellen Deren Tochterunternehmen passen in der Regel auch ihre Rechnungsle-gung an
ınfo Seit 2005 müssen alle kapital-marktorientierten Unternehmen
in der EU ihren Jahresabschluss nach IFRS erstellen!
Trang 12Seit der Einführung des neuen Prime dards der Deutschen Börse 2003 gewann die internationale Rechnungslegung für deutsche Unternehmen zusätzlich an Brisanz Strebt Ihr Unternehmen an, in die Auswahlindizes DAX, MDAX, SDAX und TecDAX aufgenom-men zu werden, muss es im Prime Standard zugelassen sein
Stan-In den „Prime Standard“ werden lich Unternehmen aufgenommen, die interna-tionale Transparenzanforderungen erfüllen – sie haben u a die Pflicht, ihren Abschluss nach internationalen Rechnungslegungsstan-dards zu erstellen, wozu neben den US-GAAP auch die IFRS gehören
ausschließ-Auch nicht kapitalmarktorientierte nehmen haben die Möglichkeit ihren Jahres-abschluss nach IFRS zu erstellen Obwohl sie
Unter-stellung auf IFRS für diese Unternehmen teilhaft sein
vor-Die Regelungen zur Umstellung im Überblick
Der Beschluss der EU-Kommission beinhaltet folgende Regeln:
Bezüglich nicht kapitalmarktorientierter
■
Unternehmen haben die staaten ebenfalls ein Wahlrecht: Sie können in Bezug auf Konzern- und Ein-
Trang 13EU-Mitglieds-ben, dass die IFRS angewendet werden
Der Konzernabschluss kann in land nach IFRS, aber der Einzelabschluss muss nach HGB erstellt werden, wobei ein zusätzlicher Einzelabschluss zu Infor-mationszwecken nach IFRS möglich ist
Deutsch-Unternehmen, die nach US-GAAP
bilan-■
zieren und in einem Drittland an der
Bör-se notiert sind, müsBör-sen Bör-seit 2007 falls nach IFRS abschließen
eben-ınfo Selbst wenn Ihr Unternehmen nicht unmittelbar von einer
Um-stellung betroffen ist, werden Sie sich z B als Geschäftsführer, kaufmännischer Leiter, Mitarbeiter im Rechnungswesen oder BWL-Student zukünf-tig auf jeden Fall mit der IFRS-Rechnungsle-gung befassen müssen
Geltungsbereich der IFRS
Seit dem Jahr 2005 ist nach § 315a HGBjede in Deutschland ansässige Konzern-
■
mutterzur Erstellung eines IFRS-Konzernab-
kapitalmarkt-IFRS-Pflicht Pflicht:
HGB-Ab-schluss (zur lungs bemessung) Wahlrecht: zusätzlich IFRS-Abschluss (zur Offenlegung)
Zah-nicht marktorien- tierte Unter- nehmen
kapital- Wahlrecht Pflicht: HGB-Ab-schluss (zur Zah-
IFRS-lungs bemessung) Wahlrecht: zusätzlich IFRS-Abschluss (zur Offenlegung)
Trang 14IFRS und HGB – was sind die Hauptunterschiede?
Der vorrangige Rechnungslegungszweck nach dem HGB ist der Gläubigerschutz und die Kapitalerhaltung Hauptadressaten sind die Fremdkapitalgeber eines Unternehmens So-mit ist die Information der Rechnungslegung vorrangig kreditorientiert Das Vorsichtsprin-zip nach HGB führt dazu, dass Erfolge bzw
Vermögenswerte eher zu niedrig und dungen sowie Schulden eher zu hoch ausge-wiesen werden
Aufwen-Anders verhält es sich bei den IFRS Hier dient der vorrangige Rechnungslegungszweck dem Investorenschutz Im Gegensatz zum HGB sind die Investoren, d h die Eigenkapi-talgeber, die Hauptadressaten Daher sollen Erfolge möglichst periodengerecht ausge-wiesen und Informationen für wirtschaftliche
und bereitgestellt werden Alle anderen
Zie-le werden dieser Funktion untergeordnet Der Grundsatz der „fair presentation” sichert die Entscheidungsnützlichkeit der Informa-tion und soll somit einerseits die Investoren schützen und andererseits das Interesse der Investoren und Aktionäre wecken Das Vor-sichtsprinzip rückt dabei in den Hintergrund
ınfo Bei IFRS ist die Informationsfunk-tion das oberste Ziel Der
Schwerpunkt liegt auf dem Grundsatz der „fair presentation” Dagegen ist bei HGB der Gläubiger-schutz das oberste Ziel Dieser wird durch das Vorsichtsprinzip gewährleistet
Trang 15Wie unterscheiden sich die Rechnungslegungsziele?
Rechnungslegungs- zweck Gläubigerschutzprinzip und Kapital-erhaltung Anlegerschutz, investororientierte ZielsetzungHauptadressat Fremdkapitalgeber (kreditorientierte
Rechnungslegung) Eigenkapitalgeber (kapitalmarktorientierte Rechnungslegung) Benötigte Information Für Gläubiger ist die zukünftige
Gewinnsituation wichtig, damit der Kapitaldienst gewährleistet ist.
zukünftige, geplante Einzahlungsüberschüsse, wirtschaftliche Lage des Unternehmens
Rechnungslegungsziel durch Vorsichtsprinzip verminderter
Erfolgsausweis und dadurch Erhaltung der Haftungsmasse für den Gläubiger
Bereitstellung von besseren Informationen für wirtschaftliche Entscheidungen der Investoren, d h die periodengerechte Erfolgsermittlung ist bestimmend Steuerliche Einflüsse Maßgeblichkeitsprinzip als Ausgangs-
basis für die Steuerbilanz Nach BilMoG:
keine umgekehrte Maßgeblichkeit mehr
keine unmittelbare Bindung zum Steuerrecht
Generalklausel Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips Grundsatz der fair presentation, kein
Abweichen von den Einzelvorschriften lich
mög-Gewinnermittlung vorsichtig, verlustantizipierend,
(um-gekehrte) Maßgeblichkeit, Ansatz- und Bewertungswahlrechte
realistisch zu ermitteln (fair presentation), ohne steuerlichen Einfluss, Tendenz zum „fair value accounting“
Angabe- u Offen gungspflichten begrenzt, nach BilMoG umfangreicher sehr umfangreich
le-worin sich die Rechnungslegungsziele der IFRS von den Zielen des HGB unterscheiden:
Trang 16Welche Rechnungslegungsinstrumente müssen in den Abschluss?
Ein Jahresabschluss besteht aus denen Bestandteilen bzw Rechnungsle-
verschie-GuV-Rechnung oder dem Anhang Ein ständiger IFRS-Abschluss nach IAS 1.10
voll-i V m IAS 1.38 (revised 2007) beinhaltet grundsätzlich:
Aufstellung der Vermögens- und Finanzlage (Bilanz) Statement of financial position (balance sheet) Gesamterfolgsrechnung Statement of comprehensive income
GuV (falls nicht voll in der Gesamterfolgsrechnung
Eigenkapitalveränderungsrechnung Statement of changes in equity Kapitalflussrechnung statement of cash flows
Anhang, der die maßgeblichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zusammenfasst und wesentliche Erläuterungen enthält
Notes, comprising a summary of significant ting policies and other explanatory information
Trang 17Welche Vorteile kann die Umstellung bieten?
Wollen Sie Ihr Rating verbessern oder die Höhe Ihres Periodengewinns beeinflussen?
Der folgende Abschnitt zeigt Ihnen, wie Sie die bilanzpolitischen Spielräume der IFRS ge-zielt zu Ihren Gunsten nutzen können
Eine Fallstudie schildert darüber hinaus, wie die Volkswagen AG nach IFRS umgestellt hat
Nutzen Sie Gestaltungs
spielräume
Viele Unternehmen stellen sich die Frage: Welche Vorteile könnte die Bilanzierung nach IFRS bieten? Zumal eine Umstellung sowie ein geforderter Doppelabschluss mit erhebli-chen Mehrkosten verbunden ist
ınfo Die Regeln der IFRS räumen den Unternehmen vor allem bei der
Erstumstellung Spielräume zur Gestaltung ihrer Vermögenswerte ein, die es bei der Bilanzierung nach HGB in diesem Maße nicht gibt
Diese Gestaltungsspielräume treten zwar am deutlichsten zu Tage, wenn die neuen Bilan-zierungsstandards erstmalig angewendet wer-den, dennoch sollten Sie auch die Möglichkei-ten, die sich bei der späteren Fortschreibung der Wertansätze eröffnen, nicht unterschätzen